manager-lounge Newsletter September 2008

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Harvard-Artikel im Fokus:
Die vier Bausteine erfolgreicher Umsetzung

Die meisten Strategien scheitern. Eine groß angelegte Studie zeigt nun, dass bei der Umsetzung ein ganzes Set von Maßnahmen zu beachten ist. So prüfen Sie, worauf es in Ihrem Unternehmen ankommt. >>weiterlesen

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Düsseldorf: Führung live

ll Düsseldorf Führung ist die Kernkompetenz sowohl von Politikern als auch von Managern. Parallelen zwischen Politik und Wirtschaft und dass es auch in der Sphäre der Wirtschaft Patt-Situationen gibt, die denen einer großen Koalition ähneln - darüber sprach Hildegard Müller bei einer Veranstaltung der manager lounge in Düsseldorf. >>weiterlesen

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Frankfurt: Der perfekte Auftritt

Der perfekte Auftritt Der Auftritt von Führungskräften kann überzeugen, aber auch in einer Kommunikationskatastrophe enden. Berater können helfen: Text, Kleidung, Haltung und Umgebung sollten gut durchdacht sein - der Auftritt darf aber auch nicht zu glatt geraten. >>weiterlesen

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Düsseldorf: Was das Profi-Training bringt

Düsseldorf: Was das Profi-Training bringt „Ich schaffe es allein", denken Führungskräfte oft und rennen gegen die Wand. Andere Manager wollen genau dies vermeiden und suchen Hilfe im Coaching. Was bringt die professionelle Beratung - und wie findet man einen guten Coach? Die Mitglieder der Düsseldorfer manager-lounge haben sich informiert. >>weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Berlin: 17.09.2008, 19 Uhr

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Thema: Abgeltungssteuer: Lösungen für private Vermögen
Referent: Georg F. Tünsmeyer, avesco Financial Services AG

local lounge Stuttgart: 18.09.2008, 19 Uhr

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Thema: Innere Sicherheit in Deutschland
Referent: Arne Schönbohm, selbständiger Berater

local lounge Barcelona: 19.09.2008, 12 Uhr

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Referent: Josep Piqué i Camps, Präsident Fluggesell.Vueling

local lounge Frankfurt: 08.10.2008, 19 Uhr

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Thema: Venture Capital und Private Equity - Chancen und Fallstricke
Referent: Kai Schadbach, LL.M. Rechtsanwalt

local lounge Berlin: 08.10.2008, 19 Uhr

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Thema: Flughafen Tempelhof - ein Mythos geht in Rente
Referent: Andreas Grunsky, Geschäftsführer first class events GmbH

business breakfast München, 09.10.2008, 8-11 Uhr

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Thema: Innovations- und Kostenführerschaft - High Tech aus dem Hochkostenstandort Deutschland
Referent: Egon W. Behle, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG

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Harvard-Artikel im Fokus: Die vier Bausteine erfolgreicher Umsetzung

Fällt es Managern und Mitarbeitern schwer, die Strategien ihres Unternehmens mit Leben zu füllen, verändern die Führungskräfte meist zuerst das Organigramm und das Vergütungsystem. Sie hoffen, die eigene Firma dadurch schlagkräftiger zu machen – meist ohne langfristigen Erfolg. Besser wäre es, wenn die Topmanager erst einmal die Entscheidungsbefugnisse sauber definieren und den internen Informationsaustausch verbessern würden. Studie: Die Erkenntnis der Autoren beruht auf Befragungen von Zehntausenden Beschäftigten in den vergangenen fünf Jahren. Insgesamt haben sie 17 Eigenschaften ermittelt, die besonders umsetzungsstarke Unternehmen auszeichnen. Diese Merkmale lassen sich wiederum vier Bausteinen zuordnen. Selbsttest: Die Autoren haben zwei Internetprogramme entwickelt. Das erste dient dazu, die Umsetzungsstärke des eigenen Unternehmens zu testen. Das zweite ermöglicht es, zu simulieren – ohne viel Geld und Zeit investieren zu müssen -, welche Maßnahmen die Organisation am ehesten voranbringen werden.

