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manager-lounge Newsletter Mai 2010

Internationale Konferenz am 16./ 17. Juni 2010 in Berlin

Über 30 CEOs, Politiker und Wissenschaftler bei ESMT zum Thema Nachhaltigkeit

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Edgar Berger

business breakfast München: „Die Piraterie macht uns zu schaffen“

Musik ist emotional, sie ist gefragt - und sie wird im Internet oftmals illegal heruntergeladen. Unhaltbar, findet Edgar Berger, Vorstand von Sony Music Entertainment. Ein Vororttermin. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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local lounge Hamburg: Die Wüste als Lehrmeister

Allein durch die Wüste, das ist eine extreme Grenzüberschreitung. Bruno Baumann hat sie nur knapp überlebt und als erster Mensch die Wüste Gobi im Alleingang durchquert. Der österreichische Forschungsreisende und Profi-Abenteurer verriet vor Mitgliedern der manager-lounge, was Führungskräfte aus seinem Erfahrungsschatz lernen können. »weiterlesen

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Dubai Skyline

local lounge Stuttgart: „Empfänglich für großspurige Projekte“

Die Dubai-Krise vor wenigen Monaten hat das sonnengeflutete Bild der Golfregion vieler Investoren und Unternehmer ramponiert. Doch es wäre ein grober Fehler, die Drehscheibe zwischen Asien und Europa links liegen zu lassen, erklärt die Unternehmensberaterin Doris von Dosky - wenn man die Fallstricke beachtet. »weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Wien: 17.05.2010, 18 Uhr

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Thema: Heurigenabend
Referent: Networking zum Kennenlernen

local lounge Wien: 18.05.2010, 09.30 Uhr

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Thema: Mobile, Digital & Social Media
Referent: Experten von NOKIA, IQ mobile GmbH, Google Österreich, vi knallgau GmbH, Ethic Media

local lounge Hamburg: 18.05.2010, 19 Uhr

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Thema: Geheimnisse erfolgreichen Preismanagements
Referent: Dr. Rainer Elste, Director bei Simon-Kucher & Partners

local lounge Berlin: 19.05.2010, 19 Uhr

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Thema: Regionale Plattformen im Zeitalter von Google & Co
Referent: Roman Kaupert, Geschäftsführer ZEPTER UND KRONE Kommunikationsagentur GmbH

local lounge München: 19.05.2010, 19 Uhr

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Thema: Neues Geschäftsmodell für Deutschland nach der Krise?
Referent: Dr. Helmut Becker, Ex-BMW-Chefvolkswirt, Leiter des Instituts für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation (IWK)

local lounge Stuttgart: 20.05.2010, 19 Uhr

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Thema: Interim-Management: unterschätztes Managementtool?
Referent: Peter Fuchs, Interim-Manager der Firma EIM

local lounge Frankfurt: 20.05.2010, 19 Uhr

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Thema: Die hochproduktive B2B-Vertriebsorganisation
Referent: Siegfried Kreuzer, C.E.O, KP2 GmbH, Kreuzer & Partners

local lounge Shanghai: 02.06.2010, 18.30 Uhr

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Thema: Zu Gast: Münchens Oberbürgermeister
Referent: Christian Ude, Oberbürgermeister von München

local lounge Düsseldorf: 02.06.2010, 19 Uhr

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Thema: Business Speed Dating
Referent: Bernhard Müller, PR-Agentur Conosco

local lounge Hamburg: 08.06.2010, 19 Uhr

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Thema: Persönlichkeitsentwicklung für Führungskräfte
Referent: Dr. Gerhard Hofweber, Geschäftsführer der weissen zwerge und akademischer Rat für Philosophie Universität Augsburg

local lounge Köln: 08.06.2010, 19 Uhr

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Thema: Die Fußball-WM: Das perfekt organisierte Turnier
Referent: Thomas Fricke, Projektmanagementexperte und ehemaliges Mitglied des Organisationskomitees der FIFA WM 2006

local lounge Wien: 14.06.2010, 18 Uhr

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Thema: Zu Gast: Dr. Eva Dichand, Herausgeberin von HEUTE
Referent: Dr. Eva Dichand, Herausgeberin von HEUTE, Medienmanagerin des Jahres 2005

local lounge Düsseldorf: 15.06.2010, 19 Uhr

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Thema: Kommunikationstraining der besonderen Art
Referent: Ute Sonnenberg, Eigentümerin vom Trainingsbüro Roho

