manager-lounge Newsletter Juni 2009

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knowledge: Mit Innovation die Krise meistern

Energiesparlampe Ob als neues Produkt, neuartiger Prozess oder Geschäftsmodell- „Innovation“ ist für ein Hochlohnland wie Deutschland überlebenswichtig. Lernen Sie von Top-Innovationsfirmen wie Google und LEGO. »weiterlesen

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local lounge Zürich: Das Leid eines Spätzyklikers

xx Hotellerie, Luxusgüter und Maschinenbau gehören zu den wichtigen Stützen der Schweizer Wirtschaft. Diese Branchen spüren Krisen meist mit Verzögerung, doch die Finanzmisere könnte noch voll zuschlagen. »weiterlesen

Wissensnetzwerk: Die aktuellen Diskussionen

Zu weiteren Diskussionen

manager-lounge Umfrage: Vom Meeting zum Marathon

Umfrage Sportverrückte Manager sind keine Seltenheit. Auch die Mitglieder der manager-lounge erleben bei ihren Leibesübungen große Erfolge und kleine Niederlagen. Die Trainingstipps der Führungskräfte. »weiterlesen

local lounge München: Abwrackprämie auf alles

ll München Konjunkturexperte Helmut Becker fordert eine Rückkehr zu Anstand, die Beschneidung des ausgeuferten Finanzsektors sei notwendig. Für die deutsche Wirtschaft hat er indes nur wenig Hoffnung. »weiterlesen

Terminvorschau

local lounge Stuttgart: 16.07.2009, 19 Uhr

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Thema: Produktionsrückverlagerung: Trend o. Einzelfall
Referent: Dr. Steffen Kinkel, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Leiter des Competence Center "Industrie- und Serviceinnovationen"

local lounge Bangalore: 17.07.2009, 17 Uhr

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Thema: Lapp India - Erfolge und Herausforderungen
Referent: K.P. Srinivas, Managing Director, Lapp India

local lounge München: 22.07.2009, 19 Uhr

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Thema: Reisen ohne Grenzen? Von der Isar ins Weltall
Referent: Marion Aliabadi, Geschäftsführerin des Luxusreiseanbieters DESIGNREISEN und erste deutsche, zertifizierte Anbieterin von Reisen ins Weltall mit Virgin Galactic

local lounge Düsseldorf: 23.07.2009, 19 Uhr

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Thema: Die Zukunft deutscher Firmen in China
Referent: Dr. Fanchen Meng, Senior Vice President Siemens AG China und local lounge Präsident manager-lounge in Shanghai

local lounge Köln: 04.08.2009, 19 Uhr

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Thema: Wie schafft man eine effektive Entscheidungskultur
Referent: Gebhard Borck, freier Berater und Mitbegründer des Beyond Budgeting Transformation Network

local lounge Hannover: 06.08.2009, 19 Uhr

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Thema: Geschäftsreisen: Ein Posten mit Sparpotential
Referent: Sebastian v. Stein, Geschäftsführung von Stein Travel Consulting

local lounge Berlin: 12.08.2009, 19 Uhr

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Thema: Kundenbindung kann auch Spaß machen!
Referent: Thomas Pflaum, Geschäftsführender Gesellschafter Kooperationspark Holding GmbH

manager-lounge knowledge: 13.08.2009, ab 10 Uhr

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Thema: Mit Innovationen erfolgreich aus der Krise
Referent: Top-Führungskräfte bekannter Innovationsfirmen u.a. von Google und Lego

Zu weiteren Veranstaltungen

Führungskräfte-Seminar: Mit Innovation die Krise meistern

Anlässlich des dritten Eintagesseminars manager-lounge knowledge laden wir am 13. August 2009 hochrangige Führungskräfte aus verschiedenen Industrie- und Dienstleistungsbereichen sowie Experten aus Forschung und Beratung ein, um den Mitgliedern der manager-lounge praxisnahe Anregungen zu geben.

