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manager-lounge Newsletter Februar 2010

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Wien

Neuer Standort: Eröffnung der local lounge Wien

Die manager-lounge eröffnet im Februar 2010 Wien als neuen Standort. Mit Österreichs Hauptstadt wird das local lounge-Angebot um einen weiteren ausländischen Standort ausgebaut und die Anzahl der local lounges auf 15 erhöht. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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Dubai

Mitglieder-Interview: „Erinnerungsstücke eines Baubooms“

Spektakuläre Bauten prägen das Bild Dubais in der Welt. manager-lounge-Mitglied Bernhard Solleder, Leiter Corporate Finance & Advisory bei Emirates NBD Bank in Dubai berichtet über die finanziellen Schwierigkeiten vor Ort, stillstehende Baukräne und Geduldsproben für deutsche Manager. Doch das Emirat plant bereits für die Zeit nach dem Erdöl. »weiterlesen

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Managerhaftung

local lounge Hamburg: Die neue Macht der Aktionäre

ARUG, BilMoG, VorstAG - drei neue Gesetze prägen die noch junge Saison der Hauptversammlungen. Bernhard Orlik, stellvertretender Vorstandschef des HV-Dienstleisters Haubrok, sagt im Interview, wieso die Vorstandsvergütung auf keiner Tagesordnung fehlen darf, warum die Bezüge der Konzernlenker künftig stärker schwanken werden und weshalb der Online-HV die Zukunft gehört. »weiterlesen

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Terminvorschau

Einladung zur ESMT Open Lecture Berlin: 12.02.2009, 13 Uhr

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Zum Thema und Referenten:
Jeremy Rifkin, Bestseller-Autor und international anerkannter Soziologe, entwirft ein grundlegend neues Menschenbild: Für das Schicksal der Zivilisation war Empathie seit jeher prägend, und sie wird für unsere Zukunft entscheidend sein. Neue Erkenntnisse von Biologen und Hirnforschern zeigen: Kooperation siegt über Konkurrenz.

»Nehmen Sie an der Open Lecture in Berlin teil.

local lounge Wien: 15.02.2010, 18 Uhr

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Thema: Eröffnung der local lounge Wien
Referentin: Claudia Bandion-Ortner, Justizministerin

local lounge Hamburg: 17.02.2010, 19 Uhr

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Thema: Aktuelles zur Managerhaftung
Referent: Matthias W. Kroll, LL.M., Fachanwalt für Arbeitsrecht

local lounge Stuttgart: 18.02.2010, 19 Uhr

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Thema: Wie erkenne ich Zukunftsmärkte?
Referent: Dipl. rer. pol. Martin Ruesch, Vorstand der FutureManagementGroup AG

local lounge Hannover: 18.02.2010, 19 Uhr

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Thema: Die nächste Stufe der Krise: Der Inflationsschock
Referent: Dr. Henrik Müller, stellvertretender Chefredakteur manager magazin

local lounge München: 24.02.2010, 19 Uhr

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Thema: Vermögensschutz in Zeiten des Wandels
Referent: Harald Albert, PEH Vermögensmanagement GmbH, Direktor von Privat- und Firmenkunden im Bereich Vermögensstrategien

local lounge Köln: 24.02.2010, 19 Uhr

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Thema: Die nächste Stufe der Krise: Der Inflationsschock
Referent: Dr. Henrik Müller, stellvertretender Chefredakteur manager magazin

local lounge Düsseldorf: 25.02.2010, 19 Uhr

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Thema: Frauen in Entscheidungspositionen
Referent: Eva M. Welskop-Deffaa, Ministerialdirektorin Abteilung Gleichstellung im Bundesfamilienministerium

local lounge Frankfurt: 25.02.2010, 19 Uhr

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Thema: Die nächste Stufe der Krise: Der Inflationsschock
Referent: Dr. Henrik Müller, stellvertretender Chefredakteur manager magazin

local lounge Shanghai: 10.03.2010, 18.30 Uhr

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Thema/Referent: 1 chinesischer Experte, 1 internationaler Experte

local lounge Köln: 10.03.2010, 19 Uhr

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Thema: Bin ich gut? Nutzen strukturierten Benchmarkings
Referent: Sven Möller, Leiter BVL Campus in Bremen und Karl J. Anton Director New Model Launch & Quality Ford Europa

local lounge München: 10.03.2010, 19 Uhr

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Thema: Manager in der Medienfalle
Referent: Torsten Oltmanns, Partner und Marketingleiter bei Roland Berger Strategy Consultants

