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manager-lounge Newsletter Juni 2010

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Werner Kreuz

local lounge Hamburg: Überlebenstipps für die deutsche Industrie

Wird die Wirtschaftswelt nach der Krise genauso aussehen wie zuvor? Diese Frage stellt Werner Kreuz den Mitgliedern der manager-lounge. Die Antwort des erfahrenen A.T.-Kearney-Beraters heißt natürlich „Nein“. Es werde eine Menge Gewinner und Verlierer geben und frühestens im Jahr 2012 werde die deutsche Industrie wieder das Vorkrisenniveau von 2008 erreichen. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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Windpark

Zwiegespräch: „Investitionssicherheit für erneuerbare Energien“

Welcher Energiemix ist kosteneffizient und umweltschonend zugleich? Was können Unternehmen zu einem vernünftigen Umgang mit Ressourcen beitragen? Und wo ist die Politik gefordert? Mitglieder der manager-lounge diskutieren die großen Fragen der Energiepolitik. »weiterlesen

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greek flag

Umfrage: Griechische Tragödie auf europäischer Bühne

Griechenland war eines der ersten Länder der Euro-Zone, das von der eigenen Schuldenlast in die Knie gezwungen wurde. Nun demonstriert das Land Sparwillen - auch auf massiven Druck der internationalen Gemeinschaft. Doch eigentlich wünschen sich die vor allem die Deutschen etwas ganz anderes. »weiterlesen

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local lounge Wien: 14.06.2010, 18 Uhr

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Referent: Dr. Eva Dichand, Herausgeberin von HEUTE, Medienmanagerin des Jahres 2005

local lounge Düsseldorf: 15.06.2010, 19 Uhr

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Thema: Kommunikationstraining
Referent: Ute Sonnenberg, Eigentümerin vom Trainingsbüro Roho Ya Chui (Swahili für „die Seele des Leoparden“) in Kenia

local lounge Stuttgart: 17.06.2010, 19 Uhr

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Thema: Die nächste Stufe der Krise: Der Inflationsschock
Referent: Dr. Henrik Müller, stellvertretender Chefredakteur manager magazin

local lounge Barcelona: 18.06.2010, 12 Uhr

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Referent: Jürgen Weber, Vorsitzender des Aufsichtsrats Deutsche Lufthansa AG

local lounge Zürich: 21.06.2010, 18 Uhr

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Thema: Professionell auftreten vor Presse & Mitarbeitern
Referent: Dr. Stefan Wachtel, Senior Coach bei ExpertExecutive und Executive Coach einer zweistelligen Zahl von DAX 30-Vorständen

local lounge München: 22.06.2010, 19 Uhr

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Thema: Erfolgsfaktor Stimme - Überzeugend auftreten
Referent: Petra Ziegler, seit 1990 Management-Trainerin und Coach für Stimme Sprechen und Sprache

local lounge Frankfurt: 23.06.2010, 19 Uhr

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Thema: Persönlichkeitsentwicklung für Führungskräfte
Referent: Dr. Gerhard Hofweber, Gründer und Inhaber des Dr. Hofweber-Instituts, Geschäftsführer der weissen zwerge und akademischer Rat für Philosophie am Lehrstuhl für Philosophie mit Schwerpunkt Ethik an der Universität Augsburg

local lounge Nürnberg: 24.06.2010, 19 Uhr

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Thema: Die hochproduktive B2B-Vertriebsorganisation
Referent: Siegfried Kreuzer, C.E.O. KP2 GmbH, Kreuzer & Partners

local lounge Wien: 30.06.2010, 18 Uhr

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Thema: Networking zum Kennenlernen in der Galerie KoKo
Referent: alle teilnehmenden Personen

local lounge Düsseldorf: 08.07.2010, 19 Uhr

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Thema: Machtpolitik in Unternehmen
Referent: Markus Olbert, Senior Vice President Corporate Human Resources der Fresenius SE

local lounge Frankfurt: 08.07.2010, 19 Uhr

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Thema: Dank gutem Risikomanagement erfolgreich in der Krise
Referent: Dr. Werner Gleißner, Vorstand der Future Value Group AG und Leiter der Risikoforschung der Marsh GmbH