Kontinuierlich „innovativ“ zu sein, ist äußerst schwierig, wie Forschungs- und Beratungsstudien immer wieder zeigen. Die Crux liegt dabei weniger in einem Mangel an Ideen noch an der Höhe des finanziellen Einsatzes. Vielmehr scheint es vor allem an der profitablen Umsetzung zu mangeln. Daher widmen wir uns in unserem eintägigen Innovations-Forum drei Themenbereichen, um den Mythos „Innovation/Kreativität“ zu knacken:


  • Soll und kann ich als Unternehmen eigentlich Kreativität und Innovation „fördern“? Wie geht man das sinnvollerweise an? Und wie kann ich die Resultate von Anfang an messbar und überprüfbar machen?
  • Welche Firmen sind führend im Bereich „Innovation“? Was kann man von ihnen lernen? Wie sichern sie mit ihrer Fähigkeit zur Umsetzung („execution“) den Innovationserfolg genau in den Situationen, in denen die Mehrzahl der Firmen scheitert?
  • Wie kann ich als Unternehmenslenker den finanziellen Return meiner Investitionen in Innovation sicherstellen? Welche Methoden und Instrumente wenden Top-Firmen hier konsequent an?

Ziel der Seminarreihe ist es, Expertise und Austausch für Führungskräfte mit hohem Praxisbezug und nachhaltigen Lösungsansätzen zu bieten. Experten zu den jeweiligen Kernbereichen vermitteln dabei ihr Know-How verbunden mit einem intensiven Erfahrungsaustausch der Seminarteilnehmer selbst.

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local lounge Zürich: Das Leid eines Spätzyklikers

Die Uhren in der Schweiz ticken anders, das gilt auch für die Finanzkrise. „Die Schweizer Wirtschaft gilt als Spätzykliker, die Situation in dem Land ist eine besondere“ - mit dieser Einschätzung eröffnet Wirtschafts- und Sozialpolitikexperte Beat Kappeler seine Ausführungen vor den Züricher Mitgliedern der manager-lounge. Die Statistiker geben ihm Recht: Während in Deutschland die Wirtschaft in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem Vorquartal um 3,9 Prozent einbrach und in der Eurozone um 2,5 Prozent, betrug der BIP-Rückgang in der Schweiz im gleichen Zeitraum nur 0,8 Prozent.

„Viele starke Branchen in der Schweiz geraten erst in wirkliche Schwierigkeiten, wenn die Krise lange andauert. Außerdem stieg das Lohnniveau fast überall um 2,5 Prozent, was eine enorme reale Stützung bedeutet“, sagt Kappeler. Doch wahrscheinlich werde die Schweiz, wenn auch mit Verzögerung, trotzdem noch voll von der Krise getroffen. „Spätestens im Herbst dürften sich auch Maschinenbauindustrie, Luxusgüterhersteller oder die Hotellerie stark abschwächen. Darüber hinaus könnten nächstes Jahr sowohl die Lohnsumme stagnieren oder fallen als auch die Zahl der Arbeitsplätze zurückgehen“, so der Buchautor.

Die Zukunft: vorsichtig optimistisch

Weltweit war die reale Wirtschaft für Kappeler allerdings schon in einem kritischen Zustand, als die Finanzkrise sich verschärfte. „Die Schnelligkeit, mit der die reale Wirtschaft seit Herbst 2008 in Europa eingebrochen ist, hat mit der über alle Weltteile ausgedehnten Wertschöpfungskette zu tun“, sagt Kappeler: „Dadurch schlagen sich Konsumrückgänge sofort in Abbestellungen der outsourcenden Betriebe nieder, die keine Fertig- oder Halbfabrikatelager mehr unterhalten“.

Für die Zukunft zeigt sich der Schweizer Publizist jedoch vorsichtig optimistisch. Die enormen Dimensionen der Notenbank- und Konjunkturprogramme werden laut Kappeler Wirkung zeigen, mit dieser starken Ankurbelung dürften die Outsourcing-Ketten weltweit wieder in Gang gesetzt werden. „Viele halten die Stabilisierung der US-Häuserpreise für eine wesentliche Voraussetzung“, so Kappeler, „dann werden die Abschreibungen in den Banken aufhören, die Kapitalvernichtung ebenfalls, das Vertrauen steigt wieder und die Ausleihungen auch“.

