manager-lounge Newsletter März 2010

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Kreativität

local lounge Frankfurt: Mitarbeiter müssen rumspinnen dürfen

Deutschlands Wirtschaft kommt nur schleppend aus der Krise, neue Geschäftsideen sind gefragt. Innovationstrainer Peter Kürsteiner, Gründer und Geschäftsführer von Kürsteiner Consulting, sagt, wie man Ideen auf Knopfdruck produziert und wie sich Unternehmen das kreative Potenzial ihrer Mitarbeiter zunutze machen. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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van-Zyl

Mitglieder-Interview: Kap der hohen Erwartungen

Mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft nach Südafrika betritt der Weltfußballverband Fifa Neuland. Drei Monate vor Beginn der Spiele berichtet manager-lounge-Mitglied Arnold van Zyl über die spezielle Situation an der Südspitze Afrikas und sagt, warum Deutschland dort eine Vorbildrolle einnimmt. »weiterlesen

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red lanterns

local lounge Stuttgart: Investieren in China?

Investieren im bevölkerungsreichsten Land der Erde - viele deutsche Unternehmen gehen dieses Wagnis ein. Einige mit großem Erfolg, andere scheitern grandios. China-Experte Helmut von Siedmogrodzki sagt, warum die Idee nicht funktioniert, der Bevölkerung Fahrradhelme zu verkaufen, und welche Tücken das Steuersystem bereithält. »weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Bangalore: 19.03.2010, 18.30 Uhr

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Thema: Improve relations between Germans and the local Government
Referent: Mr. S.V. Ranganath, Chief Secretary, Government of Karnataka

local lounge Hannover: 22.03.2010, 19 Uhr

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Thema: 50 Jahre James Bond Geschichte
Referent: Siegfried Tesche, Fach- und Filmjournalist mit Spezialgebiet James Bond, Buchautor und Regisseur

local lounge Hamburg: 23.03.2010, 19 Uhr

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Thema: Grenzen überwinden - allein durch die Wüste Gobi
Referent: Bruno Baumann, Grenzgänger, Forschungsreisender, Autor und Filmemacher

local lounge Zürich: 25.03.2010, 18 Uhr

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Thema: Erfolgsfaktor Stimme - Überzeugend auftreten
Referent: Petra Ziegler, Management-Trainerin und Coach für Stimme, Sprechen und Sprache

local lounge Frankfurt: 25.03.2010, 19 Uhr

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Thema: Die nächste Stufe der Krise - Der Inflationsschock
Referent: Dr. Henrik Müller, stellvertretender Chefredakteur manager magazin

local lounge Düsseldorf: 08.04.2010, 19 Uhr

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Thema: Unternehmer 2020 - Herausforderung zum Umdenken
Referent: Dirk K. Martin, Bundesvorsitzender „Die Jungen Unternehmer“ (2006-2009) - BJU sowie Geschäftsführer der PMCS GmbH & Co. KG

local lounge Frankfurt: 08.04.2010, 19 Uhr

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Thema: Wein als Investment - eine genußvolle Rendite
Referent: Valentin Brodbecker, Brodbecker Wein & Gourmetberatung, Finanzfachmann, preisgekrönter Weinkenner des Jahres 2006

local lounge Barcelona: 12.04.2010, 12 Uhr

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Thema/Referent: Dr. Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender Die Linke

Zu weiteren Veranstaltungen

manager-lounge: Neues Angebot chinamanager

Alle 14 Tage die wichtigsten Informationen über den größten Wachstumsmarkt der Welt: Das manager magazin startet am 25. März den chinamanager. In der manager-lounge wird es eine eigene, exklusive Seite zu dem Thema geben.

Zielgruppe des Premium-Newsletters sind alle im China-Business tätigen deutschsprachigen Manager - ob sie vor Ort in China sitzen oder in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

In jeder Ausgabe werden Trends in Politik und Wirtschaft beschrieben sowie wichtige Märkte und interessante Fallbeispiele vorgestellt. Dazu gibt es viele praktische Tipps aus den Bereichen Management, Recht, Steuern und Reisen und Hintergründe über Personen im China-Business.