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local lounge Hamburg: Überlebenstipps für die deutsche Industrie

„Bis dahin muss der Standort Deutschland nachhaltig restrukturiert werden“, fordert Kreuz. Wie das am besten zu bewerkstelligen sei, zeigt er am Beispiel der Chemiebranche. Diese musste im vergangenen Jahr starke Einbrüche in allen Bereichen hinnehmen. So sackte der Auftragseingang im ersten Halbjahr um 21 Prozent ab, die Produktion ging um 16 Prozent zurück, der Export gar um ein Viertel.
Das machte sich sofort auch bei den Investitionen bemerkbar, hier gab es einen Rückgang von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Negativfolgen für das Gesamtjahr waren bei den führenden deutschen Chemiekonzernen mehr als deutlich: Minus 20 Prozent beim Umsatz und minus 17 Prozent beim Gewinn. Lediglich die Beschäftigungszahlen blieben nahezu konstant - vor allem dank der Kurzarbeit.

„Trotzdem hat die deutsche Chemieindustrie in den vergangenen fünf Jahren besser abgeschnitten als der Wettbewerb“, berichtet Kreuz. Besonders beim Wertewachstum, der „Compound Annual Growth Rate“ (CAGR), lagen Unternehmen wie Bayer in den Jahren 2005 bis 2009 über dem Branchendurchschnitt. „Darüber hinaus zeigen die Wachstumskerne der Chemieindustrie ein signifikantes Beschäftigungs- und Umsatzpotential auf“, so Kreuz.

Zu diesen Wachstumskernen gehört beispielsweise die „Weiße Biotechnologie“. Bei der industriellen Produktion organischer Grund- und Feinchemikalien sieht die Beratungsgesellschaft A.T.Kearney bei der Beschäftigungsentwicklung bis zum Jahr 2013 ein Potenzial von 135 Prozent, beim Umsatz sogar 146 Prozent. Noch höher fallen diese Werte für die Nanotechnologie aus.

„Das sind alles positive Zukunftsaussichten“, sagt Kreuz, „doch wichtig ist, dass die Unternehmen die strukturellen Veränderungen der Krise annehmen“. So haben die chemischen Rohstoffmärkte einen weitaus stärkeren globalen Zuschnitt erhalten, es treten vermehrt staatlich finanzierte M&A-Aktivitäten aus Asien am Markt auf und es kommt zu einem Wegfall von schwächeren Firmen.

Für all diese drei Entwicklungen sollten die hiesigen Chemieunternehmen vorbereitet sein. „Die Kapazitäten zur Rohstoffproduktion müssen weiter ausgebaut werden“, lautet daher ein Rat von Kreuz. So sei der Aufbau globaler Sourcing-Aktivitäten zur Identifikation wichtiger Liefermärkte unumgänglich genauso wie ein möglichst perfektes Marktwissen zur Nutzung kurzfristiger Marktopportunitäten.

„Auf dem Übernahmemarkt lautet die Devise 'Schütze dich selbst'“, so Kreuz. Hier rät er zu einer bewussten Ausnutzung neuer Akteure hin zu einer aktiven Portfoliobereinigung. Es sei wichtig, neue Investoren aktiv anzusprechen, um Partnerschaften zu schließen und eigene Vorteile zu sichern. Gleichzeitig müssten Nischen, bei denen die Verteidigung gegenüber möglicher Übernahmen sinnvoll und durchführbar ist, abgesichert werden.

In Sachen Marktrestrukturierung sei es zudem ratsam, die Komplexität im Konzern zu reduzieren. So müsse das gesamte Produkt- und Kundenportfolio genauso in Frage gestellt werden wie viele einzelne Unternehmensteile. Hinzu kommen ein aktives Preismanagement sowie das Anpassen der Organisationsstrukturen und der Lieferantenbeziehungen“. Tipps, die nicht nur für die Chemiebranche gelten, sondern für alle Industrieunternehmen, die sich im globalen Wettbewerb befinden.