Zu weiteren Veranstaltungen

Neuer Standort: Eröffnung der local lounge Wien

Um nachhaltig Kontakte knüpfen zu können, benötigt man die persönliche Begegnung und den direkten Austausch untereinander. Die manager-lounge bietet beides und erweitert regelmäßig den Kreis der local lounge Standorte, um angesichts wachsender Mitgliederzahlen die Möglichkeit des persönlichen Netzwerkens zu unterstützen.

Somit freuen wir uns, Ihnen den 15-ten manager-lounge Standort in unmittelbarer Nachbarschaft, in Wien, vorstellen zu können. In Kooperation mit der Agentur ACCEDO werden in der Location „Die Lobby“ regelmäßig Abendveranstaltungen mit spannenden Vorträgen organisiert. Der ACCEDO Salon hat sich seit 2006 zu einer der informativsten und exklusivsten Business Relations-Veranstaltungsreihen in Österreich entwickelt.

Am 15. Februar wird die Auftaktveranstaltung mit Frau Claudia Bandion-Ortner, Bundesministerin für Justiz durchgeführt. Gemeinsam wird dort über die anstehenden Probleme in der Justizverwaltung, wie zum Beispiel zu wenig Personal diskutiert - aus Zeiten als Richtervertreter und als Politikerin kennt sie diese. Ebenso wird über die großen Wirtschaftsverfahren (Hypo Alpe Adria Bank, BAWAG) und die Macht und Ohnmacht der Justiz gesprochen.

Mit Joachim Zimmel, Geschäftsführer und Chief Financial Officer der Accedo Holding GmbH, konnten wir einen erfahrenen Netzwerker und eine überaus interessante Persönlichkeit als local lounge Präsidenten gewinnen. Der gebürtige Wachauer hat an der Wiener Wirtschaftsuniversität seine Ausbildung gemacht und hat in verschiedenen Positionen und Firmen als Projektleiter, Unternehmensberater und Gesellschafter gearbeitet. Zudem ist er Lektor an der Lauder Business School und Vorstandsmitglied der gruppe1031, einem Netzwerk von jungen Unternehmern und Führungskräften im Rahmen der Industriellenvereinigung.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Herrn Zimmel und „Die Lobby“ und hoffen eine Schnittstelle zwischen deutschen und österreichischen Unternehmern und Managern zu schaffen und ein Forum zum Erfahrungsaustausch und intensivem Netzwerken aufbauen zu können.

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Mitglieder-Interview: „Erinnerungsstücke eines Baubooms“

mm: Im Dezember war die Aufregung in Dubai groß. Nachdem das wahre Ausmaß der Schuldenmisere bekannt geworden war, gerieten die Märkte ins Rutschen - viele beschworen bereits das Ende des Wüstenstaats in seiner jetzigen Form. Hat sich die Lage wieder beruhigt?

Solleder: Nach einer ersten Überreaktion an den internationalen und lokalen Kapitalmärkten hat sich die Situation vor Ort wieder stabilisiert. Hauptgrund dafür ist sicherlich die finanzielle Unterstützung des Nachbaremirats Abu Dhabi - internationale Investoren und Kreditgeber gewannen wieder Vertrauen.

mm: Was waren die Ursachen für diese dramatische Situation - sicher nicht allein die globale Wirtschaftskrise?

