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manager-lounge Newsletter Januar 2008

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Düsseldorf: Abschied und Neuanfang

schoen grundmann Im Februar hat sich der Wechsel der Düsseldorfer Präsidentschaft von Herrn Ralf Schön auf seine Nachfolgerin, Dr. Vera-Kristin Grundmann, vollzogen. Das gesamte Team der manager-lounge bedankt sich nochmals sehr herzlich bei Ralf Schön für seinen jahrelangen und höchst erfolgreichen Einsatz in Düsseldorf. >>weiterlesen

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Harvard-Artikel im Fokus: Gesucht - Chefs mit Profil

Manager erscheinen zunehmend austauschbar. Schuld sind die immer stärker normierten Ausbildungs- und Karrierewege. Ein Plädoyer für ein Umdenken in der Führungskräfteentwicklung.

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Nürnberg: Eröffnung der local lounge

ll NürnbergAnfang Februar hat der Präsident Jürgen Cappell, kaufmännischer Geschäftsführer der Pfleiderer Holzwerkstoffe GmbH mit einem Vortrag über das strategische Konzept seines Unternehmens die local lounge Nürnberg eröffnet. >>weiterlesen

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Hamburg: Die „OTTO-DNA“

Hillebrand Was macht eine Führungskraft zu einem Topmanager? Wie gelingt es, einen weltweit operierenden Großkonzern zu führen? Diesen und weiteren Fragen stellte sich Dr. Rainer Hillebrand, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der OTTO Gruppe, vor 25 Mitgliedern der manager-lounge anlässlich eines exklusiven business breakfasts in der Zentrale des Hamburger Handelskonzerns. >>weiterlesen

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Düsseldorf: Spektakulär und billig

Patrik Glasow Werbung gilt vielen kleineren Unternehmern als teure Notwendigkeit. Reklamespezialist Patrik von Glasow zeigte den Düsseldorfer Teilnehmern der local lounge, wie sie mit einer besonders raffinierten Methode den Namenszug ihres Unternehmens für wenig Geld ins Fernsehen oder die Zeitung bringen. >>weiterlesen

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manager tours nach New York

Eine Weiterbildungsreise der besonderen Art bietet unser Kooperationspartner manager tours vom 22. bis 25. April 2008 an. Lernen Sie in der Metropole New York die neuen Trends, Strategien und Tools im Marketing kennen. Exklusiv für manager-lounge Mitglieder: Jetzt den Vorzugspreis sichern. >>weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Berlin: 12.03.2008, 19 Uhr

Thema: Wirtschaftsspionage und Ideenklau
Referent: Peter Giebler, Innenministerium Brandenburg
Location: BerlinCapitalClub, Mohrenstraße 30, 10117 Berlin
Anmeldeschluss: 10.03.2008, 17:00 Uhr
 

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local lounge Frankfurt : 12.03.2008, 19 Uhr

Thema: Medien und Unternehmen - eine schwierige Beziehung
Referent: Dr. Wolfgang Kaden, ehem. Chefredakteur Der Spiegel/manager magazin
Location: Villa Merton im Union International Club, Leonhardsbrunn 12, 60487 Frankfurt
Anmeldeschluss: 10.03.2008, 17:00 Uhr
 

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local lounge Barcelona: 14.03.2008, 12 Uhr

Referent und Thema: Dr. Christoph Franz, CEO Swiss Airlines
Location: Hotel Princesa Sofia, Plaza Pio XII, 4, 08028 Barcelona
Anmeldeschluss: 12.03. 2008, 17:00 Uhr
 

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local lounge Hamburg: 19.03.2008, 19 Uhr

Thema: Investieren angesichts Steuerlast und Börsencrash
Referent: Franz Suntrup, Portfolio Management GmbH
Location: Hanse Lounge, Neuer Wall 19, 20354 Hamburg
Anmeldeschluss: 17.03.2008, 17:00 Uhr
 

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local lounge Düsseldorf: 27.03.2008, 19 Uhr

Thema: Medien und Unternehmen - eine schwierige Beziehung
Referent: Wirtschaftsclub Düsseldorf, Königsallee 60c, 40212 Düsseldorf
Location: BerlinCapitalClub, Mohrenstraße 30, 10117 Berlin
Anmeldeschluss: 25.03.2008, 17:00 Uhr
 