Den vollständigen Harvard-Artikel erhalten Sie durch Klick auf das Logo.

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Düsseldorf: Führung live

Düsseldorf - Hildegard ! Müller, so steht es auf ihrer Homepage und man ist versucht, wie die lokale Präsidentin der manager lounge, Dr. Kristin Grundmann in ihrer Eröffnungsrede, das Ausrufezeichen auf die Vita Müllers zu beziehen. Darauf, wohin sie es mit gerade 41 Jahren gebracht hat: Seit 2005 und noch bis Ende September ist sie Staatsministerin im Kanzleramt von Angela Merkel und verantwortet die Bund-Länder-Koordination sowie den Bürokratieabbau. Seit beinahe zehn Jahren gilt sie als eine der engsten Vertrauten Angela Merkels. Mitte der 90er Jahre, noch vor ihrer politischen Laufbahn, war sie bei der Dresdner Bank tätig. Im Oktober kehrt Müller aus der Politik wieder in die Wirtschaft zurück. Ihre Mandate im Bundestag und Bundesvorstand der CDU wird sie abgeben. In Zukunft wird Müller die Interessen von rund 1800 Unternehmen vertreten.

Die Spitzenpolitikerin, die zurück in die Wirtschaft geht, beginnt mit einem Plädoyer zur Rettung der Politik - durch die Wirtschaft. Es gäbe in Deutschland viel zu wenig Austausch zwischen den beiden Sphären. Dabei sei es heute wichtiger denn je, dass sich diese Kultur ändert. Im Klartext: „Wir brauchen Wirtschaftsvertreter, die sich politisch engagieren.“ Das wäre hilfreich für das Land, auch im internationalen Wettbewerb.

Es stimme zwar, dass in der Politik vielfach nicht so gezahlt würde, wie für vergleichbare Aufgaben in der Wirtschaft, so Müller auf den Einwurf eines Managers. Aber inkompetent, wie ein anderer Zuhörer meinte, sei Politik deshalb noch lange nicht. „Die meisten, die glauben, sie könnten das besser, haben dabei auch ihre Partikularinteressen im Auge“, sagt Müller. Und auch die Meinung eines weiteren lounge-Mitgliedes, dass wenn ein Politiker einen Fehler mache, dies folgenlos bleibe, wohingegen ein Manager in einem solchen Fall sofort seinen Job los sei, widersprach Müller. „Wenn sie in den Medien im Kreuzfeuer stehe, dann haben auch Politiker in diesem Land nur wenig Chancen.“

Die Botschaft war überbracht, die Provokation saß. Für das, was Hildegard Müller zum Thema Führung zu sagen hatte, konnte sie sich von nun an der ungeteilten Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer sicher sein. „Bei Führung geht es um die Frage: Wer steht am Anfang oben?“, so Müller. Und das entscheide sich im Wettbewerb. Das sei in der Politik nicht anders als in der Wirtschaft.

Die Große Koalition der Unternehmen

Politik bewege sich immer in einem Spannungsfeld der Interessen. Am deutlichsten spürbar sei dieses Spannungsfeld im Falle einer Großen Koalition. „Von Anfang an hatte sie große Chancen, aber auch große Probleme“, so Müller. Die Unternehmenssteuerreform beispielsweise sei als eine Chance wahrgenommen und realisiert worden. Eine Einigung war möglich. Bei der Gesundheitsreform hingegen nicht. Zwei Modelle - die Bürgerversicherung und das Prämienmodell - standen sich gegenüber; „an einem bestimmten Punkt kommen Sie bei den Verhandlungen nicht mehr weiter, weil Sie zu der grundsätzlichen Frage kommen: Mehr oder weniger Staat?“ An diesem Punkt verläuft die Grenze der politischen Einigung.

Grenzen gibt es auch in der Wirtschaft. Und einiges spricht dafür, dass Hildegard Müller sich ab Oktober in einer Art neuen großen Koalition wiederfindet, wenn sie die Verbandsführung übernimmt. Dann will ein Manager wissen, ob angesichts der aktuellen energiepolitischen Diskussionen und der unterschiedlichen Interessenslage kleiner und großer Unternehmen in der Branche, ihre Führungsaufgabe im Verband nicht einer „mission impossible“ gleiche. „Es ist ein bisschen wie in der Großen Koalition“, sagt Müller. Auch in der Energiebranche gäbe es klare Grenzen.

