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manager-lounge Newsletter September 2009

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business breakfast: Alleskönner Handy

Business Breakfast Vodafone Deutschland-Chef Friedrich Joussen plauderte mit seinen Frühstücksgästen aus der manager-lounge über die schier unendlichen Möglichkeiten des Mobilfunkmarktes. »weiterlesen

Wissensnetzwerk: Die aktuellen Diskussionen

Zu weiteren Diskussionen

knowledge Seminar: Neue Innovationsgipfel

knowledge Kitzbühel Der Begriff Innovationen wurde gewiss schon arg strapaziert - trotzdem sind diese noch immer ein unverzichtbarer Antrieb der Wirtschaft, auch bei Google oder Lego. Die Seminarteilnehmer diskutierten. »weiterlesen

Umfrage: Die Wahl der Manager

Reichstag Die Bundestagswahlen rücken näher, der Kampf um die Stimmen spitzt sich zu. Die Mitglieder der manager-lounge diskutieren über mögliche Koalitionen, die Deutschland aus der Krise führen sollen. »weiterlesen

Terminvorschau

local lounge Stuttgart: 15.09.2009, 19 Uhr

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Thema: Besser verkaufen in schwierigen Zeiten
Referent: Phil Kreindler ist Partner der Infoteam Sales Process Consulting in Zürich und Autor des Harvard Businessmanagers

local lounge Barcelona: 18.09.2009, 12 Uhr

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Thema: Deutschland vor der Wahl
Referenten: Talk-Show mit Gerhard, Eberhard Diepgen, Kajo Neukirchen, Utz Claassen

local lounge Nürnberg: 21.09.2009, 19 Uhr

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Thema: Metropolregion Nürnberg
Referent: Dr. Roland Fleck, Wirtschaftsreferent Stadt Nürnberg

local lounge München: 23.09.2009, 19 Uhr

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Thema: Dank gutem Risikomanagement erfolgreich trotz Krise
Referent: Dr. Werner Gleißner ist Vorstand der Future Value Group AG und Leiter der Risikoforschung der Marsh GmbH

local lounge Zürich: 24.09.2009, 18 Uhr

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Thema: Was Unternehmen von Orchestern lernen können
Referent: Christian Gansch, Dirigent, Referent und Unternehmer

local lounge Hannover: 24.09.2009, 19 Uhr

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Thema: Rechtsrisiken für Unternehmen im Web 2.0
Referent: Rechtsanwalt Dr. Tobias Gostomzyk, Höcker (Köln/Hannover)

Clubangebot Segeln: ab 01.10.2009

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Thema: Segeln auf der Ostsee mit der Thor Heyerdahl
Referent: Segelschiff Thor Heyerdahl, Dreimast-Toppsegelschoner

local lounge Düsseldorf: 13.10.2009, 19 Uhr

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Thema: Bedeutung von Visionen für Unternehmen & Marken
Referent: Guido Körfer, Director Client Services Euro RSCG sowie voraussichtlich Ursula Fuhrhop (Head of Strategic Planning) und Ulrich Förster (CEO)

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business breakfast: Alleskönner Handy

28 Stunden dauert es im Schnitt, bis ein Mensch den Verlust seiner Kreditkarte bemerkt. Sein Handy vermisst er dagegen bereits nach zwei Stunden. Für Friedrich Joussen, Deutschland-Chef von Vodafone, zeigt diese Statistik deutlich: Im Mobilfunkbereich liegt die Technologie der Zukunft - schon bald werden wir alle das Handy weit mehr nutzen, als nur zum Telefonieren.

business breakfast

Zum business breakfast der manager-lounge empfing der Vodafone-Deutschland-Chef seine Gäste im 21. Stock der Zentrale am Düsseldorfer Rheinufer. Dort bot er den angereisten Managern nicht nur einen schönen Blick über die Stadt, sondern auch einen Einblick in die Möglichkeiten des Mobilfunks - sowohl die der Gegenwart als auch die der Zukunft. Der 46-jährige Duisburger, der nach seinem Studium in Aachen zunächst als Ingenieur in den USA arbeitete und eher durch Zufall zurück an den Rhein und zu Mannesmann kam, ist sich sicher: „In diesem Segment wird noch viel passieren.“