„Eine Baisse kann länger dauern, als man liquide ist“

„Im Moment subventionieren die tiefen Rohstoff- und Energiepreise die Kaufkraft der Konsumenten und senken die Produktionskosten“, berichtet er, mahnt allerdings an, dass sich die USA auf allen Ebenen so stark verschuldet hätten, dass der Konsum noch lange stagnieren könnte. Auch senke der sehr schwache Arbeitsmarkt die Konsumlust: „Somit werden auch die Firmeninvestitionen stagnieren oder zurückgehen und die Handelspartner einen Rückgang des enormen Handelsbilanzdefizits ertragen müssen“.

Durch die Beteiligungen der Staaten an Banken und Unternehmen werden laut Kappeler solche „Staatsfirmen“ auf Jahre hinaus im Wettbewerb stehen. „Diese werden günstige Kapitalkosten haben und zumindest inoffiziell im Inland Aufträge vergeben und bekommen - eine neue Art des Protektionismus“, sagt Kappeler. Andererseits hätten sie politische Vorgaben zu beachten, die erschwerend wirken: keine Entlassungen, weniger internationale Tätigkeiten, kaum Attraktivität für Manager sowie eine langsamere Expansion und weniger Innovation.

„Eine Baisse kann länger dauern, als man liquide ist“, zitiert Kappeler den Ökonomen John Maynard Keynes. Liquidität sei daher momentan das allererste Gebot - in jeder Lage und zu jeder Zeit. Dies könne zwar die Rentabilität schmälern und attraktive Kapitalrückkäufe bremsen, aber das sei letztendlich der Preis für das Überleben in solchen Krisen.

Für die Schweiz macht Kappeler jedoch auch Mut. „Wenn der Franken nicht im Kurs überschießt und der Dollar nicht fällt, kann dies im Gegensatz zu anderen Rezessionen zusammen mit den tiefen Zinsen eine Stütze sein“. Sein Fazit: „Die Bremsspuren der Weltwirtschaft könnten sich dennoch in der Schweiz verspätet und mit deutlicher Dramatik zeigen“. Als typischer Spätzykliker werde das Land dann auch erst mit Verzögerung einer möglichen globalen Aufwärtsbewegung folgen.

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manager-lounge Umfrage: Vom Meeting zum Marathon

Neun von zehn deutschen Managern bezeichnen sich als Sportler. Das ergab eine Studie, die vom manager magazin in Auftrag gegeben wurde. Führungskräfte sind somit deutlich aktiver als der Bevölkerungsdurchschnitt - und das trotz des verbreiteten Zeitmangels. Auch unter den Mitgliedern der manager-lounge treiben 77 Prozent laut einer aktuellen Umfrage regelmäßig Sport, knapp 20 Prozent sind sogar sehr aktiv und geben an, auch auf diesem Gebiet erfolgreich sein zu wollen.

So wie Sabine Neumann von der Weberbank, die im Frühjahr in Hamburg ihren zweiten Marathon absolviert hat: „Die Atmosphäre ist nicht zu schlagen. 900.000 Zuschauer an der Strecke und Volksfeststimmung. Da kann man schon mal Tränen in den Augen bekommen“, begeistert sich die Läuferin, die sich ein Leben ohne Sport nicht vorstellen kann. „Laufen, aber auch Rennradfahren und Schwimmen sind eine Kraftquelle für den Beruf. Wir werden dort täglich geistig enorm gefordert, da tut es dem Gehirn auch mal gut, abends abzuschalten und den gesamten Körper mit Sauerstoff zu versorgen“.

„Wie bekämpft man denn nun seinen inneren Schweinehund?“

Auch für Gert Hoepner ist es immer wieder ein gutes Gefühl, sich ausgepowert zu haben. „Trotzdem überwinde ich mich nur selten - wie bekämpft man denn nun seinen inneren Schweinehund?“, fragt der Professor der Fachhochschule Aachen. Sabine Neumanns Tipp: „Nehmen Sie das Training genauso wichtig wie jeden beruflichen Termin. Am besten morgens gleich die Sporttasche mitnehmen und vom Büro direkt zum Sport fahren. Dann fängt der Kampf mit dem inneren Schweinehund gar nicht erst an“.

