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manager-lounge Newsletter September 2010

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Herdenchef

local lounge Düsseldorf: Von Pferden lernen heißt führen lernen

Führen ohne Autorität funktioniert nicht. Doch nur zehn Prozent der Menschen haben eine natürliche Autorität. Wie Pferde diesem Mangel abhelfen können, erlebten Mitglieder der manager-lounge. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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Umfrage: Mittelstand ist abgebrannt?

Eigentlich müsste es dem Mittelstand im wirtschaftlich aufstrebenden Deutschland blendend gehen. Eigentlich - denn es hakt offenbar an einigen Stellen. Und das liegt nicht nur an der Exportlastigkeit des Landes. »weiterlesen

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Josef Gartner

local lounge München: „Nicht der Sozialpfarrer“

Ethik und Topmanagement, geht das zusammen? Ja, sagt Werner Josef Gartner. Zumindest sollte es zusammengehen. Doch in der Realität sieht das oft ganz anders aus - und das liegt nicht nur am Manager selbst, wie der Ethik-Experte berichtet. »weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Shanghai: 14.09.2010, 18:30 Uhr

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Thema: The Tao of Business
Referent: Dr. Ansgar Gerstner, Trainer für chinesische Kampfkünste und Führungskräfte-Trainer

local lounge Frankfurt: 14.09.2010, 19 Uhr

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Thema: Wie Ihr Unternehmen zur Ideenfabrik wird
Referent: Jens-Uwe Meyer, Geschäftsführer Ideeologen, Beratungsfirma für unternehmerische Kreativität

local lounge Hamburg: 15.09.2010, 19 Uhr

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Thema: Herausforderung Wissensmanagement in Unternehmen
Referent: Prof. Günter Koch, Generalsekretär New Club Paris

local lounge Wien: 20.09.2010, 18 Uhr

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Thema: Zu Gast: M. Nikbakhsh
Referent: Michael Nikbakhsh, Journalist des Jahres 2008, Ressortleiter Wirtschaft „profil“

business breakfast München: 21.09.2010, 10 Uhr

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Thema: zu Gast bei Sepp Krätz
Referent: Sepp Krätz, Gastronom Hippodrom München (u.a. Wirt des Jahres 96/97)

local lounge Berlin: 22.09.2010, 19 Uhr

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Thema: Die nächste Stufe der Krise: Der Inflationsschock
Referent: Dr. Henrik Müller, stellv. Chefredakteur manager magazin

Clubangebot Segeln 23.- 26.09.2010

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Thema: Segeln auf der Ostsee
Schiff: Thor Heyerdahl Dreimast-Toppsegelschoner

local lounge Stuttgart: 23.09.2010, 19 Uhr

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Thema: Manager in der Medienfalle
Referent: Torsten Oltmanns, Partner und Marketingleiter bei Roland Berger Strategy Consultants

local lounge München: 23.09.2010, 19 Uhr

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Thema: Interim Management-unterschätztes Managementtool
Referent: Peter Fuchs, Interim Manager der Firma EIM

local lounge Bielefeld: 28.09.2010, 19 Uhr

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Thema: Das ALDI-Prinzip: konsequent einfach
Referent: Dieter Brandes, Autor und Management-Berater

local lounge Hannover: 28.09.2010, 19 Uhr

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Thema: Geheimnisse erfolgreichen Preismanagements
Referent: Dr. Fabian Braun, Partner bei Simon-Kucher & Partners

local lounge Zürich: 29.09.2010, 19:30 Uhr

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Thema: NZZ live vor Ort erleben inkl. Vortrag Beat Gygi
Referent: Beat Gygi, Mitglied Wirtschaftsredaktion Neue Zürcher Zeitung seit 1990

local lounge Barcelona: 01.10.2010, 12 Uhr

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Thema: Zu Gast: Hans-Olaf Henkel
Referent: Prof. Dr.Hans-Olaf Henkel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (1995-2001)

local lounge Düsseldorf: 13.10.2010, 19 Uhr

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Thema: Unternehmensstrategie und Personalentwicklung
Referent: Dr. Richard Pott, Mitglied des Vorstands der Bayer AG

Zu weiteren Veranstaltungen

local lounge Düsseldorf: Von Pferden lernen heißt führen lernen

Der Sand knirscht unter den Füßen, auf einigen Biergartenbänken nahe den hölzernen Wänden der großen Halle sitzen Menschen in robuster Freizeitkleidung. Ein Managementtraining - auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Denn die Dozenten sind Pferde.