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local lounge München: 02.04.2008, 19 Uhr

Thema: E-Commerce und soziale Netzwerke; Online-Dating im Spannungsfeld
Referent: Joachim Rabe, meetic SA
Location: Restaurant Gandl, St. Anna Platz 1, 80538 München
Anmeldeschluss: 31.03.2008, 17:00 Uhr
 

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Sonstige Veranstaltungen
Hamburg: 01.04.2008, 20-22.30 Uhr

Konzert: Sergei Nakariakov, Trompete und Flügelhorn & Vera Okhotnikova, Klavier
Location: Laeiszhalle - Musikhalle Hamburg, Großer Saal - Johannes-Brahms-Platz, 20355 Hamburg
Anmeldeschluss: 18.03.2008, 17:00 Uhr
 

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Düsseldorf: Abschied und Neuanfang

Nach nunmehr sechs Jahren und 76 erfolgreich organisierten local lounges hat der frühere local lounge Präsident Düsseldorf, Herr Ralf Schön, den Staffelstab Ende Februar an seine Nachfolgerin, Dr. Vera-Kristin Grundmann, weitergereicht.

Für seinen unermüdlichen Einsatz und sein überaus erfolgreiches Engagement als das lokale Aushängeschild der manager-lounge in Düsseldorf in den zurückliegenden Jahren sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet. Er wird uns sicher als Mitglied der manager-lounge auch weiterhin als Teilnehmer unserer verschiedenen Veranstaltungen erhalten bleiben.

Als Nachfolgerin von Herrn Schön „im Amt“ der local lounge Präsidentin freuen wir uns sehr mit Dr. Vera-Kristin Grundmann eine ausgewiesene „Netzwerkerin“ gewonnen zu haben.
Frau Dr. Grundmann ist seit Anfang 2006 freiberufliche Beraterin. Ihre Klienten unterstützt sie dabei vor allem in den Bereichen Finance und Performance Management sowie M&A. An mehreren Universitäten (u.a. der Düsseldorf Business School der Heinrich-Heine Universität seit 2003) vermittelt sie darüber hinaus heute das Wissen, das sie in 15 Jahren als Managerin sowohl in privaten als auch den börsennotierten DAX 30 Unternehmen in internationalen Führungspositionen erworben hat.

Erste internationale Erfahrung hat Frau Dr. Grundmann durch Ihr Studium zum MBA in den USA an der J.L. Kellogg Graduate School der Northwestern University in Chicago erworben (Abschluss 1991) und im Rahmen eines « Fellowships » am U.S. House of Representatives (1987). Ihre anschließenden Positionen im Finanz-Management des Automobilkonzerns Opel/General Motors, Inc. und des Markenartiklers Effem/Mars, Inc. folgten dieser internationalen Ausrichtung.

Mit dem Eintritt in das Handelsunternehmen Metro AG 1999 in Düsseldorf wurde sie erstmals Chefcontrollerin eines DAX-30-Unternehmens. Ab 2001 nahm sie diese Funktion bei der Deutschen Post World Net/DHL wahr und berichtete an den Konzernvorstand. Sie verantwortete somit das Controlling der Unternehmensgruppe mit rund €50 Mrd. Umsatz in 220 Ländern. Frau Dr. Grundmann hat darüber hinaus mit 27 Jahren in der Germanistik promoviert und ist als Coach und Mentorin heute u.a. ehrenamtlich für die « Intiative Zukunft.NRW » tätig.

Wir freuen uns gemeinsam mit Frau Dr. Grundmann sehr darauf, Sie alle hoffentlich weiterhin zahlreich bei vielen spannenden und interessanten Abendveranstaltungen in Düsseldorf begrüßen zu dürfen. Dabei bleibt der monatliche Veranstaltungsturnus natürlich erhalten, genauso wie die vielfältige und anspruchsvolle Mischung an Themen und Vorträgen.
Den Anfang macht am 27. März 2008 Herr Dr. Kaden, ehemaliger Chefredakteur des SPIEGEL und manager magazin, mit dem Vortrag zu dem Thema „Medien und Unternehmen - eine schwierige Beziehung“.
Frau Dr. Grundmann wird diese erste von Ihr geleitete local lounge dafür nutzen, sich Ihnen persönlich kurz vorzustellen. Wir würden uns daher freuen, Sie - wie gewohnt - zahlreich begrüßen zu können!