Speziell für die Chemieindustrie sind jedoch die Aussichten, die Kreuz den Mitgliedern der manager-lounge mit auf dem Weg gibt: „Der asiatische Markt wird bis zum Jahr 2020 größer sein als Europa und die USA zusammen. China wird dabei mehr als ein Viertel des Weltmarktes ausmachen, während Europa und Nordamerika langfristig weiter verlieren“, sagt Kreuz.

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Zwiegespräch: „Investitionssicherheit für erneuerbare Energien“

mm: Wer über Energie spricht, der muss in diesen Tagen auch über die Ölkatastrophe am Golf von Mexiko reden. Wir befragen daher zwei Mitglieder der manager-lounge mit besonderen Kenntnissen der Energiebranche: Burkard Fink, Key Account Manager bei Kofler Energies Contracting, und Christian Voigt, bei Siemens im Turnaround-Management tätig.
Herr Fink, Herr Voigt, welche Konsequenzen sollten aus dem Umweltdrama vor der US-Küste gezogen werden?

Voigt: Das Desaster macht deutlich, welche Risiken die Ölkonzerne bereit sind einzugehen, um auch noch an den letzten Tropfen Öl zu kommen. Das Unglück ereignete sich in zwei Kilometer Wassertiefe, vor Brasilien soll bald sogar in acht Kilometern Tiefe nach Öl gebohrt werden. Ich glaube trotz der aktuellen Katastrophe nicht an ein Umdenken der Industrie und der privaten Haushalte. Erst wenn die Preise sprunghaft in die Höhe gehen, wird man sich besinnen, dass es auch mit weniger Öl geht. Allerdings ist bis dahin wertvolle Zeit für den systematischen Umbau der Energiewirtschaft verloren.

Fink: Wir müssen lernen, unsere Umwelt noch sensibler zu behandeln. Das muss nicht zwangsweise zu einer Verteuerung führen, wenn es intelligent umgesetzt wird. Schauen Sie auf München. Dort ist geplant, den Strombedarf der Stadt in absehbarer Zeit komplett mit erneuerbaren Energien zu decken - und das bei weitestgehend konstanten Preisen.

mm: In Deutschland steht vor allem die Kernenergie in der Kritik. Die Stromkonzerne pochen auf billigen Strom und ihre Milliardengewinne, die Kritiker warnen vor der Gefahr veralteter Kraftwerke und den ungelösten Problemen bei der Lagerung des Atommülls. Erscheint eine Laufzeitenverlängerung, wie sie derzeit im Rahmen des Sparpakets der Bundesregierung geplant ist, vor diesem Hintergrund sinnvoll?

Fink: Mit Hinblick auf konstante Energiepreise halte ich eine Verlängerung der Laufzeiten für durchaus legitim. Die Endlagerproblematik bedarf jedoch rasch einer wirklichen Lösung. Vor diesem Hintergrund befürworte ich auch die Steuer auf Brennelemente, um die Energiekonzerne als Kostenverursacher hier wieder ein wenig abzuschöpfen.

Voigt: Bei dieser Steuer bin ich skeptisch. Sie ist zwar im Ansatz richtig, doch mir fehlt der Glaube, dass sie letztendlich nicht doch an den Stromkunden weitergegeben wird. Eine Laufzeitenverlängerung ist nicht wünschenswert, da wir keine Kernenergie als Brückentechnologie benötigen. Vielmehr sollten sich die Stromkonzerne verursachungsgerecht um ihren Atommüll kümmern müssen. Würde das realistisch eingepreist, wäre Kernenergie heute schon nicht mehr wettbewerbsfähig. Doch die Stromkonzerne spekulieren offenbar massiv darauf, die Allgemeinheit an diesen Kosten zu beteiligen und ihre eigenen Gewinne nicht zu schmälern.

mm: Deutlich auf dem Vormarsch sind die erneuerbaren Energien. Doch auch hier gibt es Kritiker, die sagen, vor allem die Subventionen in Solarenergie seien zu hoch.

