manager-lounge Newsletter Mai 2009

Mit neuen Ideen die Krise meistern
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manager-lounge: Wechsel in der Geschäftsführung, Zuwachs in Asien, neuer Präsident in München

wechsel Nach erfolgreichem Abschluss der Aufbauphase wird die Geschäftsführung der manager-lounge wechseln. In Bangalore/Indien steht die Eröffnung an und in München wechselt der local lounge Präsident. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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Umfrage: „Den Bankbesuch können Sie sich sparen“

Kreditklemme Die Liste der Wirtschaftskrisenopfer ist lang. Die Misere spüren auch die Mitglieder der manager-lounge deutlich. Mehr als 40 Prozent erhalten derzeit nur unter erschwerten Bedingungen Kapital von Banken. »weiterlesen

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local lounge Köln: Die Kunst guter Beziehungen

local lounge Köln Die Qualität der Beziehungen im Berufsleben bestimmt nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch die Freude am Job. Als Fazit der ersten local lounge in Köln hier einige Tipps für Ihre Karriere. »weiterlesen

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local lounge Berlin: Festgefahren in der Krise

local lounge Berlin Die Automobilindustrie kränkelt. Zu starr ist das Management, zu sehr hält es an den Erfolgskonzepten der Vergangenheit fest. Uwe Röhrig berichtet über die größten Fehler und kennt die Konzerne, die überleben werden. »weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Düsseldorf: 12.05.2009, 19 Uhr

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Thema: Gute Story, gute Geschäfte! - Ein PR-Business Case
Referent: Markus Schnurpfeil, Geschäftsführer Laycom PR- und Medienagentur + sein Kunde Maik Schulze, Geschäftsführer der BleckmannSchulze GmbH

local lounge Berlin: 13.05.2009, 19 Uhr

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Thema: Deutsch-polnische Wirtschaftsbeziehungen
Referent: Dr. Jacek Robak, 1. Botschaftsrat + Ulrike Braeter, Berlin Partner GmbH, Polen Länderberaterin

local lounge Frankfurt: 14.05.2009, 19 Uhr

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Thema: Corporate Compliance - Neues zur Managerhaftung
Referent: Dr. José A. Campos Nave, Partner Rödl & Partner

local lounge Stuttgart: 14.05.2009, 19 Uhr

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Thema: Die Finanzkrise und die Krise im Kopf
Referent: Dr. Gerhard Hofweber, Geschäftsführer des Unternehmens „weisse zwerge - Philosophie & Beratung“

local lounge Barcelona: 15.05.2009, 12 Uhr

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Thema/Referent: Miguel Valls Maseda, Präsident der Handelskammer

local lounge Nürnberg: 27.05.2009, 19 Uhr

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Thema: Marketinginstrument Vertriebsprozess
Referent: Kai Sievers, dessign Werbeagentur, Geschäftsleitung für Vertrieb und Konzeption

local lounge Zürich: 28.05.2009, 19 Uhr

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Thema: Gedanken für bewegte Zeiten
Referent: Dr. Harald Thurnher, Geschäftsführer TechnoKontakte und Führungskräfte-Coach

local lounge München: 28.05.2009, 19 Uhr

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Thema: Fakten und Mythen der Energiekrise
Referent: Christian Voigt, General Manager Productivity & Turnaround Programs Siemens AG

local lounge Berlin: 03.06.2009, 19 Uhr

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Thema: Spargelvariationen - Networking kulinarisch!

Zu weiteren Veranstaltungen

Nach zwei Jahren der überaus erfolgreichen Aufbauarbeit in der manager-lounge, wird sich Robert von Klot-Heydenfeldt als Geschäftsführer ab dem 1. August 2009 aus der manager-lounge verabschieden, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Der Zeitpunkt nach zwei Jahren der sehr erfolgreichen Aufbauarbeit - sowohl der Veranstaltungsreihen als auch der Onlinepräsenz - könnte besser kaum gewählt sein, um den Staffelstab der Leitung weiterzureichen.

Die Position des Geschäftsführers der manager-lounge wird Manuel Wessinghage übernehmen. Herr Wessinghage arbeitet seit 2006 als Objektleiter im SPIEGEL-Verlag und ist seit Beginn dieses Jahres in gleicher Funktion auch für manager magazin und Harvard Businessmanager zuständig. Er wird sich also insbesondere der weiteren Integration der manager-lounge in die Verlagsstrukturen widmen und somit eine neue Phase in der Entwicklung des Businessclubs einleiten.