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Harvard-Artikel im Fokus:
Gesucht - Chefs mit Profil

„Wenn ich durch das Werk gehe und mir unsere Führungskräfte anschaue, dann wird mir angst“, so einer der Betriebsräte in einer süddeutschen BMW-Niederlassung, „das sind zwar adrette und smarte Leute, nett und freundlich, aber nur auf Erfolg getrimmt. Ich habe das Gefühl, die meisten von ihnen sind völlig austauschbar, alle irgendwie gleich, ohne Ecken und Kanten.“ Die These des Betriebsrats, Manager hätten heute kein Profil mehr, ist starker Tobak. Doch der Trend zum Einheitsmanager nimmt offenbar zu.

Den vollständigen Harvard-Artikel erhalten Sie durch Klick auf das Logo.

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Unternehmensstrategie- Konzentration aufs Wesentliche

Nach einer Krise Anfang des Jahrtausends hat sich der Holzverarbeiter Pfleiderer dank Fokussierung auf das Kerngeschäft zur Erfolgsgeschichte gewandelt. Jürgen Cappell ist als kaufmännischer Geschäftsführer der Pfleiderer Holzwerkstoffe zuständig für die Region Westeuropa. Er erläuterte das strategische Konzept des Mittelständlers vor Mitgliedern der manager-lounge in Nürnberg.

2003 war ein schwieriges Jahr für die Pfleiderer AG: Knapp 34 Mio. EURO Verlust vor Steuern musste sich der Holzwerkstoff-Spezialist in die Bücher schreiben, nachdem das M-DAX notierte Unternehmen bereits 2002 fast 19 Mio. EURO Verlust ausgewiesen hatte. Zugleich war das Jahr 2003 aber für Jürgen Cappell auch ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur strategischen Neuausrichtung des Mittelständlers: Aus dem bunten Portfolio der verschiedenen Geschäftsaktivitäten wie Dämmstoffen, Türherstellung und alternativer Energietechnik Anfang 2002 war durch etliche Verkäufe ein fast reiner Spezialist für Holzwerkstoffe geworden. Mit dem Verkauf der Windenergietechnik-Sparte 2003 und schließlich der Mastenherstellung im Folgejahr wurde diese Konzentration auf das Kerngeschäft so gut wie abgeschlossen. Den letzten Schritt in dieser Reihe bildete der Verkauf der Bahnschwellensparte im Jahr 2006.

Es wurde aber nicht nur verkauft, so Cappell vor den Führungskräften in Nürnberg, sondern das Kerngeschäft durch systematische Zukäufe gestärkt und weiter ausgebaut, die Wertschöpfungskette wurde vertieft und verlängert. Pfleiderer stieg in neue Holzwerkstoffgruppen und -märkte ein, hier vor allem in den USA. Binnen eineinhalb Jahren errang der Mittelständler dort durch Zukäufe die Marktführerschaft für Laminatfußböden.
Ein gutes Beispiel für das strategische Credo des Unternehmens, laut Cappell, das drei wesentlichen Leitsätzen folgt: Nur in Märkte einsteigen, deren Bevölkerungsstruktur ein kritisches Abnahmevolumen verspricht, wobei das erklärte Ziel eine Position unter den Top-3 Anbietern mit einem relevanten Marktanteil von mindestens 15% sein muss. Zweitens die Maxime „Größe stützt Erträge“, also die Kostenführerschaft ist entscheidend. Und schließlich die Diversifikation innerhalb des Kerngeschäfts, um Risiken zu minimieren.

Dank dieser Marschroute hat sich Pfleiderer seit dem Krisenjahr 2003 weltweit in die Top-3 der Firmen für Holzwerkstoffe geschoben und dabei, so Cappell, hält das Unternehmen auch die Kostenführerschaft aufgrund der hohen Produktivität. Wachstum ist nach wie vor stark im Fokus, das Unternehmen will sich in den Kernmärkten weiter ausdehnen. Das dabei auch Rückschläge zu verkraften sind, wie eine Nachfrage aus dem Kreis der Führungskräfte thematisiert, liegt in der Natur der Sache. Die Immobilienkrise in den USA hat den nordamerikanischen Konsum gedämpft und auch die US-amerikanische Tochter empfindlich getroffen, erklärt Cappell. Man rechnet aber hier mit einer mittelfristigen Erholung der Märkte.

