manager-lounge Newsletter Mai 2011

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Vorndran, Philipp

Mit Gold der Vermögensvernichtung trotzen

Die Inflation kommt - und jeder sollte sein Vermögen wetterfest machen. Dazu gehören auch Edelmetalle, sagt Philipp Vorndran, Anlagestratege der Vermögensverwaltung Flossbach & von Storch, gegenüber der manager-lounge. Und erklärt, was man von der Türkei lernen kann. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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Rotthaus_Jochen-A

„Dank an Uli Hoeneß“

Fußball ist weit mehr als nur ein Sport - es ist Leiden und Lust. Und ein Geschäft. Exklusiv sprach die manager-lounge darüber mit Jochen Alexander Rotthaus, dem Geschäftsführer von 1899 Hoffenheim. »weiterlesen

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Gross

„Hat nichts mit Seilschaften zu tun“

Bausteine für ein erfolgreiches Berufsleben gibt es viele. Beziehungsintelligenz gehört dazu, erklärt Managementberater Stephan F. Gross auf einer Veranstaltung der manager-lounge. »weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Wien, 16.05.2011, 18 Uhr

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Thema: Keine Gerechtigkeit - schon gar nicht in der Wirtschaft
Referent: Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Mathematiker, Buchautor und Denker

local lounge Zürich, 16.05.2011, 18:30 Uhr

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Thema: Die geheimen Regeln der Seilschaften - Netzwerken als Karriere- und Umsatzturbo
Referentin: Mag. Dr. Magda Bleckmann, Expertin für Karriere- und Netzwerkplanung, Autorin

local lounge München, 16.05.2011, 19 Uhr

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Thema: Ideen auf Knopfdruck - Entfalten Sie Ihr Potenzial
Referent: Peter Kürsteiner, Coach, Moderator, Autor

local lounge Nürnberg, 17.05.2011, 19 Uhr

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Thema: Wie Sie Fehler im internationalen Kundenkontakt vermeiden
Referentin: Friederike von der Marwitz, Inhaberin der Akademie „von der Marwitz“

local lounge Berlin, 18.05.2011, 19 Uhr

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Thema: Die nächste Stufe der Krise - Der Inflationsschock
Referent: Dr. Henrik Müller, stellvertretender Chefredakteur manager magazin

3. Bayreuther Ökonomiekongress, 19.05.2011 - 20.05.2011, 9 Uhr

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Thema: Top Speaker beim 3. Bayreuther Ökonomiekongress
Referenten: Prof. Dr. Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der
Deutschen Arbeitgeberverbände; Prof. Dr. Fredmund Malik, Malik Management;
Dr. Edmund Stoiber, Ministerpräsident a.D.; Dr. Rüdiger Grube, Deutsche Bahn;
Barbara Kux, Siemens AG; Dr. Stefan Tweraser, Google u.a.

Strategie-Dialog 2011, Frankfurt, 19.05.2011, 09:30 Uhr

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Thema: Strategie-Dialog 2011
Referent: Prof. Dr. Robert S. Kaplan, Professor Harvard Business School
und Management-Vordenker; Francis Gouillart, Präsident und Gründer
der ECC Partnership

Groß Offenseth-Aspern (Schleswig-Holstein), 19.05.2011, 18:30 Uhr

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Thema: Polo zur Probe - Ein Abend auf Gut Aspern
Referent: Christopher Kirsch, Teamcaptain der Deutschen
Polo-Nationalmannschaft, Instructor Grade 1, Besitzer des Gut Aspern

local lounge Düsseldorf, 19.05.2011, 19 Uhr

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Thema: Vortrag bei Porsche - Marketing im Premiumsegment
Referent: Andreas Henke, Marketingleiter bei der Porsche Deutschland GmbH

local lounge Stuttgart, 19.05.2011, 19 Uhr

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Thema: Nicht die meisten treffen, sondern die Richtigen
Referentin: Barbara Liebermeister, Expertin für BRM und Lobbying für Unternehmer

local lounge Barcelona, 20.05.2011, 12 Uhr

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Thema: Zu Gast - Sr. Ferran Soriano i Compte, Presidente de Spanair

local lounge Bielefeld, 24.05.2011, 19 Uhr

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Thema: Die ideale Führungskultur-Utopie oder Realität?
Referent: Jürgen Hesse, Autorenduo Hesse/Schrader, Karriere-Berater

local lounge Frankfurt, 24.05.2011, 19 Uhr

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Thema: Business Behaviour - Geschäftliche Umgangsformen
und Kundenkontakte
Referentin: Gabriele Schlegel, Geschäftsführerin Business Behaviour
(Institut für nationale und internationale Kommunikation)