Ursprünglich hatte Joussen mit den Managern über Werte sprechen wollen, über die soziale Marktwirtschaft und Konsequenzen aus der Krise. Doch als der Vodafone-Manager zu Beginn des Treffens die Fragen seiner Gäste sammelt, wird schnell deutlich: Das Interesse ist auf die Zukunft gerichtet. Die Manager wollen wissen, was wird. Nicht was war. So setzt Joussen - nach einem kurzen Ausflug in die Geschichte des Unternehmens und seiner Rolle bei der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone - in seinem Vortrag vor allem auf ein Schlagwort: Innovation.

Zahlen mit der SIM-Karte

Die ist für Joussen schon mit einem Blick auf das vergangene Jahrzehnt das wichtigste Schlagwort: „Als ich hier anfing, gab es noch keine Computerarbeitsplätze, alle arbeiteten an Schreibmaschinen“, erinnert er sich. Innerhalb kürzester Zeit schaffte der Mobilfunk eine Penetration von 0 auf 100 Prozent. „Das gab es bisher bei keiner anderen Technologie“, so Joussen, auch Fernsehen und Internet konnten sich nicht in gleicher Geschwindigkeit durchsetzen.
Wer heute aus dem Haus geht, der überprüft stets, ob er drei Dinge dabei hat: Seinen Schlüssel, seine Brieftasche und sein Handy. „In Deutschland verfügen wir über eine flächendeckende Festnetz-Infrastruktur, in Kenia oder Indien ist das nicht der Fall“, sagt Joussen. So kommt es auch, dass gerade in diesen Ländern das Handy längst nicht mehr nur zum Telefonieren genutzt wird. Wo Bankautomaten fehlen, ist das Mobiltelefon heute schon Kommunikations- und Zahlungsmittel zugleich, wird die SIM- auch zur Kreditkarte. Eine Entwicklung, die sich in einigen Jahren weltweit durchsetzen wird, glaubt der Vodafone-Deutschland-Chef. So wird auch in seinem Unternehmen an Ideen für Innovationen gearbeitet, mehrere Teams sind damit beschäftigt, sich zu überlegen, was man mit einem Handy noch alles anstellen kann.

Die drei Hürden vor dem Markteintritt

Dabei findet nicht jede Idee sofort ihren Weg auf den Markt: Schon vor einigen Jahren ließ sich Vodafone das "Floating Car Delta" patentieren, ein System, das via Handysignal anonymisiert Staus erkennt und präzisere Daten für die Verkehrsnachrichten ermittelt. Eine nützliche Idee, allein: „Es fehlte der Markt“, so Joussen, „finden Sie jemanden, der dafür zahlt, wenn es die Nachricht im Radio frei gibt.“ Vodafone fand einen Käufer. Der Navigationsgerätehersteller TomTom erwarb die Technologie, baut sie seither in seine Geräte ein, die den Autofahrer am Stau vorbeileiten sollen. „Es ist oft eine Frage von kreativer Intelligenz, solch einen Mediator zu finden“, sagt Joussen.

business breakfast

Für ihn muss eine Idee drei Hürden überwinden, um zu einer sinnvollen Innovation zu werden: „Am Anfang steht die Frage: Funktioniert die Technik überhaupt, ist sie reif für den Markt?“. Danach gelte es herauszufinden, ob ein Markt für das Produkt existiere. In einem dritten Schritt schließlich sollte sich ein Unternehmen fragen: „Auch wenn die Idee gut ist, warum sollten wir sie machen und nicht jemand anders?“ Die Antwort könne manchmal auch sein: Um der Erste zu sein und die Idee dann gewinnbringend zu verkaufen. Die deutsche Internetauktionsplattform Alando ist für ihn so ein Fall: Gegründet, um vom größeren Ebay übernommen zu werden.

