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manager-lounge Newsletter Juni 2007

 
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Eröffnung der local lounge Barcelona

In Kooperation mit dem Kreis deutschsprachiger
Führungskräfte (kdf) hat die manager-lounge ihre erste internationale local lounge in Barcelona eröffnet. Der Geschäftsführer der manager-lounge, Robert von Klot-Heydenfeldt, machte sich vergangenen Freitag auf die Reise, um die erste internationale local lounge ins Leben zu rufen- bienvenido en España! >>weiterlesen

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Harvard-Artikel im Fokus: Was Topmanager antreibt

Viele Manager leisten Hervorragendes, verfügen über ausgezeichnete Netzwerke und genießen die Anerkennung ihrer Vorgesetzten. Dennoch schaffen sie es
nicht an die Spitze ihres Unternehmens. Was ihnen fehlt,
ist das Wissen über ihr inneres Anliegen - also über das, was sie antreibt und was sie mit dem Unternehmen erreichen wollen. >>weiterlesen

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Berlin: Die Hauptstadtlounge

Wer einmal von der Idee der local lounges begeistert ist, den lässt sie nicht mehr los. Als Manfred B. Geisler sich 2002 beruflich nach Berlin veränderte, hat er die Idee der local lounge aus Hamburg mit in die Hauptstadt genommen. >>weiterlesen

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Düsseldorf: Spitzenführungskräfte - Eine seltene Spezies

Zur Führungskraft berufen fühlen sich viele - doch wirkliche Spitzenführungskräfte sind eher selten anzutreffen. Was sie auszeichnet, verriet der Psychologe und Personalberater Wolfgang Walter kürzlich anlässlich der Düsseldorfer Veranstaltung der local lounge. >>weiterlesen

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Hamburg: Medien im Wandel

Die Medienbranche erinnere derzeit an ein riesiges Labor, in dem vieles ausprobiert und angeregt werde, sagte Malte von Trotha, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Presse-Agentur und skizzierte die größten Veränderungen der Branche vor Mitgliedern der Hamburger local lounge. >>weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Hamburg: 27. November 2007, 19 Uhr

Thema: 60 Jahre Studio Hamburg und der Medienstandort HH
Referent: Dr. Martin Willich
Location: Hanse Lounge, Neuer Wall 19, 20354 Hamburg
Anmeldeschluss: 25. November 2007, 17:00 Uhr

local lounge Frankfurt: 04. Dezember 2007, 18.30 Uhr

Thema: Taste of Darkness - Das Restaurant im Dunkeln
Referent: Klara Kletzka
Location: Dialogmuseum Frankfurt, Hanauer Landstr. 139-145, 60314 Frankfurt
Anmeldeschluss: 02. Dezember 2007, 17:00 Uhr

local lounge Frankfurt: 13. Dezember 2007, 19 Uhr

Thema: Weihnachstfeier der local lounge Frankfurt
Location: Weihnachtsmarkt Frankfurt, Treffpunkt: Karussell
Anmeldeschluss: 11. Dezember 2007, 17:00 Uhr

local lounge Berlin: 12. Dezember 2007, 19 Uhr

Thema: „Salon mit Künstlergespräch" Peter Schunter
Referent: Peter Schunter
Location: Salon AGIL Coaching + Art Reinacher, Nassauische Straße 57, 10717 Berlin
Anmeldeschluss: 10. November 2007, 17:00 Uhr

local lounge Stuttgart: 12. Dezember 2007, 17.45 Uhr

Thema: Besuch des Weihnachtsmarktes in Stuttgart
Location: Areal zwischen Schloss-, Schiller- und Marktplatz, 70173 Stuttgart
Anmeldeschluss: 10. Dezember 2007, 17:00 Uhr

local lounge München: 13. Dezember 2007, 20 Uhr

Thema: Dinner zum Jahresausklang
Location: Club Restaurant, BMW World, 80809 München
Anmeldeschluss: 19. November 2007, 17:00 Uhr

Eröffnung der local lounge Barcelona

In Kooperation mit dem Kreis deutschsprachiger Führungskräfte (kdf) eröffnete die manager-lounge die erste internationale local lounge in Barcelona. Der kdf ist ein Zusammenschluss von Führungskräften aus Unternehmen, Diplomatie, Verwaltung und kulturellen Einrichtungen. Die knapp 270 Mitglieder suchen den Gedankenaustausch durch Vorträge von Größen aus Wirtschaft, Politik und Kultur. In den vergangenen Monaten wurden in dem von Herrn Albert Peters geleiteten Kreis hochkarätige Vorträge gehalten, unter anderem von Liz Mohn, stellvertretende Vorstandvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Dr. Gerhard Cromme, Vorsitzender des Aufsichtsrats ThyssenKrupp AG und Herr Dr. Heinrich von Pierer, früherer Vorsitzender des Aufsichtsrats der SIEMENS AG.