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Mit Gold der Vermögensvernichtung trotzen

mm: Die jüngsten Griechenlandnachrichten, gefolgt von der Euroschwächung gegen den Dollar - wie groß sind die Gefahren für das Privatvermögen derzeit?

Vorndran: Ich bin überzeugt, dass die Regierungen die gigantischen Verschuldungsprobleme nicht durch Wachstum lösen können, Staatsbankrotte bleiben politisch nur in Ausnahmefällen gewünscht, folglich werden sie die Waffe der Inflation nutzen. Also müssen Anleger den Schutz ihres Vermögens gegen diese Entwertung absichern. Und das funktioniert unserer Meinung nach nur durch ein diversifiziertes Portfolio aus Edelmetallen, Qualitätsaktien und über Immobilien - in Form von Immobilienaktien, weil sie dann liquide sind. Auch ein paar Anleihen von Ländern, die rückzahlungsfähig und -willig sind, kann man beimischen.  

mm: Inzwischen muss man diesen Willen ja tatsächlich prüfen.

Vorndran: Auf jeden Fall! Das sind für uns übrigens Länder wie Norwegen, Australien oder Chile.  

mm: So einfach?

Vorndran: Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Es gibt nicht die ideale Anlage, das allein seligmachende Investment - nur die richtige Kombination ist es, die ein Portfolio wetterfest machen kann. Auf der Aktienseite zum Beispiel müssen es Qualitätsaktien sein, Aktien, die nicht von der Inflation umgepustet werden. Sie dürfen also nicht verschuldet sein, das Anlagevermögen, wie zum Beispiel die Maschinen, sollte in ihrem Eigentum stehen und das Unternehmen sollte stete Cashflows generieren können.

Insel der Seeligen?

mm: Aber Aktien implizieren ja immer ein gewisses Maß an Schwankungen.

Vorndran: Ja. In der Türkei gab es in den 90ern ja ein ähnliches Szenario mit steigender Inflation. Und es hat sich gezeigt, dass die oben genannte Kombination funktioniert. Allerdings muss man ein gewisses Maß an Volatilität akzeptieren. Wir haben dafür ein Sprichwort: "Ohne Vola keine Cola". Das ist natürlich sehr flapsig gesagt, aber der Kern ist wahr - nur wenn man ein gewisses Maß an Volatilität in Kauf nimmt, kann auch der Vermögenszuwachs funktionieren.  

mm: Wir sprachen über die Risiken - werden diese hierzulande eigentlich adäquat eingeschätzt oder wähnt man sich in Deutschland auf der Insel der Seeligen?

Vorndran: Ein wichtiger Punkt. In unseren Augen gibt es derzeit zwei Gefahren. Die eine liegt darin, dass die Regierungen beschließen, es auf europäischer Ebene so zu halten wie Deutschland beispielsweise mit Bremen, d.h. eine dauerhafte Transferunion zu schaffen. Die andere Gefahr sind die Lasten der Altersvorsorge und des Sozialsystems. Dafür muss der Staat (d.h. der Steuerzahler) in Deutschland nach Berechnung der Bundesregierung im Jahr 2030 mehr als 80 Milliarden Euro pro Jahr zuschießen. Im Gegensatz zur erstbenannten Gefahr, die wir noch verhindern können, tritt letztere mit hoher Wahrscheinlichkeit ein. Und das haben längst nicht alle so realisiert.  

mm: Welche Konsequenzen hat eine falsche Aufstellung des Vermögens in so einem Umfeld?

