manager-lounge Newsletter August 2009

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local lounge Hamburg: Die Kriminalität der Zukunft

Datenschutz Die weite Verbreitung des Internets ermöglicht eine neue Dimension von Verbrechen. Felix Juhl nennt Risiken, auf die sich Privatpersonen, Unternehmen und Volkswirtschaften vorbereiten müssen. »weiterlesen

Wissensnetzwerk: Die aktuellen Diskussionen

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local lounge Indien: Das Tor nach Asien

Indien_Bangalore-Juli-2009-LAPP Bangalore gilt als Metropole für Technologie. Der lokale Ableger des Stuttgarter Kabelherstellers Lapp sieht Bangalore als Tor zum asiatischen Markt - trotz und wegen aller Besonderheiten. »weiterlesen

manager-lounge: Neue Features

neue features Eine ausführliche Erklärung der Features finden Sie im untenstehenden Text. Rufen Sie auch bei generellen Fragen zur Plattform unter 040-38080-500 jederzeit gern an! »weiterlesen

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local lounge DŸsseldorf:Ê27.08.2009, 19 Uhr

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Thema: GeschŠftsprozesse vernetzen, Effizienz steigern
Referent: Norbert Gšdde, GeschŠftsfŸhrer „Care Quality Services“(CQS)

local lounge Kšln: 02.09.2009, 19 Uhr

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Thema: Wie POSITIVE LEADERSHIP zu Hšchstleistungen fŸhrt
Referent: Prof. Dr. Utho Creusen + Nina-Ric Eschemann

local lounge DŸsseldorf: 09.09.2009, 19 Uhr

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Thema: Dubai und die arabische Region: Weiterhin "Boom"?
Referent: Prof. Dr. A. Stefan Kirsten, ehem. CEO der Majid Al Futtaim Group LLC

local lounge Berlin: 09.09.2009, 19 Uhr

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Thema: Finanzierungsalternativen fŸr den Mittelstand
Referent: Theodor W. Kruse, K&P Unternehmensberatung

local lounge Frankfurt: 09.09.2009, 19 Uhr

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Thema: Interimsmanager - Retter in der Not?
Referent: Lennart Koch und Hartmut Sannecke von taskforce - Management on Demand GmbH

local lounge Hamburg: 10.09.2009, 19 Uhr

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Thema: Eine neue Weltwirtschaftsordnung nach der Krise?
Referent: Dr. Henrik MŸller, stellvertretender Chefredakteur manager magazin

local lounge Stuttgart: 15.09.2009, 19 Uhr

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Thema: Besser verkaufen in schwierigen Zeiten
Referent: Phil Kreindler, Partner der Infoteam Sales Process Consulting in ZŸrich und Autor des Harvard Businessmanagers

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local lounge Hamburg: Die Kriminalität der Zukunft

Bei Experten für Sicherheit im Internet war das Entsetzen groß. Ausgerechnet vom neuen britischen Geheimdienstchef Sir John Sawers wurden kürzlich private Details in dem beliebten Online-Netzwerk Facebook öffentlich. Gab es bisher kaum Fotos von ihm, tauchten nun Bilder in Badehose auf, die Namen von Freunden und sogar die Urlaubsziele der Familie - alles veröffentlicht von seiner Frau Lady Shelley Sawers.

Felix Juhl, Fachmann auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationssicherheit, warnt vor so einem leichtfertigen Umgang mit privaten Daten im Internet, da müsse man gar kein hochrangiger Politiker oder gar Geheimdienstchef sein. „Ich empfehle allen eindringlich, auf zwei getrennten Rechnern zu arbeiten: Mit dem einen surfen Sie im Internet und verschicken Mails. Und auf dem anderen speichern Sie Ihre wichtigen Daten, mit denen Sie besonders im Netz sehr zurückhaltend umgehen sollten. Persönliches gehört nicht ins Internet“, so Juhl vor den Mitgliedern der Hamburger local lounge.

„Das Internet ist kaum mehr zu beherrschen“

Als international tätiger Sicherheitsberater für Unternehmen sowie wirtschaftliche und politische Entscheidungsträger kennt sich Juhl aus im Kampf gegen Wirtschaftsspionage und das organisierte Verbrechen. „Die neuen Technologien ermöglichen neue Formen der Kommunikation und Organisation. Die Kriminalität wird dabei zu einem globalen Phänomen mit beträchtlicher ökonomischer Wertschöpfung“, sagt Juhl. „Sicher ist, wir können das Internet kaum mehr beherrschen“, weiß der Experte, denn dieses ist sehr schnell zu einem komplexen System herangewachsen, das über alle geographischen sowie politisch-administrativen Grenzen hinausgeht.

Terrorismus und Kriminalität im Netz

Die Zuhörer erhielten Antworten und Ausblicke. Die nationale und internationale Sicherheit sei zu Beginn des 21. Jahrhunderts in vielfältiger Hinsicht betroffen, berichtet Juhl. „Wir sind konfrontiert mit Terrorismus, weltweit organisierter Kriminalität, Waffenproliferation und steigenden Problemen mit der Internetsicherheit - von Attacken im Internet selbst bis hin zu Attacken auf das weltweite Netz als Ganzes.“ Mensch gegen Mensch, Mensch gegen System und System gegen System.