Solleder: Der Beginn der Finanzkrise im Herbst 2008 war gewiss der Auslöser der heutigen Entwicklung. Doch auch andere Dinge könnten eine Rolle gespielt haben. So entwickelte sich die Immobilienwirtschaft durch billige Kredite der Banken zum spekulativen Rückgrat Dubais. Darüber hinaus wurde von staatsnahen Unternehmen teilweise eine expansive Portfoliodiversifikation betrieben, darunter zum Beispiel Investments in Casinos oder Golfplätze ferner Länder, die jedoch stark an Wert verloren.

mm: Hilfe kam dann rasch aus dem besser gestellten Abu Dhabi - wie gestalten sich seitdem die Beziehungen zum reichen Nachbaremirat?

Solleder: Aufgrund der umgehenden Hilfe in Form von zehn Milliarden Dollar herrscht spürbare Dankbarkeit gegenüber Abu Dhabi. Dies zeigt sich auch in der überraschenden Umbenennung des Burj Dubai in Burj Chalifa. Das höchste Gebäude der Welt wurde am Tag der Eröffnung benannt nach dem Herrscher von Abu Dhabi: Scheich Chalifa Bin Sajid al-Nahajan. Darüber, ob sich Abu Dhabi für seine Transferzahlungen mit dieser Namensänderung zufriedengibt oder doch noch andere werthaltige Assets einfordert, kann aktuell nur spekuliert werden.

mm: Für viele steht der 828 Meter hohe Wolkenkratzer Burj Chalifa symbolisch für den optischen Höhepunkt und gleichzeitig das Ende eines gewaltigen Booms am Immobilienmarkt.

Solleder: Der fertiggestellte Burj Chalifa spiegelt in meinen Augen eher die „Impossible is nothing“-Philosophie lokaler Herrscherfamilien wider. Als Erinnerungsstücke eines vergangenen Baubooms können derzeit eher die Palmeninseln Palm Deira und Palm Jebel Ali sowie Teile von Dubailand betrachtet werden. Dort wurden die Bauaktivitäten stark reduziert und teilweise sogar eingestellt.

mm: Viele dieser spektakulären Projekte prägen das Bild Dubais in der Welt. Haben diese Bauten auch das Leben vor Ort verändert?

Solleder: Dubai wäre weltweit nicht in aller Munde ohne das Burj al Arab, die künstliche Palmeninsel Palm Jumeirah, den Burj Chalifa, die Dubai Mall oder die Mall of the Emirates inklusive einer Skihalle. Alle diese Gebäude haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Gäste aus allen Kontinenten nach Dubai reisen und die lokale Wirtschaft ankurbeln. Im Rahmen der weltweiten Finanzkrise musste Dubai jedoch erkennen, dass vielen Touristen nun das Geld fehlt, oder sie nur noch mit reduziertem Budget unterwegs sind. Dies macht sich aktuell vor allem durch gestiegene Leerstände und reduzierte Preise im Hotelgewerbe bemerkbar.

mm: Worauf sollten sich Manager aus Deutschland einrichten, die in Dubai arbeiten und leben?

Solleder: Die Geschäfte werden in Dubai angenehmerweise primär in englischer Sprache abgewickelt, entwickeln sich aus deutscher Sicht aber häufig zu einer Geduldsprobe. An Sätze wie „Der Vertrag wird morgen abgeschlossen - Insha Allah (so Gott will)“ muss sich jeder Expat erst einmal gewöhnen. Die Verantwortlichen von kleineren und mittleren Unternehmen ohne große Liquiditätsreserven sollten in ihren jeweiligen Businessplänen potenzielle zeitliche Verzögerungen vor Ort großzügig einplanen. Auch in Deutschland oft belächelte Tugenden wie Genauigkeit, Verlässlichkeit oder Pünktlichkeit werden hier bei den Expats plötzlich wieder hoch geschätzt. Wer möchte, kann sich sein Privatleben in Dubai im Vergleich zu anderen Orten des Mittleren Ostens relativ heimisch gestalten. So existieren viele Clubs und Organisationen der jeweiligen Nationalitäten - egal, ob für Singles oder Familien. Viele internationale Schulen und Universitäten erlauben fast jede gewünschte Schulausbildung der Kinder. Aufgrund der sehr hohen Außentemperaturen von bis zu 50 Grad spielt sich von Mai bis Oktober das soziale Leben hauptsächlich in klimatisierten Privaträumen oder in Einkaufszentren ab. Viele Araber und Expat-Familien ziehen es deshalb vor, die Sommermonate im kühleren Europa zu verbringen.