Vorndran: Da ist die große Gefahr des Kaufkraftverlustes. Die meisten Menschen denken vor allem daran, ihr Kapital nominal zu erhalten. Ein Fehler, denn selbst eine Inflation von zwei Prozent wirkt, wenn man nur zwei Prozent Zinsen vereinnahmt, nach Steuern vermögensvernichtend. Wenn mich Kunden und Freunde fragen, wo man sich über solche Prozesse schlau machen kann, sage ich immer, sprecht doch einmal mit euren türkischen Freunden, welche die Erfahrung langer Hochinflationsphasen haben. Diese berichten dann, dass sie natürlich ihre Staatsanleihen und Lebensversicherungen zurückgezahlt bekommen haben - aber große Sprünge konnten sie damit nicht mehr machen. Zugespitzt gesagt, haben sie damit eine gute Tasse Kaffee trinken können.

Gold und Silber bleiben wichtig

mm: Sie erwähnten die Edelmetalle - sind die jüngsten Rücksetzer gerade vom Silber Warnschüsse für das Platzen einer möglichen Blase? Oder war das eher den regulatorischen Änderungen geschuldet?

Vorndran: Für Silber hatten wir zu Beginn des Jahres ein Kursziel von 45 Dollar festgelegt, das erreicht wurde. Nicht ganz überraschend kam es jüngst zu einem deutlichen Kursrutsch, doch der ist in meinen Augen nur eine Korrektur. In den kommenden Monaten mag Silber eher Trading-Gelegenheiten bieten, aber mittelfristig bleiben die Edelmetalle wie Gold und Silber interessant, denn immerhin geraten die Papierwährungen unter Druck. Und das treibt die Menschen in das finale Geld, wie Gold aber auch Silber.  

mm: Sind die Zeiten des "einfachen Geldes" an der Börse vorbei? Und was bedeutet das für Anleger?

Vorndran: Zeiten einfachen Geldes gibt es an der Börse nie, das scheint nur in der Rückschau so. Wer zum Beispiel Anfang 2009 wieder in Aktien eingestiegen ist, hat es sich ganz bestimmt nicht leicht gemacht - und dies auch nicht als leicht empfunden. Meine Botschaft lautet eindeutig, dass die Investoren in Zukunft mit einem gut diversifizierten Portfolio aus Sachwerten am besten fahren, denn nur Realwerte erhalten ihnen die Kaufkraft.

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Dank an Uli Hoeneß

mm: Herr Rotthaus, als Geschäftsführer eines Bundesligavereins - da prallen die Welten der überbordenden Emotionen und des nüchternen Geschäfts aufeinander, oder?

Rotthaus: Auf jeden Fall. Das ist ein Spagat, ein Spannungsfeld, in dem man sich dort bewegt. Auf der Emotionsseite - Sie bekommen unglaublich viel Zuspruch nach einem Sieg, so viel Freude. Das lesen Sie in den Mails, aber auch beim Bäcker ist das zu spüren. Die Verkäufer strahlen Sie an, wenn Sie die Croissants holen. Beim Misserfolg wiederum ist es sehr hart, die Menschen sind auch da deutlich. Dann bekommt man auch mal bitterböse Briefe. Aber das ist im Profisport nun einmal so.

mm: Zumal Ihre Kunden, die Fans, vermutlich auch um Längen fanatischer sind als die Käufer eines Grills im Baumarkt.

Rotthaus: Ja. Da kann man eine Schraube nachziehen, wenn es nicht funktioniert und das Problem ist gelöst. Im Fußball nicht. Entsprechend hart ist dann eben ein Misserfolg.

Sport ist mehr als Geschäft

mm: Und das "schnöde" Geschäft?

Rotthaus: Es muss alles finanzierbar sein, das ist die Kernfrage. Sicherlich ist ein Ribery ein toller Spieler - man kann froh sein, dass er in der Bundesliga spielt -, aber er muss eben auch durch hohe Vermarktungserlöse gegenfinanziert werden. Die Waage zwischen Kommerzialisierung und der Fußball-Romantik muss im Einklang sein.

mm: Das klingt ja fast nach Uli Hoeneß ...