Vergangenen Freitag hatte der Geschäftsführer der manager-lounge, Robert von Klot-Heydenfeldt, das Neuland Barcelona „urbar gemacht“, indem er anläßlich eines Vortrags des Präsidenten der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Herrn Dr. Dieter Hundt, die local lounge samt deren neuen Präsidenten, Herrn Albert Peters, im Netzwerk der manager-lounge willkommen hieß. Sowohl die Mitglieder des kdf, als auch das Programm dieses Führungskräftekreises werden sicherlich eine interessante und gehaltvolle Bereicherung der manager-lounge darstellen.

So werden auch im neuen Jahr unter anderem mit Dr. Christoph Franz, CEO der Swiss International Airlines AG, Klaus Wowereit, regierender Bürgermeister Berlins und Peter Kloeppel, Chefredakteur bei RTL hochspannende Persönlichkeiten zu Vorträgen erwartet. Weiterführende Informationen diesbezüglich erhalten Sie ab sofort über den manager-lounge Veranstaltungskalender online. Wir freuen uns auf spannende Veranstaltungen in Barcelona.

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Harvard-Artikel im Fokus: Was Topmanager antreibt

Viele Mittelmanager werden bei der Besetzung von Topjobs regelmäßig übergangen oder scheitern nach kurzer Zeit in solch einer Position. Sie haben oft noch nicht erkannt, was ihr inneres Anliegen ist, wie die Autorin es nennt: das persönliche Leitthema, was ein Manager im Unternehmen will, was ihn antreibt. Zudem mangelt es ihnen an einem Gefühl der Zugehörigkeit zu verlässlichen (Geschäfts-)Freunden und wichtigen Entscheidern. Das innere Anliegen verstehen: Es ist meist in Kindheit und Jugend entstanden, als der Manager Krisen und Widerstände überwinden musste. Dieses Erlebnis gab ihm die Energie, sich nach oben zu arbeiten und half ihm zu bestimmen, was er als Führungskraft erreichen will. Das innere Anliegen nutzen: Hat ein Manager sein Anliegen erkannt, entwickelt er die für Topjobs nötige Souveränität und die Fähigkeit, sich bietende Chancen zu nutzen.

Den vollständigen Harvard-Artikel erhalten Sie durch Klick auf das Logo.

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Berlin: Die Hauptstadtlounge

Wer einmal von der Idee der local lounges begeistert ist, den lässt sie nicht mehr los. Manfred B. Geisler hatte die regelmäßigen Veranstaltungen der manager-lounge, des Business Clubs des manager magazin, in Hamburg kennen und schätzen gelernt. Als er sich 2002 beruflich nach Berlin veränderte, hat er die Idee mit in die Hauptstadt genommen.

Berlin ist ein ganz besonderes Pflaster: Im Vergleich zu den anderen Städten, in denen die manager-lounge mit Ihren local lounges aktiv ist, fehlt in der Metropole die klassische Klientel der Führungskräfte aus den produzierenden Großunternehmen. „Anfangs lebten wir hier in Berlin in der Diaspora. Deshalb habe ich schon früh die Zusammenarbeit mit dem Capital Club aufgebaut“, berichtet Geisler. Über den Dächern des Gendarmenmarktes gelegen, ist der erste private – ganz im englischen Stil gehaltene – Business-Club der Hauptstadt der Treffpunkt schlechthin für prominente Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur, die internationale Kontakte knüpfen und pflegen wollen. Die Verknüpfung von Wissenstransfer und persönlicher Begegnung erhält in diesem Ambiente eine ganz eigene Note.

Geisler, Mit-Inhaber der Unternehmensberatung MAEX & COM. hat die enge Verknüpfung geschickt genutzt, um der Berliner local lounge ein ganz besonderes Profil zu verleihen. Die Veranstaltungen sind thematisch nicht nur bunter im Vergleich zu anderen local lounges, sondern auch internationaler ausgerichtet. Der Hintergrund für die ganz eigene Mischung: „Bei uns kommen die Themenvorschläge weitgehend aus dem Kreis der Teilnehmer“, erklärt der Unternehmensberater. „Wie haben viele profilierte Persönlichkeiten, die Ihr Wissen weitergeben. Ganz nach dem Motto: Mehr Networking hilft allen, profitieren wir von den Netzwerken jedes Einzelnen.“

Im Sommer etwa stellte Detlef Kornett, Europa-Chef der Anschutz Entertainment Group das Konzept des Unternehmens im Bereich Life Entertainment und Sport, in denen es zu den weltweit führenden Companys gehört, vor. In Ergänzung zum Vortrag waren alle Teilnehmer im August eingeladen, die in Berlin gerade neu entstehende Multifunktionsarena, die 17.000 Zuschauern Platz bieten kann, noch vor dem offiziellen Richtfest zu besichtigen.