Ein Beirat aus Praktikern, die zum Teil jahrzehntelange Erfahrung in und mit China haben, unterstützt den chinamanager. Ihm gehören an: Charles-Edouard Bouée (China-Chef Roland Berger), Jürgen Heraeus (Aufsichtsratsvorsitzender Heraeus Holding), Fanchen Meng (Senior Vice President Siemens China), Sabine Stricker-Kellerer (Senior China Counsel Freshfields Bruckhaus Deringer) und Jörg Wuttke (Chief Representative BASF China).

Der chinamanager erscheint 24-mal im Jahr und das Abonnement kostet 990 Euro. Darin enthalten ist eine Mitgliedschaft in der manager-lounge. In der finden Sie in der Top-Navigation rechts unter „chinamanager“ auch eine exklusive Seite zu dem Thema, wo mit dem leitenden Redakteur Wolfgang Hirn und weiteren China-Interessierten intensiv diskutiert werden kann.

Sie als Mitglied der manager-lounge können selbstverständlich die zwei Testausgaben des chinamanagers unverbindlich lesen. Dazu schreiben Sie uns bitte eine Mail unter contact@manager-lounge.com und wir senden Ihnen dann die folgenden Ausgaben zu. Bei weiteren Fragen und Anregungen stehen wir unter der 040-38080500 zur Verfügung.

Direkt zum chinamanager www.china-manager.de
Jetzt unverbindlich die ersten zwei Testausgaben anfordern contact@china-manager.de

local lounge Frankfurt: Mitarbeiter müssen rumspinnen dürfen

mm: Sie versprechen Ihren Kunden „Ideen auf Knopfdruck“. Wie soll das funktionieren?

Kürsteiner: Mein Team und ich haben analysiert, welche gemeinsamen Denkweisen hinter zahlreichen Kreativitätstechniken liegen. Dabei haben sich sieben kreative Denkweisen herauskristallisiert: variieren, kombinieren, adaptieren, inspirieren, visionieren, rezipieren und assoziieren.

mm: Und das heißt?

Kürsteiner: „Kombinieren“ bedeutet, dass ich ein Produkt A und ein Produkt B habe. Beide fasse ich zusammen zu Produkt C. Das einfachste Beispiel: Radio und Wecker ergibt Radiowecker. Handy und Kamera ergibt Handykamera. Mit der Methode „Kombinieren“ kann jeder leicht überlegen, welche seiner Produkte oder Dienstleistungen sich miteinander verbinden lassen. Diese Art zu denken, führt sehr schnell zu neuen Ideen. Eine weitere kreative Denkweise ist das "Adaptieren". Flugzeugflügel haben heute Enden, die hochstehen, sogenannte Winlets. Das Prinzip wurde von Adlerflügeln übernommen. Man hat sie nachgebildet und festgestellt, es funktioniert auch im Flugzeugbau. Wenn man ein Problem lösen will, kann man sich also fragen, wo funktioniert das bereits, und versuchen, die Lösung zu adaptieren.

mm: Wie lässt sich Kreativität trainieren?

Kürsteiner: Erstens indem man beginnt, Gewohnheiten zu brechen und bereits bei den Kleinigkeiten anfängt, zum Beispiel andere Strecken zur Arbeit nutzt. Der zweite Schritt ist, für Anregungen zu sorgen. Wilfried Possin, der Namensgeber einer Schlagbohrmaschine für Bosch, kam im Büro auf keine Idee. Dann ging er in ein Kaufhaus, sah in der Kinderabteilung einen kleinen Elefanten und kam auf den Namen Jumbo. Anregungen an anderen Orten und durch andere Personen führen oft zu solchen Geistesblitzen. Drittens kann man die sieben oben erwähnten Denkweisen trainieren.

mm: Was ist der schlimmste Fehler in kreativen Prozessen?