Robert von Klot-Heydenfeldt wird der manager-lounge aber natürlich auch über den Sommer 2009 hinaus als engagiertes Mitglied und local lounge Gast erhalten bleiben.

Darüber hinaus freut sich aber das bisherige Hamburger Team rund um Katja Zieroth und Marie Blöcker wie bisher, die Mitglieder auch weiterhin mit vollem Einsatz und Engagement zu betreuen!
Bei Fragen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit via Mail contact@manager-lounge.com oder Telefon 040-38080500 zur Verfügung.

Indien: Eröffnung local lounge Bangalore

Auch das internationale Angebot der local lounges erweitert sich kontinuierlich, und zwar im Mai mit der Eröffnung des Standortes Indien. Bangalore, weltbekannt für seine Technologie und Softwareentwicklungen, ist im Zentrum Südindiens gelegen und Standort vieler deutscher Konzerne und Mittelständler. Als Präsidenten der local lounge Bangalore konnten wir Herrn Hubert Reilard gewinnen, der bereits seit fast 15 Jahren in der südindischen Stadt lebt und arbeitet, mittlerweile als Managing Director der Firma „EFD Induction Limited“. „Die rasante Entwicklung der Stadt erfordert rasches und kreatives Handeln, ohne dabei hektisch zu werden. Die local lounge soll für die Mitglieder ein Forum sein, um Erfahrungen auszutauschen, Ideen zu entwickeln und beim Umbau von deutschen Firmen zu globalen Unternehmen eine positive Rolle zu spielen“, so Reilard.

Die Auftaktveranstaltung findet am 22. Mai 2009 statt, und zwar zu dem Thema „Auswirkungen der Finanzkrise“. In drei Beiträgen á 20 Minuten werden die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Wirtschaft Indiens, deren Risiken, aber auch Möglichkeiten beleuchtet und diskutiert. Melden Sie sich hier direkt an!

Indien spielt in der manager-lounge auch online im Erfahrungsaustausch eine große Rolle. Im Global Business Guide steht Ihnen schon jetzt der Experte Clas Neumann als Ansprechpartner für sämtliche Fragen bzgl. Indien zur Verfügung. Ebenso können Sie sich im Forum „Wachstumsmarkt Indien“ mit anderen, an diesem Thema interessierten Mitgliedern austauschen.

München: Kai Michael Czeschlik neuer local lounge Präsident

Neuerungen gibt es auch in der local lounge München: das Amt des local lounge Präsidenten wird ab Mai 2009 Herr Kai Michael Czeschlik übernehmen. Er übernimmt das Amt von Herrn Patrick Smague, dem unser besonderer Dank für sein jahrelanges Engagement in der local lounge München gilt.

Wir freuen uns, mit Herrn Kai Michael Czeschlik, Senior Vice President Customer Services der Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG, einen erfahrenen Netzwerker und damit sehr geeigneten Nachfolger gewonnen zu haben, der mit der Veranstaltung am 28. Mai 2009 seinen „Einstand“ vor Ort geben wird. Schon vorab begrüßen wir Herrn Czeschlik sehr herzlich in seinem neuen Amt und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

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Umfrage: „Den Bankbesuch können Sie sich sparen“

Die Milliarden der Bundesregierung kommen bei vielen krisengeplagten Unternehmen nicht an. Auch die Mitglieder der manager-lounge und ihre Unternehmen spüren die Kreditklemme: Für 14 Prozent der Umfrageteilnehmer ist es derzeit nicht möglich, Kredite zu erhalten, weitere 27 Prozent leiden stark unter den Auflagen der Banken, die Verpflichtungserklärungen fordern und Verträge bei Nichteinhaltung von Kennziffern sofort kündigen können. Die „Financial Covenants“ der Banken erleben also vor allem im Mittelstand ein Comeback.