Pferde als Managementtrainer - „alles Blödsinn“, so klingen dann auch die Vorbehalte, denen Michael Stieghorst am häufigsten begegnet. Stieghorst ist Mitbegründer von Herdenchef. Die dahinterstehende Idee ist ganz einfach: Pferde sollen Menschen Aufschluss darüber geben, wie sie auf andere wirken. Vor allem, ob sie zum Beispiel so viel Autorität haben, wie sie sich das wünschen - und wie es eine leitende Position erfordert. Denn menschliche Mitarbeiter folgen auch der schwächsten Weisung bestenfalls halbherzig. Pferde sind da deutlicher. Wer Snoopy keine klare Anweisung erteilen kann, darf sich daher nicht wundern, wenn sich das Tier auf dem Boden wälzt, statt nach links zu gehen.

Klare Ansage des Pferdes also, wenn sie vom Menschen fehlt. Genau darum geht es; dem Gegenüber eine klare Anweisung zu geben. Das funktioniert nur zum Teil über das gesprochene Wort. Viel wichtiger ist die Haltung. Das also, was beim Mitarbeiter als Glaubwürdigkeit ankommt. Führt ein Chef beispielsweise starke Reden, lässt aber die Schultern hängen und sieht niemandem in die Augen, kommt die Botschaft zwar an. Doch sie ist nicht glaubwürdig. Und das schlägt sich auch in der Motivation der Adressaten seiner Reden nieder. Natürliche Autoritäten, es gibt sie nur selten, so Stieghorsts Beobachtung.

Vielleicht zehn Prozent der Menschen hätten so eine Ausstrahlung. „Und die, die es am meisten von sich behaupten, sind in der Regel die mit den größten Defiziten.“ Genau da will Stieghorst einhaken. „Wir vermitteln, dass nur mit Authentizität diese natürliche Autorität überhaupt möglich ist. Werte wie Respekt und Vertrauen müssen verinnerlicht und gelebt sein. Stärke und Ruhe müssen spürbar sein.“ Pferde gelten als intuitive Tiere, die jegliche Form der Fassade recht schnell entlarven.

Auch Hunde könnten das. Mit einem entscheidenden Unterschied - Pferde sind Fluchttiere. Wenn ein Pferd also in eine unsichere Situation kommt, wird es eher den Rückzug antreten. Hunde dagegen sind keine Fluchttiere. Und könnten zubeißen.

Stieghorst selbst weiß, wovon er spricht - seit 2007 arbeitet er mit Pferden. Der Unternehmensberater kam seinerzeit eher zufällig zum „pferdegestützten Lernen“. Seine heutige Geschäftspartnerin Sandra Schneider hatte sich nach Jahren in Unternehmensberatungen als Lehrerin für Westernreiten selbstständig gemacht und wollte 2007 auch Kurse in so genannter Bodenarbeit anbieten - Stichwort „Pferdeflüsterer“, so Stieghorst. Das hieß, „kein Reiten und kein körperlicher Kontakt zum Pferd“. Er fand sich also als Testkandidat einem Pferd gegenüber und musste in diversen Übungen mit dem Tier kommunizieren, um die Hierarchie zu klären und um die Gefolgschaft des Tieres zu bekommen.

Obwohl weder Reiter noch sonderlich pferdebegeistert, bewegte ihn diese Erfahrung sehr.„ Ich erkannte so viele Parallelen zu den Inhalten meiner Führungskräftetrainings, dass mich das nicht mehr losgelassen hat. In klassischen Leadership- und Kommunikationstrainings bemühen wir Rollenspiele, Videoaufnahmen und viele andere Übungsformen - dort habe ich in zwei Stunden zu diesen Themen so viel erlebt und erfahren wie sonst in zwei Tagen“. Seitdem sieht er sich als „Überzeugungstäter“. Immerhin dauerte es noch drei Monate, bis die Inhalte aus Pferde- und Managementtraining aufeinander abgestimmt waren und ein „marktfähiges Produkt“ entwickelt war, wie Stieghorst sagt.