Thomas Kippe kennt kaum Motivationsprobleme, denn er hält den sportlichen Ausgleich für absolut notwendig: „Immer wieder bin ich positiv überrascht, wie gut sich das Leben nach einem Zehn-Kilometer-Lauf anfühlt, am liebsten über weichen Waldboden“. Der Seniorprojektmanager bei Siemens rät zur Regelmäßigkeit, denn so werde der Sport als Routine verinnerlicht und die Überwindungsproblematik verringert.

„Kein Jetlag mehr“

Besonders auf das Laufen schwören auch die Vielreisenden der manager-lounge. Michael Sachs von Nobel Biocare ist beruflich bis zu 160 Tage im Jahr unterwegs. „Mit dem morgendlichen Joggen kann ich fremde Städte auf eine interessante Weise erkunden. Ich sehe mehr als Flughafen, Hotel, Kundengebäude und Restaurants, denn die Laufsachen gehören zu meinem Standardgepäck“.

Seine sportliche Betätigung sieht Sachs einerseits als Gesundheitserhaltungsdosis für den Körper, andererseits auch als meditativen, ruhenden Ausgleich für den Geist - sowohl beim Joggen als auch beim Golfen. „Doch anders als zu meinen Ruder-Leistungssportzeiten muss ich mir heute keine sportlichen Höchstleistungen mehr beweisen, denn das könnte sogar kontraproduktiv wirken“.

„Sport sollte zum Leben dazugehören wie Essen und Schlafen“

Frank Wiemer, für die Benteler AG von Shanghai aus tätig, bringt es sogar auf 200 Reisetage im Jahr - und auf mehr als 2000 Laufkilometer inklusive ein bis zwei Marathons. „Sport sollte zum Leben dazugehören wie Essen und Schlafen. Ein schwarzer Kaffee und danach eine Stunde laufen - für mich gibt es keinen besseren Start in den Tag“. Angenehmer Nebeneffekt für den Manager: „Seitdem ich regelmäßige laufe, habe ich fast keine Probleme mehr mit dem Jetlag“.

Für Michael Bencak ist das Thema Kondition besonders wichtig: „Man ‚sprintet‘ von Termin zu Termin, manchmal auch über Zeitzonen hinweg. Wer dann nicht auch körperlich fit ist, verliert irgendwann mal die Konzentration. Und das spiegelt sich auch in der Leistung wieder“, so der Bayrol-Marketingdirektor.

Die Mitglieder der manager-lounge sind also wahre Sportfreaks. Nur für 20 Prozent der Umfrageteilnehmer spielt Sport eher eine Nebenrolle - meist aus zeitlichen Gründen. Und lediglich drei Prozent halten es mit Winston Churchill und treiben grundsätzlich keinen Sport. Doch auch das muss kein Grund zur Sorge sein, denn der britische Premierminister wurde 90 Jahre alt.

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local lounge München: Abwrackprämie auf alles

„Minus 6 Prozent - das ist ein sehr scharfer Einbruch der deutschen Wirtschaft, in vergangenen Krisen hat es dafür mehrere Jahre gebraucht.“ Mit dieser Zahl erinnert Helmut Becker die Mitglieder der manager-lounge deutlich an das Ausmaß der derzeitigen Misere. Und die wesentlichen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt stünden noch bevor, selbst wenn es 2010 zu einer leichten Belebung der Wirtschaft kommen sollte, so der Leiter des Instituts für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation (IWK).

„Wir haben derzeit noch einen erheblichen Beschäftigungsüberhang. Für die Wirtschaft in Deutschland ist es jetzt erst einmal wichtig, den massiven Abwärtstrend zu stoppen und nach einer Stabilisierung langsam, aber sicher, wieder nach oben zu blicken - diese Erholung wird aber keinesfalls dynamisch verlaufen“, sagt der Konjunkturexperte.