„Wenn Sie nicht mindestens 30 Prozent Eigenkapital darstellen können und erstklassige, dingliche Sicherheiten mitbringen, die den Kredit absichern, können Sie sich den Bankbesuch sparen“, berichtet Christoph Graf von Stillfried. Auch der Vorteil einer persönlichen Hausbankbeziehung sei laut Graf von Stillfried verschwunden: „Die 'Kaufleute' bei den Banken, die gegenüber ihren Vorständen auch ein Risiko zu vertreten hatten, gibt es nicht mehr. Ein Kredit hing auch an der Persönlichkeit des Unternehmers. Heute sitzen bei den Banken 'Kreditsachbearbeiter', die nicht selber entscheiden können - dieses kleinkarierte Niveau tut sich kein Unternehmer mehr an.“

„Stolpersteine für die Unternehmen“

Ulrich Rohde von der Management Akademie München stellt die Probleme der Mittelständler dar: „Gerade in schlechten wirtschaftlichen Zeiten werden von großen Unternehmen die Zahlungsziele gegenüber Lieferanten oft mit neuen Verträgen verdoppelt bis verdreifacht. Das bedeutet für Lieferanten natürlich auch, dass deren Kosten noch länger vorfinanziert werden müssen - dies halten auch gesunde Unternehmen im Mittelstand auf Dauer nicht durch.“ Dazu komme noch die - für Krisenzeiten typische - allgemein schlechter werdende Zahlungsmoral, die neben ohnehin einseitig verlängerten Zahlungszielen ein Unternehmen trotz guter Auftragslage endgültig in die Insolvenz treiben könne - wenn die Kreditlinie ausgeschöpft sei.

„Doch leider sind an dieser Situation teilweise auch die Unternehmen selbst schuld. Häufig wurde es in den vergangenen guten Jahren versäumt, die Firmen bezüglich der Geschäftsprozesse in den Bereichen Finanzen, Innovationsfähigkeit und Strategie zukunftsorientiert zu gestalten - nun werden bei der Kreditvergabe genau diese Themen zu Stolpersteinen für die Unternehmen“, sagt Rohde. Warum solle eine Bank Geld an ein Unternehmen verleihen, welches keine nachvollziehbare Zukunftsstrategie vorzuweisen habe?

Wie man die Kreditklemme umgeht

Wolfgang Griepentrog von World Values weiß, wie zwischen Handel und Lieferanten Kreditrisiken abgesichert werden können. „In der Metro Group, in der ich viele Jahre tätig war, gibt es eine Gesellschaft, die sich speziell um die ‚Supply Chain Finance‘ kümmert. Diese schlägt eine Brücke zwischen Lieferanten und Händler und nimmt quasi die Rolle von Banken und Kreditversicherern ein, wobei sie Sicherheit in die ‚Financial Supply Chain‘ bringt. Das nützt den Lieferanten, deren Bonität und Liquidität die Gesellschaft stärkt, es nützt aber dem Händler, der den Ausfall von Lieferanten zum Beispiel durch Insolvenz vermeiden kann.“
„In dieser Kooperation sind die Lieferanten nicht mehr direkt auf die Kreditvergabe von Banken angewiesen. Ein Modell, das gerade in Zeiten der Kreditklemme interessant ist.

Auch aus Übersee berichten Mitglieder aus der manager-lounge von der Kreditklemme. Für Christoph Jan Sepp von dem kanadischen Unternehmen Imperial Parking - mit 40 Standorten in Nordamerika - ist aber nur das Geschäft in den USA betroffen: „Investitionskredite sind hier nur zu unattraktiven Konditionen verfügbar - wenn überhaupt. Dies hat zur Folge, dass wir unsere Investitionen primär über Kanada finanzieren.“ Die kanadische Bankenlandschaft sei eher konservativ und orientiere sich in Bezug auf Risikogeschäfte nicht so sehr an den USA. „Subprime Mortgages gibt es daher in Kanada nicht“, berichtet Sepp.

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local lounge Köln: Die Kunst guter Beziehungen

„Das Berufsleben ist ein Beziehungsleben”, berichtet Stefan F. Gross zur Eröffnung der local lounge in Köln. Der Managementdozent und Bestsellerautor weiß dies wie kaum ein anderer, ist er doch Erfinder der Wortschöpfung „Beziehungsintelligenz” und berät seit mehr als 20 Jahren Unternehmen bei der Kundenbindung. „Man benötigt ein kluges Kommunikationsverhalten in allen Bereichen”, so sein erster Ratschlag an die Mitglieder der manager-lounge im Rotonda Business-Club.

