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manager-lounge Newsletter Oktober 2011

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Präsentationen und Fotos von Veranstaltungen: Zu nahezu jeder Veranstaltung schreiben wir einen kleinen Nachbericht mit Fotos, der Präsentation und Artikeln. Diesen können Sie unter der jeweiligen local lounge abrufen. »mehr

Das große Gewinnspiel der manager-lounge in Kooperation mit der Lufthansa: Gewinnen Sie zwei Flüge in der Business Class der Lufthansa innerhalb Europas. Sie müssen nur diese Frage richtig beantworten und Ihre Antwort bis zum 31.12.2011 einsenden. »mehr

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Huether-Prof

"Krise staatlichen Finanzgebarens"

Die Krise zieht immer neue Kreise - wohin, erklärt IW-Chef Professor Dr. Michael Hüther im Interview mit dem manager magazin. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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Lessing und Kammann

"Ohne Ego. Ohne Show"

Von Wölfen Führungsqualitäten lernen - undenkbar? Nein, erklären Norbert Kammann und Rainer K. Lessing, die genau das propagieren. Führen ohne Ego, ohne Show. »weiterlesen

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geldschloss

Der Anlage-Notstand

Griechenlandkrise, Abstufung von Italiens Rating, Schuldenflut in Amerika - die Geldanlagen sind unüberschaubar geworden. Eine Navigationshilfe. »weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Nürnberg, 18.10.2011, 19 Uhr

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Thema: Neue Trends in der Marketing-Kommunikation dank Losgröße Eins
Referent: Dr. Benno Schmitzer, Vorstand infowerk ag

local lounge München, 19.10.2011, 19 Uhr

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Thema: Die nächste Stufe der Krise - der Inflationsschock
Referent: Dr. Henrik Müller, stellvertretender Chefredakteur manager magazin

local lounge Frankfurt, 19.10.2011, 19 Uhr

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Thema: Führungsstark im Wandel - wie Sie schwierige Veränderungen
erfolgreich umsetzen
Referent: Alexander Groth, Bestsellerautor, Leiter Mastermodul
Leadership Universität Stuttgart, Lehrbeauftragter BWL-Fakultät Universität Mannheim

local lounge Berlin, 19.10.2011, 19 Uhr

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Thema: Frauen in TOP-Positionen
Referentin: Linda Mihalic, Senior Vertriebsdirektorin ORACLE Deutschland

local lounge Köln, 20.10.2011, 19 Uhr

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Thema: Wölfe als Personaltrainer für Human-Leadership
Referent: Rainer K. Lessing, Gründer und Inhaber von
Heart Leadership International, Institut für Strategische Führung & Norbert Kammann,
Strategieberater und Executive Coach, Heart Leadership International,
Geschäftsführer von Gesundheitsprojekte Gesellschaft mbH

local lounge Stuttgart, 20.10.2011, 19 Uhr

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Thema: Strategien der weltbesten Verkaufsorganisationen!
Ergebnisse der Miller Heiman Verkaufsstudie 2011
Referent: Siegfried Kreuzer, Geschäftsführer KP2 GmbH

local lounge Hamburg, 20.10.2011, 19 Uhr

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Thema: Vertrieb geht heute anders - wie Sie den Kunden 3.0 begeistern
Referent: Andreas Buhr, Dozent für Leadership und Vertrieb

local lounge Wien, 24.10.2011, 18 Uhr

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Thema: Zu Gast - Univ.-Prof. Dr. Bernhard Felderer
Referent: Univ.-Prof. Dr. Bernhard Felderer, Wirtschaftsforscher,
Nationalökonom & Direktor des Institutes für Höhere Studien

business breakfast Hamburg, 26.10.2011, 9 Uhr

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Thema: Die Medienrevolution - wer gewinnt das Rennen um die digitale Zukunft?
Referent: Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur DER SPIEGEL

local lounge Frankfurt, 27.10.2011, 18 Uhr

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Thema: Exklusive Führung bei Sinn Spezialuhren zu Frankfurt am Main
Referent: Dipl. Ing. Lothar Schmidt, Inhaber Sinn Uhren