An die Phase der Neuausrichtung 2003 kann sich der 39-Jährige noch gut erinnern, denn 2002 war sein erstes Jahr bei Pfleiderer, und er selbst in die strategische Neuausrichtung des Konzerns stark involviert. So wirkte Cappell in verantwortlicher Position bei großen, teilweise auch internationalen Merger & Acquisitions-Projekten mit und positionierte die kaufmännischen Zentralbereiche neu. Trotz diverser Programme zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung, sowie - im Jahr 2005 - der Anhebung der Regelarbeitszeit in Deutschland ohne Lohnausgleich, blieben aber in dieser für das Unternehmen kritischen Phase die ganz großen Konflikte zwischen Belegschaft und Management aus. In dieser Restrukturierungsphase gelang es Pfleiderer vielmehr relativ geräuschlos, seine Geschäftsbereiche neu zu ordnen und einen fundamentalen Strategiewechsel in die Tat umzusetzen.

Cappell macht die erfolgreiche Neuausrichtung an drei wesentlichen Erfolgsfaktoren fest.
Von Beginn an wurden die zu erreichenden, strategischen Ziele klar angesprochen, genauso wie die damit verbundenen Wege und Maßnahmen zur Zielerreichung.
Das Management wurde auf den Wechsel eingeschworen, sowie Multiplikatoren für die Neuausrichtung in allen Teilbereichen des Unternehmens gefunden, die die Maßnahmen gegenüber der Belegschaft authentisch vertreten konnten. Und zuletzt, Probleme und Durststrecken wurden überwunden, der eingeschlagene Weg wurde vom Management konsequent zu Ende verfolgt.

Dass Jürgen Cappell zur Wiedererstarkung des Holzwerkstoffspezialisten einen wichtigen Beitrag geleistet hat, spiegelt eine ganz besondere Würdigung wider: Der kaufmännische Geschäftsführer der Pfleiderer Holzwerkstoffe wurde als bester Nachwuchsmanager Deutschlands von der Finanz- und Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ ausgezeichnet, und zwar mit dem renommierten Management-Nachwuchspreis „Karriere des Jahres im Mittelstand 2007“.

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Hamburg: Die „OTTO-DNA“

Die größte Herausforderung erwartet den OTTO-Vorstand gleich zu Beginn: Jedem einzelnen der anwesenden Führungskräfte schüttelt er persönlich die Hand. Das Elitäre, Abgehobene ist seine Sache gewiss nicht. Vielmehr werden die Anwesenden neugierig taxiert, der Kontakt gerade heraus und direkt hergestellt. Ob Pförtner oder Vorstandsvorsitzender, Hillebrand legt Wert darauf, alle Mitarbeiter und Kollegen gleich zu behandeln. Und damit steht er stellvertretend für eine OTTO-Kultur, in der Bescheidenheit und Direktheit auf allen Ebenen als eine wichtige Grundbedingung für den beruflichen Aufstieg im Konzern angesehen werden.

Und einen solchen hat Hillebrand ohne Zweifel bei Otto hinter sich. Dass man in einem Konzern wie Otto, der mit 123 Gesellschaften in 19 Ländern und 53.000 Mitarbeitern einer der größten Handels- und Dienstleistungskonzerne weltweit ist, nicht über Nacht zum Vorstandsmitglied aufrückt, wird am Werdegang von Hillebrand klar: Nach 14 Jahren als Zeitsoldat bei der Bundeswehr, ist er damit nunmehr 18 Jahre bei Otto, die letzten 8 Jahre davon im Vorstand. Seit dem Ausscheiden des „Konzern-Übervaters“, Dr. Michael Otto, im Sommer letzten Jahres versteht sich Hillebrand als einer der Hüter der sprichwörtlichen OTTO-Kultur. Dabei geht er mit dem partiellen Verlust entspannt um, schließlich habe Michael Otto es verstanden, Menschen in den Vorstand zu holen, die seine Orientierung an Gesellschaft und Umwelt und die mitarbeiterorientierte Führungskultur, die „OTTO -DNA“ , verinnerlicht haben und fortführen wollen.

