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manager-lounge Newsletter März 2012

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Exklusive Führung durch den Neubau des SPIEGEL-Verlages: Der dänische Architekt Henning Larsen entwarf für die SPIEGEL-Gruppe einen Bürokomplex, der ein Sinnbild für Transparenz im Zeitalter moderner Kommunikation und multimedialer Vernetzung darstellt. Lernen Sie den Sitz auch der manager-lounge kennen. »mehr

Offroad-Action auf dem Teltow Fläming Ring: Erleben Sie am 10. Mai auf dem 300 Hektar großen Offroad-Gelände einen Tag voller Spannung und Spaß. Und beweisen Sie Ihr Geschick beim Lenken eines Geländewagen, Quads oder Tatras. Nur das Ankommen zählt! Wer einfach losrast, bleibt meist als Erster hängen. »mehr

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Dr_Otto

1400 Teilnehmer, zwei Tage - eine echte Chance

Otto-Chef Michael Otto, Ex-Politiker Friedrich Merz und der ehemalige BASF-Vorstand Jürgen Hambrecht sind nur selten auf einem gemeinsamen Podium zu erleben. Umso besser für Sie - denn für Mitglieder der manager-lounge liegt ein exklusives Kartenkontingent für eine Veranstaltung bereit, auf der Sie unter anderem diese Persönlichkeiten erleben können. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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Tomkos-Thomas

"Führen bedeutet auch, eine Haltung einzunehmen"

Führung, Eliten - allzu leicht werden diese Begriffe genutzt. Doch was bedeuten sie überhaupt? Und was macht Führung aus? Ein Interview mit Personalberater Dr. Thomas Tomkos von Russell Reynolds Associates. »weiterlesen

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Überzeugung oder Egotuning?

Querdenken ist schneller gesagt als getan. Denn was verbirgt sich dahinter? Die Managementberater Anja Förster und Dr. Peter Kreuz erklären, wie es geht - und was es bringt. »weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Berlin, 14.03.2012, 19 Uhr

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Thema: Führen in Extremsituationen - Management jenseits der Zertifizierung
Referent: Olaf Hinz, Top-Management-Berater und ehemaliger Büroleiter
von Peer Steinbrück

local lounge Düsseldorf, 15.03.2012, 19 Uhr

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Thema: Business in Balance - Leistung am Limit und gesund bleiben
Referent: Bernd Riekenbrock, Geschäftsführer Da Vinci-Zentrum-RheinRuhr,
Trainer/Coach (Bereich Neurowissenschaften)

local lounge Hannover, 15.03.2012, 19 Uhr

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Thema: Alles ist gut, wenn es aus Schokolade ist? Die Gründungsgeschichte der
chocri GmbH
Referent: Franz Duge, Gründer und Geschäftsführer chocri GmbH

local lounge Hamburg, 20.03.2012, 19 Uhr

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Thema: Erfolgsturbo Selbstvermarktung
Referentin: Andrea Och, Unternehmensberaterin, Markenexpertin,
Auszeichnung Innovationspreis Mittelstand für Beratung

business breakfast Frankfurt, 21.03.2012, 9 Uhr

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Thema: Persönlichkeit, Haltung und die Verantwortung von Eliten
Referent: Dr. Thomas Tomkos, Country Manager Deutschland,
Russell Reynolds Associates

local lounge Zürich, 21.03.2012, 18.30 Uhr

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Thema: Social Entrepreneurship - Lösungen für gesellschaftliche Probleme
Referentin: Susanne Wittig, Aufbau Ashoka Schweiz,
Gründungspartnerin von Happy Child Birth Holding AG

local lounge Wien, 21.03.2012, 19 Uhr

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Thema: Quantenphysik - wird sie unser Denken verändern?
Referenten: Dr. Martin Suda, Quantenphysiker, & Dr. Stefanie Barz,
Physikerin, beide Universität Wien

local lounge Stuttgart, 22.03.2012, 19 Uhr

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Thema: Zur Philosophie des Geldes - wohin steuert unsere Gesellschaft?
Referent: Dr. Gerhard Hofweber, Gründer und Inhaber des Dr. Hofweber-Instituts,
Geschäftsführer der "weissen zwerge" und akademischer Rat für Philosophie

local lounge Nürnberg, 22.03.2012, 19 Uhr

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Thema: Die größten Fehler - was müssen Händler und Hersteller beachten,
um im e-commerce erfolgreich zu sein?
Referent: Dr. Philipp Busch, Geschäftsführer Tradizio GmbH, Vorsitzender des
Kuratoriums der Wertekommission

