manager-lounge Newsletter Mai 2013

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Die Clubangebote der manager-lounge: Neben zahlreichen Veranstaltungen bietet die manager-lounge auch interessante Workshops und Seminare sowie freizeitorientierte Clubangebote an. Nutzen Sie die besondere Atmosphäre auch, um neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu vertiefen. Zu finden unter Veranstaltungen > Clubangebote. »mehr

Welche Themen interessieren Sie? Die manager-lounge zeichnet sich durch seine zahlreichen Veranstaltungen mit hochkarätigen Referenten aus. Haben Sie ein Thema, das Sie besonders interessiert, oder eine Referenten, den Sie gern in der manager-lounge sehen würden? Wir freuen uns auf Ihre Anregungen unter contact@manager-lounge.com. »mehr

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Lars Sudmann

Kurze Rede, langer Sinn

Reden heißt, die Zuhörer zu informieren und zu unterhalten - und sich kurz zu fassen. Genau daran scheitern Viele. Müssen sie aber nicht, sagt Rethorik-Trainer Lars Sudmann. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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Albert-Mirko

Der heimliche Schraubstock fürs Vermögen

Gute Zeiten für den Fiskus - eine moderate Inflation lässt die Last der Schulden sinken. Doch für Sparer und Anleger hat genau dieses Vorgehen eine dunkle Seite. Die finanzielle Repression nagt an ihrem Vermögen. In aller Stille. »weiterlesen

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Klingenberg-Christoph

"Von wegen munter Werbebotschaften senden!"

Viele Unternehmen stolpern nur so durch die sozialen Netzwerke wie Facebook & Co. - und bekommen die Quittung als "gesalzenen Kommentar", so sagt es Christoph Klingenberg, Senior Vice President & CIO Information Management der Deutschen Lufthansa. Doch es geht auch anders. »weiterlesen

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Terminvorschau

Barcelona, 10.05.2013

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Referent: Dr. Joachim Rücker,
Botschafter, Chefinspekteur des Auswärtigen Amtes, Berlin

Berlin, 13.05.2013

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Thema: Infrastruktur in Algerien / Marokko / Tunesien
Referenten: u. a. Botschafter Algerien, Marokko, Tunesien;
Moderation durch Michael Lüders,
Stellv. Vorsitzender Vorstand Deutsches Orient-Institut u.v.m.

Hamburg, 13.05.2013

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Thema: Konzert in der Laeiszhalle "Avishai Cohen Trio & Strings: Around the World"

Hamburg, 14.05.2013

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Thema: Über den Wolken - manager-lounge im Flugsimulator A 320

Berlin, 15.05.2013

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Thema: Chile, ein Weinbauparadies
(inkl. Weinverkostung Premium-Weingut Viña Errázuriz)
Referent: Rodrigo Plass, Regional Director Europa, Chadwick Wines Gruppe

München, 16.05.2013 - "business breakfast"

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Thema: Persönlichkeit, Haltung und die Verantwortung von Eliten
Referent: Dr. Thomas Tomkos,
Country Manager Deutschland, Russell Reynolds Associates

Düsseldorf, 16.05.2013

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Thema: Die 4 Dimensionen des Leadership-Running - Laufen als Führungsinstrument
Referent: Andreas Butz, Ex-Manager, Erfolgsautor, über 100-facher Marathonläufer

Stuttgart, 16.05.2013

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Thema: Erfolgsfaktor Kommunikation - der große 7-Prozent-Irrtum
Referent: Dr. Klaus-Ulrich Moeller, früherer PR-Chef z.B. Lufthansa,
TUI, PricewaterhouseCoopers, selbstständiger Key-Note-Speaker, Trainer und Berater

Frankfurt, 16.05.2013

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Thema: Social Media und Innovationsmanagement (Beispiel Lufthansa)
Referent: Christoph Klingenberg, CIO Lufthansa Passage

Hamburg, 22.05.2013

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Thema: Talkabend mit Arno Balzer, Chefredakteur manager magazin, "Lust auf Macht"
Referenten: Moderation durch Dr. Arno Balzer, Chefredakteur manager magazin,
Gäste: Andrea Och, Katharina Daniels, Autorinnen "Lust auf Macht"

