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manager-lounge Newsletter April 2008

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manager-lounge in den Medien

Einige, aktuelle Artikel zur manager-lounge aus deutschen Medien: SZ online, Focus online und Wirtschaftsjournalist

+++ 1. manager-lounge Cup 2008 +++

0 Sie sind golfbegeistert und scheuen keinen Wettbewerb? Dann nehmen Sie an unserem traumhaften Golfwochenende am 15.- 17. August 2008 im Sport & SPA Ressort A-ROSA am Scharmützelsee teil!
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local lounge Shanghai: Selbstbewusste Kritikfähigkeit bei chinesischen Führungskräften

ll Shanghai Bei der Eröffnung der ersten außereuropäischen local lounge in Shanghai wurde ein Forum ins Leben gerufen, das einen konstruktiven Dialog zwischen chinesischen und deutschen Top-Manager und Entscheidern ermöglicht. Bei der Auftaktveranstaltung zeigten sich die chinesischen Führungskräfte selbstkritisch, aber nicht ohne von der deutschen Seite einen differenzierteren Blick auf Chinas Probleme zu verlangen. >>weiterlesen

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Harvard-Artikel im Fokus: Management mit System

Operations: Führungskräfte wissen oft nicht, was sie zuerst tun sollen: Sich um das Tagesgeschäft kümmern oder die Strategie im Auge behalten? Ein Kreislaufsystem schafft Abhilfe. Es sagt Managern, welche Methoden und Instrumente in den einzelnen Phasen der Strategieentwicklung und der Umsetzung sinnvoll sind. >>weiterlesen

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local lounge Hamburg: Acht gewinnt

ll Hamburg Die Sprachbilder sind kämpferisch. Von Angriffen ist die Rede, verkannter Gefahr, blutigen Nasen und gnadenlosem Wettbewerb. Mit seinem Vortrag über die neue Macht chinesischer Konzerne versetzte Asien-Experte Wolfgang Hirn die Mitglieder der Hamburger local lounge in Alarmbereitschaft. >>weiterlesen

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MBA-Umfrage: Sein oder Schein

erfolg Ein MBA-Abschluss schmückt den Lebenslauf jeder Führungskraft. Doch ist ein solches Zusatzstudium wirklich notwendig für die Karriere oder handelt es sich um einen Mythos? Die Mitglieder der manager-lounge berichten aus der Praxis: Der Markt wird überschwemmt mit MBA-Titeln - ist die Qualität noch gewährleistet? >>weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Stuttgart 10.07.2008, 19 Uhr

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Thema: Mediation-außergerichtlicher Weg der Konfliktlösung
Referent: Christine Meier, Sirona Dental GmbH & Sabine B. Stulle, STAHLGRUBER GmbH

llocal lounge Düsseldorf 24.07.2008, 19 Uhr

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Thema: Bitte recht freundlich? Über Manager vor der Kamera
Referent: Andreas Lankenfeld, F&H Porter Novelli

local lounge München 24.07.2008, 19 Uhr

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Thema: Wie sich Unternehmen im Online-Geschäft profilieren können
Referent: Prof. Dr. Mario Fischer Professor für Wirtschaftsinformatik an der FH Würzburg, Mitglied des wissenschaftlichen SCOPAR-Beratergremiums

local lounge Nürnberg 31.07.2008, 19 Uhr

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Thema: Erfolgsfaktoren für Multi-Projektmanagement
Referent: Dr. Helmut Meitner, Primondo Operations GmbH, Leiter Programm-Management

local lounge Shanghai: Selbstbewusste Kritikfähigkeit bei chinesischen Führungskräften

Der Blick aus dem 56. Stock des exklusiven Shanghaier Nine Dragon Club auf die imposante Skyline von Chinas pulsierender Wirtschaftsmetropole war nicht weniger beeindruckend als derjenige auf die Teilnehmerliste: Über 30 deutsche und lokale CEOs und Geschäftsführer der chinesischen Dependancen von Firmen wie ThyssenKrupp, Lufthansa und Citibank waren gekommen, um mit ihresgleichen und hohen chinesischen Beamten und Vertretern von lokalen Thinktanks das deutsch-chinesische Verhältnis zu diskutieren.