Zu weiteren Veranstaltungen

Internationale Konferenz am 16./ 17. Juni 2010 in Berlin
Über 30 CEOs, Politiker und Wissenschaftler bei ESMT

Am 16. und 17. Juni findet das ESMT Annual Forum in Berlin statt. Die Konferenz, die von der European School of Management and Technology veranstaltet wird, beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Thema „People, Planet, Profit: Creating a Sustainable Future“. Zu den Rednern gehören u.a. Akbar Al Baker (Qatar Airways), Jean-Louis Beffa (Saint-Gobain/ BNP Paribas), Michael Diekmann (Allianz), Wolfgang Mayrhuber (Lufthansa), Peter Löscher (Siemens), Alexander I. Medvedev (Gazprom), René Obermann (Deutsche Telekom) und Norbert Röttgen (Bundesumweltminister).

Michael Diekmann (Allianz)
Michael Diekmann (Allianz)
Peter Löscher (Siemens)
Peter Löscher (Siemens)
Wolfgang Mayrhuber (Lufthansa)
Wolfgang Mayrhuber (Lufthansa)
René Obermann (Deutsche Telekom)
René Obermann (Deutsche Telekom)

Die mit Top-Managern, Wissenschaftlern und Politikern besetzten Panels gehen Fragen wie „Wie können wir gleichzeitig unseren Planeten, unseren Lebensstandard und unsere Wettbewerbsfähigkeit erhalten?“, „Welche Strategien ermöglichen Unternehmen, sowohl unternehmerischen als auch gesellschaftlichen Nutzen zu generieren?“, „Welche Rolle sollte dabei der Staat spielen?“, „Wie können Organisationen Talente entwickeln, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben?“ und „Wie entwickeln wir die Energiekonzepte der Zukunft?“ nach.

Als Mitglied der manager-lounge wird die Teilnahme an dieser hochkarätig besetzten Konferenz zum Preis von 450 Euro (anstatt 650 Euro) angeboten. Melden Sie sich direkt an!

business breakfast München: „Die Piraterie macht uns zu schaffen“

Bücher über Bücher gleich links neben dem Eingang - von Brigitte Blobel bis Stieg Larsson - reihen sich in einem hohen Regal aneinander. Daneben stapelweise CDs. In der Münchner Neumarkter Straße sitzen Sony Music und der Verlag Random House einhellig nebeneinander. Die physischen Produkte, sie sind noch immer die Ausstellungsstücke von Sony. Doch was ist mit dem Geschäft im Netz?

„Was ist denn ein iPod ohne Lieder darauf - nur ein Stück Plastik.“

Eigentlich ist die Ausgangslage des Unternehmens beruhigend. „Musik ist das emotionalisierenste Produkt, das es gibt. Und es wird mehr Musik gehört als je zuvor,“ sagt Edgar Berger auf einer Veranstaltung der manager-lounge. Berger verantwortet bei Sony Music Entertainment die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz. Das Unternehmen ist einer der vier "Majors", wie man in der Branche sagt, einer der Marktführer. Es setzte im Jahr 2009 um die 300 Millionen Euro um. Bundesweit lag der Umsatz 2009 bei 1,803 Milliarden Euro, notiert der Bundesverband Musikindustrie, nur knapp weniger als 2008. Das Geschäft mit den Emotionen, eigentlich ein Traummarkt. „Haben Sie schon mal schlechte Laune gehabt, wenn Sie unter der Dusche ein Lied gesungen haben?,“ fragt Berger, dunkelblauer Anzug und offener Hemdkragen. „Was ist denn ein iPod ohne Lieder darauf - nur ein Stück Plastik.“ Seine Schlussfolgerung: „Wir haben kein Produktproblem. Wir haben ein Abrechnungsproblem. Die Piraterie macht uns zu schaffen.“

