manager-lounge Newsletter Januar 2013

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Lietz, Holger

Verloren in sozialen Netzwerken

Alle sind vernetzt, so die Theorie, auch Marketing findet online statt. Die deutsche Praxis hinkt dieser Vision meilenweit hinterher. Mehr noch - Deutschland ist Europas Schlusslicht, diagnostiziert Amex-Vice-President Holger Lietz. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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Sterzenbach, Slatco

Von wegen Schweinehund!

Der Schweinehund sitzt mit auf dem Sofa und hindert die Menschen daran, Sport zu machen oder sich beruflich zu engagieren. Alles also die Schuld vom Schweinehund? Nein, ruft der Berater Slatco Sterzenbach. »weiterlesen

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Pourirani, Amir

Vier Punkte zur Mitarbeiterbindung

Gute Mitarbeiter sind wichtig für Unternehmen - doch wie sind sie zu finden und vor allem zu halten? Keine einfache Aufgabe, sagt Personaldienstleister Amir Pourirani. »weiterlesen

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Terminvorschau

Frankfurt, 14.01.2013, 15.30 Uhr

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Thema: Update Kapitalmarktrecht - Praxisseminar 2013
Referenten:: Bernhard Orlik, HCE; Claudia Schneckenburger, HCE; Dr. Christian Dohm, SATELL; Dr. Nina Kogge, SATELL

weitere Termine:    15.01.2013: Berlin    16.01.2013: Hamburg    17.01.2013: Düsseldorf

 

Düsseldorf, 17.01.2013, 19 Uhr

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Thema: Charisma - die Macht meiner Persönlichkeit
Referent:: Prof. Dr. Rolf Osterhoff, Coach, Keynote-Speaker und Autor

Stuttgart, 17.01.2013, 19 Uhr

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Thema: Stress- und Burnoutprävention, ein Gewinn für Unternehmen
Referent:: Peter Buchenau, Geschäftsführer The Right Way, Autor

Nürnberg, 17.01.2013, 19 Uhr

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Thema: Change Management als Revolution von unten
Referent:: Dr. Willibert Schleuter, Experte Change Management in der Automobilindustrie
(1996 - 2008 Leiter der Elektrik/Elektronik-Entwicklung bei Audi)

Hamburg, 21.01.2013, 17.10 Uhr

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Thema: Das politische Gespräch
Referent:: Daniel Cohn-Bendit, Bündnis 90/Die Grünen

München, 23.01.2013, 19 Uhr

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Thema: Entdecke den Ironman in dir - die Kraft der Gedanken
Referent:: Slatco Sterzenbach, Dipl.-Sportwissenschaftler, Bestsellerautor,
Keynote Speaker

Hamburg, 23.01.2013, 19 Uhr

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Thema: Nicht die meisten treffen, sondern die Richtigen
Referentin: Barbara Liebermeister, Expertin für BRM und Lobbying für Unternehmer

Frankfurt, 29.01.2013, 9.30 Uhr

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Thema: 8th NUMOV German - Middle East Business Round Table
Referenten:: Participants of the Business Round Table

Zürich, 30.01.2013, 18.30 Uhr

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Thema: Anleitung zum Querdenken - neue Perspektiven und mutige Lösungen
jenseits des Mainstreams
Referenten:: Anja Förster, Dr. Peter Kreuz, Bestseller-Autoren, Business-Querdenker

Frankfurt, 30.01.2013, 19 Uhr

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Thema: Ungeahnte Gesprächserfolge durch Optimierung der Eigen-
und Fremdwahrnehmung
Referent:: Marco Löw, Geschäftsführer und Inhaber Löw & Partner, BWA-Senator

Minden, 05.02.2013, 18 Uhr

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Thema: Vor Ort bei Melitta, eine Traditionsmarke im Umbruch (inkl. Führung)
Referent:: Jan Van Riet, Geschäftsführer, Melitta Europa GmbH & Co. KG

Berlin, 06.02.2013, 19 Uhr

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Thema: Modernes HR-Management ist Sales-Management
Referent:: Amir Pourirani, Gründer und Geschäftsführer, Key Progress Int. GmbH

Hannover, 07.02.2013, 19 Uhr

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Thema: Reisen als Marketinginstrument - Kunden binden, neue Kunden gewinnen
Referent:: Ralf Kopytziok, ITO Independent Travel Organisation

Hamburg, 13.02.2013, 19 Uhr

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Thema: Die 4 Dimensionen des Leadership-Running - Laufen als Führungsinstrument
Referent:: Andreas Butz, Ex-Manager, Erfolgsautor, über 100-facher Marathonläufer

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Verloren in sozialen Netzwerken

mm: Ist Marketing durch soziale Netzwerke einfacher oder schwieriger geworden?

