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manager-lounge Newsletter April 2008

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Umfrage: Zwischen Luxus und Verantwortung

lohas Ein Lebensstil, der Verantwortung für die Umwelt ausdrückt, findet auch bei Führungskräften starke Beachtung. Die Mitglieder der manager-lounge diskutierten über die Gruppe der Lohas. Ist das eine wirklich neue Bewegung oder nur ein Begriff, der von Marketingprofis erfunden wurde? >>weiterlesen

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Harvard-Artikel im Fokus:
Die Philosophie der Nummer eins

Oliver Kahn ist einer der erfolgreichsten deutschen Torhüter: in Serie deutscher Meister mit dem FC Bayern München, Vize-Weltmeister und dreimal Welttorhüter. Von Kahn können Führungskräfte lernen, wie man über eine lange Zeit immer wieder Höchstleistungen vollbringt. >>weiterlesen

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Stuttgart: Mediation - reden statt rechten

erfolg „Redet doch mal miteinander“ - dieser gut gemeinte Rat kommt im Berufsleben oft zu spät. Die Mediation, ein Vermittlungsverfahren zur gemeinsamen Konfliktlösung, kommt in Deutschland noch selten zum Einsatz. Dabei hat sie gute Erfolgsquoten vorzuweisen, wie die Mitglieder der manager-lounge erfuhren. >>weiterlesen

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Hamburg: Den ökologischen Fußabdruck verkleinern

ll Hamburg Trinken für den Regenwald oder nachhaltiger Fischfang - für Unternehmen bieten sich viel mehr Möglichkeiten zum aktiven Umweltschutz als geahnt. WWF-Deutschland-Chef Eberhard Brandes ließ die Mitglieder der manager-lounge mit vielen Beispielen zur Bewahrung der biologischen Vielfalt staunen. >>weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Düsseldorf: 12.08.2008, 19 Uhr

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Thema: Coaching für Manager-Schlagwort o. Karrierevorteil
Referent: Gerhard L. Düwer, OFFBOX

local lounge Frankfurt: 14.08.2008, 19 Uhr

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Thema: Professionell auftreten vor Presse & Mitarbeitern
Referent: Dr. Stefan Wachtel, Senior Coach bei ExpertExecutive und Executive Coach einer zweistelligen Zahl von DAX 30-Vorständen

local lounge Hamburg: 03.09.2008, 19 Uhr

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Thema: Die Reform der Erbschaft- und Schenkungssteuer
Referent: Dr. Detlef Laub, Rechtsanwalt/Steuerberater, Matthias W. Kroll, Rechtsanwalt LL.M.

local lounge Düsseldorf: 05.09.2008, 18:30 Uhr

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Thema: Führung- Erfolgsfaktoren aus Wirtschaft & Politik
Referent: Hildegard Müller, Staatsministerin im Bundeskanzleramt von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

Umfrage: Zwischen Luxus und Verantwortung

Zielgruppen mit schwungvoll modernen Akronymen wie Yuppies („young urban professional“) und Dinks („double income no kids“) tauchen häufig in den Medien auf. Derzeit nicht wegzudenken sind die Lohas. Gemeint sind die Konsumenten, die den „Lifestyle of health and sustainability“ leben. Die Gruppe der Lohas sind selbstbewusste und aufgeklärte Verbraucher, die mit Bedacht konsumieren, um somit verantwortungsvolles, nachhaltiges Wirtschaften zu fördern. Der typische Vertreter dieser Zielgruppe ist quasi ein moderner Öko - eben kein Jutebeutel-tragender Atomkraftgegner, sondern ein Verbraucher, der zum Beispiel fair gehandelten Kaffee kauft und Restaurants besucht, die auf Biolebensmittel aus der Umgebung zurückgreifen.

Transparenz spielt eine sehr große Rolle: Wer stellt wo und unter welchen Bedingungen das Produkt her? Und was wird indirekt mit diesem Kauf unterstützt? Für Unternehmen besonders interessant ist die Tatsache, dass dieser Lebensstil kein Verzicht auf Luxus impliziert. Im Gegenteil: die Zielgruppe ist kaufkräftig und kosumfreudig. Dieser Umstand bietet natürlich auch eine Angriffsfläche für Skeptiker: Diese Art des Konsums sei nur ein „Greenwash“.