mm: Die Vereinigten Arabischen Emirate beteiligen sich vermehrt an deutschen und europäischen Unternehmen. Wird damit langfristig eine bewusste Strategie verfolgt?

Solleder: Hier sollten grundsätzlich zwei Arten von Investition unterschieden werden. Ein Teil der Beteiligungen können als reine Finanzinvestments betrachtet werden, bei dem der unmittelbare „Return on Investment“ ausschlaggebend ist. Der andere Teil soll dazu dienen, Dubai mittel- bis langfristig zu einem noch attraktiveren Investitionsstandort zu formen, in dem auch durch Know-how-Transfer neue Industriezweige vor Ort angesiedelt und Arbeitsplätze geschaffen werden.

mm: Erneuerbare Energien sind in Deutschland ein großes Thema. Wie ist die Situation in einer zwar von der Sonne verwöhnten, aber noch immer vom Öl dominierten Region?

Solleder: Innerhalb der Vereinigten Arabischen Emirate verfügt Abu Dhabi mit weitem Abstand über die größten Erdöl- und Gasvorräte. Dennoch nimmt dieses Emirat im Bereich der erneuerbaren Energien eine Vorreiterrolle mit dem seit 2006 entstehenden Projekt Masdar ein. Masdar soll eine CO2-neutrale Stadt werden, die komplett durch erneuerbare Energien versorgt wird. Dort sind auch solarbetriebene Entsalzungsanlagen zur Wasserversorgung geplant. Die auf etwa 50.000 Einwohner ausgelegte Stadt, an deren Erstellung auch deutsche Solarunternehmen beteiligt sind, soll 2016 bezugsfertig sein.

mm: Und wohin wird sich Dubai in den nächsten Jahren entwickeln?

Solleder: Nach mehreren Jahren übertriebener Immobilienspekulation sollte die starke ökonomische Korrektur als durchaus heilsam empfunden werden. Die kurzfristigen Überrenditen gehören der Vergangenheit an und werden vermutlich in dieser Form nicht mehr zu finden sein. Unabhängig davon bietet Dubai als moderne und aufgeschlossene Drehscheibe des Mittleren Ostens genügend Potenzial, Unternehmen weiterhin eine attraktive Plattform zu bieten, um Business mit etwas geringeren, aber dafür langfristig verlässlicheren Renditen zu machen - Insha Allah.

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local lounge Hamburg: Die neue Macht der Aktionäre

mm: Aktionäre können dank des VorstAG erstmals bei der Bezahlung von Vorständen mitreden. Müssen die Konzernlenker bei der Vergütung jetzt wirklich Federn lassen?

Orlik: Wenn sich die Lage des Unternehmens verschlechtert, wird sich dies deutlicher und schneller auf die Vorstandsbezüge auswirken. Das bedeutet aber wohl auch: Geht es dem Konzern besser als erwartet, dann dürften die variablen Vergütungen deutlich höher ausfallen als bisher. Die Schwankungsbreite der Vorstandsbezüge wird also abhängig von der Lage der Unternehmen größer werden. Das ist auch legitim. Chancen und Risiken müssen angemessen verteilt werden.

Das gilt übrigens auch für den Fall, dass ein Vorstand bereits ausgeschieden ist und ihm zum Beispiel Ruhestandsgelder zugesagt wurden, also Geld, das erst nach Beendigung des Vorstandsvertrags fließt. Auch diese Bezüge können künftig vom Aufsichtsrat rückwirkend gekürzt werden. Das sollte man sich klar verdeutlichen.

mm: Wird das auch geschehen?