Lietz: Das Marketing ist komplexer und anspruchsvoller geworden. Dabei sind soziale Netzwerke nur ein Teil der Herausforderung. Grundsätzlich hat sich die gesamte Konsumlandschaft durch den mobilen Zugang zum Internet und die Möglichkeit, mit einer Masse von Menschen in Echtzeit zu kommunizieren und auszutauschen, radikal geändert. Wir haben es mit einem neuen Konsumenten zu tun, der mit dem alten Marketing-Paradigma zunehmend schwerer zu erreichen ist.

mm: Welche Herausforderungen sind es, die soziale Netzwerke für das Marketing aufwerfen?

Lietz: Der Kunde braucht Unternehmen nicht mehr als dominierende Orientierungsinstanz. Er schafft sich sein eigenes bedarfsabhängiges Pull-Marketing. Marken und Unternehmen sind dabei, ihre Produkt-, Informations- und Distributionshoheit zu verlieren. Orientierung des neuen Konsumenten sind seine sozialen Netzwerke und virtuellen Bekannten.

mm: Welche Rolle spielt dabei das Produkt - erklärungsbedürftige Produkte auf der einen, standardisierte und einfache Produkte auf der anderen Seite?

Lietz: Selbsterklärende und High-Involvement-Produkte und Marken, zum Beispiel Alkohol, Parfüm, Bekleidung, üben einen hohen Reiz und Interesse aus. Hier ergeben sich sehr gute Möglichkeiten, mit dem Konsumenten in den neuen Medien eine Beziehung aufzubauen und ihn an sich zu binden. Erklärungsbedürftige Produkte mit einem geringen Involvement, beispielsweise Versicherungen, Banken, Energie, haben es da schwerer: Wer setzt sich schon emotional mit seinem Versicherungsanbieter auseinander? Da kann man nur indirekt über intelligente, themennahe Plattformen ein Engagement erzielen. Auf der anderen Seite funktioniert hier aber noch das klassische Marketing, das alte Marketing-Paradigma, ganz gut.

mm: Wie geht American Express damit um?

Lietz: American Express nähert sich dem Thema überlegt. Wir stehen aufgrund unseres geschlossenen Geschäftsmodells und 24/7 Kundenbetreuung sowieso in einer sehr starken 1-zu-1 Kundenbeziehung. Gleichzeitig sind unsere kaufkräftigen Kunden noch wenig für soziale Medien empfänglich. American Express setzt die sozialen Medien, primär Facebook, augenblicklich ein, um die Attraktivität der Marke in einer jüngeren Zielgruppe zu stärken. Mittelfristig plant American Express mittels sozialer Plattformen Kartenmitglieder und Akzeptanzstellen mit maßgeschneiderten und personalisierten Angeboten noch intensiver zusammenzubringen.

mm: Gibt es Länder, die dort weiter sind als andere?

Lietz: Deutschland ist, was die Nutzung der neuen Medien angeht, innerhalb der Europäischen Union mit das Schlusslicht. Hier haben wir ein eindeutiges europäisches Nord-Süd-Gefälle. Auch sind die Konsumenten im angelsächsischen und asiatischen Raum in ihrer Nutzung von sozialen Netzwerken und ihrem digitalen Konsumverhalten wesentlich weiter fortgeschritten. Es ist aber kein Nachteil. Dies gibt den Marketing-Verantwortlichen noch eine Schonfrist, sich auf geänderte Konsumverhältnisse einzustellen, Best-Practice-Konzepte aus anderen Ländern zu adaptieren und auf ein neues Marketingverständnis umzustellen.

mm: Welches ist die nächste große Marketingherausforderung - ein Blick in die Kristallkugel?