Rotthaus: Man muss ihm dankbar sein für seine Wutrede, als er den Fans sagte, sie sollten sich einmal fragen, wer da wen und wessen Tickets subventioniert. Freier Eintritt und gleichzeitig der Wunsch nach Weltklassespielern wird leider nicht funktionieren.

Glaubwürdigkeit auf beiden Seiten, das zählt. Fans und Verein müssen sich aufeinander verlassen können. Als wir unser Stadion neu gebaut haben, hatten wir eine 360-Grad-Beteiligung, alle konnten mitreden. Wir haben die gleichen Materialen überall verwendet, im VIP-Bereich wie im Normalbereich. Das wird auch akzeptiert. Brandlöcher in den Sitzen oder sonstige Zeichen des Missfallens, das finden Sie bei uns zum Glück nicht.  

mm: Ein ziemliches Spannungsfeld im Vergleich zu normalen Unternehmen.

Rotthaus: Das ist für mich aber genau das, was es ausmacht. Unsere Neuanträge auf Mitgliedschaft korrelieren zum Beispiel eng mit dem sportlichen Erfolg. Das gibt es wohl nur im Fußball.

mm: Sprechen wir einmal über Geld - in anderen Ligen ist es inzwischen normal, dass sich Investoren einkaufen. Für Sie ein Problem?

Rotthaus: Seit es in der deutschen Liga die 50-plus-1-Regel gibt, ist das in Deutschland kein Thema. Zumindest derzeit nicht.

Dietmar Hopp als Mäzen

mm: Zumal Sie ja mit Herrn Hopp einen solventen Mäzen haben.

Rotthaus: Hier geht es nicht um reines Kalkül, sondern um die Förderung und die Hingabe für eine ganze Region. Beispielsweise um die Infrastruktur und um die Kinder- und Jugendförderung, wozu der Sport ja besonders gut geeignet ist. Herr Hopp investiert mit leidenschaftlichem Engagement in vier Sportarten.

mm: Wer vertritt den Verein eigentlich nach außen, Sie oder der Trainer?

Rotthaus: Die Gesichter eines Vereins, das sind vornehmlich die auf der Trainerbank. Wir, die Geschäftsführer, sorgen für optimale Rahmenbedingungen, sind für die strategische Unternehmensführung verantwortlich und steuern sämtliche Prozesse.

mm: Ist Hoffenheim eine Blaupause für andere Vereine, vielleicht sogar für ganz andere Wirtschaftszweige?

Rotthaus: Sicherlich gibt es bei unserem rasanten Aufstieg Elemente, die sich andere Unternehmen zu Nutze machen können. Wir verfolgen unsere Vision und Strategie sehr konsequent und lernen dabei aber auch von anderen Vereinen und Firmen. Heutzutage muss man über den Tellerrand  hinausschauen, um seine Innovationskraft hochzuhalten.

mm: Und Ihr Vorbild?

Rotthaus: Es gibt eine Reihe gut geführter Bundesligavereine. Der VfB Stuttgart, bei dem ich als Geschäftsführer gewesen bin, ist zum Beispiel ein sehr gut geführter Verein. Wir pflegen zu einer ganzen Reihe von Vereinen enge Kontakte und tauschen uns permanent partnerschaftlich aus.

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„Hat nichts mit Seilschaften zu tun“

mm: Freunde und Verbündete im Berufsleben, dies klingt fast ein bisschen nach "old-boys-network", nach der Deutschland-AG. Was ist das, was Sie "Beziehungsintelligenz®" nennen?

Gross: Beziehungsintelligenz® ist die Fähigkeit zu einem klugen, gekonnten und gewinnenden Umgang mit Menschen. Mit der Schaffung von Seilschaften hat das nichts zu tun. Es geht vielmehr darum, andere Menschen wertschätzend zu behandeln, sie bei ihren Zielen voranzubringen und ihnen zu zeigen, dass man ihre Persönlichkeit respektiert. Wem das gelingt, der wird im Gegenzug die Verbundenheit und Unterstützung seiner beruflichen Partner gewinnen.

mm: Nach welchen Kriterien muss ich mir Freunde und Verbündete aussuchen?