Europa wird nicht der Innovationsmotor sein

Ähnlich wie der Mobilfunk ist für Joussen auch das Internet ein immenser Innovationsmotor, der für den Vodafone-Manager allerdings ein deutliches Defizit aufweist: „Was im Internet noch fehlt, ist Vertrauen“, glaubt er. Schließlich könne dort ein Anbieter nie genau wissen, mit welchem Nachfrager er gerade zu tun habe, ob der überhaupt wirklich existiere. Hier sieht Joussen einen Vorteil im Mobilfunk. „Die eingebaute SIM-Karte legt den Nutzer eindeutig fest, sie ist fälschungssicherer als jedes Papier.“ Und genau das kann sich der Mobilfunkanbieter zunutze machen, indem er auf eben dieser SIM-Karte "Container" vermietet, Platz also, auf dem beispielsweise Banken Zahlungsgeschäfte einrichten können.

Wenn Joussen erzählt, dann sieht man förmlich, wie sich vor ihm eine neue Welt aufbaut, in der das Handy Fahrkartenautomat, Navigationsgerät und Zahlungsmittel zugleich ist, in der das Mobiltelefon seinen Nutzer quer durch die Welt leitet. Seinen Anfang - auch da ist sich Joussen sicher - wird diese Entwicklung nicht in Europa nehmen. „Die Technologie entsteht dort, wo andere Infrastruktur fehlt“, glaubt er. Doch wenn sie sich dort erst einmal etabliert hat, wird die Welle zurückschwappen. Und genau dann will der Vodafone-Manager aufspringen.

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knowledge Seminar: Neue Innovationsgipfel

Zu hohen Zielen gehören im Unternehmertum immer auch Innovationen. Ab und zu innehalten, um Muße für neue Ideen zu haben, ist dafür unumgänglich. Für das Seminar „Mit Innovationen die Krise meistern“ der manager-lounge war der Tagungsort unter diesen Gesichtspunkten perfekt gewählt: das Hotel A-Rosa in Kitzbühel, ruhig gelegen mit einem famosen Blick auf die Berggipfel der Alpen - wie geschaffen, um den Berufsalltag in einer exklusiven Runde mit neuen Impulsen aufzufüllen.

Frische Produkte, neue Prozesse oder einfach nur eine Veränderung im Design - um damit langfristig Erfolg zu haben, müssen die Dinge manchmal komplett auf den Kopf gestellt werden. Dies hat Google in den vergangenen Jahren eindrucksvoll getan. Die weltweit führende Internetsuchmaschine ist neue, innovative Wege gegangen. Für Karl Pall, Country Manager von Google Austria, liegt das Erfolgsgeheimnis vor allem in dem Grundprinzip des Unternehmens: „User First“.

„Auf Leistung bauen und nicht nur auf Werbung!“

Und diese Nutzer geben Google Recht. Beliebte Produkte neben der Internetsuche heißen Maps, Earth, Book Search oder Youtube und stehen für den profitablen Siegeszug des Konzerns aus Kalifornien auf den Rechnern der Menschen. „Wir wollen die Informationen der Welt organisieren und diese allgemein zugänglich machen“ lautet die Mission, die dahinter steht. Eine besondere Rolle spielen für Google dabei auch Allianzen, die das Unternehmen als Multiplikatoren sieht.

knowledge Kitzbühel

Zudem ist die Geschwindigkeit bei der Einführung neuer Produkte entscheidend: „Warten ist immer die falsche Lösung, denn das Geschäft mache ich ab jetzt - und ab dann in jedem Moment“, so Pall. Bei neuen Innovationen sei es zudem wichtig, dass die führenden Online-Marken auf Leistung bauen und nicht nur auf Werbung. „Wir setzen unseren Fokus gezielt auf die Performance. Das Marketing wird dabei zum Service“, so der Internetexperte.

Bei kleineren Unternehmen sind die finanziellen Möglichkeiten natürlich bescheidener. Doch gerade in diesen Firmen mangelt es häufig nicht an Ideen. Die Schwierigkeiten liegen dort eher in einer profitablen Umsetzung. Und oft erhöht sich mit steigenden Aufwendungen für Innovationen die Unzufriedenheit der Manager, da die Resultate nur schwer zu messen sind. Doch wie können Unternehmer Kreativität und Innovation gezielt fördern?

