manager-lounge Newsletter April 2010

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Münzen

local lounge Nürnberg: Wir haben die Vernunft verloren

Geld ist der bedeutsamste Leitstern unserer Gesellschaft, sagt Gerhard Hofweber - ein Fehler. Wie es dazu kommen konnte und warum wir dennoch hoffen können, schilderte der Philosoph in der local lounge Nürnberg. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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China

Umfrage: Keine Angst vor der neuen Supermacht

Das weltweite Wirtschaftsgefüge steht vor einem Umbruch. China und viele asiatische Staaten holen kräftig auf, während die USA und Europa schwächeln. Auch die Mitglieder der manager-lounge sehen den Westen ins zweite Glied abrutschen, haben jedoch Tipps, wie hiesige Unternehmen von der Entwicklung am besten profitieren. »weiterlesen

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Ruesch

local lounge Stuttgart: Das ist unbeackertes Gelände

Neue Märkte gibt es wie Sand am Meer, aber welchen sollte Ihre Firma erobern? Und welches Rüstzeug brauchen Sie dafür? Martin Ruesch, Vorstand der FutureManagementGroup, sagt, wie Sie Zukunftsmärkte frühzeitig erkennen, warum Unternehmen eine Vision brauchen - und wieso Jürgen Schrempps Problem nicht war, dass er eine hatte. »weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Barcelona: 12.04.2010, 12 Uhr

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Thema/Referent: Dr. Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender Die Linke

local lounge Berlin: 14.04.2010, 19 Uhr

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Thema: Burn Out-Syndrom: Was kommt danach?
Referent: Christian Keim, Manager

local lounge Hamburg: 14.04.2010, 19 Uhr

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Thema: Zukunftsperspektiven für die deutsche Industrie
Referent: Dr. Werner Kreuz, A.T. Kearney

business breakfast München: 15.04.2010, 9.30 Uhr

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Thema/Referent: Edgar Berger, CEO Sony Music Entertainment Deutschland, Schweiz, Österreich

local lounge Stuttgart: 15.04.2010, 19 Uhr

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Thema: Wie schafft man eine effektive Entscheidungskultur
Referent: Gebhard Borck, freier Berater, Partner in der Beratergruppe sinnvoll.wirtschaften

local lounge Zürich: 21.04.2010, 18 Uhr

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Thema: Die Zukunft des Staates Schweiz
Referent: Beat Gygi, Mitglied der Wirtschaftsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung seit 1990

local lounge Wien: 26.04.2010, 18 Uhr

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Thema/Referent: Doris Bures, Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie

local lounge Hannover: 27.04.2010, 19 Uhr

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Thema: Technologie- & Innovationsmanagement in Unternehmen
Referent: Ulrich Wallenhorst, Direktor Technologie- und Innovationsmanagement

local lounge München: 28.04.2010, 19 Uhr

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Thema: Produktivitätssteigerung im Informationszeitalter
Referent: Axel Reinsch und Hubert Randlshofer, BeOne München GmbH

Lunchtalk Frankfurt: 29.04.2010, 12 Uhr

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Thema/Referent: Dr. Reinhard K. Sprenger, Managementberater und Führungsexperte

local lounge Köln: 29.04.2010, 19 Uhr

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Thema: Persönlichkeitsentwicklung für Führungskräfte
Referent: Dr. Gerhard Hofweber: Gründer & Inhaber des Dr. Hofweber-Instituts Geschäftsführer der weissen zwerge und akademischer Rat für Philosophie an der Universität Augsburg

local lounge Nürnberg: 05.05.2010, 19 Uhr

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Thema: Chancen nutzen - Investieren in China
Referent: Helmut von Siedmogrodzki SIEMENS AG Vice President Industry Sector Building Technologies Division

local lounge Düsseldorf: 06.05.2010, 19 Uhr

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Thema: Mehr Ertrag mit Power-Pricing
Referent: Harald L. Schedl, Partner und Gesellschafter bei Simon Kucher & Partners

local lounge Köln: 06.05.2010, 19 Uhr

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Thema: Die Kunst der Leistungssteigerung
Referent: Dietmar Baum, Motivationsberater, Reiss Profile Instructor und seit 20 Jahren selbstständig

local lounge Barcelona: 07.05.2010, 12 Uhr

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Thema/Referent: Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bertelsmann AG