„Dies gilt besonders in Zeiten, in denen die Produkte immer austauschbarer werden, zum Beispiel in der Automobilindustrie”, weiß Gross: „Die Behandlung des Kunden kann dann den Unterschied ausmachen.” Wichtig sei es, den Partner, den Kollegen oder den Kunden zum Verbündeten, ja sogar zum Freund, zu machen. „Diese Verbundenheit schaffe ich durch Anerkennung, Respekt und Sympathie. Oft erlangt man schon Aufmerksamkeit durch einen einzigen liebenswürdigen Satz”.

„Das Thema Freundlichkeit spielt eine große Rolle”

Unabhängig von der Branche, der einzelnen Tätigkeit und des eigenen Einflusses - niemand arbeite im „luftleeren Raum”. „Sie sind vielmehr ständig mit anderen Personen verbunden, deren Einstellung und Verhalten Ihnen gegenüber entscheiden, unter welchen Rahmenbedingungen Sie arbeiten, wie schnell Sie vorankommen, ob Sie Ihre Ziele erreichen - und welche Freude Ihnen Ihr Beruf auf Dauer bereitet”, so Gross.

Wichtig sei darüber hinaus der Stil und die Klasse im Umgang miteinander. „Das Thema Freundlichkeit spielt eine große Rolle, ich beobachte in Deutschland manchmal seelische Grauschleier, hier scheint oft ein Recht auf eigene Unfreundlichkeit zu herrschen.” Gross hängt die Latte deshalb hoch: „Wenn ich ein Unternehmen leite, dann muss dieses gegenüber seinen Kunden das freundlichste der ganzen Branche werden.”

„Heiterkeit ist immer ein Zeichen von Souveränität“

Den meisten Einfluss kann jeder allerdings selbst durch seine persönliche Stimmungsgestaltung nehmen. Man sollte es nicht dem Zufall überlassen, in welcher Laune man ist oder andere, also Kollegen oder Kunden. Die persönliche Kommunikation sollte für den anderen immer zu einem besonderen Ereignis werden, bei dem er nicht allein mit fachlichen Leistungen versorgt wird, sondern auch mit Zuversicht und positiver Stimmung

„Heiterkeit ist immer ein Zeichen von Souveränität, Gelassenheit und innerer Distanz”, so Gross. Auf keinen Fall dürfe eine andere Person auf Dauer als Klagemauer benutzt werden. „Nelson Mandela hat seine lange Haft in Robben Island auch nur überlebt, da er sich seine Heiterkeit erhalten hat”, berichtet Gross, dem besonders dieser Punkt am Herzen liegt: „Das Thema Stimmungsgestaltung sollte man mit Entschlossenheit und Ernsthaftigkeit angehen - quasi als Lebensphilosophie.”

Führung als Routine? Eine große Gefahr!

„Lassen Sie sich nicht irritieren, bremsen oder lähmen durch die Rücksichtslosigkeit anderer. Wenn der erste Kontakt am Morgen auf dem Weg zur Arbeit schlecht war, darf das nicht dazu führen, dass man den ganzen Tag unfreundlich ist, Sie haben das selbst in der Hand”. Und auch wenn es manchmal schwerfällt: Negativäußerungen über nicht anwesende Dritte sind im Berufsleben zu vermeiden. „Das, was Sie Ihrem Partner über andere mitteilen, zeigt ihm, welches Kaliber an Kommentaren er von Ihnen über sich selbst zu erwarten hat”, warnt Gross.

Als Führungskraft sollte man auch berechtigte Kritik an seinen Mitarbeitern vor allem dazu nutzen, um diese Personen langfristig zu stärken. Eine große Gefahr liegt darin, Führung als Routine zu begreifen. „Das gilt auch für das Networking wie hier in der manager-lounge - ohne Beziehungsintelligenz ist es nicht denkbar”, so Gross: „Ein erfolgreicher Vertrieb, eine professionelle Führung, eine langfristige Kundenbindung oder eine funktionierende Teambildung - es geht nicht ohne Talent und Brillanz im Umgang mit Menschen.”