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Mitglieder-Interview: Kap der hohen Erwartungen

mm: Mit der Fußball-WM in diesem Jahr gerät Südafrika in den Blick der Weltöffentlichkeit. Kommt diese Veranstaltung zum richtigen Zeitpunkt?

van Zyl: Ja, wir haben kürzlich den 20. Jahrestag der Freilassung des Anti-Apartheid-Kämpfers Nelson Mandela gefeiert, da sollte Südafrika mittlerweile auch in der Lage sein, solch eine Großveranstaltung zu organisieren.

mm: Und wie steht es um die viel beschworene Sicherheitsproblematik?

van Zyl: Die Einschätzungen des Auslands sollten sich langsam mal auf ein gesundes Maß einpendeln. Die Leute erwarten beim Gedanken an Südafrika einerseits einen spannenden Abenteuerurlaub, wünschen sich andererseits aber auch massive Sicherheitsvorkehrungen - mit beidem können wir so nicht dienen. Ich kann dazu nur sagen, dass ich in zwei Jahren Südafrika diesbezüglich noch nie Probleme hatte. Negative Äußerungen wie die des Bayern-München-Präsidenten Uli Hoeneß kann ich deshalb auch nur als borniert bezeichnen.

mm: Welche Rolle spielt die Weltmeisterschaft für die globale Wahrnehmung Afrikas?

van Zyl: Südafrika und der gesamte Kontinent werden vier Wochen lang in einem intensiven weltweiten Rampenlicht stehen. Wünschenswert ist natürlich eine Änderung der Wahrnehmung Afrikas - es sollte uns gelingen, ein positives und emotionales Bild zu vermitteln. Als Erfolgsmodell dient uns dabei die fröhlich-friedliche Fußball-Weltmeisterschaft vor vier Jahren in Deutschland.

„Die Fußball-WM als ein kleines Konjunkturprogramm“

WM 2010

mm: Die Wirtschaftskrise hatte auch Auswirkungen auf Südafrika, das Land rutschte erstmals seit 17 Jahren in die Rezession. Geht es mittlerweile wieder bergauf?

van Zyl: Ja, die Talsohle ist durchschritten, die Prognosen gehen von einem Wachstum um die 3 Prozent für dieses Jahr aus. China als großer Exportpartner erweist sich diesbezüglich als starke Stütze, hinzu kommt aber auch eine gestiegene inländische Nachfrage. Hier wirkt auch die Fußball-WM als ein kleines Konjunkturprogramm - die vielen Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen haben dazu beigetragen, dass die Krise nicht so starke Auswirkungen hatte wie in anderen Ländern.

mm: Trotz vieler Bodenschätze und eines voranschreitenden Strukturwandels gilt Südafrika allerdings noch immer als Schwellenland. Armut und eine hohe Arbeitslosigkeit gehören zu den Hauptproblemen - wie sehen Sie die Entwicklung des Landes in den nächsten Jahren?

van Zyl: Die Bereiche Dienstleistung und Tourismus holen hierzulande stark auf. Hier liegen für Südafrika gewaltige Wachstumschancen. Problematisch ist sicher weiterhin die hohe Arbeitslosenzahl. Durch regionale Instabilitäten in den Nachbarstaaten kommen viele Arbeiter von dort ins Land und arbeiten bei uns für Hungerlöhne. Doch unter dem Strich bin ich vorsichtig optimistisch.

mm: Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Südafrika sind traditionell gut. Worauf sollten die deutschen Geschäftspartner vor Ort besonders achten?

van Zyl: Wichtig erscheinen mir hier vor allem zwei Dinge: Man sollte differenzierter auf Südafrika schauen, und nicht nur die beiden schon angesprochenen Extreme Urlaubsparadies oder Sicherheitshorrorszenarien im Auge haben. Zudem sollten die Geschäftspartner auf Augenhöhe agieren, manchmal ist hier leider eine gewisse Überheblichkeit seitens der Europäer oder Amerikaner festzustellen.

mm: Der südafrikanische Staatschef Jacob Zuma ist mehrfach verheiratet und soll Vater von nunmehr 20 Kindern sein. Ein Politikum in einem Land, das unter einer extrem hohen Zahl von HIV-Infizierten leidet?

van Zyl: Ja, das ist eine bedauernswerte Entwicklung, wobei man hier zwischen Polygamie und Promiskuität noch differenzieren sollte. Als Vizepräsident hat Zuma allerdings eine gute Gesundheitspolitik gemacht. Südafrika gilt seitdem sogar als ein musterhaftes Land in der Aids-Bekämpfung. Doch leider geht das persönliche Auftreten des Staatschefs damit nicht einher.

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local lounge Stuttgart: Investieren in China?