Ein ganz besonderer Gast der local lounge Berlin im Jahr 2007 war der kanadische Botschafter Paul Dubois, mit seinem Vortrag zum Thema „Think Canada“. Hier erfuhren die Mitglieder des Führungskräftenetzwerks manager-lounge aus erster Hand wie sich Geschäftsbeziehungen in Kanada erfolgreich gestalten lassen.

Aber auch Themen aus dem Management-Alltag kommen in der „Hauptstadtlounge“ nicht zu kurz. „NewPlacement und Coaching im Business beispielsweise standen für die Veranstaltung im November auf dem Programm. Wir haben erfahren, dass sich Führungskräfte im Mittelstand und in den großen Unternehmen heute nicht mehr nur auf ihre eigene Karriereplanung und ihre Wunschvorstellungen verlassen sollten“, berichtet Manfred B. Geisler begeistert. Mit Blick auf die naheliegenden Alltagsfragen der Mitglieder im Business Club wird es im kommenden Jahr in den Veranstaltungen auch um Themen wie Liquiditäts- und Forderungsmanagement, Travel-Management oder Business und Gesundheit gehen.

Geisler zieht für sich selbst, aber auch für die Gäste der local lounge in Berlin ein einfaches wie wirkungsvolles Fazit: Wir betreiben das Networking um Spaß zu haben und nicht um Stress zu vermeiden!

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Düsseldorf: Spitzenführungskräfte - Eine seltene Spezies

Düsseldorf – Jürgen Klinsmann hat es vorgemacht: Wie ein Superstar wurde er als Trainer der deutschen Fußball-Nationalelf gefeiert, weil er erreicht hatte, was zuvor unmöglich erschien: Aus einer Mannschaft mit “Rumpelfüssen“ formte er ein Team mit charismatischer Siegermentalität. Und das dank seiner Persönlichkeit und einem klar formulierten Ziel: „Wir wollen Weltmeister werden.“ Vor Beginn des Sportereignisses im vergangenen Jahr hatten die wenigsten den deutschen Kickern Erfolge zugetraut. Aber schließlich schafften sie es tatsächlich fast ins Endspiel.

Nun lebt der Fußball von Geschichten, in denen große Männer das Schicksal bezwingen. In der globalisierten Wirtschaft scheinen indes ganz andere Gesetze zu gelten. Anonyme Kapitalströme ersetzen – so hat es den Anschein – den Genius des unternehmerischen Firmenlenkers. Der kann nur noch die Wünsche des Marktes und der Investoren umsetzen.

Ist das so? Oder können Manager sehr wohl auch in der modernen Ökonomie eigene Akzente setzen? Solche Fragen sind in der manager-lounge, dem exklusiven Club für Führungskräfte, schon länger ein Thema; entsprechend hoch waren die Erwartungen der 30 Gäste im Düsseldorfer Wirtschaftsclub an diesem Abend. „Unsere Mitglieder haben ein großes Interesse daran, sich in ihrer Persönlichkeit weiterzuentwickeln“, sagt Ralf Schön, Präsident der local lounge.

Der Referent des Düsseldorfer Abends konnte sie in ihrer Erwartung bestätigen: Klinsmann darf Managern als Vorbild gelten. „Die Persönlichkeit bleibt auch in der Wirtschaft der wichtigste Erfolgsfaktor“, postulierte Dr. Wolfgang Walter. Seit 17 Jahren begleitet der Psychologe in der internationalen Personalberatung Heidrick & Struggles Führungskräfte.

Zusammen mit dem Sportjournalisten und Klinsmann-Biografen Michael Horeni hat Walter das „System Klinsmann“ analysiert und die „Anatomie eines Erfolgsmodells“ herausgearbeitet. Zentrale Erkenntnis: So sehr unterscheiden sich die Bedingungen im Sport und in der Ökonomie gar nicht.