Einig waren sich alle Anwesenden, dass die rasante wirtschaftliche Entwicklung Chinas von der vielzitierten „Werkbank des Westens“ zum Hochtechnologiestandort eine Neuinterpretation der bisherigen Wirtschaftsbeziehungen nicht nur zu Deutschland notwendig macht. Vor allem die chinesische Seite, so Prof. Xiang Bing, Rektor der Cheung Kong Graduate School of Business, die gleichzeitig Kaderschmiede und Thinktank ist, habe dabei noch einige Aufgaben zu lösen. Er räumte freimütig ein, dass China auf dem Weg zu einer „reifen“ Wirtschaftsmacht viele Probleme inklusive des Menschenrechts besser lösen müsse. Man könne es sich schlicht nicht leisten, einer sich so rasant verändernden Gesellschaft und dem damit einhergehenden Potential im Selbstverständnis und mit Lösungen von Gestern zu begegnen. Gleichzeitig habe China aber ein „Grundrecht“ auf vollständige wirtschaftliche Entwicklung, das gälte es seitens der „entwickelten“ Länder zu respektieren.

„Neue Formen der Zusammenarbeit müssen gefunden werden“

Auch am volkswirtschaftlichen Kurs der aufstrebenden Wirtschaftsmacht hatten die chinesischen Top Manager einiges auszusetzen. Ob die chinesische Währung dauerhaft auf dem heutigen Niveau gehalten werden könne, sei zweifelhaft, so Huang Xiao Guang, Präsident der Citibank China. Die dadurch entstehenden Probleme seien vielfältig: Belastete Beziehungen zu Handelspartnern durch deren wachsende Außenhandelsdefizite und die massive Anhäufung von Fremdwährungen, insbesondere US-Dollar, die sich zu einer Gefahr für das globale Währungssystem auswachsen könnte.

Trotz dieser Probleme sahen die Teilnehmer aber auch große Chancen, gerade im deutsch-chinesischen Verhältnis. Neue Formen der Zusammenarbeit müssten gefunden werden, so Prof. Xiang Bing, die das - in China bewunderte - deutsche Organisationstalent, also Management, mit chinesischer Kreativität und Umsetzungsgeschwindigkeit paare. Das, so Xiang, wäre das zukünftige Erfolgsrezept für gemeinsame Firmen, Joint Ventures oder Kooperationen.

Bloß wie bekommt man bei so unterschiedlichen Partner eine effiziente Zusammenarbeit hin? Das, so Ingo Beyer von Morgenstern, Leiter des Hightech-Bereichs Asiens bei McKinsey & Company, geht nur über die Kreation einer gemeinsamen Firmenkultur, die also weder rein deutsch, noch rein chinesisch sein dürfe. Ein - wenn auch chinesisch-US-amerikanisches - Erfolgsbeispiel hatte er dazu auch parat: Die Akquisition der IBM PC-Sparte durch den größten chinesischen PC-Hersteller Lenovo vor drei Jahren. Das dergestalt veränderte Unternehmen habe es durch die gezielte Annahme einer aus Elementen beider Kulturkreise bestehenden Firmenkultur geschafft, durch hohe Mitarbeiteridentifikation beste Ergebnisse zu erzielen.

Für Kooperationen von Deutschen und Chinesen bedarf es Diplomatie und Fingerspitzengefühl

Viele Potentiale - gerade in der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit - sind also noch zu entwickeln. Deutschland tut sich allerdings keinen Gefallen, mit dem erhobenen Zeigefinger das Tempo des Wandels vorgeben zu wollen, so Dr. Fanchen Meng, Senior Vice President von Siemens China und General Manager von Siemens Shanghai und gleichzeitig designierter local lounge Präsident in Shanghai, mithin Gastgeber des Abends. Kritik an Missständen sei zulässig und sogar wünschenswert, aber genauso notwendig sei ein Blick für die Realitäten und Möglichkeiten von Verbesserungen, die nur schrittweise vonstatten gehen könnten, so Meng. In jedem Fall sei ein nicht unerhebliches Maß an Diplomatie und Fingerspitzengefühl gefragt, wenn ein „Freund“ den anderen kritisiere.

Und manchmal kann Diplomatie so einfach sein, so wusste ein Teilnehmer zu berichten. Ablesbar an zwei weiter zurückliegenden, europäischen Rüstungsgeschäften mit Taiwan, das in China als abtrünnige Provinz gilt. Während die Niederländer ihr Geschäft ohne Rücksprache mit der chinesischen Seite abwickelten und dafür diplomatische und wirtschaftliche Vergeltungsaktionen von Seiten Pekings zu spüren bekamen, machten es die Franzosen besser: An chinesische Regierungsstellen vorab lancierte Informationen und Erläuterungen folgte das taiwanesisch-französische Rüstungsgeschäft, was prompt eine chinesische Protestnote in Paris auslöste. Die weiteren Folgen waren allerdings frappierend: nämlich keine!