Mut und Eigenverantwortung

In derartigen Grenzsituationen gelte es dann, die Führung zu übernehmen: „Wiederbewaffnung, Westintegration, Ostpolitik und sogar die Wiedervereinigung - wenn Politik sich nur auf Meinungsumfragen stützen würde, wäre es zu all diesen Entscheidungen nicht gekommen“, sagt Müller. „Im entscheidenden Moment sind immer Mut und Eigenverantwortung gefragt.“

„Sie können nur ein guter Anführer sein, wenn Sie überzeugend sind“, sagt Müller. Und an dieser Stelle kam sie wieder, die Botschaft: Die Überzeugung sei ja nicht nur für den persönlichen Erfolg wichtig und nicht nur in der Politik essentiell, sondern auch für die Wirkung nach außen. Diskussionen wie die über Managergehälter kratzten zum Beispiel am Image der Wirtschaft. „Lassen Sie nicht zu, dass das Ansehen der Wirtschaft leidet“, sagt Müller. Es gäbe eine Menge Beispiele für gute Unternehmensführung in Deutschland; aber es gäbe auch Zweifel und Fragen, und die gelte es auszuräumen, beziehungsweise zu beantworten - kraft der eigenen Überzeugung.

Einer sägt immer am Stuhl

Ansehen durch Überzeugung, oder: Macht durch Charisma. Doch das Charisma kommt nicht von selbst - auch bei Frau Müller nicht. „Wenn Sie keine Hilfe haben, gehen Sie unter“, sagt sie. Und selbst mit Hilfe - Rede-Trainern und Rhetorik-Seminaren - bleibt es immer noch schwer genug. Nur das ständige Üben helfe weiter.

Mit Überzeugungskraft allein ist es aber auch nicht getan; gerade dann, wenn der Arbeitsplatz in der viel zitierten Schlangengrube der Politik liegt. Sich in dieser Sphäre verlässliche Kreise zu schaffen, sei schwierig, ist Müllers Erfahrung. „Es gibt immer einen, der an ihrem Stuhl sägt“, sagt sie. Der Nachsatz: „Das muss ich Ihnen wahrscheinlich nicht erzählen“ - fand unter den Managern breite Zustimmung. Umso wichtiger sei es aber, die eigenen Leute hinter sich zu wissen - ihr Tipp an dieser Stelle: Zuhören signalisiert den Mitarbeitern, dass man ihre Arbeit anerkennt. Ein zufriedener Mitarbeiter wiederum sei eher loyal als ein unzufriedener.

Hildegard - Ausrufezeichen - Müller hat gesprochen, hat sie auch überzeugt? Ihr Auftreten, ihre Selbstsicherheit, ihre Authentizität auf jeden Fall, so die Reaktion einiger manager lounge-Mitglieder auf Müllers Vortrag. Bleibt noch die Frage nach dem Ausrufezeichen im Namen. Das stammt aus ihrem ersten Bundestagswahlkampf. Zwei Müller standen auf der Liste und um Verwechslungen vorzubeugen, sollte die Aufmerksamkeit auf den Vornamen gelenkt werden. Dass es ihr Name war, der den Zusatz erhielt, ist bestimmt kein Zufall, sondern geschah vielleicht in Vorwegnahme der Frage: „Wer steht am Anfang oben“.