Lunchtalk Düsseldorf: 11.05.2010, 12 Uhr

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Thema/Referent: Dr. Reinhard K. Sprenger, Managementberater und Führungsexperte

Zu weiteren Veranstaltungen

local lounge Nürnberg: Wir haben die Vernunft verloren

Wir haben die Vernunft verloren. Das ist das Ergebnis der philosophischen Analyse unserer Gesellschaft. Maßgebend ist dabei der Befund, dass Geld zum obersten Wert geworden ist. Wie ist das möglich? Wie kann man Geld als den obersten Wert ansehen?

Wenden wir uns zuerst den Fragen zu, was Geld eigentlich ist und welche Funktion es erfüllt. Wir können dabei auf die erste Theorie des Geldes eingehen, die Aristoteles formuliert hat und dabei feststellen, dass diese nach 2500 Jahren immer noch aktuell ist. Sie ist sogar viel aktueller und lehrreicher als alles, was heute täglich in den Talkshows zum Besten gegeben wird.

Aristoteles betrachtet Geld als Mittel zum Zweck. Denn das, was man kauft, muss einem mehr Wert sein, als das Geld selbst, sonst würde man es ja nicht kaufen. Von dem gekauften Produkt versprechen wir uns ein bestimmtes Gefühl, das wir wiederum höher schätzen, als das Produkt selbst. Am höchsten in dieser Hierarchie der Wertschätzungen steht aber das Glück. Glück wird dabei in einem weiten Sinne gefasst, als das Gelingen des Lebens im Ganzen, als das Bejahen des ganzen Lebens. Alles was wir tun, tun wir letztlich, um glücklich zu werden.

Was ist das gute Leben eigentlich?

Dementsprechend weist Aristoteles dem Geld die Aufgabe zu, die Mittel bereitzustellen, die ein gutes Leben ermöglichen. Die Menge des Geldes und die Menge der Mittel werden also durch das gute Leben begrenzt. Mehr als das, was ein gutes Leben ermöglicht brauchen wir nicht. Deshalb ist für Aristoteles auch die Frage entscheidend, was das gute Leben eigentlich ist. Diese Frage lässt sich aber nur im vernünftigen Denken entscheiden.

Aristoteles entwirft aber auch ein Szenario, das heute Wirklichkeit geworden ist. Wenn nämlich das gute Leben als Maßstab wegfällt, gibt es für das Haben des Geldes keine Grenze mehr. Denn Geld drückt sich als Maßeinheit für den Wert in Zahlen aus und die Zahlenreihe ist unendlich. Man gerät also in den Sog der Maximierung. Wie viel Geld ist dann genug? Das ist unter dieser Perspektive eine sinnlose Frage, denn es ist nie genug. Egal wie viel es ist, es könnte immer noch mehr sein. Wenn das gute Leben und das vernünftige Denken als Maßstab wegfallen, wird das Bedürfnis grenzenlos und die Gier ist die logische Folge.

Maximierung aller Lebensbereiche

Was wir heute erleben, die Welt, in der wir uns bewegen, ist eine Zuspitzung des aristotelischen Szenarios. Denn wir haben die Idee der Maximierung auf alle Lebensbereiche übertragen. Sie erstreckt sich auf den Hype des extremen Erlebnisses, das zum Beispiel im Extremsport erlebt werden kann. Die Idee der Maximierung bestimmt unser Arbeitsverhalten, unser ständiges Abwägen der Mittel im Verhältnis zum Vertrag, unsere Sexualität und alles andere.