Die Führungskräfte der manager-lounge haben abgestimmt: Fast 70 Prozent der Mitglieder, die an der Umfrage teilgenommen haben, zählen sich zu der Gruppe der Lohas; deren Ziele und Überzeugungen decken sich mit denen der Manager. Dabei zeichnen sie sich zugleich durch die typische Lohas-Eigenschaft, die kritische Betrachtung aus: Über die Hälfte der Lohas-Befürworter findet den Hype um die Zielgruppe übertrieben.

7 Prozent der abstimmenden manager-lounge-Mitglieder geben dagegen eindeutig an, nicht zu dieser Gruppe zu gehören, weil sie mit vielen Zielen der Lohas nicht übereinstimmen. Weitere 23 Prozent fühlt sich nicht nur „nicht zugehörig“, sie halten die Lohas sogar für eine reine Erfindung der Werbeindustrie.

„Eine Welt voller echter Lohas“

Uwe Nixdorff vom European Prevention Center sieht den Schwerpunkt auf der Gesundheit - dabei ist es die „nachhaltige Gesundheit“, die er gern im Fokus sehen würde. „Nachhaltigkeit besteht auch darin, dass wir etwas mehr unseren Genen gemäß leben, die etwas älter sind als das Computerzeitalter. Wir bewegen uns zu wenig, frönen bei der Ernährung viel zu vieler Kohlenhydrate und gesättigter Fette und befinden uns im (Dys-)Stress, der mit unseren biologischen Reaktionen nicht reguliert wird“, sagt er.

Oliver Viest von der Kommunikationsagentur em-faktor hat sich aus Marketingsicht mit der Zielgruppe der Lohas beschäftigt: „So wie ich die bisherigen Untersuchungen interpretiere, spielt die eigene Gesundheit zwar eine wichtige Rolle, aber das reicht bei weitem nicht, um adäquat über das Phänomen zu sprechen. Die Lohas zeichnen sich vielmehr durch ein Bewusstsein für die Zusammenhänge des modernen Alltags und einen gewisses Veränderungs- und Handlungsbedürfnis aus.“

Christian Stegemann hat starke Berührungspunkte mit der Zielgruppe, denn sein Unternehmen Innocent stellt Getränke für genau diese Personen her: Bei den so genannten Lohas handelt es sich um Personen, die sowohl nachhaltig als auch hedonistisch denken und handeln. Nun ist es chic, Biojoghurt einzukaufen und Modemarken wie American Apparel steigen im Ansehen, weil sie Biobaumwolle einsetzen“, so Stegemann.

Viele Unternehmen haben das Potential dieser Zielgruppe früh erkannt und auf die Nachfrage reagiert. Wolfgang Griepentrog, Leiter der Konzern-PR bei Metro hält die Zielgruppe für „interessant, aber nicht überzubewerten und vor allem immer im größeren Kontext des Verbraucherverhaltens zu betrachten. Schließlich hängt es von vielen Facetten ab, von der persönlichen Überzeugung bis zur jeweiligen Verfassung.“

Kommunikationsexperte Viest fasst die Diskussion zusammen: „Ob die Gruppe nun eine Erfindung von profilneurotischen Trendforschern ist oder ein echter gesellschaftlicher Trend, ist eigentlich egal. Denn wenn wir, die Verantwortlichen in den Unternehmen, an diesen Trend von mehr Ganzheitlichkeit, Transparenz und Nachhaltigkeit glauben und ihn mit unserem Handeln verstärken, kann er eine normative Kraft, eine self-fulfilling prophecy, sein. Und welche gesellschaftliche Vision ist schöner als eine Welt voller 'echter' Lohas?“

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Harvard-Artikel im Fokus: Die Philosophie der Nummer eins

