manager-lounge Newsletter September 2013

The Bill Clinton Factor - die 5-Sekunden-Regel: Wie aus Kunden Fans fürs Leben werden Treffen Sie Carsten K. Rath am 23.10.2013 in Frankfurt

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Wolff, Christine

Problemprojekte kratzen am guten "Made in Germany"-Image

Am Flughafen BER fliegt nichts, im Bahnhof S21 fährt nichts, in der Elbphilharmonie spielt nichts - Großprojekte haben oft einen schweren Start. Warum eigentlich? Ein Gespräch mit Christine Wolff. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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Deutsche Orthodoxie, amerikanischer Pragmatismus

Lange galten Zentralbanken als langweilig, allen voran die Europäische Zentralbank. Doch das hat sich mit der Krise geändert. Ihr Wort lässt Börsen tanzen - oder taumeln. Ein Doppelinterview mit Andreas Bockberger und Gabriel Panzenböck, beide Rentenexperten der Fondsgesellschaft Raiffeisen Capital Management. »weiterlesen

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schuhe

Das Globetrotter-Paradoxon

Gute Schuhe haben es bei Deutschlands Männern traditionell schwer. Das dürfte sich auch nicht ändern, sagt Bernhard Roetzel, Buchautor über Herrenkleidung. Dennoch bleibt ein Paradoxon. »weiterlesen

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Terminvorschau

Düsseldorf, 17.09.2013, 18.30 Uhr

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Thema: Innovativ Präsentieren für Führungskräfte - Komplexität klar und
einfach darstellen
Referent: Lars Sudmann, Leiter Sudmann & Company, Mitglied German Speaker
Association, fünffacher belgischer Meister der Rhetorik

Frankfurt, 18.09.2013, 19 Uhr

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Thema: DIE SMARTE ART, sich durchzusetzen
Referentin: Astrid Posner, Schauspielerin, Kommunikationswissenschaftlerin,
Coach für Führungskräfte

weitere Termine:

 
Berlin, 16.10.2013
Köln, 16.01.2014

Nürnberg, 19.09.2013, 19 Uhr

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Thema: Ungeahnte Verhandlungserfolge durch forensische Kommunikation
Referent: Marco Löw, Geschäftsführer und Inhaber Löw & Partner, BWA-Senator

business breakfast Berlin, 24.09.2013, 8.30 Uhr

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Thema: Why Canada? An International and Economic Overview
Referent: Rick Weiss, Private Banker / International Private Banker,
RBC Wealth Management, Royal Bank of Canada

Hannover, 25.09.2013, 19 Uhr

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Thema: Schloss Marienburg - ein politisches Programm?
Die Geschichte der Marienburg und deren Auswirkungen
Referent: Heinrich Prinz von Hannover, Verleger MatrixMedia Verlag

Segeltörn ab Kiel, 26.09. - 29.09.2013

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Thema: Segeln auf dem Zweimastklipper PEGASUS - ALL HANDS ON DECK

Kiel, 01.10. + 02.10.2013

Special: Global Economic Symposium (GES)

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Thema: Redefining Success
Referenten: u.a. Jürgen Fitschen, Co-CEO, Deutsche Bank; Joaquín Almunia,
Vice-President and Commissioner for Competition, European Commission,
Belgium; Dale Mortensen, Wirtschaftsnobelpreisträger

Berlin, 08.10.2013, 9.15 Uhr

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Thema: Nah- und Mittelost-Verein (NUMOV) - Informationsveranstaltung
Energie- und Umweltsektor in Algerien
Referenten: u.a. Dr. Michael Lüders, Stv. Vorstandsvors. Deutsches Orient-Institut ;
Dr. Rudolf Gridl, Bundesministerium Wirtschaft/Technologie;
Moderation: Marc Neumann, Mitglied Vorstand Nah- und Mittelost Verein

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Problemprojekte kratzen am guten "Made in Germany"-Image

mm: Der Fisch stinkt vom Kopf her - trifft das auch auf die Probleme bei Großvorhaben zu?