Das Urteil der Lego-Fans

Dirk Röhrborn, Geschäftsführer Communardo Software, setzt auf Freiräume: „Es müssen immer Zeiten für Innovationsaktivitäten geschaffen werden.“ In seinem Betrieb sind das jeweils 5 Prozent „freie Zeit“ - sowohl auf individueller als auch auf organisatorischer Ebene. „Das wird bei uns als ein zwar kostspieliges, aber auch lohnenswertes Investment in die Zukunft der Firma angesehen“, berichtet Röhrborn.

Kontinuierlich auf Innovationen setzt auch der Gesundheitskonzern Roche Diagnostics. Jochen Hurlebaus verantwortet das Innovationsmanagement und hat mit interdisziplinären Workshops gute Erfahrungen gemacht: „Dort treffen die Vertreter aus dem Management auf unsere Forscher, hinzu kommen dann externe Experten und Kunden.“ So werde ein einheitliches Verständnis geschaffen, wie Kundenbedürfnisse am besten mittels neuer Produkte befriedigt werden können.

Auch der Spielzeughersteller Lego baut auf einen permanenten Kundendialog. „Über Tests werden Attraktivität und Spielwert der Produkte durch den Konsumenten bewertet und gegebenenfalls weiterentwickelt“, berichtet Dirk Engehausen, Geschäftsführer und Senior Vice President der Lego Group. Bei manchen Produktlinien werden sogar Lego-Fans an der Modellgestaltung beteiligt. Engehausen kennt aber auch die Schwierigkeiten: „Unsere Designabteilung hat viele kreative Ideen, die aber nicht immer marktfähig sind. Sie bedienen dann nicht das typische Spielverhalten, sind nicht zu einem akzeptablen Preis produzierbar oder zu komplex und daher schwierig zu kommunizieren.“

„Nutzen Sie systematisch die Stärken“

knowledge Kitzbühel

Als Innovationsexpertin gilt auch Eva Diedrichs vom Beratungsunternehmen A.T. Kearney. Sie leitet ein Projekt auf Initiative der Europäischen Kommission zur Steigerung des Wachstums mittelständischer Unternehmen durch ein verbessertes Innovationsmanagement. Ihr Tipp für die Mitglieder der manager-lounge: „Kennen Sie die Stärken und Schwächen des Unternehmens genau, bauen Sie konsequent die Schwächen ab und nutzen systematisch die Stärken. Und seien Sie offen für Ideen - unabhängig ob sie intern entwickelt wurden oder von außen kommen.“

Oft fahren Unternehmen in ihren Bestrebungen aber auch in eine Sackgasse. Für Siemens-Berater Alexander Lang sind Innovationen „per Definition finanziell erfolgreiche Produkte, denn sonst handelt es sich lediglich um Inventionen“. Als Beispiel nennt er die Automobilindustrie: „Diese bemüht sich mit aller Kraft, innovative Produkte zu finden, was enorme Summen verschlingt. Doch am Ende bringt sie nur Inventionen hervor - also Neuerungen ohne Kundennutzen und ohne echten Markterfolg.“

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Umfrage: Die Wahl der Manager

Die Zeit der großen Koalition neigt sich in Deutschland wahrscheinlich dem Ende zu, denn am 27. September wird der Bundestag neu gewählt. Trotz der Wirtschaftskrise mit Themen wie Opel, Karstadt oder der Abwrackprämie lief der Wahlkampf zunächst recht beschaulich ab. Erst seit den drei Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und dem Saarland ist Schwung in den Parteienwettstreit gekommen. Sicher ist, dass eine richtungsweisende Wahl bevorsteht.

Eine absolute Mehrheit ist dabei laut Umfragen nicht in Sicht, doch dafür ist die Zahl der denkbaren Koalitionen groß. Die Mitglieder der manager-lounge diskutierten in den vergangenen Wochen, welcher Parteienzusammenschluss das Land aus der Wirtschaftskrise führen kann. Der Sieger der Umfrage heißt „schwarz-gelb“, 62 Prozent der Teilnehmer stimmt für eine Koalition aus CDU/CSU mit der FDP. Eine klare Mehrheit, doch bei einer Befragung unter Führungskräften gewiss keine große Überraschung.