Bildung und Wissen sind die unabdingbaren Voraussetzungen für jeden Manager. „Aber es gehört mehr dazu, wirklich Erfolg zu haben“, betonte der Manager-Coach: „80 Prozent ist Persönlichkeit.“ Nicht auch, sondern gerade in der Globalisierung. Denn sie fordert mehr von Entscheidungsträgern ab als frühere Zeiten. „Sie müssen sich mehr als früher auf ständig wechselnde Bedingungen einstellen und gleichzeitig Entschlossenheit zeigen.“ Wer dies alles mit einem charismatischen Auftritt kombiniert, verfügt über alles was eine Spitzenführungskraft ausmacht!

Umso interessanter ist da die Erkenntnis, dass „70 Prozent aller CEOs introvertiert sind“, wie Walter zu berichten wusste. Selbst das Vorbild des Abends, Klinsmann, sieht er nicht als extravertierten Frontmann, dafür sei seine emotionale Stabilität ausgesprochen stark. Er sei zudem gewissenhaft, offen für Neues und verträglich. „Aber er fordert Gefolgschaft.“

Kann man das lernen, wurde Walter gefragt. „Arbeiten Sie an Ihrer Persönlichkeit“, empfahl der Manager-Trainer. Wichtigste Voraussetzung: eine ausgefeilte Selbstwahrnehmung. „Sie können nur ent- im Sinne von aus-wickeln, was schon da ist.“ Persönlichkeit ausbilden heißt demnach: Grenzen sehen, aber auch die eigenen Stärken und guten Anlagen. „Dann haben Sie die Chance, sie schneller zu entwickeln.“

Wie lassen sich die Stärken einer Führungskraft definieren? Zu ihrer Messung hatte Walter gleich mehrere Instrumente mitgebracht, zum Beispiel das „Big Five“-Modell. Danach sind emotionale Stabilität, Extraversion, Offenheit für neue Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit die wichtigsten Merkmale einer guten Führungskraft.

„Von diesen Prinzipien lebt auch die manager-lounge“, meint Präsident Schön. Offenheit zum Beispiel sei eine der Eigenschaften, die Manager bei jeder local lounge in vertraulicher Atmosphäre zelebrieren: „Führungskräfte tauschen sich hier nicht nur über fachliche Themen aus, sondern können von den jeweiligen Erfahrungen auf einer sehr persönlichen Ebene voneinander lernen.“

Den Gästen der local lounge gab der Themenabend reichlich Impulse, um anschließend beim Abendessen weiter darüber nachzudenken und zu diskutieren – und auf ein kleines Jubiläum anzustoßen. Es war das 70. Treffen der local lounge Düsseldorf, der ersten des mittlerweile bundesweit agierenden Netzwerkes, immer organisiert von Ralf Schön. Ein reines Online-Network war dem lounge-Gründer schon seinerzeit nicht genug. Deshalb entwickelte er das Konzept für die so genannte local lounge, ein regelmäßiges Treffen in der realen Welt. Persönlichkeit lässt sich nun mal vor allem im direkten Kontakt entwickeln.

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Hamburg: Medien im Wandel

Die moderne Kommunikationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts steht vor großen Herausforderungen. Die Medienbranche erinnere derzeit an ein riesiges Labor, in dem vieles ausprobiert und angeregt werde, sagte Malte von Trotha, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Presse-Agentur GmbH, vor Mitgliedern und Gästen der Hamburger manager-lounge, einem exklusiven Netzwerk für Führungskräfte aus der Wirtschaft.

„Halten Sie es für möglich, dass das Internet Zeitungen und Zeitschriften bald ganz verdrängen könnte?“ stellte ein Manager gleich zu Beginn eine der zentralen Fragen. „Das glaube ich nicht“, sagte von Trotha. „Fakt ist allerdings, dass die Auflagen der Zeitungen in Deutschland kontinuierlich sinken.“ Das Internet habe die gesamte Kommunikation verändert. „Kein Massenmedium, weder das Buch, noch die Zeitung, Hörfunk oder Fernsehen hat so uneingeschränkt die Voraussetzungen für jeden Menschen geschaffen, sich unabhängig von Vermittlern, Journalisten, Kapitalinteressen und Interessen anderer Art zu informieren und eine eigene Meinung bilden zu können und – und das ist die eigentliche Revolution – seine Meinung auch gleichzeitig anderen zur Verfügung zu stellen.“ Im Prinzip könne jeder Empfänger zum Sender werden. „Was aber bedeutet diese Revolution für jene, die in oder für die Massenmedien arbeiten?“, fragte von Trotha.