Immer wieder sind es einzelne Höchstleister, die überproportional viel zum Erfolg eines Unternehmens beitragen: der Vertriebler mit den besonders hohen Umsätzen, der Berater mit den besten Kundenkontakten oder der Projektleiter mit der größten Übersicht. Auch im Fußball gibt es solche Menschen, der Torwart Oliver Kahn zählt zu ihnen. Die Autoren haben sein Selbstmanagement, seinen Führungsstil und wichtige Rahmenbedingungen analysiert und drei Bereiche identifiziert, die entscheidend für seine Leistungsstärke und die von Führungskräften in Unternehmen sind. Willensstärke und Spitzenleistung: Kahn hat sehr früh eine langfristige persönliche Vision entwickelt, die er mit großer Energie verfolgt hat. Er konzentrierte sich zugleich auf sehr kurzfristige Ziele (das nächste Spiel), um sich laufend Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Rituale halfen ihm, sich immer wieder zu motivieren. Höchstleister und Führungskraft: Kahn musste lernen, dass er mit seinem Leistungsanspruch ein Vorbild sein, aber andere nicht zu Höchstleistungen zwingen kann. Wichtig ist, die Erfolgsgewissheit im Team immer wieder zu fördern. Einbindung und Siegeswillen: Höchstleister wie Kahn neigen zu Alleingängen. Die Organisation, der sie angehören, muss ihnen daher anspruchsvolle Ziele bieten, mit denen sie sich identifizieren können, und selbst einen enormen Erfolgsanspruch haben.

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Stuttgart: Mediation - reden statt rechten

Sichtlich gezeichnet nimmt eine Managerin Platz. „Ich komme gerade vom Arbeitsgericht in Frankfurt“, sagt sie, „ein unschöner Fall, der sich sicherlich noch ewig ziehen wird.“ Verständnisvolles Nicken der anderen Führungskräfte. Fast jeder, der sich an diesem Abend bei der local lounge in Stuttgart einfindet, hat schon solche Erfahrungen gemacht. Von einem zermürbenden, drei Jahre währenden Prozess vor dem Arbeitsgericht weiß einer zu berichten, ein anderer von einem Unternehmen, wo nur noch geschrieen anstatt gesprochen wurde. Ein dritter hingegen erzählt von einer Scheidung im Bekanntenkreis, bei der sich die Ehepartner ohne Rechtsanwälte auf die Teilung des gemeinsamen Besitzes verständigten - mit Hilfe eines Mediators.

„Mediation ist keine neuzeitliche Erfindung, sondern fand bereits in der Antike statt“, erklärt die Psychologin und Personalmanagerin Christine Meier, die als Referentin gemeinsam mit der Juristin und Personalreferentin Sabine Stulle durch den Abend führt. „Sokrates legte einen Grundstein mit der Mäeutik, auch Hebammentechnik genannt.“ So bezeichnete der Philosoph seine Kunst der Gesprächsführung, bei der er den Gesprächspartner mit einer speziellen Frageform dazu brachte, selbst auf die Lösung eines Problems zu kommen. Ganz wie ein Mediator: „Der entscheidende Vorteil ist die Selbstbestimmung“, sagt Sabine Stulle. „Nicht ein Richter entscheidet, sondern die Beteiligten erarbeiten die Lösung für den Konflikt selbst.“

Konflikte an sich seien nicht problematisch, sie gehörten dazu, erklärt die Referentin. „Das Problem ist vielmehr, dass es an der Kompetenz mangelt, Konflikte gewinnbringend zu lösen.“ Über diese Kompetenz verfügen ausgebildete Mediatoren wie Meier und Stulle. Sie ergreifen nicht Partei, sondern nutzen psychologische Methoden und Verhandlungstechniken wie das Harvard-Konzept, bei dem der größtmögliche beiderseitige Nutzen im Vordergrund steht, um die Streitparteien zueinander zu bringen. „Der externe Vermittler steht auf der Seite aller Beteiligten. Anders als ein Gericht schafft er Win-Win-Situationen, bei denen keiner das Gefühl hat, der Verlierer zu sein“, sagt Meier.

Im Berufsleben zieht sich solch ein Verfahren je nach Komplexität des Konflikts und der Zahl der Beteiligten über einen Zeitraum von bis zu fünf Wochen. Nach einem klar strukturierten Plan werden mit den Beteiligten zunächst Einzelgespräche geführt. Dann erklärt der Mediator den Verhandlungspartnern die Vorgehensweise und legt Regeln wie beispielsweise gegenseitiges Zuhören fest. Nun werden zunächst die Themen gesammelt, um die es geht, bevor der Mediator durch ausführliches Fragen die jeweiligen Interessen klärt. Gemeinsam macht man sich auf die Suche nach Lösungen, bewertet die Optionen und einigt sich im besten Fall auf das beste Ergebnis. Eine Mediationsvereinbarung, die wie ein Vertrag von den Beteiligten unterschrieben wird, schließt den Prozess ab.