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Harvard-Artikel im Fokus: Management mit System

Der Managementkreislauf: Führungskräfte sind ja durchaus willig, über Strategien nachzudenken. Doch irgendwie gerät der große Plan über dem Klein-Klein der täglichen Arbeit immer in Vergessenheit. Statt die strategische Planung nur sporadisch und mit schlechtem Gewissen anzugehen, sollten Manager - so die Autoren - besser einen geschlossenen Managementkreislauf installieren. So funktioniert er: Das Geheimnis des Kreislaufs sind seine zahllosen Verbindungen zwischen Strategie und Tagesgeschäft. In fünf Phasen von der Entwicklung bis zur standardisierten Überprüfung der Strategie stellt er sicher, dass die tägliche Arbeit immer im Dienste der übergeordneten Sache steht. Das bringt er: Mehr Planungssicherheit für Unternehmen, einen wirtschaftlicheren Einsatz von Personal und anderen Ressourcen und die Fähigkeit, bei plötzlich auftretenden Problemen schneller reagieren zu können.

Den vollständigen Harvard-Artikel erhalten Sie durch Klick auf das Logo.

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local lounge Hamburg: Acht gewinnt

Auf beunruhigende Weise markiert sie gleichzeitig den rasanten Aufstieg der chinesischen Wirtschaft: Fand sich vor acht Jahren noch kein chinesisches Unternehmen unter den 20 wertvollsten der Welt (gemessen an der Marktkapitalisierung), so sind es heute bereits - man ahnt es: acht.

"Unvorstellbar!", kommentierte Wolfgang Hirn seine Ausführungen vor den Führungskräften. "Darunter der Ölkonzern PetroChina, der weltgrößte Mobilfunkkonzern China Mobile und die Versicherung China Life, um nur einige zu nennen." Branche für Branche listet der Asienexperte und Buchautor die chinesischen Konzerne auf. Übrigens: als wertvollstes deutsches Unternehmen folgt demnach Siemens- auf Platz 50. Hirn: "Der Westen muss erkennen, dass da etwas heranwächst, was uns noch enorme Probleme bereiten wird."

Das China-Thema sollte an diesem Abend schon einmal auf die Eröffnung der manager-lounge in Shanghai im Juni einstimmen.

Nach Ansicht von Hirn ignoriert die westliche Gesellschaft die Zeichen der Zeit; sonnt sich satt und saturiert in Erfolgen vergangener Tage und sorgt sich vor allem um die eigene Wohlstandssicherung. "Noch immer herrscht bei uns die Meinung vor, China könne nur billige Klamotten produzieren und das auch nur in schlechter Kopie. Das ist schon lange nicht mehr so", so der Reporter des manager magazins.

China als verlängerte Werkbank des Westens habe größtenteils ausgedient. Konsequent treibe Peking den Umbau der Wirtschaft zu einem Hightech-Standort voran. "Die Billigproduktion wird inzwischen Niedriglohnländern wie Indien und Vietnam überlassen."

Als ein Beispiel nennt Hirn den Telekommunikationsausrüster Huawei aus Shenzhen: "Hightech vom Feinsten. Gibt rund 10 Prozent seines Umsatzes für Forschung aus. Und da Forscher dort verhältnismäßig günstig sind, kann Huawei viel forschen und entwickeln. In Westeuropa gehören bereits Vodafone und die Deutsche Telekom zu seinen Kunden."

„Produkte werden vielleicht kopiert, aber in einem nächsten Schritt verbessert“

Eindringliche Worte und beeindruckende Zahlen - zustimmend äußerten sich vor allem Manager, die selbst in Asien tätig sind. Gigantische Bauten und Bürohäuser entstünden derzeit in den chinesischen Metropolen, "so schnell kann man gar nicht schauen", pflichtete ein Manager ihm bei.

Doch es meldeten sich auch kritische Stimmen zu Wort. "Schwarzmalerei", fanden einige Manager und an den Referenten gerichtet: "Die Plagiatsproblematik ignorieren Sie aber". "Ich ignoriere sie nicht, halte den Aspekt aber für überbewertet", entgegnete Hirn. Man müsse dabei auch die asiatische Mentalität berücksichtigen, pflichtete ein anderer Manager ihm bei. "Etwas nachzumachen ist für Asiaten nichts Verwerfliches und gehört zum normalen Lernprozess."

"Doch dabei bleibt es nicht", ergänzte Hirn. "Produkte werden vielleicht kopiert, aber in einem nächsten Schritt verbessert - die Autoindustrie und die Unterhaltungselektronik liefern genügend Beweise dafür. Auch Japan und Korea haben wir anfangs überheblich belächelt; gingen uns Namen wie Toyota oder Hyundai kaum über die Lippen.