Wolff: Nur bedingt, denn das meiste läuft schief, bevor es richtig losgeht. Schlecht geplant heißt teuer gebaut. Jeder anfängliche Planungsfehler rächt sich im Verlauf des Projektes durch höhere Kosten und Zeitverzögerungen. Diese anfänglichen Fehler kann auch eine gute Projektleitung in der Ausführungsphase nicht mehr richten.

Allerdings führt ein schwach besetztes Lenkungsteam dann zum Scheitern eines Großprojekts, wenn nämlich Auftraggeber, Planer und Bauunternehmer unkoordiniert nebeneinander herwerkeln. Aufsichtsgremien in denen keine Fachkompetenz sitzt, machen die Sache nicht besser.

mm: Der Eindruck ist, zugespitzt gesagt, dass die Pyramiden problemlos gebaut wurden, doch ein Berliner Flughafen nicht realisierbar ist. Täuscht das?

Wolff: Die Herausforderungen und Rahmenbedingungen beim Pyramidenbau 2700 vor Christus waren natürlich andere als heute. Es gibt allerdings Ähnlichkeiten: Es geht im Management von Großprojekten um die maximal beherrschbare Komplexität. Das Scheitern von Großprojekten ist keine gottgegebene Gesetzmäßigkeit, sondern Resultat menschlichen Planens und Handels. Dafür gibt es drei wesentliche Gründe. Erstens sind das technische Gründe wie Prognoseprobleme, falsche Daten und mangelnde Erfahrung. Zweitens gibt es psychologische Gründe, unter anderem Überoptimismus in der Planungsphase und persönliche Überschätzung der eigenen Fähigkeiten. Dazu treten drittens die politisch-ökonomischen Gründe wie zum Beispiel das Herunterrechnen der Kosten und Hochrechnen des Nutzens, um die Genehmigungen der zuständigen Instanzen zu erhalten.

mm: Wie kann man so etwas handhabbarer machen - in London haben die Olympischen Spiele ja auch geklappt?

Wolff: Die Entwicklung des Geländes für die Olympischen Spiele in London ist ein gutes Beispiel für ein gelungenes Großprojekt. Stadion und Gelände wurden vier Monate früher fertig als geplant und das Budget um mehrere 100 Millionen britische Pfund unterschritten. Der Schlüssel zum Erfolg: eine sorgfältige, umfassende Vorplanung mit realistischer Einschätzung der Gesamtkosten und Risiken, ebenso wie die frühzeitige Zusammenarbeit mit Bürgern und Behörden. Deutschland kann von diesen internationalen Erfahrungen lernen, zumal mit Klaus Grewe ein Deutscher die Projektleitung innehatte.

mm: Welche Rolle spielen die Erwartungen und Zeitvorstellungen der Kunden?

Wolff: Unrealistische Zeit- und Kostenschätzungen des Kunden führen oft zu unliebsamen Überraschungen. Häufig wird am Anfang alles heruntergerechnet, damit eine Investitionsentscheidung erst einmal getroffen wird. Dann folgen Sonderwünsche, Baukostensteigerungen und Nachträge. Bereits im Vorfeld müssten bei der Projektbewertung die Kostenrisiken inklusive Risikopuffer eingerechnet werden. Außerdem werden öffentliche Aufträge in Deutschland an den billigsten Anbieter vergeben und das billigste Angebot ist nicht immer das Beste.

mm: Welche Strahlwirkung haben solche Großvorhaben nach außen - kann der Standort Deutschland darunter leiden, den Flughafen in Berlin nicht beenden zu können?

Wolff: Die hiesige Bauwirtschaft genießt weltweit einen guten Ruf. Die derzeitigen Problemprojekte wie Stuttgart 21 oder der Berliner Flughafen kratzen an diesem guten "Made in Germany"-Image. Komplexe Bauvorhaben sind aber keinesfalls zum Scheitern verurteilt. Durch professioneller gemanagte Großprojekte würden sich Milliarden einsparen lassen.

mm: Kann ein Mann oder eine Frau solche Vorhaben allein steuern?  