Fink: Immerhin haben wir es geschafft, ohne ein klassisches Sonnenland zu sein, zum weltgrößten Anbieter im Bereich Photovoltaik zu werden. Sicherlich werden die hohen Fördermaßnahmen in Zukunft reduziert, doch die Technik entwickelt sich weiter und erzielt höhere Wirkungsgrade. So werden sich die Investitionen in erneuerbare Energien weiter lohnen.

Voigt: Ein sukzessiver Rückgang bei der Anschubfinanzierung von Photovoltaik-Projekten ist sicher richtig. Doch ich sehe keine Notwendigkeit, diese Kürzungen auch noch hektisch voranzutreiben, wie derzeit zu beobachten. Das mindert die Investitionssicherheit, vor allem im Vergleich zur herkömmlichen Energiewirtschaft, die keinem solchen Hin und Her bei der Förderung ausgesetzt ist. Beim Reizwort Subventionen sollte man immer auch berücksichtigen, welche Milliardenbeträge in den vergangenen Jahrzehnten geflossen sind und noch immer fließen - zum Beispiel in die Fusionsforschung.

mm: Deutschland spielt eine Vorreiterrolle in Energiefragen. Doch ist das Bemühen nicht Makulatur, wenn man zum Beispiel auf China blickt, wo derzeit unglaublich viele Kohlekraftwerke entstehen?

Voigt: Da halte ich es mit der Maxime, dass jeder zunächst vor seiner eigenen Tür kehren sollte, denn das gehört zu einer glaubwürdigen Politik. Es wird aber schwer, die Entwicklung in China zu stoppen, da der Wachstumsgedanke meist deutlich ausgeprägter ist als der Nachhaltigkeitswunsch - und Wachstum als erklärtes chinesisches Ziel wird immer zu einem Anstieg des Energieverbrauchs führen.

Fink: Wir sollten weiter mit gutem Beispiel voran gehen und effiziente Technik entwickeln. So sind ja auch viele Unternehmen aus Deutschland an dem Bau der Kraftwerke in China beteiligt - diese sollten dort vor Ort auf eine möglichst hohe Umweltverträglichkeit und die Nutzung modernster Anlagen einwirken.

mm: Politiker zeigen sich gerne klimafreundlich. Doch wenn es drauf ankommt, kneifen sie oftmals. Woran hapert es?

Fink: Unterm Strich befinden wir uns auf einem guten Weg. Trotz der Wirtschaftskrise fließen in Deutschland immer noch Milliarden Euro in die Förderung erneuerbarer Energien. Doch ein großer Schatz wird leider nicht gehoben. Im Immobilienbereich könnten 20 Prozent des Energiebedarfs eingespart werden. Doch viele Besitzer scheuen die Investition in Modernisierungsmaßnahmen, da die Kosten des hohen Verbrauchs ja von den Mietern über die Nebenkosten getragen werden. Hier gibt es ein hohes Einsparpotenzial, das die Politik durch die Schaffung staatlicher Anreizsysteme möglichst bald angehen sollte.

Voigt: Die Politik sollte die erneuerbaren Energien als ernsthafte Sache vorantreiben und nicht als Spielball der jeweiligen Situation der Bundesfinanzhaushalte. Dann gäbe es auf diesem Gebiet auch endlich Planungs- und Investitionssicherheit. Im Gegenzug sollten die fossile Besteuerung hochgefahren und atomare Energien verteuert werden. Damit ließen sich auch die realen volkswirtschaftlichen Kosten abbilden - Subventionen für erneuerbare Energien bräuchte es dann nicht mehr.

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Umfrage: Griechische Tragödie auf europäischer Bühne

Von der griechischen Tragödie ist oft genug geschrieben worden, man mag es kaum mehr lesen. Doch das Bild passt noch immer. Akt eins der Tragödie - die Überschuldung, Akt zwei die Verzweiflung - und Akt drei?