Shoppingtour mit staatlicher Unterstützung

Viele chinesische Unternehmen sind in den vergangenen Jahren an die Börse gegangen, das hat ihnen viel Geld in die Kassen gespült. Mit dicker Geldbörse begeben sie sich nun auf weltweite Einkaufstour und erwerben oder beteiligen sich an Firmen im Ausland - unterstützt durch die "Go-out-Politik" der Regierung ("Zou Chu Qu" - Schwärmt aus!).

Die zwei wichtigsten Motive: Rohstoffsicherung und Erwerb von Know-How. China folgt dem Vorbild seiner asiatischen Nachbarn. Hirn: "Gerade hat Toyota dem US-Konzern General Motors den Rang als weltgrößten Autoproduzenten abgenommen. - Der Westen scheint die Fehler von damals zu wiederholen. Und: Ich glaube, die Chinesen werden noch erfolgreicher sein als Korea und Japan."

Was, so die bange Frage, sollten deutsche Unternehmen - oder mehr noch - die westliche Gesellschaft denn nun eigentlich tun, um der zunehmenden chinesischen Macht etwas entgegenzusetzen, zu begegnen oder sie vielleicht sogar einzubinden und zu nutzen? Einige Zuhörer sperrten sich in der Debatte lauthals gegen den Eindruck, deutsche Wirtschaftslenker seien in Agonie verfallen und hätten schlichtweg alles falsch gemacht.

Dem sei nicht so, stellte Hirn klar, deutsche Unternehmen seien in Peking schon gut aufgestellt. Außerdem habe Chinas neue Rolle noch eine andere Seite. Nicht nur die Qualität der Produkte steige, sondern auch Löhne und Kosten. Exportware wird damit teurer. Einem SPIEGEL-Bericht zufolge liegt der Preisvorteil chinesischer Produkte im Schnitt nur noch bei rund zehn Prozent. Deutschland müsse eben weiter auf seine Kernkompetenzen - Wissen, Innovation und Technik - setzen, so der Tenor der Debatte.

Doch auch vor diesem Beruhigungsmittel warnte Hirn: "Die Chinesen haben ein Bildungssystem, da kann man nur staunen. Wir sollten uns mit den neuen chinesischen Unternehmen auseinandersetzen, sie ernst nehmen, aber nicht dämonisieren. Schließlich wollten wir im Westen ja auch, dass China sich in die Weltwirtschaft integriert. Noch haben wir vielleicht einen Vorsprung. Aber er wird täglich kleiner."

Frau Ping Ping Lu, Chinesin, Vermögensberaterin und langjähriges Mitglied der manager-lounge, war der Debatte besonders aufmerksam gefolgt. Persönlich angegriffen oder gar dämonisiert fühle sie sich beziehungsweise ihr Land nicht, versicherte sie fröhlich lachend. Für sie sei das alles "vollkommen verständlich. Wenn jemand, der vorher in dieser Hinsicht bedeutungslos war, nun plötzlich erstarkt, macht das natürlich erst einmal Angst. Aber das legt sich auch wieder."

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MBA-Umfrage: Sein oder Schein

Bei der Umfrage unter den Mitgliedern der manager-lounge, ob ein MBA-Abschluss (Master of Business Administration) wichtig für die Karriere im Management sei, sagten lediglich 3 Prozent, dieser Abschluss sei sehr wichtig, ohne ihn bleiben viele Türen verschlossen. Als wichtig stuften eine solche Zusatzqualifikation immerhin 46 Prozent ein - allerdings mit dem Zusatz "aber nicht zwingend notwendig für Toppositionen".

19 Prozent der befragten Führungskräfte sahen eine schwindende Bedeutung, da es mittlerweile zu viele MBA-Programme gebe. Für 28 Prozent der manager-lounge-Mitglieder ist ein MBA-Abschluss eher unwichtig, da andere Dinge über den Karriereverlauf entscheiden, 4 Prozent der Umfrageteilnehmer sagten sogar, dass man auch ohne Studium Karriere im Management machen könne.

Besonders in internationalen Konzernen könne sich ein solcher Titel jedoch rentieren, berichtet manager-lounge-Mitglied Patricio Lopez vom Pharmakonzern Novartis: "Das kann sich lohnen, auch wenn man selbst nicht im Ausland ist."