Legitimiert wird die Maximierung durch eine gewisse Sachzwangargumentation: Der Wettbewerb wird globaler und somit härter. Wer also nicht zu den Verlierern von morgen gehören möchte, muss sich dem fügen. Und wir fügen uns.

Aber dabei können wir eine erstaunliche Beobachtung machen. Trotz alles Bemühens, trotz des sich Beugens unter das Diktum des Sachzwangs und obwohl wir uns alle Mühe geben, die Erwartungen zu erfüllen, werden wir nicht glücklich.

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Umfrage: Keine Angst vor der neuen Supermacht

China hat Deutschland als Exportweltmeister abgelöst und besitzt erstmals den größten Autoabsatzmarkt der Welt. Nicht nur diese beiden Fakten sprechen dafür, dass das riesige Land an die Spitze der stärksten Wirtschaftsnationen eilt. Schon bald werde Japan überholt, dann die USA, sagen Experten voraus. Doch bei aller Euphorie um China gibt es auch Gegenstimmen, die auf ein noch immer niedriges Pro-Kopf-Einkommen in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Reich verweisen und vor einer gewaltigen Blase auf den Aktien- und Immobilienmärkten warnen.

Doch für die meisten Mitglieder der manager-lounge liegt China vorn. Laut einer Umfrage erwarten 29 Prozent der Befragten, dass die Chinesen schon bald die Nummer eins unter den Wirtschaftsnationen stellen. Weitere 39 Prozent vermuten, dass es zwar noch eine Weile dauert, doch dann liegt der asiatische Raum wirtschaftlich deutlich vor dem Westen. In eine andere Richtung denkt etwa ein Drittel der Mitglieder. 15 Prozent glauben, dass Chinas Wachstum überschätzt wird und die USA noch lange an der Spitzenposition bleiben. Und für weitere 16 Prozent trägt die Entwicklung in Asien die Züge einer Blase - der Westen bleibt laut ihrer Ansicht auf Dauer vorn.

Zusammenarbeit mit Russland

Für Andreas Kluge-Rech vom Sportwagenhersteller Porsche ist dagegen klar: „China wird die Weltmacht im 21. Jahrhundert.“ Das Land zeige besonders durch seine politischen Machtstrukturen eine hohe Effizienz in strategischen Programmen. „Die europäischen Länder erinnern mich dagegen an die Zeiten der deutschen Kleinstaaten. Unsere fortbestehende Abhängigkeit von der zunehmend ermattenden Supermacht Amerika ist für uns in der Neupositionierung in der Weltwirtschaft mindestens hinderlich. Ein wichtiger Faktor spielt die strategische Zusammenarbeit mit Russland. Darin liegt der Schlüssel zu einer neuen europäischen Perspektive.“

Auch für Wolfgang Griepentrog vom Beratungsunternehmen World Values ist Chinas Höhenflug nicht mehr zu stoppen. Der Westen solle auch gar nicht erst versuchen, diesen aufzuhalten, sondern auf die asiatischen Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb angemessen reagieren. Es sei erstaunlich, dass beim Blick auf die neue Supermacht immer noch eher quantitative Aspekte des Wachstums im Fokus stünden. „Zu kurz kommt der Blick auf das qualitative Wachstum Chinas beziehungsweise der asiatischen Länder“, so Griepentrog.

Chinas Bedeutung als Impulsgeber für Forschung, Entwicklung und Innovationen wachse: „Alle wichtigen Zukunftsfelder werden belegt, vom Weltraum bis hin zum lange vernachlässigten Umweltschutz. China ist nicht mehr nur der billige Massenproduzent, sondern entwickelt und produziert hochwertige, innovative Güter, eigene Markenprodukte - oder kauft ausländische Marken“, sagt der Kommunikationsexperte.