Hamburg, 26.03.2012, 17.45 Uhr

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Thema: Das politische Gespräch
Referent: Joschka Fischer, ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen),
Moderation durch Georg Mascolo, Chefredakteur des SPIEGEL

local lounge Frankfurt, 29.03.2012, 19 Uhr

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Thema: Anleitung zum Querdenken - neue Perspektiven und mutige
Lösungen jenseits des Mainstreams
Referenten: Anja Förster & Dr. Peter Kreuz, Bestseller-Autoren und Business-Querdenker

local lounge Barcelona, 30.03.2012, 12 Uhr

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Referent: Eugen Münch, Aufsichtsratsvorsitzender Rhön-Klinikum-Gruppe

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1400 Teilnehmer, zwei Tage - eine echte Chance

Hamburg - Die Sache mit dem Bierdeckel wird ihm vermutlich noch ewig nachhängen. Friedrich Merz hatte 2003 gefordert, die Steuererklärung müsse auf einem Bierdeckel auszurechnen sein. Zwar sind die grau-grünen Formulare seitdem nicht kürzer geworden, doch Merz hatte seinen Ruf als Querdenker weg. Und viele bedauern seinen Abschied aus der Politik noch immer. Denn Querdenken ist eine Eigenschaft, die voranbringt. Nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wirtschaft. Der 4. Bayreuther Ökonomiekongress bietet die Chance, Merz einmal persönlich zu sehen.

Die Grundidee des Kongresses ist bestechend einfach: 1400 Führungskräfte von heute und morgen tauschen sich aus und lassen sich von Rednern wie Merz inspirieren. Oder von Michael Otto, dem Lenker des Otto-Konzerns. In einem gemeinsamen Interview mit dem US-Schauspieler Kevin Costner erzählte er schon einmal, zu Pferd in Kirgistan ins Tianshan-Gebirge geritten zu sein.

Auf dem Kongress wird er über das Thema "Wachstum ohne Grenzen oder Grenzen des Wachstums" sprechen, während der ehemalige BASF-Vorstand Jürgen Hambrecht den Begriff "Unternehmen 3.0" auf Herz und Nieren abklopfen wird.

Themen, die nicht nur die große Wirtschaft betreffen, sondern jeden, der Führungsverantwortung trägt oder übernehmen wird. Zumal die Halbwertszeit des verfügbaren Wissens immer weiter sinkt. Kein Wunder also, wenn selbst die Politik diese Entwicklung erkannt hat. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) zum Beispiel drängt auf "Maßnahmen zur Unterstützung lebensbegleitenden Lernens". WKO-Präsident Christoph Leitl regt dazu die Einrichtung eines staatlich geförderten Bildungskontos an, ähnlich wie das Bausparen. Und auch in Deutschland wird dieses Modell diskutiert. Doch der erste Schritt ist es, selbst aktiv zu werden. Und hinter die Fassade zu schauen, nachzufragen, nachzudenken. Genau das also, wozu eine Veranstaltung wie der Ökonomiekongress in Bayreuth anregen will.

"Wir schaffen es durch studentisches Engagement, die mit 1400 Teilnehmern größte Wirtschaftskonferenz universitären Ursprungs in Europa zu organisieren", erklärt Maximilian Schreyer vom Bayreuther Ökonomiekongress. "Für zwei Tage generieren wir in einer einzigartigen Atmosphäre einen Think Tank, der aus Führungskräften von heute - namhaften Referenten, Unternehmern, Managern und Wissenschaftlern - und Führungskräften von morgen - Studenten und Young Professionals - besteht."

Unter dem Motto "Unternehmen 3.0 - Strategien für die Welt von Morgen" können sich Führungskräfte am 10. und 11. Mai diesen Jahres darüber informieren, wie Theorie und Praxis die drängendsten Themen handhaben. Mitglieder der manager-lounge zahlen für dieses Event statt 350 nur 199 Euro. 1400 Teilnehmer, viele Vorträge - eine gelungene Rechnung.

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"Führen bedeutet auch, eine Haltung einzunehmen"

mm: Man liest viel in Wirtschaftszeitungen über MBA-Programme - und hat fast den Eindruck, diese Ausbildung sei der Schlüssel zur unfallfreien Karriere. Ein Trugschluss?

Tomkos: Den Wissensgedanken erfüllen solche Programme durchaus. Die Absolventen lernen, wie eine Unternehmensübernahme läuft, wie eine Due Dilligence funktioniert. Gut ist auch die internationale Einbettung.

mm: Aber?