Wirtschaftliche Vernunft erfordert Konfliktbereitschaft

Auswertung

Doch es gibt auch Kritik, zum Beispiel an der eigentlich bei Unternehmern beliebten FDP. „Statt sich endlich wieder als die Partei der wirtschaftlichen Vernunft zu profilieren, verspricht man populistisch Steuersenkungen, ohne gleichzeitig zu sagen, wo dann drastisch Ausgaben gestrichen werden, so dass auch ein Schuldenabbau wieder möglich ist“, so Thomas Maetzel von der Unternehmensberatung Aurel Vest.

Das erfordere natürlich Konfliktbereitschaft: „An jeder Ausgabenposition des Staats hängt eine Lobby und darüber hinaus Wählerpotenzial“, so der erfahrene Manager. „Da sowieso mindestens 80 Prozent ohnehin die FDP nicht wählen, hätte sie doch am ehesten die Chance, konsequente Einschnitte in den Staatsausgaben zu fordern.“ Maetzel erwartet trotzdem eine schwarz-gelbe Koalition: „Hoffen wir, dass es der FDP hier gelingt, die CDU wieder etwas aus der sozialistisch-populistischen Ecke zu holen.“

Grüne = Turnschuhpartei?

Christian Voigt setzt dagegen auf eine schwarz-grüne Koalition - bei den Umfrageteilnehmern noch vor der „Ampel“ und einer Neuauflage der großen Koalition die zweitbeliebteste Variante. „Auf der Unternehmerseite dominiert zwar nach wie vor der Glaube an Freihandel und ungezügeltes Wachstum - mit der Folge, dass insbesondere Unternehmer nach dem Motto ‚weiter so wie in der Vergangenheit‘ gerne FDP oder CDU/CSU wählen. Möglicherweise halte sich aber auf der Unionsseite noch das simple ‚Turnschuh-Partei‘-Bild“, so Voigt.

„Es fehlen bei den Grünen einige wirklich etablierte, seriös wirkende Parteipolitiker, die das Image eines erfolgreichen Unternehmers ausstrahlen - ich behaupte aber nicht, dass die Grünen unseriös sind“, so der Siemens-Manager. „Die Grünen haben nun mal ihre Reputation aus diversen Protestaktionen, die einen Systemwechsel immer begleiten. Der ehemalige Fundi-Realo-Streit tat ein Übriges, ein Bild der Zerrissenheit zu zeichnen und Unwählbarkeit zu suggerieren, was gleichbedeutend ist mit nicht koalitionsfähig im konservativen Lager.“

Wolfgang Griepentrop erwartet keinen durchschlagenden Strategiewechsel in der deutschen Politik: „Nicht jedoch wegen der Politiker, sondern weil die Wähler mit ihrem Votum respektive ihrem Wahlverhalten drastische Richtungswechsel nicht belohnen.“ Es liege in der menschlichen Natur, Veränderungen unbequem zu finden und möglichst zu vermeiden. „Das kennen wir auch aus den Restrukturierungsprozessen in Unternehmen. Signifikante Änderungen gibt es erst, wenn es persönlich weh tut“, weiß Griepentrop.

Die Leistungsfähigkeit der Regierung anerkennen

„Doch die derzeitige Krise tut nicht weh - jedenfalls nicht genug. Und leere Sozialkassen, exorbitante Gesundheitskosten bei Minimalleistungen oder die chronisch vernachlässigte Bildungspolitik auch nicht. Bei der letzten Bundestagswahl wäre ein echter Politik- und Strukturwechsel noch möglich gewesen, aber die Wähler haben ihn nun einmal nicht gewollt“, sagt Griepentrop.

Dennoch solle die grundsätzlich hohe Leistungsfähigkeit des Regierungsapparates anerkannt werden. „Man darf nicht nur die großen Entscheidungen über Bankenrettungen und Opels Zukunft im Blick haben, bei denen eine einfache Bewertung ohnehin nicht möglich ist. Sondern auch die unzähligen Detailleistungen einer international anerkannten Wirtschaftspolitik, einer engagierten verantwortungsbewussten Entwicklungspolitik oder einer zuverlässigen Innenpolitik“, so das manager-lounge-Mitglied. Ein Politiker habe nun mal andere Aufgaben und müsse sich andere Entscheidungskriterien zu eigen machen als ein Unternehmer.

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