Langzeitkosten bremsen das Überholmanöver

Als ein Beispiel, warum China den Westen überholen wird, führt Matthias Müller vom Pharmakonzern Sanofi-Aventis die Elektroautos auf, die in China aus lokaler Produktion schon in Serie hergestellt werden. „Die chinesischen Unternehmen sagen ganz klar: Bei dem Potential im eigenen Land müssen und wollen wir gar nicht exportieren.“ Im Gegensatz zu Deutschland sei China nicht vom Export abhängig. Sehr viele Produkte werden im eigenen Land für die eigene Bevölkerung hergestellt - und in Europa gar nicht registriert. „Doch wer China ignoriert, den bestraft das Leben“, mahnt Müller.

Von seinen Erfahrungen vor Ort profitiert Frank Quosdorf. Mit dem Unternehmen Totuba setzt er in Shanghai den Schwerpunkt auf Forschung und Beratung im Bereich Bildung. Für Quosdorf ist es wichtig, dass China im Westen nicht mehr als Bedrohung angesehen wird. Deutschland müsse die aus der Neuordnung entstehenden Chancen sehen, dann werde es weiter eine wichtige Rolle spielen, nachdem es von China und anderen noch schlafenden Ländern überholt worden sei.

„Viele Unternehmen stellen ihr Wissen zu billig oder sogar kostenlos zur Verfügung“

Rainer Kordes vom Energiedienstleister Techem fragt sich dagegen, warum der Westen alles tue, um China auf diese Überholspur zu bringen. „Die EU-Länder überbieten sich gegenseitig, China mit zinslosen Krediten und anderen Fördermitteln zuzudecken. Viele Unternehmen stellen ihr Wissen zu billig oder sogar kostenlos zur Verfügung.“ Das chinesische Wirtschaftswachstum 2009 ergab sich laut Kordes zum größten Teil aus Börsenfieber, Immobilienspekulation und Staatsinvestitionen.

„Die Privatwirtschaft und auch der private Konsum sind noch unterentwickelt, das Brutto-Inland-Produkt pro Kopf liegt zwischen dem Irak und Armenien. Aber unter dem Strich macht es die Masse“, sagt Kordes. Entscheidend für den künftigen Wettbewerb werden die Stärke der Unternehmen und die Attraktivität des chinesischen Binnenmarktes sein. „Die mit Umweltbelastung und demographischer Struktur verbundenen Langzeitkosten werden das Überholmanöver jedoch langfristig verlangsamen“, prophezeit das manager-lounge-Mitglied.

Als Geschäftsführer eines Beratungsunternehmens und Tai-Chi-Lehrer beobachtet Jan Leminsky fasziniert das Entstehen einer neuen Weltgesellschaft: „Die Chinesen streben nach westlichen Idealen, essen bei McDonald‘s - und werden dicker. Im Gegenzug verklären die Menschen im Westen die chinesischen Altwerte, lernen Tai Chi, ernähren sich nach den fünf Elementen - und werden weiser“, fasst er die aktuelle globale Entwicklung zusammen.

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local lounge Stuttgart: Das ist unbeackertes Gelände

mm: Werden Automobil- und Maschinenbau auch in zehn Jahren noch die deutschen Vorzeigebranchen sein?

Ruesch: Mein Bauchgefühl ist, Maschinenbau ja. Bei der Automobilproduktion - nicht nur in Deutschland, sondern international - bin ich skeptisch, weil das Überangebot einfach zu groß ist. Es wird einen Bereinigungsprozess geben. Und den wiederum werden die flexibleren Unternehmen gewinnen.

mm: Wie fit ist unsere Wirtschaft?

Ruesch: Man muss sie zweiteilen. Der Mittelstand ist gar nicht schlecht aufgestellt, weil er sehr innovativ denkt. Bei den großen Konzernen bin ich skeptischer, weil dort die finanztechnische Steuerung über viele Jahre das Primat hatte. Man hat dort Kosten heruntergeprügelt und Prozesse perfektioniert. Das ist zu einseitig.

mm: Welche Folgen hat das?