Zürich, 23.05.2013

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Thema: Metropolitan-Regionen - Sprengsatz oder Chimäre?
Referent: Prof. Dr. Alain Thierstein, Lehrstuhl für Raumentwicklung
an der TU München, Partner bei Ernst Basler + Partner AG

Hamburg, 23.05.2013

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Thema: Konzert in der Laeiszhalle "Kammermusik"
Interpreten: Elias String Quartet, Jonathan Biss, Klavier

Hannover, 30.05.2013

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Thema: Die Finanzielle Repression und ihre Auswirkungen
Referent: Mirko Albert, Dozent der Frankfurt School of Finance & Management,
Mitglied Prüfungskommission der Industrie und Handelskammer Hannover

Nürnberg 06.06.2013

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Thema: Management im Spannungsfeld (am Beispiel Tiergarten Nürnberg, inkl. Führung)
Referent: Dr. Dag Encke, leitender Tiergartendirektor Nürnberg

Körner (Thüringen), 06.06. - 09.06.2013

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Thema: Kreativität - ein Wochenende im Kloster

Düsseldorf, 11.06.2013

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Thema: Innovativ Präsentieren für Führungskräfte - Komplexität klar und
einfach darstellen
Referent: Lars Sudmann, Leiter Sudmann & Company,
Mitglied German Speaker Association, fünffacher belgischer Meister der Rhetorik

Berlin, 12.06.2013

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Thema: Networking kulinarisch - Spargelvariationen

Hamburg, 12.06.2013

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Thema: Das Ende des Marketings - neue Strategien für den vernetzten Konsumenten
Referent: Holger Lietz, Vice President Consumer Card Marketing, American Express

Bayreuth, 13.06. - 14.06.2013

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Thema: 5. Bayreuther Ökonomiekongress
Referenten: u. a. Dr. Kurt Bock, Vorsitzender des Vorstands, BASF SE;
Kathrin Menges, Mitglied des Vorstands, Henkel AG & Co. KGaA;
Dr. Marion Schick, Mitglied des Vorstands, Deutsche Telekom AG;
Dr. Alexander Dibelius, Managing Director, Goldman Sachs

Hamburg, 13.06. - 14.06.2013

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Thema: 2 Tages-Workshop "Wirksam Führen in schwierigen Zeiten"
Referentin: Astrid Posner, Schauspielerin, Kommunikationswissenschaftlerin,
Coach für Führungskräfte

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Kurze Rede, langer Sinn

mm: Worin besteht eigentlich das Kernproblem einer klaren Rede - ich vermute mal nicht Nuscheln?

Sudmann: Das Kernproblem einer klaren Rede liegt meines Erachtens darin, sich bewusst zu machen, was man eigentlich mit der Rede erreichen möchte. Und das besonders in Bezug auf die ja meistens nur kurze Zeit, die man zur Verfügung hat. Redner im Geschäftsalltag sprechen typischerweise über ein Thema, mit dem sie sich seit Monaten, wenn nicht Jahren, beschäftigen - und etwas wegzulassen, fällt dann Vielen schwer. Das Resultat: unklare Reden und volle Folien. Der beste Weg zu einer klaren Rede ist ein klares Ziel. Ich empfehle daher, vor der Präsentation den folgenden Satz mit nicht mehr als 20 Wörtern zu vervollständigen: "Am Ende der Präsentation möchte ich, dass …".

mm: Wie schwer ist es, sich aus der Fachmannspose zu lösen, die für andere ja oft unverständlich ist? Also der mit Fachtermini überladenen Welt der Anwälte, Ärzte und so weiter?

Sudmann: Das fällt in der Tat gerade vielen Experten schwer. In meiner Arbeit mit Fach- und Führungskräften merke ich allerdings häufig, dass es eher fehlende Wahrnehmung ist. Viele merken gar nicht, dass sie nicht verstanden werden, da sie es gar nicht für möglich halten, dass jemand die Termini nicht kennt - für den Vortragenden selber sind sie ja in Fleisch und Blut übergegangen. Dann gilt es, sich immer genau zu überlegen, welches Vorwissen das Publikum mitbringt. Und sich selber überprüfen kann man beispielsweise dadurch, dass man sich mit einem Bekannten oder dem Team nach einem Vortrag zusammensetzt und eine Nachbesprechung durchführt. Oder einen Feedbackbogen austeilt mit der Frage: Waren Ausdrücke unklar? Es geht ja auch nicht darum, die Termini vollständig zu eliminieren, sondern eher darum, die Zuhörer abzuholen.

mm: Welchen Anteil an einer guten Präsentation hat die Vorbereitung, welchen Anteil die "Performance" am Tag X?