Eine einfache Lösung hat noch niemand gefunden

Nicht nur Musikunternehmen beklagen seit Jahren, dass das Internet ihre Produkte verfügbar mache, ohne dass die Nutzer auch dafür zahlen würden. Auch Medienhäuser überlegen mit immer größerer Intensität, wie sie im Internet Geld verdienen können. Eine einfache Lösung hat noch niemand gefunden, sagt auch Berger. „Die Musikindustrie galt als Branche, die das Internet verschlafen hat.“ Eine sterbende Branche ist das Geschäft mit der Musik dennoch nicht, findet er. 2000 kam zwar der stete Abstieg, die Umsätze fielen stetig. Doch immerhin habe die Industrie daraus gelernt. „Es gab viel Häme, heute sind wir Avantgarde.“ Die erste Branche, die durch die Digitalisierung dazu gezwungen wurde. „Tatsächlich hat sich die Musikindustrie seit dem Jahr 2000 breiter aufgestellt. Damals wurden die Tonträger verkauft, das war der Hauptumsatzträger.“ Heute hat sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschlossen, zum Beispiel das, was bei Sony “Entertainment & New Media“ heißt. Dort wird der Bereich “Comedy“ gefördert, sei es ein Mario Barth im Berliner Olympiastadion oder die Drei Fragezeichen - nicht nur als Hörspiel, sondern auch auf der Bühne.

Stärkung des Urheberrechts in Deutschland

Dazu kommt der Bereich Merchandising. „Wir haben das komplette Merchandising für die Tour gemacht und zum Beispiel den schreienden Wecker sehr gut verkauft“, so Berger. „Wenn der FC Bayern nur die TV-Gelder einnehmen würde, aber Tickets, Merchandising, Trikotsponsoring und Ausrüsterverträge unbeachtet ließe, wären sie pleite oder fünftklassig“. Die Arbeit wird dadurch „kleinteiliger“, so nennt es Berger.
Doch gegen den Missbrauch, gegen illegales Herunterladen von Musik aus dem Netz, nützt das alles nichts. Daher steht das Thema “Digital Rights Management“ (DRM) auch auf der Agenda der Branche ganz oben. Auch Berger redet einer Stärkung des Urheberrechts in Deutschland das Wort. Die Politik sei da in der Pflicht, „wir brauchen diese Unterstützung. In Frankreich gibt es eine Regel, 'three strikes and out'. Wer trotz zweimaliger Verwarnung weiter aus dem Netz illegal herunter lädt, muss mit Sperre des Internetzugangs rechnen.“ Ihm gefällt die Idee. Auch könnten die Internetprovider stärker in die Pflicht genommen werden. Ein digitales Wasserzeichen dagegen hält er für schwer umsetzbar.

„78 Prozent der Musik wird hierzulande noch physisch gekauft“

Und, als wolle er sich angesichts der Probleme selbst Hoffnung machen: „Immerhin vier von zehn Deutschen kauften 2009 Musik.“ Und das Wachstumspotential im Netz sei erheblich. „78 Prozent der Musik wird hierzulande noch physisch gekauft, nur rund 10 bis 15 Prozent im Netz.“ In Amerika ist der Anteil der Netz-shopper viel höher. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ist die Musikindustrie gewohnt. Berger erzählt von der kolumbianischen Sängerin Shakira, zeigt Bilder. Damals hatte sie, noch ganz Kulleraugen und dunkle Mähne, von ihrer ersten Platte nur 1003 Exemplare verkauft. „Heute sind es 30 Millionen.“ Bergers Schlussfolgerung: „Nicht mal ein halbes Dutzend Karrieren sind bisher ausschließlich im Netz entstanden. Karrieren werden von Menschen gemacht.“

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local lounge Hamburg: Die Wüste als Lehrmeister

Grenzenlose Stille. Eine triste, staubige Wüstenlandschaft. Plötzlich erscheint ein Mann im Bild. Er stöhnt und röchelt. Die extreme Anstrengung ist ihm ins Gesicht geschrieben. Schritt für Schritt stemmt er seinen Körper durch den Wüstensand. Zunächst hastig bergab, dann schwankend zur nächsten Düne. Er stapft bergan, wird langsamer, fällt auf die Knie und wuchtet sich die letzen Meter auf allen Vieren zum Kamm hinauf. Dahinter warten bis zum Horizont die nächsten Dünen.

Vergleichbar intensive Bilder sind selten geworden und um ein Vielfaches glaubwürdiger als die inszenierten Hochglanzszenen von „Terra X“- und anderen TV-Dokumentationen. Die Aufnahmen gedreht und mitgebracht hat Bruno Baumann, Forschungsreisender und Profi-Abenteurer, der 2003 als erster Mensch das Herzstück der als Todeswüste beschriebenen Gobi im Alleingang durchquert hat.