Tomkos: Aber diese Ausbildung bewirkt noch lange keine Persönlichkeitsbildung.

mm: Ist eine bewusste Bildung der Persönlichkeit überhaupt möglich?

Tomkos: Das ist es. Aber sie hat etwas mit dem Öffnen nach innen zu tun, mit dem Willen und der Fähigkeit, sich und sein Handeln zu reflektieren. Konflikte und Krisen beispielsweise gehören zur Persönlichkeitsbildung, beziehungsweise die Frage, wie man mit diesen umgeht. Daran kann Ihre Persönlichkeit reifen. Auch der Wille, auf Konfrontationskurs mit sich selbst zu gehen, spielt eine wichtige Rolle. Im Rahmen des MBA gehen die Studenten oftmals eine Zeit lang ins Ausland - besser wäre aber, so etwas ohne dies Sicherheitsnetz zu machen. Erst dann ist man auf sich selbst angewiesen, erst dann wirklich betroffen. Bestimmte Erfahrungen lassen sich nicht simulieren.

mm: Wie bekommt eine Führungskraft, die ja zumeist von Untergebenen umgeben ist, ein faires Bild ihrer selbst?

Tomkos: Offenes Feedback wäre das Beste. Im Idealfall hat man jemanden, der einem klar sagt, was passt und was nicht - zum Beispiel einen Mentor. Sie müssen aber auch selbstständig auf implizite Rückmeldungen anderer achten und kritisch mit sich selbst umgehen. Das kann schmerzhaft sein. Aber damit muss man sich auch auseinandersetzen. Zudem muss man über das Vokabular verfügen, um diese Erkenntnisse formulieren zu können.

mm: Das klingt nicht einfach.  

Tomkos: Sie müssen Botschaften verstehen und zulassen. Dabei hilft auch die klassische Bildung, die zum Beispiel Tugenden erkennen lässt.

mm: Und wie sollen Führungskräfte führen?

Tomkos: Es ist für Führungskräfte gut, eine Haltung zu haben, aber auch die Schwächen derselben zu erkennen. Die Menschen, ihre Mitarbeiter, erwarten klare Positionen - aber auch die Fähigkeit, diese gegebenenfalls zu revidieren.

mm: Führungskräfte oder etwas weiter gefasst Eliten - was sind das eigentlich?

Tomkos: Es gibt dafür mehrere Definitionen, je nach Blickwinkel. Vor allem definieren sie Werte innerhalb einer Gesellschaft und sind von daher wichtig. Vertrauen ist dabei zentral. Auf die Eliten schauen andere - und sicher, der Aufgeklärte erkennt auch die Widersprüche. Umso wichtiger ist die Vorbildfunktion.

mm: Welche Rolle spielen falsch gesetzte Incentives - siehe Finanzkrise?

Tomkos: Das ist schwer, es gibt eine Reihe von Untersuchungen über die Wechselwirkung zwischen Incentives und Erfolg. Schlechte Incentives begünstigen Fehlverhalten. Dagegen ist es allerdings schwierig, Motivatoren richtig zu setzen. Denn - was ist zugrunde zu legen: Umsatz, Deckungsbeitrag, komplexe KPIs?

mm: Was kann der Einzelne tun, was ein Unternehmen, um Führung zu verbessern?

Tomkos: Für den Einzelnen ist es Gestaltungswille, Aufrichtigkeit und die Leidenschaft, die Lust sich der Sache hinzugeben, die Führung zeigt. Sie gehen Risiken ein und lernen daraus, sind mit Herzblut dabei.

mm: Und die Unternehmen?

Tomkos: Sollten auch auf die Persönlichkeit einer Führungskraft achten, nicht nur auf die Formalie.

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Überzeugung oder Egotuning?

mm: Mainstream - was ist das?

Förster: Eine Idee ist immer dann Mainstream, wenn sie keinen Millimeter von der Norm abweicht. Das Problem des Mainstreams ist, dass nichts Neues dort entsteht. Ohne Abweichung von der Norm ist kein Fortschritt möglich. Wir brauchen also Selberdenker, die interessante Ideen jenseits des Mainstreams entwickeln und vorantreiben.