Lietz: Da bedarf es nicht des Blickes in die Kristallkugel. Das sich abzeichnende Web 3.0, das semantische Internet, wird zwei große Herausforderungen bringen. Erstens: Es wird ein "Internet of Things" werden, das heißt, es werden mehr intelligente Geräte untereinander kommunizieren als Menschen auf der Erde. Smarte Geräte werden uns die lästigen Dinge des Alltages abnehmen, zum Beispiel der vielzitierte Kühlschrank, der selbständig online einkauft. Zweitens: Die Orientierung des Konsumenten im Internet wird eindeutig und vollkommen personalisiert. Auf eine Frage auf Google bekomme ich beispielsweise nicht eine Auswahl der abertausend vermutlich bestpassendsten Antworten aufgrund eines allgemeinen Algorithmus', sondern eine - nämlich meine Antwort - aufgrund meines persönlichen Algorithmus'. Da stellt sich die Herausforderung, wie das Marketing die abgeschotteten maschinellen und personalisierten 1-zu-1 Beziehungen beeinflussen kann.

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Von wegen Schweinehund!

mm: Wie kann "Jedermann" den Schweinehund besiegen - sei es sportlich, sei es beim beruflichen Fortkommen?

Sterzenbach: Ich halte nichts von dem Begriff "Schweinehund", denn damit schieben wir unbewusst unsere Verantwortung leichtfertig auf ein externes "Tier", welches eher das Gefühl auslöst, man könne ja nichts ändern.

Grundsätzlich entscheiden wir unbewusst und emotional immer so, dass es uns ein besseres Gefühl verschafft. Dabei trifft unser Gehirn eine Entscheidung zwischen Schmerz und Freude. Wenn ich also abends auf dem Sofa sitze und beim Fernsehen ein Bier trinke, dann verschafft mir das kurzfristig ein gutes Gefühl, also Freude. Ein bisschen Schokolade steigert dann noch mehr den Serotonin-Spiegel. Langfristig kann dadurch Schmerz durch Übergewicht, Herz-Kreislauf-Probleme und dem Ekel vor sich selbst entstehen. Doch das liegt in weiter Ferne.

mm: Und das heißt konkret…?

Sterzenbach: Den "Schweinehund" besiegen können wir nur, wenn wir uns zum einen Zeit für diese Thematik nehmen und uns emotional in den langfristigen Schmerz hineinversetzten. Wenn wir uns mit allen Sinnen die schmerzhaften Konsequenzen unseres momentanen Verhaltens vorstellen. Und umgekehrt ist es sehr kraftvoll, wenn wir uns auf die positiven Konsequenzen der neuen, erwünschten Gewohnheiten konzentrieren: leichter die Treppen hochkommen, mehr Anerkennung und Lob vom anderen Geschlecht, ein schlankeres Bild im Spiegel und so weiter. Diese würde Realität werden, wenn wir das momentan "schmerzvolle" Verhalten zu einer neuen Gewohnheit werden lassen: zum Beispiel direkt nach der Arbeit ins Fitness-Studio zu gehen oder eine kleine Runde durch den Park zu walken oder joggen. Damit erarbeiten wir uns dann das Serotonin für ein besseres Gefühl. Verantwortung übernehmen und zukunftsorientiertes Denken ist also der erste Schritt.

Der zweite Schritt liegt in der Planung des WIE. Entwickeln Sie sich einen Fahrplan. Zu welcher Uhrzeit werde ich Sport treiben? Welche Sportart macht mir am meisten Spaß beziehungsweise bringt mich meinem Ziel am schnellsten näher? Mit wem könnte ich den Sport zusammen machen? Kollege? Nachbar? Personal Trainer? Jetzt geht es also in die individuelle Planung. Für den langfristigen Erfolg ist dabei die Dokumentation sehr wichtig. Schreiben Sie Ihre Erfolge auf, die zurückgelegten Kilometer, die Abnahme des Körperfettanteils und so weiter. Oder im Job, die Anzahl der Fachbücher, die Sie im Monat gelesen haben: Schreiben Sie Zusammenfassungen dieser Fachbücher. Die Motivation erhöhen können wir dadurch, indem wir vielen von unserem neuen Vorhaben erzählen. Der externe Druck ist hervorragend, wenn wir einmal die Motivation verlieren. "Na, machst du immer noch Sport oder schon aufgehört?" Der eigene Stolz beziehungsweise das Ego ist ein sehr starker Motivator.

mm: Wie nachhaltig ist ein Beschluss in dieser Richtung?