Sudmann: Das hängt natürlich von Fall zu Fall ab. Generell sehe ich allerdings besonders bei Führungskräften, dass der Vorbereitung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Damit wird jedoch das Fundament eines jeden guten Vortrags gelegt. Ein Problem ist, dass viele Manager Vorbereitung mit "PowerPoint-Folien überarbeiten" gleichsetzen. Gute Vorbereitung ist aber mehr, beispielsweise auch, einmal den Vortrag zu üben. Und damit meine ich nicht nur, die Folien anzuschauen. Besonders wirksam ist auch, die Präsentation einmal laut vorzutragen, am besten im Stehen vor Kühlschrank, Hund, Partner oder wem auch immer. Dieses lebhafte Ausformulieren hilft enorm, um später einen flüssigen Vortrag zu halten. Man merkt dabei auch, wo noch Ungereimtheiten sind und kann diese überarbeiten.

mm: Warum gibt es eigentlich so wenig gute Präsentatoren, die mit leichter Hand das Wichtigste darstellen können?

Sudmann: Dafür gibt es sicher eine Vielfalt von Gründen. Einer ist, denke ich, in dem oft vorherrschenden Konzept des geborenen Redners zu finden. Viele denken: "Das ist halt so, entweder man kann's oder nicht", ein wenig so, wie Körpergröße etwas Gegebenes ist. Und wenn ich es nicht kann, brauche ich es auch nicht zu üben. Redefähigkeit gleicht aber meines Erachtens eher einem Muskel, den man entwickeln kann. Fast jeder kann durch fokussiertes Üben immer besser werden. Diese Chance verpassen allerdings viele, weil sie andere nicht nach Feedback fragen, nicht genug üben und für ihre Präsentation keine klaren Ziele setzen.

mm: Wenn Sie nur einen Tipp vor einer Präsentation geben dürften - welcher wäre das und warum?  

Sudmann: Wenn ich den Tipp ganz am Anfang geben würde: Fangen Sie mit Papier und Bleistift (oder iPad und so weiter) an, und schreiben Sie sich zuerst Ihr Ziel und dann Ihre drei bis sieben Kernaussagen auf. Sprechen Sie diese mit Vorgesetzen, Kollegen etc. ab - und öffnen Sie erst danach PowerPoint, Keynote oder Prezi, um sich über Folien Gedanken zu machen.

mm: Früher hieß es lapidar, sprich klar und langsam - heute gibt es Konferenzen und Formate wie TED. Was schaffen die für einen Nutzen?

Sudmann: Das TED-Format besteht ja im Kern darin, sein Thema in entweder 3, 9 oder 18 Minuten zu kommunizieren. Auch Nobelpreisträger kriegen nicht mehr Zeit. Von meiner eigenen Erfahrung als Redner bei zwei TED-Konferenzen weiß ich, dass dieses Format extrem frisch und inspirierend sein kann, aber auch sehr viel Vorbereitung bedarf. Goethe soll ja einmal gesagt haben: "Ich habe keine Zeit, Dir einen kurzen Brief zu schreiben, also schreibe ich einen langen". Ein Format wie TED legt den Fokus auf den Redner, sodass er oder sie sich extrem klar darüber wird, was erreicht werden soll. Jede Sekunde muss sitzen. Solche Formate sind übrigens mit der richtigen Vorbereitung auch im Unternehmensalltag in Teams gut einsetzbar. Das Verhältnis von Redezeit zu Diskussionszeit kann umgekehrt werden, und das sorgt dafür, dass mehr Zeit für echte Interaktion vorhanden ist. Und übrigens: Auch während einer dreiminütigen Rede sollte man klar sprechen …

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Der heimliche Schraubstock fürs Vermögen

mm: Finanzielle Repression - wie viele Menschen können sich derzeit etwas darunter vorstellen?