Mediation hat eine geschätzten Erfolgsquote von 70 bis 80 Prozent

„Der Mediator agiert im Prinzip wie ein Dolmetscher zwischen den Streithähnen und bringt emotionale Verstrickungen auf eine sachliche Ebene“, sagt Psychologin Meier. Die Erfolgsquote solcher Verfahren lässt sich schwer schätzen, sie beträgt nach unterschiedlichen Angaben zwischen 70 und 80 Prozent. Allerdings fließen hier nicht jene Konflikte ein, die der Mediator gar nicht erst annimmt. „Mediation hat auch Grenzen, beispielsweise wenn das Machtgefälle zwischen den Konfliktparteien zu groß ist, also etwa der Angestellte sich gar nicht traut, seinem Chef gegenüber offen zu reden.“ Auch erzwungene Mediation bringt nichts, genauso wenig wie Fälle, in denen ein oder mehrere Beteiligte eigentlich eine Therapie benötigen würden.

Glückt jedoch die Mediation, hat sich nach Angaben von Stulle und Meier weitaus mehr Vorteile, als lediglich einen bestimmten Konflikt zu lösen. „Häufig wird die Zusammenarbeit besser und stärker. Die Belastung durch den Konflikt, die Kraft und Arbeitszeit gekostet hat, fällt weg, man kann sich wieder auf die Arbeit konzentrieren.“ Meist geht die Konfliktlösung mit Aha-Erlebnissen auf beiden Seiten einher. So entsinnt sich Christine Meier an einen Betriebsrat, der grundsätzlich jeder Kündigung widersprach, obwohl alle arbeitsrechtlichen Fragen geklärt waren. In der Mediation fanden beide Parteien nicht nur heraus, dass sie dem anderen unterstellten, Informationen zurückzuhalten; sie erkannten auch, dass sie im Prinzip das selbe Ziel hatten, nämlich den Erfolg des Unternehmens.

„Mediation ist Zeit- und Kostenersparnis“

„Große amerikanische Unternehmen wie Coca-Cola oder IBM haben Mediation längst als festen Bestandteil der Konfliktlösung in ihre Arbeitsverträge geschrieben, weil sie wissen, dass sie damit Zeit und Kosten sparen“, sagt Meier. Das bedeutet im Falle eines Konflikts, dass zunächst der Weg der Mediation beschritten wird und erst nach einer erfolglosen Mediation der Gang vors Gericht erfolgt.

Günstiger als ein Gerichtsverfahren sind die Mediatoren in jedem Fall: Sie werden auf Stundenbasis bezahlt, das Honorar wird frei vereinbart, der wahrscheinliche Zeitaufwand vorher festgelegt. Weil die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, empfehlen die Referentinnen, sich an den Verbänden zu orientieren, darunter dem Europäischen Berufsverband für eigenständige Mediation EBEM, dem Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt und dem Bundesverband Mediation. „Und was, wenn der Prozess vor Gericht schon begonnen hat?“, fragt einer der anwesenden Manager. „Selbst dann kann noch ein Mediator eingeschaltet werden“, antwortet Sabine Stulle. Richter, so ist ihre Erfahrung, regen immer häufiger selbst zur Mediation an, wenn sie den Eindruck haben, dass die Parteien sich auf diesem Wege einigen könnten.

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Hamburg: Den ökologischen Fußabdruck verkleinern

Biodiversität ist ein Schlagwort unserer Zeit. Der Schutz der Artenvielfalt und der Ökosysteme liegt auch Eberhard Brandes am Herzen. Kein Wunder, ist er doch seit knapp zwei Jahren Geschäftsführer des WWF Deutschland und fühlt sich seit Jahrzehnten der Natur verbunden. Vor den Mitgliedern der manager-lounge zeigte er in Hamburg, was jedes Unternehmen - egal ob klein oder groß - zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen kann.