Orlik: Der Praxistest steht noch aus. Ein prominentes Beispiel der Vergangenheit ist Walter Deuss, ehemals Vorstandschef von KarstadtQuelle. Der Konzern weigerte sich, auch die Überstunden des Deuss' nach seinem Abschied weiter zur Verfügung gestellten Fahrers zu tragen. Deuss klagte und siegte vor dem Landgericht Essen. Dieser Fall wäre mit dem VorstAG ganz anders zu bewerten.

mm: Was raten Sie Ihren Kunden? Sollen die Unternehmen das System der Vorstandsvergütung von sich aus auf die Tagesordnung der Hauptversammlung (HV) setzen?

Orlik: Auf jeden Fall.

mm: Warum?

Orlik: Zum einen ist es allzu legitim, dass Aktionäre erfahren, wie ihre Verwaltungsorgane bezahlt werden. So können mögliche Interessenkonflikte früh erkannt und verhindert werden. Zum anderen raten wir Firmen auch aus taktischen Gründen dazu. Die Abstimmung zur Vorstandsvergütung kann ja nicht nur von Vorstand und Aufsichtsrat auf die HV-Agenda gehoben werden. Sie kann auch von Aktionären, die mindestens 5 Prozent des Grundkapitals hinter sich haben, zwangsweise auf die Tagesordnung gesetzt werden. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat sich bereits entsprechend geäußert. Unternehmen sollten also dafür Sorge tragen, dass sie nicht in die Defensive geraten. Denn dann wird ihnen sicher unterstellt werden - ob zu Recht oder zu Unrecht -, dass sie bei der Vorstandsvergütung irgendetwas unter dem Tisch halten wollten.

mm: Andererseits ist der HV-Beschluss nicht bindend, bestehende Vorstandsverträge werden nicht berührt. Wie wirksam ist eine solche Regelung?

Orlik: Die Öffentlichkeitswirkung ist enorm. Bei ThyssenKrupp, dem ersten Dax-30-Unternehmen, das dieses Jahr seine HV absolviert hat, haben knapp 0,5 Prozent der vertretenen Aktionäre das System der Vorstandsvergütung nicht gebilligt. Bei Siemens, dem zweiten Dax-30-Konzern mit bereits gefasstem HV-Beschluss, haben etwa 10 Prozent dagegen gestimmt. Dass hier die Ablehnung deutlich höher war, wurde durchaus prominent vermerkt. Ich gehe davon aus, dass die Medien massiv berichten werden, wenn die Ablehnung um 30 Prozent oder gar höher liegt. Dann wird der Aufsichtsrat ganz schnell gegensteuern müssen, um nicht die Legitimation der Aktionäre zu verlieren.

mm: Die Billigung durch die HV schützt Aufsichtsräte nicht davor, dass sie später verklagt werden können. Wie schützen sich die Kontrolleure vor Regressforderungen?

Orlik: Richtig, eine Billigung des Vorstandsvergütungssystems enthaftet die Aufsichtsräte nicht. Wenn die HV allerdings mit großer Mehrheit für das System der Vorstandsvergütung stimmt, dann könnte das später vor Gericht als Indiz verwendet werden. Man würde also argumentieren, dass offenbar auch die Aktionäre bei Billigung nicht wussten, wohin die Reise geht. Wieso sollte der Aufsichtsrat schlauer gewesen sein?

mm: Weil er viel mehr Informationen über die Lage des Unternehmens hat als jeder einzelne Aktionär.

Orlik: Sicher, aber ohne Wirkung wird der positive HV-Beschluss nicht bleiben. Eins sei übrigens ganz klargestellt: Die Billigung bezieht sich nicht auf die Höhe, sondern nur auf das System der Vorstandsvergütung.

Glossar
ARUG - Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie
BilMoG - Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts
VorstAG - Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung

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