Albert: Es ist ein sehr theoretischer Begriff. Noch vor einem halben Jahr konnte sich der größte Teil der Menschen - meines Erachtens mehr als 80 Prozent - darunter nichts Konkretes vorstellen. Durch eine verstärkte mediale Berichterstattung sind nun mehr Menschen sensibilisiert. Fragt man diese allerdings nach konkreten Auswirkungen auf das eigene Vermögen, sind vielen die Konsequenzen nicht bewusst.

mm: Kann das Durchschnittsportfolio dem etwas entgegenstellen?

Albert: Diese Frage verstehe ich nicht. Als unabhängiger Vermögensverwalter agieren wir seit mehr als 16 Jahren konsequent nach dem konservativen Value-Ansatz. Einen Schwerpunkt bildet hier die Investition in Produktivkapital. Das hat in vergleichbaren historischen Situationen in Kombination mit Sachwerten einen sehr guten Schutz vor finanzieller Repression, also der "kalten Enteignung" geboten.

mm: Welche Rolle spielt dabei die Tatsache, dass viele Finanzberater sich derzeit wegducken und den Kunden nicht kontaktieren möchten?

Albert: Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, die Situation genau zu analysieren und intensiv mit seinen Mandanten zu besprechen. Dazu gehören natürlich auch unbequeme Wahrheiten. Aber genau das ist es, was der Kunde erwarten muss: Schließlich geht es um sein Vermögen, welches er anvertraut hat. Statt sich zu "ducken" wie Sie schreiben, halten wir es für wichtig, in besonders intensiven Gesprächen mit unseren Mandanten zu sein.

mm: Aber in der Praxis …

Albert: Viele Finanzberater in der Branche wirken überfordert und ziehen sich daher in schwierigen Situationen wie diesen eher zurück. Die Kunden stehen oftmals viel zu lange allein da. Statt die vorhandenen Kapitalanlagen zu controllen und auf den Prüfstand zu stellen, werden diese beibehalten oder stattdessen sogar Vertriebsaktionen am Kunden umgesetzt, die nur wenig mit einem systematischen Auseinandersetzen mit der aktuellen Situation zu tun haben.

mm: Als "advocatus diaboli" gefragt - ist finanzielle Repression nicht nur die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird, nach zum Beispiel Logistik oder Superzyklus Rohstoffe?

Albert: Ehrlich gesagt würde ich mich sogar darüber freuen, wenn es so wäre. Das Gegenteil ist der Fall: Die Finanzielle Repression ist nicht nur Zukunft, sondern sogar bereits Gegenwart. Die Entschuldung der Staaten zu Lasten der Anleger findet bereits statt. Zugegeben: Auf eine sehr elegante Weise. Ganz leise, ohne sogenannte Schockwellen. Daher ist das Thema auch noch in recht wenigen Köpfen präsent. Im Übrigen würde ich auch den Superzyklus Rohstoffe nicht als durchs Dorf getriebene Sau bezeichnen. Vielmehr haben wir diesen jahrelang eindrucksvoll erlebt und die weiterhin stark wachsende Weltbevölkerung sowie zunehmender Wohlstand im Bereich der bisherigen Entwicklungsländer wird unserer Meinung nach dafür sorgen, dass dieser Superzyklus auch wieder fortgesetzt wird.

mm: Was geschähe mit einem entsprechenden Portfolio, wenn der Druck der Schulden sänke?

Albert: Erlauben Sie mir eine Gegenfrage: Warum sollte der Druck der Schulden sinken? Wodurch könnte das Ihrer Meinung nach geschehen? Schulden müssen früher oder später bezahlt werden. Die Frage ist lediglich: Durch wen.

mm: Ja, durch wen …

Albert: Sollte man die Schuldenfrage dagegen schnell und nachhaltig in den Griff bekommen, wovon wir allerdings nicht ausgehen, dann würden Aktienmärkte sicher profitieren. Vorsicht ist dagegen für Rentenanleger geboten: Denn wenn die künstlichen Interventionen am Zinsmarkt nachlassen und die Märkte wieder sich selbst überlassen werden, sollten wir ein in der Regel deutlich höheres Zinsniveau sehen: Das würde in vielen Bereichen des Rentenmarktes zunächst Kursverluste bedeuten.