Ein entscheidender Punkt sei, dass sich die Menschheit für die Nutzung des Internets noch abhängiger vom Strom gemacht habe: „Das Internet sowie die bestehenden Computer- und Netzwerkinfrastrukturen beanspruchen schätzungsweise 9 Prozent des weltweiten Strombedarfs.“ Durch diese gewachsenen Abhängigkeiten von Infrastrukturen ist die Gesellschaft besonders gefährdet. Ein Anschlag oder künstlich herbeigeführte Fehler beispielsweise auf die Stromnetze kann das ganze System regional - und mit ausreichend krimineller Energie sogar großräumig - zum Einsturz bringen.

Auch die Cyber-Kriminalität innerhalb des Internets ist hoch. „Durch die vermutete Anonymität ist die Hemmschwelle zur Kriminalität stark herabgesetzt. Die rechtlichen Möglichkeiten, auch einer ständigen Überwachung, sind hier arg begrenzt“ berichtet Juhl: „Das Internet per se besitzt kein Wertesystem“.

Datensicherheit bleibt ein wichtiges Thema

„Jugendliche geben in den sozialen Netzwerken freiwillig Ihre Neigungen, Hobbies, Vorlieben und Bekanntenkreise preis, teilweise sogar intime Fotos. Die moderne Gesellschaft surft täglich im Netz, benutzt Kredit- und Kundenkarten und legt so eine digitale Spur ganz persönlicher Information“, sagt Juhl. Noch nie wurden Verhaltensweisen so technisch perfekt und eindeutig abgebildet und aufgezeichnet wie heute.

„Die Sicherheit der privat wie beruflich genutzten Computer und Netzwerke entwickelt sich deshalb zur Schlüsselfrage unserer Informationsgesellschaft“, so Juhl. Auch das Thema der persönlichen Kontrolle über eigene Daten sowie die Aufrechterhaltung der informellen Selbstbestimmung werde weiter zunehmen.

Das Gedächtnis des Internets

Andere Länder sind in der Bürgerkontrolle aber schon weiter: In den USA werden laut Juhl bereits 97 Prozent des gesamten Kommunikationsverhaltens analysiert. „Haben Sie dort einen Unfall auf dem Supermarktgelände, dann liegt es an Ihnen, zu beweisen, dass Sie nicht betrunken waren. Falls Sie in dem Markt in den Monaten zuvor ab und an Alkohol eingekauft haben sollten, haben Sie ein Problem: alle diese Daten sind dort gespeichert und werden notfalls vor Gericht gegen Sie angewendet.“

Kriminelle nutzen diesen gerne aus. Genauso werde auch Falschgeld immer mehr perfektioniert, auch ist mit einer hohen Zunahme von geklonten Kreditkarten zu rechnen. Eine hohe Gefahr gehe zudem von Computerviren aus. „Der weit verbreitete Virus ‚Conficker‘ hat uns am 1. April dieses Jahres noch einmal verschont, doch er könnte bald mit voller Wucht zuschlagen, zum Beispiel, indem er alle betroffenen Festplatten sperrt und nur gegen ‚eine geringe Gebühr‘ wieder frei gibt.“ Doch auch ohne Virus - die Spuren, die jeder Nutzer täglich im Internet hinterlässt, bleiben.

Deshalb sind die Folgen der naiven Datenveröffentlichung im Hause Sawers auch so groß: Trotz Löschung der entsprechenden Facebook-Seite wird die Familie des Geheimdienstchefs wohl umziehen und zusätzlichen Personenschutz erhalten müssen.

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local lounge Indien: Das Tor nach Asien

An weltweit 17 Produktionsstandorten stellt die baden-württembergische Lapp Gruppe hochwertige Kabel für Industrieanwendungen her. Im indischen Bangalore gründete das inhabergeführte Unternehmen Anfang des vergangenen Jahres das Lapp Center Asia. Doch schon seit 1996 ist Lapp in Bangalore mit einer eigenen Fertigung aktiv - eine zukunftsweisende Entscheidung, wie sich herausstellen sollte.

In den vergangenen fünf Jahren lagen die jährlichen Wachstumsraten von Lapp India bei rund 30 Prozent. Mittlerweile zählen über 1500 indische Unternehmen, vor allem aus den Branchen Automobil, Öl, Maschinenbau und Schiffsindustrie, zu den Kunden. Doch nicht nur neue Produkte werden in Bangalore hergestellt und präsentiert, auch Qualitätsprüfungen und Testverfahren werden am indischen Standort durchgeführt.

Konjunkturprogramme zeigen Wirkung

Lapp-Vorstandschef Andreas Lapp bezeichnet das Engagement seines Unternehmens in Indien als Herzensangelegenheit. „Es sollen Brücken gebaut werden zwischen Menschen und Kulturen, Wirtschaft und Wissenschaft“, so Lapp. Grund genug für die Mitglieder der local lounge Bangalore, sich vor Ort bei Lapp India umzuschauen und die neuesten Entwicklungen der indischen Wirtschaft mit den geladenen Experten zu diskutieren.