Der „World Wide Fund For Nature“ (WWF) ist mit 4500 Mitarbeitern eine der größten Naturschutzorganisationen weltweit. 1961 in der Schweiz gegründet, haben die mittlerweile mehr als fünf Millionen Mitglieder auch politisch einiges an Gewicht erlangt. Von anderen Organisationen unterscheidet sich der WWF allerdings dadurch, weniger durch öffentlichkeitswirksame Aktionen aufzufallen. „Wir arbeiten eher wie ein Netzwerk und legen Wert auf partnerschaftliche Lösungen“, so Brandes.

Unternehmen können auch direkt auf den WWF zukommen und sich beraten lassen. „Wir setzen uns dann zusammen und erarbeiten gemeinsam Vorschläge, wie interessierte Firmen einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten können“, so Brandes im Stile eines Beraters. Die einzelnen Firmen haben zum einen eine zentrale Multiplikatorfunktion und zum anderen natürlich auch eine große Bedeutung als direkter Nachfrager. „Ziel muss es sein, den ökologischen Fußabdruck eines jeden Unternehmens zu verkleinern.“

Zu den bekanntesten WWF-Projekten zählt die Zusammenarbeit mit der Brauerei Krombacher. Die Regenwaldkampagne - vom Erlös jeder verkauften Bierkiste fließt ein Beitrag in die Regenwaldstiftung des WWF - erbrachte bereits knapp vier Millionen Euro. Dieses Geld wird nachhaltig für den Schutz vor Wilderei und illegalen Holzeinschlag sowie den Aufbau einer ökologischen Forstwirtschaft im zentralafrikanischen Regenwald von Dzanga-Sangha verwendet.

„Jedes Jahr verschwinden weltweit etwa 14 Millionen Hektar Wald, etwa die Hälfte Deutschlands“, mahnt Brandes, „es dauert 300 Jahre, bis das wieder so nachwächst“. Besonders Entwicklungsländer sind hier stark betroffen. Um die grüne Lunge der Erde zu retten, hat der WWF das Zertifizierungssystem „Forest Stewardship Council“ (FSC) maßgeblich mit unterstützt.

„Das war eine Idee des Inhabers“

Dieses garantiert die Beschaffung von Holz- und Papierprodukten aus kontrolliert umweltverträglicher Waldwirtschaft und soll verantwortungsbewusste Unternehmen beim Einkauf entsprechender Produkte beeinflussen. Für den WWF-Deutschland-Chef ist das für die Zukunft des Planeten eminent wichtig: „Den Erhalt der Wälder müssen wir unbedingt hinbekommen“.

Für dieses Ziel setzen sich auch namhafte Konzerne aktiv ein: So unterstützt der global agierende Autohersteller Toyota in vielen Ländern Aufforstungsprojekte mit Millionenbeiträgen.

Doch auch gerade Unternehmen, die kleiner und unbekannter sind, können etwas tun - wie zum Beispiel Berendsohn, ein Hersteller von Geschenkartikeln. Das Hamburger Unternehmen kauft an der lauenburgischen Schaalsee-Landschaft Freiflächen auf. Diese werden dann mit Bäumen bepflanzt, auch die Kunden des Unternehmens können einzelne Baumpatenschaften übernehmen. „Das war eine Idee des Inhabers“, sagt Brandes. Und der Erfolg kann sich sehen lassen: Berendsohn schafft mit seinem Projekt geeigneten Lebensraum für bedrohte Tierarten wie Seeadler, Kraniche oder Fischotter - gute PR für das Unternehmen inklusive.

Ein weiteres Beispiel, das zeigt, wie durch eine effiziente Zusammenarbeit dauerhaft etwas bewegt werden kann, ist der umweltgerechte, nachhaltige Fischfang. Das Gütesiegel „Marine Stewardship Council“ (MSC) wurde im Jahr 1997 vom WWF zusammen mit dem Lebensmittelkonzern Unilever gegründet.

„Allein in der Nordsee gehen jährlich 500.000 Tonnen tote Fische wieder über Bord“, sagt Brandes. Dieser Missbrauch soll eingedämmt werden. Das Prädikat garantiert deshalb, dass beim Fang der Fische auf deren Bestand geachtet und Beifang vermieden wird - der Marktanteil dieser Produkte in Deutschland ist mittlerweile auf stolze 10 Prozent gestiegen. Fischstäbchen mit dem MSC-Logo kann man also mit einem besseren Gewissen essen.

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