local lounge Hannover, 27.10.2011, 19 Uhr

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Thema: Reise durch die große Welt der Führung mit praktischen Beispielen
Referent: Harald Göbel, ehemaliger Vorstand/Geschäftsführer in
Gesellschaften des Postbankkonzerns

business breakfast Frankfurt, 02.11.2011, 09:30 Uhr

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Thema: Die Politik in der Krise
Referent: Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor und Mitglied des
Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

local lounge Düsseldorf, 03.11.2011, 18 Uhr

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Thema: Unternehmenskultur als strategische Herausforderung
& Rheinische Wirtschaftsgespräche
Referenten: Stephan Mathes, Gründer & Geschäftsführer
diligenZ management consulting GmbH,
Gregor Schönborn, Gründer & Geschäftsführer deep white GmbH

local lounge Hannover, 08.11.2011, 19 Uhr

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Thema: Edelmetalle - sichere Häfen oder heiße Eisen?
Referent: Carsten Menke,
Analyst Commodities Research, Bank Julius Baer & Co. Ltd., Zürich

local lounge Köln, 10.11.2011, 19 Uhr

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Thema: Reise durch die große Welt der Führung mit praktischen Beispielen
Referent: Harald Göbel, ehemaliger Vorstand/Geschäftsführer in
Gesellschaften des Postbankkonzerns

local lounge Nürnberg, 10.11.2011, 19 Uhr

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Thema: China Know-Why - von der Wall Street zur Great Wall
Referentin: Dr. Hanne Seelmann-Holzmann, Culture Competence-Expertin

local lounge Wien, 10.11.2011, 19 Uhr

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Thema: Unternehmenskommunikation mit Social Media 2.0-Facebook,
Twitter, Google +1 und Co.
Referenten: Albert Gerlach, CMC; Prof. Dr. Karin Grasenick und Peter Webhofer,
convelop GmbH

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"Krise staatlichen Finanzgebarens"

mm: Professor Hüther, handelt es sich eigentlich um eine Euro-Krise oder eine Staatsverschuldungskrise?

Hüther: Wir haben es mit einer Krise des staatlichen Finanzgebarens zu tun. Die Selbstverständlichkeit staatlicher Kreditaufnahmen ist an ihr Ende gekommen, weil die Finanzmärkte auf Schuldenintoleranz umgeschaltet haben. Dies trifft nicht nur die Eurozone, sondern ebenso die USA und das Vereinigte Königreich. Die CDS-Kurse machen deutlich, dass sich die Risikobewertung der Staatsanleihen dieser Länder trotz niedriger Marktzinsen deutlich verändert. Eine Währungskrise wird daraus nur, wenn es politisch gewollt ist. Denn warum soll ein Zahlungsmittel in die Krise geraten, wenn einzelne Nutzer dieses Zahlungsmittels in Schwierigkeiten sind?

mm: Wie werten Sie die Arbeit der Politik in dieser Krise?

Hüther: Man muss zugestehen, dass diese Entwicklung die Politik auf einen Such- und Irrtumspfad führt. Der Masterplan war nicht vorhanden, konnte auch nicht vorliegen. Die klare Konditionierung der Hilfen, die Schärfung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes, die Propagierung verfassungsrechtlicher Schuldenbremsen und die Einrichtung eines Rettungsfonds sind im Kern angemessene Antworten. Misslich ist, wenn seitens der Politik nicht konsequent kommuniziert wird und einzelne Akteure - wie Kommissionspräsident Barroso - mit luftigen Ideen unabgestimmt in die Öffentlichkeit gehen. Dann wird die Politik selber zum Unruheherd.

mm: Politik scheint ein Getriebener zu sein. Liegt das daran, dass die Politik an Macht verloren hat oder die Wirtschaft an Macht gewonnen hat?