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"Von wegen munter Werbebotschaften senden!"

mm: Ein erster Eindruck - viele Unternehmen drücken sich ein wenig um das Thema Social Media. Gehen Sie d'accord? Und woran könnte das liegen; die Angst vor dem Kontrollverlust?

Klingenberg: Soziale Medien sind virtuelle Treffpunkte realer Menschen, da haben Unternehmen zunächst nichts zu suchen. Aber genauso wie sich schon seit Jahrtausenden bei solchen Treffpunkten Händler ansiedeln, so haben Unternehmen auch in den Sozialen Medien ihren Platz. Dann aber bitte klar abgegrenzt und kenntlich gemacht und keine als Nutzerbeitrag getarnte Werbung. Insofern sollten sich Unternehmen genau überlegen, wo sie wie präsent sein wollen. Für den Bereich Travel & Transport kann ich sagen, dass die meisten Unternehmen zumindest gute Ansätze in den Sozialen Medien zeigen.

mm: Was macht ein Unternehmen anders, das gute Social-Media-Arbeit leistet?

Klingenberg: Es begreift Social Media nicht einfach als neuen Marketing-Kanal, über den man munter Werbebotschaften senden kann, sondern als Kontaktmöglichkeit zum Interagieren mit Kunden. Also statt Einbahnstraßen-Kommunikation wie ein Radiosender eine Interaktion, bei der in den meisten Fällen der Kontakt vom Kunden ausgeht und nicht vom Unternehmen. Social-Media-Aktivität beginnt mit Zuhören.

mm: Besteht mit zunehmender Nutzung von Social Media die Gefahr der übergroßen Nähe zu Kunden? Ein Unternehmen ist ja kein "buddy", sondern ein Dienstleister, ein Produzent. Ist das also eine Illusion der Nähe? Oder kann es nicht nah genug am Kunden sein?

Klingenberg: Die Gefahr besteht tatsächlich, aber man bekommt dann auch sofort die Quittung in Form eines gesalzenen Kommentars zurück. Für Social Media gilt: Ein Unternehmen muss über alle Kanäle die gleichen Botschaften senden und darf sich bei den Sozialen Medien nicht in Kommunikationsebene wie unter Freunden begeben. Beispiel: Auf Twitter beschweren sich Kunden über Flugannullierungen aufgrund von Schneefall (das bisschen Schnee!), dann kann man auf sachliche Hintergrundinfos verweisen, die auch über andere Kanäle verfügbar sind, darf aber keinesfalls auf der gleichen Ebene (unheimlich viel Schnee hier, echt gefährlich!) antworten.

mm: Kann ein Unternehmen mit Social Media eigentlich wirklich punkten? Denn ist das Konzept schlecht gemacht, hagelt es Häme, ist es gut gemacht, erwirtschaftet es keinen messbaren Beitrag.

Klingenberg: Ein Engagement in Social Media rechnet sich nie! Deshalb sind die Budgets für Social-Media-Aktivitäten auch meist im Marketing angesiedelt, weil dort das Controlling aufgegeben hat, der sprichwörtlichen 50 Prozent sinnlos ausgegebener Mittel hinterherzujagen. Natürlich kann man versuchen, zusätzliche Verkäufe über zum Beispiel Facebook zu tracken, aber das engt die Sozialen Medien wieder auf die missverstandene Rolle des Verkaufskanals ein. Erfolgreiche Unternehmen nutzen Social Media vor allem für Service, Beratung und als Ideengeber für das Produktmanagement.

mm: Welche Rolle spielt die strategische Planung eines Unternehmens, was es erreichen will?

Klingenberg: Eine klare Zielformulierung im Rahmen der strategischen Planung ist Voraussetzung für den Erfolg. Wobei bescheidene qualitative Ziele angemessener sind als große quantifizierte. Denn Soziale Medien sind ihrer Natur nach schlecht planbar und immer für eine Überraschung gut.

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manager-lounge leaders network GmbH
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