Sterzenbach: Das hängt davon ab, wie weit die neuen Gewohnheiten zu den eigenen Werten, Stärken und Überzeugungen passen. Ein Verkäufer, der Rechtschaffenheit, Ehrlichkeit und Integrität als wichtigste Werte hat, wird sich nie nachhaltig für einen Verkauf von Produkten motivieren können, die wissentlich dem Kunden schaden. Ein häufiges Thema bei Banken und Versicherungen.

Ein Mann mit kräftigem Körperbau wäre eher für ein Krafttraining als für ein Joggen zu motivieren, weil sich die Erfolgserlebnisse schneller einstellen. Und ein Mensch, der die innere Überzeugung beziehungsweise den Glaubenssatz hat, das Geld den Charakter verdirbt, wird nie zu mehr Arbeit und mehr Erfolg nachhaltig motiviert sein - geschweige denn finanzielle Unabhängigkeit erreichen, denn er wird sich selbst immer wieder in Situationen bringen, die ihn davor "schützen", zu viel Geld zu haben.

mm: Wie viel Überzeugungsarbeit gegenüber sich selbst muss ein Mensch dafür leisten?

Sterzenbach: Wir können uns nicht selbst "überzeugen". Diese Einstellung ist zum Scheitern verurteilt. Letzen Endes ist eine Reflektion der eigenen Werte, der eigenen Überzeugungen und Glaubenssätze und ein achtsames Verhalten im Augenblick die Basis für Veränderungen. "Ist das, was ich mir gerade in den Mund schiebe etwas, was mir Energie gibt oder Energie raubt?" Oder: "Ist das, was ich gerade esse, ein LEBENS-Mittel oder schon tot?" Diese Achtsamkeit haben viele Menschen durch die Zu-Viel-isation verloren. Sie sind ständig abgelenkt von dem eigenen Leben. Deswegen arbeiten meine Frau und ich immer zuerst genau an diesen Punkten mit unseren Coaching-Kunden. Wir analysieren die Werte und hinterfragen die Glaubenssätze. Den eigenen Wünschen entgegengesetzte Überzeugungen und Glaubenssätze wandeln wir durch eine spezielle Coaching-Technik in wenigen Sitzungen in unterstützende Glaubenssätze um, denn sonst hat der Kunde keine Chance.

mm: Wie passen Rückschläge ins Konzept, Sportverletzung zum Beispiel oder auch die Beförderung des Kollegen Meier anstelle von mir - wie muss man in Ihren Augen damit umgehen?

Sterzenbach: Rückschläge gehören zum Leben dazu. Alles im Leben ist bipolar und wir bewegen uns immer irgendwo dazwischen. Entscheidend ist, wie wir die "Rückschläge" bewerten. "Rückschläge" ist bereits eine Bewertung. "Situation" wäre neutral. Wir sprechen oft in der Wirtschaft von Gewinnphasen und Krisen. Ich nehme lieber das Begriffspaar Gewinn- und Sinnphasen. Denn jede Krankheit hat den Sinn, den ich ihr gebe. Auch die Wirtschaftskrise hat ihren Sinn, nur verdrängen ihn viele. Sie zeigt, dass das momentane Verhalten in der Wirtschaft krank ist. Die Wirtschaft verhält sich momentan wie ein Herzinfarkt-Patient, der weiter raucht. Er hat das Warnsignal noch nicht verstanden. "Rückschläge" sind immer auch ein Zeichen, dass der momentane Weg noch nicht der optimale ist. Also dranbleiben und das bisherige Verhalten optimieren und ändern.

Entscheidender als die Situation an sich ist also viel mehr, wie wir reagieren beziehungsweise mit der Situation umgehen. Der eine Krebskranke zieht sich nach der Heilung vollkommen zurück und zergeht in Selbstmitleid, und der andere gründet eine Stiftung gegen diese Erkrankung. Wir selbst sind dafür verantwortlich, was wir daraus machen und was wir daraus lernen. Die erfolgreichsten Menschen haben einfach größere Krisen ertragen und überwunden.

mm: Aber muss es gleich Triathlon sein - oder kann auch der gemütliche 4-Kilometer-Trab lehren zu fokussieren? 