Schwache Signale im Markt frühzeitig erkennen und richtig interpretieren

Baumann, der nach Hamburg gekommen war, um zu beantworten, was Führungskräfte von einem Forschungsreisenden lernen können, hat nach eigener Aussage von seiner extremsten Grenzüberschreitung am meisten gelernt: Dem Alleingang durch die Wüste Gobi. „Für mich war das eine Erfahrung, die mich weit aus der Komfortzone in die Zone der Herausforderung, ja sogar existenzieller Bedrohung geführt hat“, sagt der Wahl-Münchener.

Die Wüste als Lehrmeister

Dabei sei ihm bewusst geworden, dass Führungskräfte und Forschungsreisende weitgehend dieselben Qualitäten benötigten, um Erfolg zu haben: „In der Wüste gibt es keine Wegweiser, wo es langgeht oder wo man Wasser findet. Man muss den Code der Wüste lesen können.“ Bei Managern, sagt Baumann, der 1955 in Kaindorf in der Steiermark geboren wurde, sei es genauso: Zu den wichtigsten Qualitäten eines Entscheiders gehöre es, schwache Signale im Markt frühzeitig zu erkennen und richtig zu interpretieren.

Zweitens spüre man in der Wüste das dynamische Grundprinzip des Lebens besonders deutlich. „Nur in Bewegung kann ich überleben“, sagt Baumann. Wer dagegen stehen bleibt, der ist verloren. Die Schnelligkeit der Reaktion, die Kreativität des Handelns, die Kraft der Durchsetzung - all das sind für den Extremreisenden Fähigkeiten, die auch für Führungskräfte entscheidend sind.

Der Erfahrungsschatz des Scheiterns

Die Wüste als Lehrmeister

„Unternehmen müssen in der globalisierten Wirtschaft in der Zone der Herausforderung agieren, denn nur dort finden Innovationen statt“, glaubt Baumann. Grenzen zu überwinden, Neues zu probieren, Veränderungen als Chancen zu begreifen und zu nutzen, das sind für ihn Schlüssel zum Erfolg: „Wer glaubt, etwas sei nicht möglich, wird bald von denen überholt, die es einfach tun.“
Für seine Erkenntnisse musste Baumann viel Lehrgeld zahlen. Ein erster Solo-Versuch, die Gobi zu durchqueren, scheiterte 1996 dramatisch. Der letzte Wassertropfen war verbraucht. Der Abenteurer, den als 16-/17-Jährigen Sehnsuchtsliteratur von Sven Hedin und anderen von eigenen Expeditionen träumen ließ, wäre fast verdurstet und erreichte nur noch kriechend die rettende Wasserstelle. Damals habe er sich geschworen, „nie wieder Wüste“.

Erst das Angebot einer Managergruppe, die in der Wüste Teamerfahrung sammeln wollte, ließ ihn rückfällig werden. Obwohl er deren Anliegen „absurd“ fand, ließ er sich schließlich darauf ein und entwarf eine Route, die die Gruppe über einen 40 Kilometer breiten, teilweise besiedelten Korridor mit Salzseen 100 Kilometer tief in die Wüste zu einem kleinen buddhistischen Kloster führte. Baumann sammelte weiteres Wüstenwissen, optimierte Ausrüstung und Strategie und wagte schließlich erneut den Alleingang durch die Gobi. Heute spricht er vom „Erfahrungsschatz des Scheiterns“ und sieht das 1996 gewonnene Wissen als wichtigsten Schritt zum erfolgreichen zweiten Anlauf des Jahres 2003.

Intuitive Wissensquellen wahrnehmen und vertrauen

Und noch etwas hat die Wüste den 55-Jährigen gelehrt: In Situationen, in denen der Verstand nichts mehr beitragen konnte, musste er seinen Instinkten vertrauen. „Wenn ich zum x-ten Mal auf einem Sandberg stand und vergeblich nach Wasser Ausschau hielt, musste ich mich ohne irgendein sichtbares Zeichen für eine Richtung entscheiden.“ Die Wüste habe ihn mit dieser intuitiven Wissensquelle wieder in Berührung gebracht und ihn gelehrt sie wahrzunehmen und ihr zu vertrauen. Auch von dieser Erfahrung, meint Baumann, könnten Führungskräfte lernen - ohne dafür gleich ihr Leben aufs Spiel setzen zu müssen, wie er selbst es getan hat.