Ruesch: Prozesse sind in sich nicht schlecht. Aber zu starre Abläufe behindern Beweglichkeit, die künftig mindestens genauso wichtig sein wird wie Effizienz. Ein Beispiel: Die meisten Konzerne haben Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, aus denen gute neue Produkte kommen, aber bis solche Neuerungen umgesetzt sind, dauert es oft zu lange. Auch die logistischen Prozesse und die Anpassung an unterschiedliche Kulturen sind große Baustellen.

mm: Warum gibt es diese Defizite?

Ruesch: Dynamik und Komplexität steigen und das erfordert schnelle Anpassungsfähigkeit. Es gibt Tausende Managementbücher über Effizienz. Es gibt aber fast nichts darüber, wie Unternehmen flexibel werden. Das ist unbeackertes Gelände. Effizienz erfordert strikte, regelmäßig wiederkehrende Prozesse. Flexibilität bedeutet, ich muss auch mal die Ausnahme zum Laufen bringen. Das aber wirft jeden Prozess um. Es ist also nicht leicht, eine Balance herzustellen, weil sich beide Ziele - Effizienz und Beweglichkeit - zum Teil widersprechen.

mm: Was macht Unternehmen beweglich?

Ruesch: Es beginnt mit dem Vertrauen nach unten. Das ist ganz schwierig in Unternehmen einzuführen. Man muss zum Beispiel Mitarbeiter, die direkt mit Kunden zu tun haben, Entscheidung treffen lassen. Das kann natürlich einen Prozess ins Schlingern bringen. Kostet es Geld, dann war es die falsche Entscheidung. Bringt es Geld ein, dann hat es ein Kundenbedürfnis befriedigt. Diese Balance herzustellen, das ist ein Stück Managementkunst. Das schaffen Mittelständler meist besser als Großunternehmen, weil man sich in kleineren Einheiten in die Augen guckt und sagt, "Du machst das schon" - und der Mitarbeiter macht es dann auch.

mm: Sie verheißen Ihren Kunden die Märkte von morgen. Aber was bitte ist das eigentlich, ein Zukunftsmarkt?

Ruesch: Ein Feld, auf dem man künftig Geld verdienen kann. Der Unterschied zum Zukunftstrend und zur Zukunftstechnologie liegt darin, dass man sich zusätzlich vorstellen kann, für welche konkrete Lösung Menschen tatsächlich Geld bezahlen werden und wie man als Unternehmen dabei einen Ertrag erwirtschaftet. Die Abgrenzung des Feldes ist relativ beliebig. Es kann für eine kleine Baufirma ein regionaler Markt rund um Dortmund sein. Und dort vielleicht nur Tiefbau. Und im Tiefbau vielleicht nur Geothermie. Für einen Baukonzern, sagen wir Hochtief, wäre ein Zukunftsmarkt etwas ganz anderes. Zum Beispiel Wellengeneratoren zur Stromerzeugung in den Ozeanen, weil das Unternehmen erkannt hat, davon werden viele gebaut werden und wir wollen dort Marktführer sein. Konkrete Zukunftsmärkte sind also für jeden anders.

mm: Wer muss sich in Unternehmen darum kümmern? Wer ist verantwortlich?

Ruesch: Das kann nur das Topmanagement sein. Die gesamte langfristige Firmenstrategie muss sich ja an diesen Zukunftsmärkten ausrichten. Und da niemand wirklich weiß, wie die Zukunft wird, kann man sich nur an den Annahmen ausrichten, die das Topmanagement erarbeiten und regelmäßig überprüfen muss.

mm: Welche Rolle spielen Strategieabteilungen dabei?

Ruesch: In den Konzernen gibt es immer Strategieabteilungen. Diese denken vor. Das ist auch nicht falsch. Das Problem entsteht ein Stück später. Wenn dem Vorstand eine sehr plausibel vorgedachte Langfriststrategie präsentiert wird, nickt er diese ab. Später entstehen oft Abweichungen, weil der Masterplan nicht aus dem Vorstand heraus entstanden ist. Das Topmanagement muss deshalb operativ in die Strategieentwicklung eingebunden sein.

mm: Wie entdeckt man Zukunftsmärkte?

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