Hüther: Finanzmärkte legen nicht das Feuer, aber sie machen viel Wind. Das Feuer hat die Finanzpolitik gelegt, indem sie über Jahrzehnte undiszipliniert versucht hat, der jeweiligen Generation durch Neuverschuldung mehr Handlungsspielraum zu verschaffen. Getrieben wird die Politik nun zu nachhaltigen Lösungen generationengerechter Haushalte. Glaubwürdige Signale sind gefordert, aber auch der deutliche Hinweis, dass solche Sanierungsprozesse - wie in Griechenland - keine Kurzgeschichte schreiben, sondern eine sehr lange.

mm: Wie gelegen kommen den USA eigentlich die Verwerfungen im Euroland?

Hüther: Die USA stecken selber in einer doppelten Misere. Die finanzpolitischen Möglichkeiten sind ausgereizt, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ist schwach, die Verschuldung des privaten Sektors hoch.

mm: In der Post-Lehman-Phase hatten die Lenker erklärt, die Freiheiten der Finanzindustrie beschneiden zu wollen, viel geschehen ist nicht. Wäre das ein gangbarer Weg, um zu verhindern, dass Investoren von der Bonitätsschwäche eines Staates profitieren?

Hüther: Es stimmt nicht, dass nichts geschehen ist. Neue Aufsichtsbehörden, Regulierung der Ratingagenturen, veränderte Eigenkapitalanforderungen, Regeln für die Leverage-Ratio, Selbstbehalte bei Verbriefungen, Restrukturierungsgesetze für das Bankensystem. Die Rekapitalisierung der Banken benötigt Zeit. Wichtig ist es dabei auch, die Anreize für den Erwerb von Staatsanleihen zu verändern. Hier sollte, wie bei Unternehmensanleihen, risikodifferenziert Eigenkapital unterlegt werden müssen.

mm: Blicken wir einmal in die Zukunft - werden Politiker die Lehre lernen und der Staatsverschuldung mehr Augenmerk schenken?

Hüther: Sie können angesichts der breit verankerten Schuldenintoleranz der Finanzmärkte nicht anders. So wie in den 1980er Jahren der Geldpolitik - und den Staaten - die Inflation ausgetrieben wurde, so wird jetzt der Finanzpolitik die Verschuldung abgewöhnt. Beides - Inflation und Verschuldung - erhöhen den Handlungsspielraum der lebenden Generation zulasten der künftigen Generationen. Das wird aufhören müssen.

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"Ohne Ego. Ohne Show"

mm: Wölfe als Vorbild - wie reagieren die Menschen auf diese Vorstellung? Die meisten haben doch noch den bösen Isegrimm des Märchens im Kopf.

Kammann: Dass der Wolf ein Vorbild für den Menschen sein kann, ist nicht neu! Der Mensch hat sich wohl vom Wolf in der Frühzeit die effizienten Jagd-Techniken abgeschaut. Diese Jagd-Partnerschaft dauerte Jahrtausende und hat den "Haushund" hervorgebracht.

Es gibt zwei Gruppen von Menschen, die bei Wölfen verschieden reagieren und agieren. Zum einen die Menschen, die kein Tier und keinen Hund zu Hause haben und Angst vor Raubtieren spüren. Sie sind ängstlich und fühlen sich doch irgendwie von Wölfen angezogen. Diese Menschen wollen aber keine Körperberührung mit einem Wolf. Die anderen sind die Menschen, die einen Hund als Haustier halten und von Raubtieren und Wölfen interessiert angezogen werden. Sie sind begeistert vom urnatürlichen Verhalten der Wölfe. Sie erkennen das, was Wolf-Leadership ist. Sie lassen sich auf Körperkontakt mit dem Wolf ein und sich auch von ihm "wach küssen".

mm: Was lehren Wölfe? Auch etwas, was andere Tiere nicht vermitteln?

Lessing: Der hautnahe Kontakt mit einem Wolf ist ein einzigartiger "Trigger" für das "Anschalten" unserer körpereigenen Motivationssysteme. Durch dieses tiefgreifende, emotional positive Erlebnis wird man quasi "wach geküsst”. Man wird in seiner Seele, im Herzen berührt. Wie von der "Muse geküsst", bekommen Sie kreative Ideen, wie man noch erfolgreicher kooperieren, folgen und führen kann. Dieser Prozess erzeugt die emotionale Basis für Selbstmanagement und Teamentwicklung.