„Die Wachstumserwartungen für Deutschland sind nachhaltig eingetrübt“

Getragen werde diese leichte Erholung dann von Ersatzinvestitionen. Denn diese könnten eine Zeit lang aufgeschoben werden. „Ein richtiger Aufschwung stützt sich dagegen auf Erweiterungsinvestitionen, diese sind aber momentan nicht in Sicht.“ Die Wachstumserwartungen für Deutschland sind laut Becker also nachhaltig eingetrübt.

Die viel kritisierte Abwrackprämie sieht Becker jedoch positiv: „Wer jetzt die Prämie in Anspruch nimmt, ist ja nicht der typische Neuwagenkäufer. Wenn überhaupt, dann hätte er sich in diesem Jahr ohne die Prämie nur einen Gebrauchtwagen zugelegt“, sagt der ehemalige Chefvolkswirt des Automobilherstellers BMW.

„Die Aussage, dass 2010 für die Autoindustrie katastrophal ausfallen wird, ist Blödsinn, da kaum Nachfrage nach Neuwagen vorgezogen wurde. Die unter der Abwrackprämie abgesetzten Fahrzeuge sind keine Substitution, sondern zum Großteil eine Zusatzeinnahme.“ Der Neuwagenverkauf falle im kommenden Jahr also nicht aus, sondern nur der Sondereffekt der Prämie. Konjunkturell werde sich der Markt gegenüber 2009 sogar beleben.

„Alle Konjunkturprogramme seit den siebziger Jahren haben wenig bewirkt“

Gegen die Konjunkturprogramme ist laut Becker nichts einzuwenden, nur wirken sie sehr zögerlich. „Zumeist sind sie angelegt auf Infrastrukturprojekte und Bauinvestitionen, das braucht wegen der vielen Verfahren natürlich seine Zeit.“ Forderungen nach einem dritten Konjunkturpaket lehnt Becker allerdings ab: „Wenn die ersten beiden Maßnahmen noch nicht richtig wirken, was soll dann ein Drittes?“

Alle Konjunkturprogramme seit den siebziger Jahren hätten wenig bis nichts bewirkt, so Becker: „Das ist wie eine weiße Salbe.“ Die staatlichen Maßnahmen der Politik dienten vor allem zur Beruhigung des eigenen Gewissens und der Bevölkerung. Für den Konjunkturfachmann ist das eine grundsätzliche Feststellung, unabhängig von der jeweiligen Regierung. „Was helfen würde, wäre eine Abwrackprämie auf alles - weltweit“, fordert Becker.

„Rückkehr zu Anstand und Sitte“

„Wohin man auch schaut, haben wir Überkapazitäten. Und Deutschland als Exportweltmeister ist davon besonders betroffen. Ich sehe im Ausland nirgendwo eine grundlegende Besserung, daher müssen wir unsere Binnenmarktnachfrage stärken“, so der Wirtschaftsexperte. Das ginge aber nur über Steuersenkungen, doch dafür sei momentan kein Geld da, weil es in guten Zeiten versäumt wurde, zu sparen. „Steinbrück hat immerhin versucht, zumindest einen ausgeglichenen Haushalt hinzubekommen, doch mittlerweile ist die Staatsverschuldung so hoch, dass es keinen weiteren Spielraum mehr gibt.“

Um aus der Krise zu lernen, fordert Becker vor den Mitgliedern der manager-lounge eine höhere Unternehmensethik: „Wir brauchen eine Rückkehr zu Anstand und Sitte.“ Durch das Heuschreckenprinzip und die Hedgefonds hätten wenige Leute auf Kosten der Gesellschaft gelebt - mit den bekannten Folgen. „Wir müssen den Finanzsektor deutlich zurückschneiden, die dortigen Geschäfte müssen wieder mit einer höheren Wertschöpfung verbunden sein.“

Die Politik sei dazu aber kaum in der Lage: „Hier gibt es noch zu viele Old-Boys-Connections zwischen den Politkern und Finanzinvestoren. Wir brauchen vielmehr einen Aufschrei des Volkes. Denn die Stunde der Wahrheit wird noch kommen, es liegt an unser Gesellschaft, den Zeitpunkt dafür vorzuverlegen“, mahnt Becker.

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