Zunächst gab Deepak Jain vom Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG eine Einschätzung zur aktuellen Lage der indischen Wirtschaftsdaten ab: „Das Bruttosozialprodukt steigt derzeit um 6,7 Prozent - nicht mehr ganz so stark wie im Vorjahr, doch noch immer ein deutliches Wachstum“. Die Konjunkturprogramme der Regierung zeigten also ihre Wirkung. „Die neue indische Regierung strebt schon bald wieder ein Wachstum von 9 Prozent an“, sagt Jain, verweist aber auch auf die zunehmende Staatsverschuldung.

Weltweit schnellstes Wachstum in Indien und China

„Zu den Schlüsselpunkten des neuen Haushaltsplans gehören vor allem Investitionen in die Infrastruktur, die weitere Entwicklung der Landwirtschaft und gleichzeitig die Ausweitung der Kapitalmärkte“, berichtet der KPMG-Experte. Geplant sei darüber hinaus eine wesentliche Vereinfachung des Steuersystem im Jahr 2010 durch die Einführung einer einheitlichen „Goods and Service Tax“, die viele der derzeit sehr komplizierten Steuerregeln ablösen soll.

„Leicht wird diese Reform gewiss nicht werden, da sich die einzelnen Bundesstaaten und der Zentralstaat noch in vielen Details einigen müssen - und die Zeit hierfür ist knapp“, urteilt der Wirtschaftsexperte, erwartet aber auch, dass der indische Markt zusammen mit der chinesischen Volkswirtschaft auch in Zukunft weltweit am schnellsten wachsen wird.

Problem: Qualifizierte Manager fehlen

Eine wichtige Rolle für die weitere Entwicklung des Landes spielt dabei der indische Arbeitsmarkt. Experte für diesen Bereich ist Neeraj Sagar vom Beratungsunternehmen Egon Zehnder International: „Der indische Industriesektor hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten sehr viele junge Talente an andere Sektoren verloren, besonders an die beiden Bereichen Finanzen und IT. Das wird in den nächsten zehn Jahren sicher ein Problem bleiben, da hier auf Dauer qualifizierte Manager fehlen werden.“

Laut Sagar werde jedoch der industrielle Sektor stark wachsen und das Interesse der jungen Ingenieure so zurückgewinnen können. „Daraus entsteht für die Firmen die dringende Notwendigkeit, eigene Talente zu entdecken und zu fördern, die jungen Führungskräfte schneller auszubilden und in die Organisation zu integrieren“, so der Berater.

„Wir haben schnell auf die Situation reagiert“

Das gelte auch für ein wachsendes Unternehmen wie Lapp India, besonders in Zeiten wie diesen: „Nachdem im Dezember 2008 deutlich wurde, dass auch Indien von der weltweiten Finanzkrise erfasst wird, haben wir schnell auf diese Situation reagiert und die Kosten gesenkt“, berichtet Deepak Jagtiani von Lapp India den indischen Mitgliedern der manager-lounge.

„Desweiteren haben wir erhebliche Anstrengungen unternommen, neue Kundensegmente, die von der Krise bislang noch nicht erfasst wurden, kurzfristig zu erschließen.“ Dieses Program zeige nun bereits erste Erfolge. Die Verkaufszahlen steigen wieder und die Ziele von Lapp India liegen deutlich über den Wachstumszahlen der indischen Gesamtwirtschaft - wie es sich für eine Boomregion wie Bangalore gehört.

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manager-lounge: Neue Features

Termine nach Outlook exportieren

Damit Ihre Terminplanung ab sofort noch einfacher für Sie ist, haben wir eine neue Funktion implementiert. In Zukunft können Sie jede local lounge, jedes business breakfast und jedes knowledge Seminar direkt in Ihren Outlook-Kalender exportieren. Mithilfe des Links >> Termin nach Outlook exportieren übernimmt Outlook Ihre manager-lounge Veranstaltungen direkt. So haben Sie immer einen schnellen Überblick über Ihre gemachten Termine und können effizient planen. Bitte denken Sie daran, dass das Exportieren nach Outlook nicht Ihre verbindliche Anmeldung zu den Veranstaltungen ersetzt.

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Text der ersten Kontaktanfrage bleibt erhalten

Innerhalb der manager-lounge kommt es häufig dazu, dass man Personen mit bestimmten Expertisen sucht - und findet. Sobald man dieses Mitglied der manager-lounge mit einer Kontaktanfrage anschreibt, bezieht man sich meist auf den Grund der Kontaktanfrage. Ab nun wird die Zuordnung Ihrer Kontakte wesentlich vereinfacht: sobald Sie eine Kontaktanfrage an ein bestimmtes Mitglied schicken, bleibt Ihr geschriebener Text in den >> Notizen erhalten. So haben Sie immer die Möglichkeit, den Grund der Kontaktaufnahme zu lesen und die entsprechende Person, auch im Nachhinein, einzuordnen.

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