Darüber hinaus lehren uns Wölfe unter anderem das ur-natürliche "Führen und Folgen". Ohne Ego. Ohne Show. Einfach so - funktioniert Wolf-Leadership!

Sicherlich können wir auch etwas von anderen Tierarten lernen. Aber ob dies in einer solchen Intensität auf unsere körpereigenen Motivationssysteme geschieht?

mm: Kann man sagen, dass Wölfe im Umgang miteinander einem gewissen Code gehorchen, den zu befolgen auch für Menschen eine Empfehlung sein kann?

Lessing: Ja. Wölfe wissen instinktiv, was gut und sinnvoll für das Rudel ist. Jedes Rudel-Mitglied ordnet sich dem unter. Die Rollen-Akzeptanz der Wölfe ist hierbei sehr beeindruckend. Kein Wolf bewertet seine Rolle, sondern nimmt sie als Alpha-, Beta- oder Omega-Wolf wahr. Das ist das ur-natürliche Prinzip von "Führen und Folgen".

Wölfe praktizieren höchste Sozialintelligenz: Das sind energieeffiziente Beziehungsfähigkeit und das Gemeinschaftsgefühl, ein von der Natur erhaltenes Talent. Ohne Imagegedanken wie beim Menschen, was wohl mehr Wert ist...., was höher angesehen ist...., was dem Einzelnen mehr Vorteile bringt als den Kollegen. Mixed Leadership an der Spitze ist eine Selbstverständlichkeit. Alle anderen folgen und sind doch ein Team. Und jeder lebt sein Talent zum Erfolg des ganzen Rudels. Auf den Menschen übertragbar sind zum Beispiel die motivationsfördernden Grundbedürfnisse wie Anerkennung, Sinnhaftigkeit, Gemeinschaft und Wertschätzung. Wer "Motivation" fordert - muss diese Bedürfnisse bedienen. Dort liegen für Unternehmen große Chancen in der Effizienzsteigerung von Talenten, Teams und Führungskräften.

mm: Gehört dazu zum Beispiel die Akzeptanz einer Führungskraft, dass seine Zeit vorbei ist und ein neuer Alpha-Rüde das Rudel beherrscht, beziehungsweise die Geschicke einer Abteilung leitet?

Lessing: Das Alphapaar, der männliche und der weibliche Wolf, führen das Wolfsrudel als Tandem. Nicht der einzelne Leitwolf.

Wolf-Alphas herrschen nicht. Im Gegenteil. Sie sind nicht unterdrückend und ausbeutend darauf aus, den eigenen Machtanspruch abzusichern. Sie sind souverän und sozial intelligent. Alphawölfe werden vom Rudel deshalb respektiert oder neu ausgewählt, weil sie das Talent der höchsten Sozialintelligenz auszeichnet. Wenn ein Alpha zum Beispiel schwächer wird oder sich unsozial verhalten sollte, gefährdet er das Überleben des Rudels. Er wird durch Kampf von mehreren Wölfen abgewählt - und bekommt keine Abfindung!

Der Ex-Alphawolf ordnet sich im Rudel unter. Er übernimmt dort andere Aufgaben für das Rudel oder wird aus dem Rudel vertrieben oder getötet. Alles nach Instinkt und Naturplan. Auf Unternehmen übertragen bedeutet das: Solange das "Alpha-Paar" die Geschicke des Unternehmens nachhaltig sinnvoll und gut führt, ergeben sich kein Bedarf und Anspruch auf einen Wechsel. Die nachrückende ambitionierte Führungskraft muss entweder kündigen oder "folgen", das heißt, seine Rolle in der Gemeinschaft des Unternehmens finden. Der Lernprozess für eine ambitionierte Führungskraft mit "Alpha-Qualitäten" ist, dass sie das Prinzip von "Führen und Folgen" verinnerlicht hat.

mm: Wie einfach lassen sich solche Erkenntnisse in den Alltag implementieren - und vor allem, wie nachhaltig?