Auch die Finanzkrise konnte das hohe Wachstum in China nicht stoppen. Für viele Ökonomen gilt das Land daher als Hoffnungsträger für eine Erholung der Weltwirtschaft. Doch auch viele Unternehmen aus Deutschland setzen hohe Erwartungen in den chinesischen Markt und investieren dort. Helmut von Siedmogrodzki, Vice President bei Siemens, ist seit mehr als 15 Jahren in China tätig und kennt die spezielle Geschäftskultur vor Ort. „Wer sich nicht mit den Gepflogenheiten und der Denkweise der Chinesen auseinandersetzt, wird letztendlich auch nicht erfolgreich sein“, weiß von Siedmogrodzki und nennt den Mitgliedern der manager-lounge gleich die drei Kardinalfehler: „Eine unzureichende Marktanalyse, zu wenig und ungenügend vorbereitete Führungskräfte sowie eine nicht marktgerechte Produktentwicklung führen oft zu einem schnellen Scheitern des Investments.„

Wettbewerbssituation häufig kompliziert

„Viele Unternehmen beschäftigen sich im Vorfeld ihres Markteintritts zu wenig damit, ob das Produkt überhaupt passt und von den potenziellen Kunden angenommen wird. Oft ist der Markt einfach noch nicht reif für ein im Westen bereits etabliertes Produkt - das Investment muss dann wieder aufgelöst werden.“ So erwies sich die Idee eines Unternehmens, die fahrradbegeisterten Chinesen mit Fahrradlampen und -helmen auszustatten, vor Jahren als trügerisch.

„Der Verkauf der hierzulande nicht mehr wegzudenkenden Produkte floppte, denn ein Sicherheitsbewusstsein wie in Europa existiert in China einfach noch nicht“, so von Siedmogrodzki. Auch die Wettbewerbssituation ist häufig kompliziert. „Ohne Entwicklung vor Ort geht es nicht mehr. Man muss direkt am Markt aktiv sein, um die speziellen Anforderungen zu sehen“, sagt der Landeskenner. Darüber hinaus spiele natürlich auch die Preisgestaltung eine Rolle, viele chinesische Wettbewerber seien bei den Kosten unschlagbar.

„Die spezielle Kultur und die Menschen erfordern deutlich mehr aktive Führung“

Die Rechte am geistigen Eigentum („Intellectual Property Rights“) sind gerade in China ein großes Thema - für von Siedmogrodzki jedoch kein entscheidendes: „Wechselt ein Mitarbeiter das Unternehmen, kommt es immer zu einem Transfer, ein Großteil des Wissens geht dann immer auch zum neuen Arbeitgeber rüber. Und selbst, wenn elektronische Bauteile eins zu eins kopiert werden - das kopierende Unternehmen vertreibt dann schnell ein veraltetes Produkt, denn die Entwicklung geht ja immer weiter.“

Haupthürden für Investoren aus dem Ausland seien vielmehr ein anderes Verständnis von Unternehmenskultur und unterschiedliche Denkweisen. Besonders in Staatsbetrieben gehe es in Führungsdingen oft noch sehr hierarchisch zu. „Führungskräfte müssen mit der speziellen Kultur und den Menschen umgehen können, das erfordert deutlich mehr aktive Führung, als es viele Manager aus anderen Ländern gewohnt sind“, so von Siedmogrodzki.

Die Entwicklung des eigenen Landes zu einer der führenden Wirtschaftsnationen sehen die Chinesen zunehmend voller Stolz. „War es früher noch im Trend, ein westliches Nokia-Handy zu besitzen, greifen die Chinesen nun vermehrt zu ihren eigenen Produkten - diese Entwicklung sollte ein Unternehmen aus dem Ausland kennen, das in China seine Waren verkaufen möchte“, warnt von Siedmogrodzki.

Trotzdem zieht von Siedmogrodzki ein positives Fazit: „Es ist immer noch lohnenswert und notwendig, in China zu investieren und neue Märkt zu erschließen. Doch man benötigt dafür eine Menge Zeit und Geduld. Sich einfach hinzustellen und zu denken, das Investment wird sich in zwei Jahren schon irgendwie amortisiert haben, funktioniert nicht.“

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