Noch ist alles offen, wie es ausgeht. Trotz aller Hilfen und aller Hoffnungen könnte das Land noch bankrott gehen - wie auch immer so etwas bei Staaten aussehen würde. Und obwohl das Land nur ein Bruchteil der europäischen Union erwirtschaftet; im aktuellen Umfeld wäre das eine Katastrophe, weil der Glauben der internationalen Anlegergemeinschaft an den Euro damit endgültig schwinden würde. Bereits jetzt schaut die Welt gebannt nach Europa. Kein Wunder.

Da ist die volkswirtschaftliche Komponente. Die Frage also, wie sich die Länder der Europäischen Union vor dem Hintergrund der überbordenden Verschuldung entwickeln, welche Rolle den wirtschaftlich aufstrebenden Ländern wie China oder Indien durch die Verwerfungen zukommt. Und ob sich der Euro stabilisiert, jene vermutlich erste Währung, die am Reißbrett entworfen wurde.

Da sind aber auch die Finanzmärkte. Dort sorgt man sich zum Beispiel um europäische Staatsanleihen. Zum einem wegen der Krise selbst, zum anderen aber auch wegen der Medizin, die die Staaten ihretwegen einnehmen. Zuerst die Spülung durch viel Geld, nun kommt der Entzug, das Sparen. „In der Eurozone kommen derzeit alle Risken aufs Tapet“, sagt Fondsmanager Sandor Steverink aus dem Hause Delta Lloyd Asset Management. Eine Frage nicht nur für kleine Sparer, sondern auch für ganze Sicherungssysteme. Denn auch Pensionsfonds oder Lebensversicherungen investieren in solche Anleihen. Kein Wunder, wenn das Anlagehaus BNY Mellon Asset Management das 750 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für Griechenland als „shock-and-awe-move“ bezeichnet, als eine, so die gängige Übersetzung, auf „Schockwirkung ausgelegte militärische Maßnahme“. Immerhin, ein bisschen scheint sie geholfen zu haben. Notorisch strenge Beobachter wie der US-Amerikaner und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz sehen nicht mehr das Ende des Euro heraufdämmern. Doch wie geht es nun weiter?

Klarheit fordert Fondsmanager Steverink vor allen Dingen ein, Klarheit von der Politik. Und spricht von drei Szenarien, die jetzt möglich wären. Szenario eins - die schwachen Länder wie Griechenland verlassen die Euro-Zone. Szenario zwei - die starken Länder wie Deutschland verlassen die Euro-Zone. Und Szenario drei - eine stärkere steuerliche und politische Integration innerhalb der EU-Länder. Eine exklusive Umfrage unter den Mitgliedern der manager-lounge ergab, dass über die Hälfte der Befragten für das erste Szenario stimmen würden, wenn sie die Entscheidung zu treffen hätten. Griechenland raus aus der Eurozone - ein unpopulärer Schritt? „Wäre mir egal“, findet zum Beispiel ein lounge-Mitglied - „solange sie wirksam sind. Ich erinnere mich an die Asienkrise 1998. Malaysia führte umgehend Kapitalverkehrskontrollen ein.“ Ein Vorbild.

Etwas vorsichtiger fasst es Ralf Kölbach von der Westerwald Bank und zeigt das Dilemma auf: „Unterstützt man die Defizitsünder, besteht sicher die Gefahr von moral hazard auf Staatsebene, wenn man nicht harte Sparprogramme und deren Umsetzung kontrolliert. Unterstützt man sie nicht, bricht die Währungsunion und, schlimmer noch, vielleicht die EU teilweise auseinander.“ Keine leichte Aufgabe für die deutsche Politik. Denn sie muss den Deutschen erklären, warum den Griechen trotz allem geholfen werden muss. Und dass, obwohl Deutschland seine Sparrunden - Rente mit 67 oder Einführung von Hartz IV - bereits hinter sich wähnte.

Entspannung sieht also anders aus. Fondsmanager Steverink indes lehnt sich zurück. Er hat bereits „im Januar einen Großteil der Staatsanleihen südeuropäischer Länder verkauft“.

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