Kammann: Der Erfolg der Implementierung hängt davon ab, welche Ziele und Werte ein Unternehmen hat. Will es zum Beispiel Talente fördern und binden, Mixed- Leadership erfolgreich im Unternehmen umsetzen oder Wachstum durch Teameffizienz? Die "Wiederbelebung" von Gemeinschaft und Kooperation beim einzelnen Mitarbeiter erzeugt auf Basis der neurobiologischen Grundlagen eine zu erwartende hochgradige Nachhaltigkeit. Um einfach und nachhaltig die Wolf-Leadership-Erkenntnisse live zu erleben und umzusetzen, ist die Teilnahme am "Talent-Workshop Wolf-Leadership" zur Selbst- und Teamentwicklung im Wildpark in der Lüneburger Heide bei Hamburg zu empfehlen. Aus der achtjährigen Erfahrung mit diesem einzigartigen Outdoor-Event sind tiefgreifende, emotional positive Erlebnisse garantiert. Leider nur so lange, wie die Wölfe mitspielen. Die Wolfsrudel verändern sich ständig, wie auch die Natur ihre Jahreszeiten hat.

Die Alternative zum Wolfserlebnis ist das tiefgreifende, emotional positive Erlebnis durch den Einsatz der systemischen Aufstellung für Personen, Teams und das ganze Unternehmen. Beide Settings sind im Rahmen von Programmen für die Führungstalent-Entwicklung in Europa einzigartig.

mm: Wie viel Wolf steckt eigentlich in der durchschnittlichen Führungskraft?

Kammann: Wölfe gehören, wie die Menschen, zur Gruppe der Säugewesen mit vier Gehirnen: dem Großhirn, Stammhirn, Zwischenhirn und Kleinhirn. Neurobiologisch werden in diesen vier Gehirnen vier Intelligenzen erzeugt: Physische Intelligenz, Mentale Intelligenz, Emotionale Intelligenz und Sozialintelligenz, kurz ausgedrückt mit den Intelligenz-Quotienten PQ, IQ, EQ und SQ. In jedem Menschen steckt ein Teil vom Wolf. Jeder muss irgendwo folgen und auch führen. Wenn die "Talente" einer Führungskraft dementsprechend gefördert werden - kommt mehr positiver "Wolf" zum Vorschein, als wir glauben! Das wäre für viele Unternehmen nachhaltig sehr erfolgreich.

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Der Anlage-Notstand

Zwei bis vier Jahre sind eigentlich keine lange Zeit. Eine Rotbuche beispielsweise wächst in diesem Zeitraum zwischen 80 bis 160 Zentimeter. Doch heute ist das anders, bereits zwei Jahre sind eine lange Zeit. Zu lange. Investoren geht die Geduld aus. Und so kommt es immer öfter vor, dass sie Gelder aus Investments zurückziehen - bereits nach wenigen Monaten.

"Dabei sollte der Investmenthorizont schon zwischen zwei und vier Jahren liegen", sagt Craig Wallis von der Fondsgesellschaft GAM. In dieser Zeit haben Investments die Chance zu wachsen und zwischenzeitliche Schwächephasen zu übertünchen. "Klügere Investoren wissen, dass Geduld erforderlich ist, um eine 'outperformance' zu erzielen - sonst würden sie beispielsweise in der Spitze kaufen und am Boden verkaufen, was das Schlimmste aus beiden Welten wäre. Und Druck und die Allgegenwärtigkeit von Daten kann zu suboptimalen Ergebnissen führen."

Doch von dieser Erkenntnis sind Investoren derzeit offenbar weit entfernt. Beredtes Zeugnis davon legen zum Beispiel die Statistiken des Bundesverbands Investment und Asset Management ab, die jeden Monat dokumentieren, wie die Interessen der Anleger hin- und herschwappen. Erst in Aktien, dann in Anleihenfonds - und retour. Verdenken kann man ihnen den Mangel an Orientierung allerdings nicht.