Dass diese Kultur erfolgreich ist, kann man nicht zuletzt an der positiven Entwicklung der Firmengruppenresultate des zurückliegenden Jahres ablesen. Im abgelaufenen Jahr lag der Umsatz bei 15,5 Mrd. Euro. Und als Verantwortlicher für die Bereiche Vertrieb, Marketing und E-Commerce trägt Hillebrand zu einem nicht geringen Anteil dazu bei. Dabei heißt das Zauberwort Multichannel, denn OTTO nutzt den Katalog, in immer stärkerem Maße E-Commerce und den stationären Einzelhandel.

Die persönliche Kommunikation spielt eine große Rolle. Neben den turnusgemäßen Vorstandstreffen einmal im Quartal, in denen alle Zahlen und Analysen mit den entsprechenden Führungskräften diskutiert werden, begibt sich der Vorstand einmal im Jahr „in Klausur“. Zu dieser Gelegenheit werden - manchmal mit Hilfe eines externen Moderators - neue Perspektiven, Ideen und Lösungen für neue und bekannte Probleme entwickelt. Für Hillebrand ein wichtiges Forum hinter geschlossenen Türen, welches seine Kraft vor allem durch die Offenheit und Unvoreingenommenheit der Beteiligten entfaltet.

Wobei man wieder bei zwei weiteren Werten im Kanon der vielbeschworenen OTTO-Kultur wäre. Sieht Hillebrand diese durch den Abtritt von Michael Otto an Bedeutung verlieren? „Nein, außerdem ist es wie bei allen Familienunternehmen: die ehemalige Führung zieht sich nicht vollkommen zurück- und wir sind sehr froh darüber.“ Die Verbundenheit des Konzerns zu der Person und der Familie Otto verwundert nicht, schließlich wurde Michael Otto schon 1971 - als damals 28-jähriger- zu Deutschlands jüngstem Vorstandsmitglied des Familienunternehmens berufen und begleitet seitdem jeden Tag „sein“ Unternehmen. So war auch immer die mitarbeiterorientierte Führung ein zentraler Wert des Konzerns, so Hillebrand. Gerade in Zeiten des Umbruchs hat das Wissen der Mitarbeiter um den „Guten Geist“ Dr. Ottos im Unternehmen zu einem enorm hohen Grad an Sicherheit, Ruhe und Besonnenheit innerhalb der Belegschaft geführt.

Allerdings war dieser „Gute Geist“ ab und zu doch auch selektiv- es gehörte schon einiges dazu, dass man es in die legendäre Volleyball-Runde am Montagabend schaffte, in der Dr. Otto mitspielte. Einer der anwesenden Manager lacht bei dieser Anekdote - er war selber jahrelang Mitarbeiter der OTTO Group und erinnert sich an den eher geschlossenen Abendtermin. Hillebrand freut sich sichtlich, einen früheren Kollegen unter den manager-lounge Mitgliedern zu finden. Und dieser bestätigt, über was Hillebrand den Morgen hinüber Auskunft gibt: Die OTTO-Kultur hat ihn über das Ausscheiden hinaus geprägt, ganz wie ein allgegenwärtiger Gencode eben.

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Düsseldorf: Spektakulär und billig

Als das Greenpeace-Schnellboot in das Küstengewässer hinter dem G8-Tagungsort in Heiligendamm eindrang, stellten die Kameraleute am Strand ihre Objektive scharf. Spektakulär zwängten sich deutsche Marineboote bereits zwischen das Greenpeace-Schiff und den Strand, um das eingedrungene Boot abzudrängen - und so den Tagungsort der Staats- und Regierungschefs der acht bedeutendsten Staaten der Welt im vergangenen Jahr auf jeden Fall zu schützen. "Gesucht hat Greenpeace in dem Gewässer eigentlich nichts außer der Öffentlichkeit", sagt Patrik von Glasow, Leiter der Reklameabteilung der Kölner Kommunikationsagentur PSH. "Ein klassischer Fall von Guerilla-PR", deren hinterlistigen Methoden von Glasow den Mitgliedern der manager-lounge im SAS-Radisson-Hotel im noblen Norden der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt vorgestellt hat.