Wolff: Nein, denn erfolgreiche Leitung von Großprojekten braucht einen partnerschaftlichen Ansatz. In Deutschland haben wir es oft mit einer strengen Trennung der Arbeitsabläufe zu tun: der Architekt plant, der Bauherr schreibt aus, der Bauunternehmer setzt die fertigen Pläne um. Die Beteiligten arbeiten nacheinander - doch oft nicht miteinander. Diese Schnittstellen führen häufig zu Fehlern und Pannen, wenn die Abstimmung zwischen den Beteiligten ausbleibt. Benötigt wird eine Kultur des Miteinanders, die Bauherren, Planer, Unternehmen, aber auch Politik und die Bürgerinnen und Bürger einbezieht.

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Deutsche Orthodoxie, amerikanischer Pragmatismus

mm: Bald ist Wahl in Deutschland - wie groß wird der Widerhall des Ergebnisses in Deutschland sein?

Panzenböck: Ich glaube nicht, dass die Wahl als solche große Auswirkungen nach sich zieht. Freilich, eine große Koalition unter Einbeziehung der Sozialdemokraten dürfte etwas europafreundlicher ausfallen als eine Fortsetzung der schwarzgelben Koalition. Doch die wahre Bedeutung liegt darin, dass dann die Leichen im Keller nach oben gebracht werden und die drängenden Fragen angegangen werden - oder vielmehr, ob sie angegangen werden, die der Bankenunion zum Beispiel oder die nach einer Wirtschaftsförderung in Südeuropa.

mm: In Deutschland ist man da eher skeptisch.

Panzenböck: Das ist wahr. Deutschland ist teilweise recht dogmatisch, wie es auch die Bundesbank ist. Im Fall der Bundesbank zumindest ist es aber auch so, dass sie um ihre Bedeutung kämpft.

mm: Die Bedenken sind dennoch nicht von der Hand zu weisen.

Bockberger: Sie wurzeln zumindest sehr tief. Im Gespräch mit Kunden bekommen wir immer wieder mit, dass die Inflation in Deutschland als viel bedrohlicher wahrgenommen wird als in Österreich. Die Erfahrung mit der Hyperinflation liegt drei Generationen zurück - und dennoch überschattet sie so viel.

mm: Und macht eine europaweite Einigung unmöglich?

Panzenböck: Die deutsche Orthodoxie macht sie zumindest schwieriger.

mm: Nicht, wenn es um die Abtretung von Kompetenzen nach Brüssel geht.

Panzenböck: Richtig, da ist Frankreich sehr skeptisch.

mm: Was kann die EZB da tun?

Bockberger: Nichts; sie hat vor allem Zeit gekauft, viel Zeit. Doch die muss auch genutzt werden. In den vergangenen Monaten ist nicht genug geschehen, es war eher zu ruhig.

mm: Weil alles auf die deutsche Wahl wartet.

Bockberger: Ja.

mm: Man spricht inzwischen von "forward guidance" der Zentralbanken. Wird die EZB den eigenen Ansprüchen gerecht?

Panzenböck: Da hat sich schon einiges bewegt. Unter Präsident Mario Draghi hat die EZB sehr entschieden gehandelt und das auch erklärt. Werden jetzt noch die Protokolle der Beratungen veröffentlicht, finde ich das gut.

mm: Lädt das die Märkte nicht ein zu interpretieren oder gar hineinzuinterpretieren?

Panzenböck: Nein, ich lese etwas lieber in den Protokollen als später in den Erhebungen der Bundesbank.

mm: Ist das die Zukunft der Zentralbanken?

Panzenböck: Ich denke schon, die angelsächsischen Banken machen das seit Jahren.

mm: Und haben auch Probleme.

Panzenböck: Ja, aber immerhin wird zum Beispiel in den USA die Nachfolge von Ben Bernanke diskutiert. Und dadurch kann man sich von den Kandidaten ein Bild machen. Bei Janet Yellen weiß man daher schon jetzt, dass sie eher "dovish" ist als Lawrence Summers.

mm: Welche Rolle spielt eigentlich die Nationalität des Zentralbankpräsidenten. Ich erinnere noch etliches Bauchgrimmen in Deutschland, als mit Draghi ein Italiener Zentralbankchef wurde.

Bockberger: So etwas wird es weiterhin geben. Würde zum Beispiel ein Spanier dessen Nachfolger werden, würde es Irritationen geben. Und das wird auch noch andauern, bis wir für den Euro einen festeren Rahmen geschaffen haben.