Auch die gelegentliche Skepsis der Teilnehmer stört ihn keineswegs. „Wir wollen mit Herdenchef doch gerade einen Reflektionsprozess in Gang setzen - hinterfragen und lebhafte Diskussionen gerade zum Thema der Übertragbarkeit werden von allen als sehr wertvoll empfunden.“ So auch bei der aktuellen Veranstaltung in Düsseldorf. Sie wirke „noch immer sehr intensiv und positiv nach“, sagt einer der Teilnehmer. Stieghorst dürfte das gern hören.


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Umfrage: Mittelstand ist abgebrannt?

Wenige Dinge sind sicher im Leben. Steuerbescheide, vielleicht noch ein verregneter November. Und natürlich das stete Lob des deutschen Mittelstands durch die Politik. Mal als Jobmotor, mal als Innovationshochburg bezeichnet - kaum ein Politiker, der nicht den deutschen Mittelstand im besten Licht dastehen lässt. Dabei hat eben jener Mittelstand offenbar gar nicht so viel von dem Aufschwung, wie man erwarten könnte.

„Erhebliches Restrukturierungspotenzial“

Er habe nicht aktiv auf die Krise reagiert, schreibt zum Beispiel die Unternehmensberatung Quest Consulting dem Mittelstand ins Stammbuch. „Die großen Unternehmen haben vorgemacht, wie es eigentlich geht. Sie haben in der Krise knallhart restrukturiert, waren bis zuletzt in Kurzarbeit und gehen jetzt gestärkt in das Wachstum“, sagt Stephan Derr, Quest-Partner. Im Mittelstand habe man vielfach das Gegenteil gemacht und sich zum Beispiel auf den Vertrieb konzentriert. So hätten 64 Prozent der befragten Unternehmen in der Krise versucht, den Verkauf anzukurbeln, jedoch nur 54 Prozent die Sachkosten reduziert. „Ein erhebliches Restrukturierungspotenzial“, heißt es daher von Quest. Bereits vor einem halben Jahr hatte Ernst & Young ähnliche Töne angeschlagen. Und vorhergesagt, dass der Mittelstand den Aufschwung verpasse.

Und das schlägt voll auf die Zahl der Pleiten durch. Erst im August prognostizierte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform, dass die Zahl der Insolvenzen weiter steigen werde. „Selbst wenn jetzt wieder eine leichte Erholung festzustellen ist“, sagt Peter Englisch, Partner bei Ernst & Young, „ein Produktionseinbruch, wie es ihn 2009 gegeben hat, hinterlässt deutliche Spuren. Es wird noch mindestens zwei Jahre dauern, bis wir beim Produktionsvolumen wieder auf dem Stand vor der Krise sind. Eine solche Unterauslastung beschleunigt die Marktbereinigung.“

Aufschwung XL?

Und die weiteren Aussichten mildern die Sorgen keineswegs. Zwar jubeln die Experten derzeit noch über die aktuellen deutschen Wachstumszahlen - Wirtschaftsminister Rainer Brüderle sprach gar von einem Aufschwung XL. Doch für die Zukunft sind die meisten von ihnen schon wieder skeptisch. So ist zum Beispiel das ZEW-Konjunkturbarometer das vierte Mal in Folge gesunken. Ein Zeichen, dass „das enorme Wachstum des zweiten Quartals nicht aufrechterhalten werden kann“, sagt ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Und weiter: „Auf Grund der deutschen Exportabhängigkeit geht das größte Risiko für die Konjunktur von einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung wichtiger Außenhandelspartner, wie etwa den anderen Euroländern und den USA, aus.“ Und das träfe auch den deutschen Mittelstand.

Der vermutlich offensichtlichste Stolperstein ist die Finanzierung. Denn solange die Banken damit zu tun haben, ihre Bilanzen aufzuräumen, tun sie sich mit der Finanzierung von Unternehmen schwer. „Wer schon vor der Krise Probleme hatte, kann jetzt kaum noch auf Entgegenkommen von Seiten der Banken hoffen“, sagt Berater Englisch.