Dass viel Aufmerksamkeit für wenig Geld auch für Unternehmen zu haben ist, die nicht das Image angesehener Umweltschützer haben, interessierte die Düsseldorfer Manager besonders. Wie man das anstellt, machte kürzlich ein cleverer niederrheinischer Tischler vor, von dem von Glasow im kleinen Kreis berichtete. Der stellte vor einigen Monaten einfach einen Firmenwagen vor der Eingangshalle der Mönchengladbacher Frühjahrsausstellung ab, im Heck zwei Zettel. In dicken Lettern forderte er darauf auf, Hinweise auf eine vermeintlich in der Messehalle gestohlene Holztreppe zu geben. Alles Blödsinn, oder war das wirklich passiert? Das fragten sich nicht nur die Besucher der Messe, sondern auch die örtliche Presse - und schon hatte der Tischlermeister viel mehr Aufmerksamkeit, als er bisher mit Flyern, Mailings und Handzetteln gewonnen hatte. 120 Neugierige riefen bei ihm an.

"Solche Konzepte können Sie in Ihren Betrieben leicht kopieren", sagte von Glasow zu den Teilnehmern der Düsseldorfer local lounge. Die diskutierten mit dem Werbestrategen nämlich vor allem, wie weithin unbekannte Firmen für das nötige Guerilla-Spektakel sorgen können.

Gute Möglichkeiten für solche Reklamevarianten böten oftmals Großereignisse. "Das muss nicht gleich die Fußballweltmeisterschaft sein, oder ein G8-Treffen. Lokal bedeutsame Ereignisse, wie beispielsweise eine Karnevalsveranstaltung, Kirmes oder eben Messen können dafür eine gute Bühne bieten", erklärte von Glasow.

Er riet den manager-lounge-Mitgliedern zudem, den regionalen Zeitungen und Fernseh- sowie Radiostationen eventuell verdeckt einen Tipp zu geben, wo und wann ihre Guerilla-PR geplant sei. "Eine Guerilla-Aktion kann noch so gut sein. Sie verpufft, wenn niemand davon erfährt. Es ist von großer Wichtigkeit, über alle Aktionen entweder selber zu berichten und für die entsprechende Verbreitung über begleitende Pressearbeit zu sorgen, oder noch besser, die Presse und die Medien gleich an der Kampagne teilhaben zu lassen", sagte von Glasow.

Größeren oder bekannteren Unternehmen schlug er zudem vor, hin und wieder zu aktuellen Themen eine kleine Umfrage bei einem bekannten Meinungsforschungsinstitut in Auftrag zu geben. Die seien schon für ein paar Hundert Euro zu haben und würden nicht selten auch von Zeitungsjournalisten zitiert. "Dann erscheint Ihr Namenszug in der Zeitung, ohne dass Sie eine teure Anzeige schalten mussten", sagte von Glasow. "Solche Umfragen oder Studien müssen unbedingt einen neuen Aspekt oder einen neuen Dreh in die aktuelle Debatte bringen. Dann kommen aus der Erfahrung heraus, viele Redakteure nicht umhin, sich der Studie anzunehmen. Und das ist dann auch eine gute Guerilla-PR-Aktion", antwortete von Glasow. "Mit kleinem Geld große Wirkung erzielt."

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manager tours nach New York

Marketing-Weiterbildungsreise in New York -Vorzugskonditionen für manager-lounge Mitglieder

manager tours ist eine neue Kooperation vom manager magazin und dem Harvard Businessmanager. Auf einer hochwertigen Weiterbildungsreise lernen Führungskräfte vom 22.-25. April die neusten Marketing-Strategien in den New Yorker Hot Spots kennen. Diskutieren Sie mit namhaften Top-Experten von heute über die Strategien, Trends und Tools von morgen. manager-lounge Mitglieder zahlen einen Vorzugspreis von nur 7.900,- Euro statt 8.900. Das komplette Programm und weitere Informationen finden Sie unter http://www.manager-tours.de Bitte geben Sie bei der Anmeldung das Stichwort "manager-lounge" an.

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