Gross: Die Formulierung „Freunde und Verbündete“ ist auch bildlich gemeint und beschreibt die Bestform der Beziehungsqualität. Auf dem Wege dorthin gibt es viele Abstufungen. „Positive Beziehungen“ zu einem schwierigen Partner können beispielsweise darin bestehen, dass er sich in Verhandlungen einem selbst gegenüber weniger fordernd verhält, als es sonst seine Art ist. Bei der Wahl echter Freunde und Verbündeter würde ich auf zwei Faktoren achten - auf den Charakter und auf die fachliche Kompetenz der jeweiligen Person.

mm: Wie stehen Deutschlands Arbeitnehmer in dieser Disziplin im internationalen Vergleich da?

Gross: Ein internationaler Vergleich bei der Qualität der internen Zusammenarbeit ist nicht ganz einfach. Wie hier die Lage ist, hängt sicher entscheidend vom Führungsstil in der jeweiligen Organisation ab. Untersuchungen beweisen, dass Faktoren wie Anerkennung und Fairness für Mitarbeiter sehr oft wichtiger sind, als finanzielle Anreize. Wenn diese Faktoren fehlen, dann leidet nicht nur die Motivation, sondern auch die Kollegialität. Im Umgang mit Kunden, bei der persönlichen Einsatz- und Servicebereitschaft, lässt sich aber gewiss noch einiges aus anderen Ländern lernen.

Auch Grummler haben Chancen

mm: Was ist der Erfolg einer praktizierten "Beziehungsintelligenz®"?

Gross: Ein entscheidender Nutzen besteht darin, dass man eine Vorzugsstellung im Wettbewerb gewinnt. Wer die Verbundenheit, Loyalität und Sympathie seiner Kollegen oder Kunden besitzt, erreicht seine Ziele weit schneller. Und die Arbeit macht ihm mehr Freude. Das Gleiche gilt aus Unternehmenssicht. In vielen Branchen gleichen sich die Produkte und Sachleistungen immer mehr an. Was einem Unternehmen dann als Differenzierungsmöglichkeit bleibt, ist die Kommunikations- und Kooperationsqualität, die es seinen Partnern liefert.

mm: Wie groß ist die Sorge Ihrer Zuhörer, sich "verbiegen zu müssen“?

Gross: Authentizität spielt bei Beziehungsintelligenz® eine große Rolle. Deshalb geht es auch nicht darum, sich verbiegen zu müssen. Nehmen Sie als Beispiel interne Streitigkeiten oder Machtkämpfe. Hier kommt es darauf an, die eigene Position entschlossen und notfalls hart zu vertreten - aber eben ohne sich dazu hinreißen zu lassen, den anderen zu beleidigen oder ihm sein Gesicht zu rauben. Tut man es doch, macht man sich angreifbar und verspielt zudem jede Chance auf einen Kompromiss.

mm: Kann ich grummelig sein, und trotzdem "beziehungsintelligent" handeln?

Gross: Ja. Sofern man seinen Partnern die Gewissheit gibt, dass sich die eigene „Grummligkeit“ nicht gegen sie richtet, sondern ein Charakterzug ist. Letztlich kommt es auf die Taten an, beispielsweise auf die gezeigte Hilfsbereitschaft. Man sollte es aber auch nicht übertreiben. Wer täglich als „Abteilungsmuffel“ zu (negativer) Höchstform aufläuft und allen die Stimmung raubt, der macht nicht nur den anderen das Leben schwer, sondern insbesondere sich selbst.

mm: Gibt es Naturtalente - oder muss ich das mühsam lernen?

Gross: Beziehungsintelligenz® hat viel damit zu tun, zwischen sich und einem Partner eine „Win-Win-Situation“ zu schaffen. Die dafür erforderlichen Kommunikationsregeln und Verhaltensweisen kann man in der Tat lernen. Bestimmt gibt es Naturtalente, denen das aufgrund ihrer Empathie und Kommunikationsbegabung leichter fällt. Gleichzeitig hat ein gewinnender Umgang mit anderen Menschen aber eine so große Bedeutung, dass man die Fähigkeit dazu täglich trainieren sollte. Es lohnt sich!

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