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local lounge Berlin: Festgefahren in der Krise

Es fängt schon mit dem Besuch eines Autohändlers an. Seit Jahrzehnten der gleiche Ablauf: Verkaufsgespräch, Probefahrt, eventuell noch eine kurze Preisverhandlung. Immer gleich, überall, im ganzen Land. Und symptomatisch für den Stillstand einer ganzen Branche. „Die Automobilindustrie steckt in der Krise, Innovationen kommen nur halbherzig, seit Jahrzehnten dreht sich immer noch fast alles um die herkömmlichen Verbrennungsmotoren“, so Uwe Röhrig, Inhaber der Automobilberatung „International Car Concept“ (ICC).

Zu zögerlich verlaufe die Entwicklung von Hybrid- und Elektroantrieben. Und die markante demographische Entwicklung werde überhaupt noch nicht berücksichtigt. „Es werden einfach keine Fahrzeuge für die Altersklasse 60+ angeboten. Alles, was in diesem Bereich dem Wunsch nach mehr Funktionalität entspricht, muss sich der Kunde teuer dazukaufen, zum Beispiel altersgerechte Sitze oder Einparkhilfen“, sagt Röhrig.

„Es gibt keine Entscheider mehr“

Ein großes Problem sieht der Experte für den Automobilmarkt, einst selbst Geschäftsleiter Pkw Deutschland beim Unternehmen DaimlerChrysler, in der Besetzung der Vorstands- und Abteilungsleiteretagen: „Diese Manager sind genormt, es gibt keine Entscheider mehr, keine echten Typen, dafür viel zu viele Gremien.“ Als Folge überall Angleichung - einen Vorsprung durch Technik, wie ihn einst Audi in seinem bekannten Werbeslogan versprach, gibt es nicht mehr.

„Wir haben in der Automobilindustrie schon lange eine Planwirtschaft, das Problem heißt Just-in-time“, sagt Röhrig: „Die Vorstände wollen unbedingt Marktanteile hinzugewinnen, doch das hat auf Dauer keinen Wert“. Lieber solle man stärker auf die Ergebnissituation schauen. „Doch man baut weiter auf Halde, anstatt die Produktivität endlich anzupassen - für mich hat das teilweise schon mit Realitätsverweigerung zu tun“.

„Eine kompromisslose Kundenorientierung ist der Schlüssel zum Erfolg“

„Wohin steuert der deutsche Automobilmarkt?“ - diese Frage stand vor den Mitgliedern der manager-lounge im Berliner Capital Club fast schon drohend im Raum. Experte Röhrig gibt die Antwort: „Wir haben in Deutschland ein knallhartes Überkapazitätenproblem gekoppelt mit einem steigenden Produktivitätsdruck in der Branche. Und die Abwrackprämie nutzt eher den europäischen Herstellern und Zulieferern - weniger den deutschen Unternehmen.“

„Eine kompromisslose Kundenorientierung ist deshalb mittel- und langfristig unabdingbar und der Schlüssel zum Erfolg. Und die vermisse ich in Deutschland“, so Röhrig und fordert deutlich mehr Engagement von Seiten des Managements: „Führen heißt erfolgreich machen. Nur wer von den verantwortlichen Führungskräften dies auch beherzigt, hat den nachhaltigen Erfolg.“ Auf lange Sicht erfolgreich sieht er hierzulande daher nur noch die Konzerne VW/Porsche, Daimler und BMW.

„Den Ballast jahrzehntelanger Verkaufsmuster abwerfen“

„Weltweit kommen dann noch Toyota, Honda, Hyundai, Tata und die großen chinesischen Hersteller dazu. China hat es geschafft, innerhalb einer Dekade zum drittgrößten Automobilhersteller der Welt zu werden, indem man sich die Entwicklung ins Land geholt hat. In den USA wird wohl nur Ford überleben, auch dank des starken Europageschäfts.“

In Deutschland müsse der Wandel im Denken schon beim Autohändler beginnen: „Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt, man muss ihr aber freien Lauf lassen und den Ballast jahrzehntelanger Verkaufsmuster abwerfen“, so Röhrigs Appell an die Branche. Auch hätten die meisten Manager noch nie ein Auto selbst verkauft und damit auch noch nie in direkter Abhängigkeit von Erfolgsprovision ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen - für den Branchenexperten ein verhängnisvolles Versäumnis.

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