Sterzenbach: Natürlich muss es kein Triathlon sein. Es können auch fünf Minuten Meditation am Tag sein, um sich besser kennenzulernen oder zu fokussieren. Andere wiederum lernen sich bei entspannter aber achtsamer Hausarbeit besser kennen. Die Wege sind so vielfältig wie wir Menschen. Die Herausforderung und die Kunst ist es für jeden einzelnen, seinen Weg zu finden.

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Vier Punkte zur Mitarbeiterbindung

mm: Auf der einen Seite werden die "Human Resources" und die entsprechenden HR-Abteilungen immer wichtiger - "war for talents" ist ja ein bekanntes Schlagwort -, auf der anderen Seite gibt es längst nicht in jedem Unternehmen zum Beispiel einen Personalvorstand. Woran liegt's?

Pourirani: Die richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt an das Unternehmen zu binden, ist eine Aufgabe, der sich die HR-Abteilungen kontinuierlich stellen müssen, und damit losgelöst von der Fragestellung, ob ein Personalvorstand im Unternehmen existiert oder nicht.

Bei dem Thema Personalvorstand geht es für mich nicht um den Titel an sich, sondern viel mehr um die Frage, welche Autorität wird der Position zugeschrieben? Wie viel Gewicht hat das Wort eines Personalchefs bei Strategiefragen beziehungsweise Vorstandsentscheidungen? Wie weit reicht der Handlungsspielraum? Welche Budgetgewalt wird dem Positionsinhaber eingeräumt? Welche Ziele werden definiert? Ob der Stelleninhaber nun auf der ersten oder auf der zweiten Hierarchie-Ebene agiert, ist dabei unerheblich.

mm: Wie gut sind HR-Abteilungen in Deutschlands Unternehmen eigentlich aufgestellt - hat sich deren Standing im Haus verbessert?

Pourirani: Größere Unternehmen sind bei HR-Fragestellungen meist besser aufgestellt als kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs), wobei das nicht überall gilt. Ich habe schon sehr gut gemanagte HR-Abteilungen bei Kleinunternehmen gesehen und verbesserungsfähige HR-Abteilungen bei Konzernen. Selbst dort, wo die jeweiligen HR-Verantwortlichen sehr gute Arbeit leisten, habe ich nicht immer das Gefühl gewonnen, dass die Anerkennung auf allen Ebenen des jeweiligen Unternehmens spürbar besser war.

mm: Was leistet eine HR-Abteilung, was sollte sie leisten?

Pourirani: Je nach Unternehmensgröße ändert sich der Fokus der HR-Abteilungen. Sie sollte grundsätzlich als HR-Dienstleister agieren und somit einen Mehrwert für das Unternehmen schaffen. Auf der einen Seite sollten stetig administrative Kosten gesenkt werden, auf der anderen Seite müssen Führungskräfte entwickelt und Talente gefördert werden. Zudem müssen passende Mitarbeiter eingestellt und an das Unternehmen gebunden werden. Auch Themen wie Gesundheitsmanagement und das damit verbundene Demografie-Management werden immer wichtiger.

mm: Wie lässt sich die Qualität der Arbeit einer HR-Agentur für ein Unternehmen bewerten?

Pourirani: Durch die Zufriedenheit seiner Kunden.

mm: Was sind nach Ihrer Erfahrung die ausschlaggebenden Argumente für ein Talent, sich für eine bestimmte Stelle zu entscheiden? Und was können Sie dabei tun.

Pourirani: Es gibt viele Gründe, doch die wichtigsten vier sind meiner Meinung nach eine klar definierte und interessante Aufgabenstellung, eine klare Perspektive, eine angemessene Vergütung und das Vertrauen von den potentiellen Vorgesetzten und dem neuen Team. Unter anderem sorgen wir dafür, dass in den oben genannten Punkten eine größere Transparenz entsteht. Somit schaffen wir eine fundierte Entscheidungsgrundlage für beide Seiten: dem von uns identifizierten Talent und unserem Kunden.

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manager-lounge leaders network GmbH
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