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Frankfurt: Der perfekte Auftritt

Lee Iacocca, langjähriger Chrysler-Vorstandschef und Managerlegende der internationalen Wirtschaftsgeschichte steht für ein unschlagbares Selbstbewusstsein in der CEO-Kommunikation: „Ich redete den ganzen Tag. Und wie bei allem Übrigen: Wenn man es nur häufig genug macht, hat man es schließlich drauf.“ Erfahrene Kommunikationschefs sehen das ganz anders: „Der Auftritt des Managements ist das Unsicherste überhaupt, der Vorstand selbst ein kommunikatives Risiko.“

Mit diesem Zitat aus dem Standardwerk „Corporate Speaking“ begrüßte Jürgen Siegemund, Präsident der local lounge Frankfurt, seine Gäste und Herrn Dr. Stefan Wachtel, der zu diesem Thema referierte. Der erfahrene Senior-Coach von Expert Executive, einem Trainingsinstitut für CEO-Kommunikation, reagierte auf den im Coaching häufig geäußerten Wunsch, authentisch bleiben zu wollen, mit den Worten: „Mal schauen, was draus wird“, lächelt und lässt diese Aussage wirken. Am Ende des Auftrittstrainings steht nämlich die Aussage „Authentisch sind wir in der Regel ungenießbar“. Zielvorgabe für Wachtels Klienten ist daher, zu jeder Zeit und aus jeder denkbaren Perspektive glaubwürdig und authentisch zu scheinen.

Aufgabe der CEO-Kommunikation: „überzeugen - motivieren - Stimmung machen".

Fachlich qualifizierte, weitgehend integere Manager sind per se keine Garanten für erfolgreiche Unternehmenskommunikation. Überzeugende Produktqualität, ökonomischer Erfolg und das gepflegte Image eines Unternehmens wollen insbesondere der breiten Mediengemeinde perfekt präsentiert sein.

„Auf dem Gipfel des Erfolgs angekommen, müssen viele Vorstände heute ihre Rolle und den Aufbau ihrer Aussagen und Reden ändern“ sagt der Senior-Coach. „Von der Pyramide des Informierens und Rapportierens hin zu einer umgekehrten, rhetorischen Form.“ Aufgabe der CEO-Kommunikation sei der Dreiklang von „überzeugen - motivieren - Stimmung machen“. Tröstend für den Lehrling: Grundbausteine hierfür sind 22 gleichermaßen kategorische wie einfache, sich beständig wiederholende und variierte Kernbotschaften.

Perfektes Setting für ein geprelltes Millionenpublikum

Ich-Botschaften und die persönliche Perspektive zum Beispiel sind nur noch erlaubt, wenn es darum geht, in Krisenzeiten Verantwortung zu demonstrieren. Als gelungenes Beispiel hierfür erinnert Wachtel an Ron Sommer. Auf dem Tiefstand der Telekom-Aktie wurde Sommer in einem prominenten ZDF-Interview mit der Forderung seines Rücktritts konfrontiert. Ein Videomitschnitt dokumentiert: Die bislang stringente Körperhaltung Sommers - aufmerksam brisanten Fragen lauschend - ändert sich nur minimal. Der Vorstandschef zeigt Rückgrat. „Ich bin kein Schönwetterkapitän“ ist die schlichte, ohne Pathos gesprochene Antwort. Und am nächsten Tag eine millionenfache Medienschlagzeile.

Hier stimmte der „Sound“ exakt vorbereiteter Redepassagen überein mit weiteren Komponenten des „Corporate Speaking“: Angemessener Inhalt und schlichter Text, Dresscode und konzentrierte Haltung sind optimal aufeinander abgestimmt. So sieht ein situationsbezogenes, perfektes Setting für ein geprelltes Millionenpublikum aus.

Doch nach dem Auftritt ist vor dem Auftritt. Das „Corporate Speaking“ will nicht nur gelernt, es muss auf jeder Sprosse der Karriereleiter und zu jedem entscheidenden Termin offenbar neu geprobt sein. Zusätzliche Sicherheit bei der Inszenierung ihrer Spitzenmanager gibt der Unternehmenskommunikation, dass nicht allein jede Geste im Vorwege peinlich genau analysiert wird. Auch jeder Einzelne, vom Event-Ausstatter herbeitransportierte und platzierte Blumenkübel wird auf Qualität, Form und Inhalt hin begutachtet. Denn für das Gesamterscheinungsbild der Führungselite gilt auch das: Bitte keine Lilien - das wäre der symbolische Tod.