Denn die schlechten Nachrichten schlagen rund um die Uhr ein. Die Abstufung des Ratings von Italien, das Tauziehen um die Zukunft Griechenlands - "es fällt schwer, optimistisch zu bleiben", sagt Chris Childs, der für die Fondsgesellschaft F&C den HVB Stiftungsfonds verwaltet.

Noch einmal Wallis: "In der modernen Finanzwelt schießen Daten im Bruchteil einer Sekunde um die Welt. Außerdem hat der Wohlstand der Welt in den vergangenen zwanzig Jahren enorm zugenommen. Wenn diese Menge an Geld gekoppelt wird mit systematischen Handelsstrategien, kann das zu grausamen Stimmungsumschwüngen und entsprechenden Marktaktionen führen. Dies kann generell einen destabilisierenden Effekt auf die Märkte haben. Aber auch auf einzelne Länder oder Unternehmen, und noch wichtiger, auf die Realwirtschaft kann das durchschlagen." Was also tun? Streuen lautet eine Standardantwort der Finanzexperten. Streuen also in die unterschiedlichen Anlageklassen. Doch so einfach ist das nicht.

Das zeigt sich in der Praxis. Fondsmanager Childs zum Beispiel setzt in seinem HVB Stiftungsfonds zu 70 Prozent auf Anleihen und zu 30 auf Aktien. In der Vergangenheit war das ein erfolgreiches Konzept. Aber was ist zum Beispiel, wenn die Eurozone tatsächlich auseinanderbrechen sollte? Wären Anleihen dann noch der Lieferant steter Erträge? Im Fall von vergleichsweise solventen Staaten wie Deutschland vielleicht ja. Doch wenn die Inflation in Europa weiter steigt - schon deswegen, weil sie ein probates Mittel ist, die eigene Verschuldung in einem etwas milderen Licht dastehen zu lassen - dann rentieren die Staatsanleihen zu wenig. Doch auch abseits von Staatsanleihen kann es schwierig werden.

Diesen Schluss zumindest legt eine Theorie nahe, die bereits über dreißig Jahre alt ist. Und an die sich heute viele Experten erinnern: Goodharts Gesetz. Es geht zurück auf einen ehemaligen Berater der Bank of England, Charles Goodhart, der beobachtete, dass sich Gesetzmäßigkeiten genau dann ändern, wenn sie von Vielen, wie zum Beispiel Zentralbanken, genutzt werden. Überträgt man diesen Gedanken auf die Kapitalmärkte bedeutet das, dass Streuung gerade in Phasen, in denen es auf sie ankommt, schwieriger wird - weil viele Investoren auf vermeintliche Tipps wie Holz aufspringen.

Insofern verwundert es nicht, wenn Investoren auf der Suche nach Alternativen sind. Das gilt für professionelle Investoren, aber auch für Normalanleger. "Es ist immer wieder beeindruckend, wie der 'Schwarm' reagiert", sagt Michael Lorenz, Geschäftsführer HypoStar und Mitglied der manager-lounge. "Der Markt und der Dax rauschen nach unten und insbesondere die Kleinanleger verkaufen und flüchten in das vermeintlich so sichere Gold. Die Immobilienpreise steigen in den Ballungszentren durch die Decke. Profis decken sich jetzt mit den günstigen Aktien, die Kleinanleger vorher panisch veräußert haben, ein. Überhaupt, auffällig viele Vorstände kaufen jetzt Aktien Ihrer eigenen Unternehmen."

Für Aktien indes brauchen Investoren Mut, für Anleihen inzwischen ebenso. Gold haussiert - doch wie lange noch? Und Alternative Anlagen, wie zum Beispiel Hedgefonds? "Sie waren lange die faule Antwort der Branche auf Fragen nach sicheren Anlagen", sagt Kier Boley, Investmentmanager bei GAM. Und haben damit bei vielen Anlegern einen faden Nachgeschmack hinterlassen. So bleibt es einstweilen weiterhin bei der Unsicherheit, beim Fehlen eines klaren Trends. Vielleicht sogar langfristig.

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