Auch bei seinen aktuellen Plänen zieht es Baumann, dem „nie einfallen würde", seinen lebensbedrohlichen Wüstenmarsch zu wiederholen, wieder nach Asien. Unter dem Namen „Silkroad Experiences - Roads of Dialogue“ startet Mitte 2011 von Deutschland aus eine Karawane aus Künstlern und Sportlern nach Shanghai. Drei Monate und 17.000 Kilometer lang soll der Tross mit etwa 35 Teilnehmern auf der historischen Seidenstraße unterwegs sein. In Orten an der Strecke wie Venedig, Istanbul oder Samarkand lädt eine mobile Bühne in Form einer Jurte zum Besuch von Konzerten, Diskussionen und anderen Aktionen.

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local lounge Stuttgart: „Empfänglich für großspurige Projekte“

mm: Viele schauen auf die pulsierenden BRIC-Länder, vor allem auf China - ist es ein Fehler, die Golfregion links liegen zu lassen?

von Dosky: Aus meiner Sicht ist die Golfregion durchaus ein interessanter Wirtschaftsraum, verbindet sie doch Europa und Asien. Die Region hat einen hohen Lebensstandard bleibt aber dennoch sehr attraktiv sei es aufgrund des hohen Wettbewerbsvorteils in Sektoren wie Petrochemie, Services und Logistik, sei es durch den Bau wichtiger regionaler Umschlagsplätze mit Ziel Afrika und Asien.
Mittlerweile verfolgen die arabischen Staaten vor allem der Golfregion eine sehr ausgeklügelte Industriepolitik. Katar zum Beispiel hat der Hochtechnologie den Vorrang eingeräumt, die Chemieindustrie ausgebaut sowie Automotive- und Komponentenindustrie, ebenso Bildungseinrichtungen und Forschungsstätten - mit einem klaren Fokus auf Knowhow-Transfer aus dem Westen und Schaffung von Arbeitsplätzen.

Portrait-Doris-von-Dosky

mm: Sind einige der Märkte nicht schon übersättigt?

von Dosky: Zwar ist der Markt dort nahezu gesättigt, dennoch gibt es weiterhin interessante Nischenplätze für Qualitätsanbieter und vor allem im Hochtechnologiebereich bieten sich gute Möglichkeiten. Hinzu kommt, dass die Region gerade für mittelständische Unternehmen ein guter erster Schritt in den asiatischen Raum sein kann mit recht lockeren Vorschriften und vereinfachten Genehmigungsverfahren sowie aus europäischer Sicht sehr westlichem Lebensstil, der es erleichtern dürfte Mitarbeiter ins Ausland zu locken.
Zudem findet man in der Golfregion zahlreiche Geschäftspartner aus den BRIC-Ländern, die speziell auch die Vereinigten arabischen Emirate als Standbein zur Verbindung nach Europa nutzen, also ein durchaus günstiger Standort um Kontakte zu knüpfen, die ersten Geschäftsbeziehungen in die BRIC-Länder aufzubauen bevor man den wesentlich schwierigeren Schritt der Ansiedlung in diesen Länder geht.

mm: Da Sie die BRIC-Länder schon ansprechen - welche Vorteile bietet die Golfregion zum Beispiel gegenüber China?

von Dosky: Für die Golfregion sprechen neben der geographischen Lage eine Reihe von Faktoren, wie die gelockerten Vorschriften und vereinfachte Genehmigungsverfahren, die zahlreichen Freihandelszonen, die steigende Diversifizierung und die robuste Wirtschaft. Dazu kommt die hervorragende Infrastruktur, die Attraktivität des Arbeitsort für ausländische Arbeitnehmer und das große Angebot qualifizierter Arbeitskräfte aus der ganzen Welt. Außerdem ist der Schutz des geistigen Eigentums sowie von Patenten und Warenzeichen gewährleistet. Die Region ist steuerlich attraktiv; attraktiv ist auch die Nähe zu den Wachstumsmärkten in Asien, Europa und Afrika. In diesem Gebiet leben insgesamt mehr als 3,2 Milliarden Menschen mit einem Bruttoinlandsprodukt von über 18 Billionen US-Dollar. Und ein weiteres Bonbon ist die geplante Währungsunion von Königreich Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und Bahrain.

mm: Und die Risiken?

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