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Düsseldorf: Was das Profi-Training bringt

„Das müsste ich mal mit meinem Coach besprechen“ - ein solcher Satz dürfte einem deutschen Manager im Kollegenkreis kaum über die Lippen kommen. So wenig wie das Eingeständnis, in persönlichen Dingen einen Therapeuten zu konsultieren. US-Manager sehen hingegen viel häufiger Coaching als Chance, bessere Lösungen in ihrer täglichen Arbeit zu finden.

Doch auch hierzulande wächst das Interesse am Thema, gleichzeitig steigen die Ansprüche der Manager an ihre Coachs. Eine Kienbaum-Studie sieht gar den deutschen Coaching-Markt im Umbruch: Die Kunden wollen nicht nur klassisches Coaching, sie sehen in ihrem Berater immer häufiger einen neutralen Diskussionspartner, mit dem sie aktuelle Managementprobleme beackern.

In der Studie nannten 81 Prozent der befragten Unternehmen als Ziel eines Coachings, aktuelle Führungs- und Managementprobleme zu klären und dafür Lösungsstrategien zu erarbeiten. Einen solchen Job kann nur ein Profi erledigen, glauben die Führungskräfte: Sie erwarten vom Berater Berufserfahrung (90 Prozent), eigene Führungs- und Managementerfahrung (77 Prozent), eine fundierte Change-Management-Kompetenz (65 Prozent) - und sie achten auf das persönliche Auftreten des Coachs (94 Prozent).

„Einen anderen Blickwinkel aus eine neue Sichtweise ermöglichen“

Der versteht sich idealerweise als eine Art „Helikopterpilot“, der Managern von einem anderen Blickwinkel aus eine neue Sichtweise ermöglicht. So jedenfalls versteht Gerhard L. Düwer das Coaching-Geschäft, das der Trainingsprofi vor rund 50 Gästen der Düsseldorfer manager-lounge präsentierte. Düwer hat selbst 16 Jahre in der europäischen Luftfahrtindustrie als Ingenieur, Projekt- und Teamleiter gearbeitet. Düwer schwört auf die systemische Methode: Jeder agiere in Systemen, ob in der Familie, im Freundeskreis oder im Unternehmen - „niemand ist eine Insel". Auch der Berater selbst wiederum wird Teil des Systems. „Das ist unvermeidbar", sagt Düwer, der Coach müsse aber neutral agieren.

Manager, die ein Coaching suchen, sollten sich zunächst über ihre eigenen Ziele im Klaren sein, rät Düwer: Geht es um „persönliches Wachstum" oder um Führungsthemen? „Was zählt, ist die Agenda des Klienten", so der Berater. „Der Coach ist ein verschwiegener Vertrauter" - eine Konstellation, die in der Praxis durchaus Zündstoff birgt. Dann nämlich, wenn ein Unternehmen seinen Mitarbeitern ein Coaching bezahlt und in der Beratung sich etwa ein Wechsel des Arbeitgebers als mögliche Alternative erweist.

Eine Beziehung, die ganz auf Sie fokussiert ist

Für den gecoachten Manager dürfte sich indes die systematische Unterstützung in der Regel rentieren: „Stellen Sie sich eine Beziehung vor, die ganz auf Sie fokussiert ist und auf die Möglichkeiten, wie Sie Ihre Ziele erreichen", sagt Düwer, „keine andere Beziehung bietet durchgängig diesen hohen Grad an Unterstützung und Ermutigung."

Eine solche Traumbeziehung hat allerdings ihren Preis. Ein Coaching kostet durchaus 2000 Euro am Tag oder mehr. Umso wichtiger ist die Auswahl eines guten Beraters. Interessenten sollten auf die Expertise achten und Mindestanforderungen stellen, rät der Experte.

Wer zum Beispiel Rat in Führungsfragen sucht, sollte einen Berater wählen, der auf dem Gebiet erfahren ist. Ein zertifizierter Coach hat mindestens ein Jahr lang 250 bis 300 Unterrichtseinheiten absolviert. Wer den Stempel der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie im Zeugnis trägt, hat eine bis zu vier Jahre dauernde Ausbildung und 450 bis 600 Unterrichtseinheiten hinter sich.

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