Ingrid Lux: "Es gibt zu viele MBA-Schulen"

Seine Branchenkollegin Ingrid Lux von der zur Sandoz Gruppe gehörenden Salutas Pharma berichtet aus der Praxis, dass sie inzwischen einen nüchterneren Blick auf das MBA-Studium habe: "Der Abschluss alleine wird mir keine Türe öffnen und ich werde nicht einmal die passenden Leute kennenlernen." Sie erkennt aber auch gute Seiten: "Die Fertigkeiten, die ich dabei erlernt habe, die Argumente, die ich heute ins Schild führe und die Ebene auf der ich meine Ansprüche stelle, gerade auch im Konzern, die sind mir viel wert und auf keinen Fall möchte ich sie missen", so Lux.

Jochen Hurlebaus von Roche Diagnostics stimmt Ingrid Lux zu: "Der Titel alleine hilft nur bedingt". In seiner Executive MBA Class gab es Teilnehmer, die das Programm vor allem besucht hätten, um in der Karriere weiterzukommen. Als Vorteil des MBA Studiums und aufgrund der längeren Berufserfahrung der Teilnehmer noch mehr eines Executive MBA Programms sieht der Manager den Austausch mit anderen Kulturen, anderen Disziplinen, anderen Firmen sowie Coaching. "Das fördert die Persönlichkeitsentwicklung speziell im Zusammenhang mit Management und Business Skills", sagt Hurlebaus.

Zwei Jahre Wharton für 62.000 Dollar

Manager-lounge-Mitglied Philipp Dyckerhoff, der für MLP in Spanien tätig ist, hat als Ingenieur vor Jahren einen MBA gemacht, um in möglichst kurzer Zeit seinen Horizont im betriebswirtschaftlichen Umfeld zu erweitern. Dass der MBA-Titel alleine bei der eigenen Karriere viel bewirkt, bezweifele er: "Ich würde mal behaupten, dass promovierte Betriebswirte nicht unbedingt viel Fachliches dazulernen, wenn sie einen MBA machen", sagt Dyckerhoff, "andererseits sehe ich einen wesentlichen Mehrwert meines MBA darin, dass ich Zugang zu einem sehr internationalen und vielseitigen Alumni-Netzwerk bekommen habe".

Für Gunnar Thomé, MCR Network, ist vor der Entscheidung für einen MBA eine gründliche Bestandsaufnahme wichtig: "Was ist mein aktueller Ausbildungsstand, auf welcher Stufe der Karriereleiter stehe ich und auf welche möchte ich langfristig aufsteigen, wie hoch ist der Zeitaufwand beziehungsweise wie könnte ich die Zeit alternativ einsetzen, möchte ich neue Erfahrungen sammeln, neue Kontakte knüpfen?" lauten die Fragen, die man vorher beantworten sollte.

MBA oder Promotion?

"Ein MBA sollte die bisherige Ausbildung toppen", sagt Thomé, der zugleich warnt: "Wer einen idealerweise betriebswirtschaftlichen Abschluss an einer Hochschule, möglichst mit Auslandssemestern oder an einer internationalen Business School hat, wird mit einem MBA eher irritieren.“ Sein Fazit: "In den Topetagen haben heute 50 Prozent der Führungskräfte einen Doktortitel. Dieser ist einem MBA zur Karrierebeschleunigung auf jeden Fall vorzuziehen."

Für Berater ist die Chance, passende Bewerber anzutreffen, an einer der MBA Top-Business Schools größer als an anderen Schulen. "Die strenge Vorauswahl an diesen Schulen deckt sich mit unserem Wunschprofil, berichtet Daniela Prinz von Booz & Company. "Dazu kommt, dass Eigenschaften wie Teamwork, Präsentationstechnik, vernetztes Denken und Strukturieren besonders gefördert werden und die Kandidaten somit bestens für die Praxis gerüstet sind", sagt sie.

Auch Robert Burkhardt von dem Unternehmen Comundus sieht in einem MBA keine Garantie für eine erfolgreiche Karriere, jedoch einen förderlichen Abschluss, der international bekannt ist. "Außerhalb Deutschlands zählt ein MBA oft mehr als eine (deutsche) Promotion - abgesehen von Forschungseinrichtungen" so das manager-lounge-Mitglied: "Der Wert eines MBA ist noch immer stark abhängig von der Hochschule. Abschlüsse an Harvard, Insead und Co. sind noch immer eine Jobgarantie und beschleunigen den Zugang zu Führungspositionen - nicht zuletzt durch exzellente Alumni-Organisationen." Mit seinem persönlichen Fazit fasst Burkhardt auch die Stimmungslage in der manager-lounge zusammen "Ein MBA ist eine sinnvolle Ergänzung und öffnet manchmal neue Türen. Doch für eine erfolgreiche Karriere braucht es mehr."

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