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Das Globetrotter-Paradoxon

mm: Herr Roetzel, Deutschlands Geschäftsleute und ihre Schuhe, wie schlimm steht es wirklich?

Roetzel: Es gibt in Deutschland einen festen Kern derer, die sich für gute Schuhe interessieren. Die geben viel Geld aus und sind teilweise schon sehr anspruchsvoll. Aber ansonsten sprechen die Zahlen des deutschen Schuhverbands für sich, denke ich. Im Schnitt gibt der deutsche Mann um die 40 Euro für Schuhe im Jahr aus. Das lässt für rahmengenähte Schuhe keinen Raum.

mm: Und wie schaut es in anderen Ländern aus?

Roetzel: In Italien ist man sehr am Äußeren interessiert, dort werden mehr gute Schuhe getragen. Allerdings wird der italienische Markt bei rahmengenähtem Schuhwerk stark von altbekannten Anbietern aus England dominiert. Auch Frankreich hat eine ausgeprägtere Schuhkultur als wir. Und die USA sind hier noch recht stark. Man zeigt in den Staaten durch gutes Schuhwerk auch den eigenen Erfolg.

mm: Und was ist mit dem sprichwörtlichen englischen Gentleman?

Roetzel: Ach, der Gentleman, er ist auf dem Rückzug. Wenn Sie durch London gehen, dann sehen Sie noch immer den gut gekleideten Engländer, mit gut sitzendem Anzug und hochwertigen Schuhen. Doch Sie sehen auch immer mehr junge Männer mit Billigschuhen, ohne Krawatte und dem Jackett im Rucksack.

mm: Eine Frage des Geldes?

Roetzel: Eher eine Frage der Prioritäten. Natürlich kosten gute Schuhe Geld. Und viele Menschen behaupten von sich, sie könnten sie sich nicht leisten. Doch das stimmt oftmals nicht. Rechnen wir einmal 300 Euro für ein Paar gute Schuhe. Das hält erfahrungsgemäß Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Besonders Rahmengenähte kann man immer wieder runderneuern lassen. Billigere Schuhe nutzen sich dagegen meistens schneller ab, Reparaturen rechnen sich da oft auch gar nicht.

mm: Viele Menschen kaufen Kleidung auch, um richtig anzogen zu sein, um Eindruck zu machen. Doch was ist, wenn niemand den Wert erkennt, die Qualität - die Dokumentation von Geschmack geht damit ins Leere.

Roetzel: Ja, wie schon Goethe sagte: "Man sieht nur, was man weiß". Das muss aber nicht schlecht sein. Wissen Sie, ich halte ja auch Vorträge. Dort werde ich immer wieder von jungen Menschen gefragt, ob es nicht komisch ankommt, wenn der Einsteiger in einem Büro teurere Schuhe trägt als der Chef?

mm: Und?

Roetzel: Keine Sorge, sage ich immer. Entweder, der Chef erkennt die Schuhe nicht. Dann ist nichts verloren. Oder er erkennt sie, dann ist es gut. In meinen Augen werden sich Personalchefs, die etwas von Schuhen verstehen, immer - bei gleicher Qualifikation - für den gut beschuhten Bewerber entscheiden. Es sind ja manchmal die kleinen Dinge, die zählen. Das hören viele ungern, ist aber eine Tatsache.

mm: Welche Rolle spielt eigentlich die "Globetrotterisierung" der Kleidung, Outdoorjacken also statt Wollmäntel, Hightech-Schuhe statt rahmengenähter Schuhe?

Roetzel: Das ist ein interessantes Paradoxon. Denn diese Outdoor-Produkte sind ja teuer. Und trotzdem werden sie gekauft. Außerdem bestehen sie aus synthetischen Fasern - was für viele Kunden normalerweise "igitt" ist.

mm: Nehmen wir einmal den Bekehrten, der sein erstes Paar Rahmengenähter kaufen will - was ist das Muss für den Schuhschrank.

Roetzel: Ich denke ein schlichter, schwarzer Oxford. Der passt im Business und hochglanzpoliert sogar zum Smoking.

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