Skepsis und Hoffnung

Das sieht man auch in der manager-lounge so. „Die Ergebnisse der Finanzkrise sowie der Vertrauensverlust in die beratende Qualität der Finanzwirtschaft, die stringentere Auslegung der ohnehin schon strengen Basel-II-Auflagen bei der Auslegung von Krediten verschärfen die Finanzierungsmöglichkeiten von Wachstum, Investition und Innovation bei mittelständischen Unternehmen“, sagt zum Beispiel Thomas Siepen von T-Systems. Da kann Wolfgang Fricke, Fricke Unternehmensberatung nur beifällig nicken. „Ich glaube zwar nicht, dass der Aufschwung total am Mittelstand vorbei geht, aber er wird von der Finanzwirtschaft, die sich weitgehend vom Staat hat aushalten lassen, in Finanzierungsfragen im Regen stehen gelassen, weil die entsprechenden Mittel nicht, wie von der Politik vorgesehen, weitergeleitet werden.“ Bei aller Skepsis - Hoffnung machen dem Mittelstand ausgerechnet die Finanzmärkte. „Familienunternehmen sind oft erfolgreicher“, sagt Friedrich Diel, Manager des Investmentfonds FT UnternehmerWerte. Familienunternehmen, wie man sie im Mittelstand findet. „Mehrere Studien kommen zum übereinstimmenden Ergebnis, dass Familienunternehmen erfolgreicher sind und höhere Gewinne erzielen als managergeführte Publikumsgesellschaften.“

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local lounge München: „Nicht der Sozialpfarrer“

mm: In der Krise war Ethik in aller Munde - und nun im Aufschwung scheint sie wieder vergessen zu sein. Oder täuscht das?

Gartner: Nein, das täuscht nicht. Das ist wie bei einem familiären Unfall. Zuerst sind alle traurig, dann wird er verarbeitet und dann langsam vergessen. Die Menschen glauben, die Krise sei vorbei, besonders in Deutschland. Man blickt von hier in den Sünden von Europa, wo es deutlich schlimmer ist und fühlt sich in seiner Meinung bestätigt. Ich war gerade in Süditalien, wo die Gastronomen klagen, wie sparsam die Italiener geworden sind, preußischer als die Preußen, bloß nicht mehr ausgeben als sie einnehmen.

mm: Keine schlechte Einstellung.

Gartner: Nein, sicherlich nicht. Aber es zeigt, wie die Krise zum Nachdenken zwingt. Das gilt auch im Topmanagement. Nehmen wir einmal die Automobilisten. Auch die dürften sich nach dem Absturz fragen, ob sie zum Beispiel nicht manchmal etwas konzilianter hätten sein sollen. Ich war zu Zeiten des Höhepunkts der Siemens-Affäre im Münchener Liebfrauen-Dom. Vielleicht kennen Sie ihn?

mm: Nein.

Gartner: Dort waren auch zwei hohe Manager von Siemens zu sehen. Da schau her, dachte ich mir, vielleicht suchten sie Sammlung, wollten in Ruhe nachdenken. Zwei Wochen später stand dann in allen Zeitungen, dass sie gekündigt wurden.

mm: Die Krise also als guter Nährboden für Ethik?

Gartner: Ja, schon, sie brachte eine gewisse Nachdenklichkeit mit sich. Allerdings nur kurzfristig, dazu neigen wir Menschen ja.

mm: Inwieweit setzt Ethik auch Entscheidungsfreiheit voraus? Oder anders gefragt - stellt sich dem Bandarbeiter bei VW die Frage nach der Ethik seiner Arbeit genau so wie dem Vorstand?

Gartner: Der Bandarbeiter glaubt nach meiner Einschätzung eher noch an Ethik. Im Vorstand ist das schon schwieriger, der ist ja durch die eigenen Erfolge oder die Misserfolge der anderen in seine Position gelangt. So eine Entwicklung, gepaart mit „Ellenbogen“, macht es leicht, Gedanken an Ethik zu vergessen. Außerdem wird es gern als Zeichen von Schwäche ausgelegt, wenn Vorstände eines Daxkonzern sich zu sehr mit solchen Gedanken befassen, der gilt dann schnell als „Sozialpfarrer“. Das wird übrigens auch von manchen Aufsichtsräten so gesehen. Bloß keine Schwäche zeigen, lautet die Devise.

mm: Was kostet Ethik ein Unternehmen, gibt es darüber Erhebungen?

Gartner: Nein, so etwas gibt es meines Wissens nicht. Es ist einfach zu komplex, zu bewerten, was ethisches Verhalten bringt oder kostet - beziehungsweise unethisches.

mm: Inwieweit hat “Ethik“ ein Kommunikationsproblem oder gar ein Imageproblem - klingt es zu sehr nach „brotloser Kunst“?

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