Kreuz: In der Unternehmenspraxis bedeutet das aber noch lange nicht, dass es auch erwünscht und karriereförderlich wäre. Wer eine Meinung vertritt, die von der herrschenden Norm abweicht, ist sehr schnell einsam. Der Mehrheit ist allerdings nicht bewusst, dass sie dem Querdenker eigentlich dankbar sein sollte. Die abweichende Meinung ist auch dann nützlich, wenn sie falsch ist - denn Querdenker erhöhen die Qualität der Entscheidung. Geradezu verrückt ist, dass viele Unternehmen Ideenreichtum fordern, tatsächlich aber Anpassung belohnen.

mm: Wie soll man es bewerkstelligen, dass sich das Abweichen vom Mainstream quasi ergibt, nicht aber die Folge verkrampften Abweichens vom Mainstream ist?

Förster: Die Frage ist, warum jemand mit seinen Ideen vom Mainstream abweicht. Macht er oder sie das aus tiefer Überzeugung, fast schon im Lutherischen Sinne von "Hier stehe ich und kann nicht anders"? Oder geht es primär ums Egotuning von Möchtegern-Businesspunks, die der Welt zurufen: "Seht her, was für ein wahnsinnig unangepasster Typ ich bin."

mm: Querdenken - kann man das üben oder lernen?

Kreuz: Querdenken ist weder eine angeborene Fähigkeit noch hat es etwas mit Ausbildung, Alter oder Geschlecht zu tun. Zum Querdenken brauchen Sie vier Dinge: Erstens einen unvoreingenommenen Blick auf Bestehendes. Zweitens den Mut, Dogmen konsequent in Frage zu stellen. Drittens das Rückgrat, Neues auch umzusetzen, oftmals gegen die institutionalisierten Bedenkenträger. Und viertens eine gehörige Portion Sturheit. Querdenker glauben an ihre Idee und setzen sie durch, denn das Unmögliche ist oft auch das Unversuchte.

mm: Welches Maß an Offenheit ist dazu erforderlich?

Förster: Offenheit für Neues ist extrem wichtig. Ebenso ein wacher Verstand, eine Portion Mut, die Bereitschaft, immer wieder dazuzulernen, und der Wille, kritisch zu hinterfragen, ob man auf dem richtigen Weg ist. Das ist eine grundsätzliche Haltung, mit der man morgens in sein Büro oder an seine Werkbank kommt und die man auch abends, beim Verlassen des Firmengeländes, nicht an der Pförtnerloge abgibt.

mm: Wie gefragt ist das heutzutage - oftmals wird zwar vordergründig Kreativität eingefordert, um dann doch bei Mainstream-Strategien zu landen.

Kreuz: Kreativität steht hoch im Kurs. Querdenken ebenso. Welches Unternehmen wünscht sich keine kreativen Um-die-Ecke-Denker in seinen Reihen, die ungewöhnliche Lösungen entwickeln. Das Problem, das viele Unternehmen dabei haben, liegt auf der Hand: Solche Leute muss man erst einmal aushalten können. Das sind Menschen, die ihren eigenen Kopf haben und sich nicht mit einem einfachen Nein zufrieden geben. Das kann manchmal ziemlich anstrengend sein und darauf hat man keine Lust.

Förster: Deshalb läuft in nicht wenigen Unternehmen das Einstellungsverfahren darauf hinaus, dass Kopien des Chefs eingestellt werden. Diese Miniaturausgaben sehen so aus wie der Chef, reden wie der Chef und denken wie der Chef. Und genau das ist das Problem. Energie entsteht aus Gegensätzen. Wir brauchen Menschen, die uns widersprechen, die uns sagen, dass wir Unrecht haben, die unsere blinden Flecken ausgleichen. Wenn Sie sich nur mit Ja-Sagern, Kofferträgern und Höflingen umgeben, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn am Ende auch nur mittelmäßige Mainstream-Strategien herauskommen. Wirklich gute und innovative Ideen entstehen in einem Umfeld, das Widersprüche nicht nur zulässt, sondern geradezu fordert.

mm: Wäre die Finanzkrise oder zumindest ihre schlimmsten Verwerfungen durch Querdenken zu mildern gewesen? Immerhin war es ja strenge Fokussierung auf kurzfristige Finanzergebnisse, die die Krise befeuerte.

Kreuz: Die Finanzkrise hat nichts mit ungenügendem Querdenken zu tun. Es handelt sich vielmehr um eine moralische Krise von geradezu epischen Dimensionen, in der alle Beteiligten trotz gegenteiliger Beteuerungen ihren grundlegenden Sorgfaltspflichten nicht nachgekommen sind. Und wenn man sich die Welt heute anschaut, sind Zweifel erlaubt, ob alle Beteiligten das tatsächlich verstanden haben.

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