Journalisten hätten im Prinzip ihr Monopol auf Vermittlung von Informationen und Meinungen verloren. Jeder habe einen direkten Zugang zur Öffentlichkeit. „Die bisherigen Werbekunden von Presse und Rundfunk können sich im Internet direkt an ihre Zielgruppen wenden.“ Das Geschäft mit den Kleinanzeigen sei bereits fast vollständig ins Internet abgewandert. „Heute sieht man doch kaum noch jemanden, der sich auf der Suche nach einem Auto oder einer Wohnung eine Anzeige in der Zeitung anstreicht“, veranschaulichte der Agenturchef und machte deutlich, dass auch die dpa als eine der weltweit größten Nachrichtenagenturen auf diese Herausforderungen reagiere. Das Berufsbild des Journalisten verändere sich immer mehr weg vom „Autor“ hin zum „multimedialen Content-Produzenten“.

Dabei gehe es nicht nur um die Verlagerung von Print zu Online. Derzeit erinnere vieles an ein riesiges Medienlabor, in dem jeder ausprobiere, was geht. Von Trotha: „Fest steht: keiner kann derzeit genau sagen, wo die Reise am Ende hingeht.“ Wahrscheinlich werde es auf eine Arbeitsteilung zwischen den klassischen Massenmedien und dem Internet hinauslaufen. Von Trotha: „Nicht ein Medium wird uns beherrschen, sondern der mehrdimensionale Wandel aller Medien.“

Die Technik ermögliche und erfordere dabei nicht nur neue Organisationsformen in Redaktionen, sie verändere auch die Ansprüche an die Vermittlung und Präsentation von Informationen. „Wir wollen daher unseren Kunden, den Journalisten bei den Print- und elektronischen Medien, nicht mehr nur isolierte Text- und Bilderdienste anbieten. Im Januar 2008 werden wir mit einem entsprechenden dpa-Portal starten“, sagte von Trotha. Auch der Erfolg des seit April existierenden multimedialen dpa-Kindernachrichtendienstes zeige, dass es für die klassischen Medien diverse Chancen und Möglichkeiten gebe.

Für Journalisten biete sich eine neue Rolle an - die der „Mediatoren“. Mit ihrer Kompetenz könnten sie als „Navigationssystem“ im immer undurchsichtigeren Dschungel des World Wide Web Orientierung, Qualität und Sicherheit anbieten. „Online stoßen wir nicht auf ein ’Zuwenig’ sondern auf ein ’Zuviel’ – es herrscht eine Informationsflut inklusive einer netten Portion Informationsmüll.“

Aber auch Werbetreibende verlangten nach neuen Möglichkeiten der Kundenansprache. Geschönte Werbeaussagen seien von Konsumenten immer leichter zu durchschauen, da das Internet mit seinen Blogs ein Forum der Wahrheit für Kunden geschaffen habe. Von Trotha: „Das Internet hat unsere Kommunikation revolutionär verändert. Egal, wer mit wem kommuniziert, egal in welcher Funktion, als Journalist, Produzent oder Werbestratege, wer dieser Erkenntnis nicht Rechnung trägt, wird Probleme bekommen.“

Den Managern gab von Trotha eine alte afrikanische Weisheit mit auf den Weg: „Jeden Morgen, wenn über der Steppe die Sonne aufgeht, erwacht die Gazelle und weiß, sie muss heute schneller laufen als die langsamste Gazelle, wenn sie nicht gefressen werden will. – Jeden Morgen, wenn über der Steppe die Sonne aufgeht, erwacht auch der Löwe. Und er weiß, er muss heute schneller sein, als die langsamste Gazelle, wenn er nicht verhungern will. - Seien wir also kluge Löwen und Gazellen!“

Trotz dieses schönen Schluss-Appells wollten die Teilnehmer nicht sofort von dem Thema lassen und diskutierten angeregt weiter. Henk Knaupe, Präsident der Hamburger local lounge, Teil des Business-Clubs des manager magazins, deren Mitglieder sich sowohl online auf einer eigenen Plattform austauschen als auch auf bundesweit regionalen Treffen, hatte das Medien-Thema nicht nur wegen seiner Aktualität und Brisanz gewählt, sondern auch wegen seines Bezugs zum Medienstandort Hamburg. In einem Punkt schienen sich alle an diesem Abend einig: auf knisterndes Zeitungspapier will so schnell niemand verzichten. Wie eine aktuelle Emnid-Umfrage ergab, halten auch 78 Prozent der Deutschen die Tageszeitung trotz Internet-Konkurrenz für unverzichtbar. „Eigentlich bin ich auf einem guten Weg“, resümierte manager-lounge-Mitglied Malte Georg Lafrentz: „Für einen ersten schnellen Überblick nutze ich das Internet und zur Vertiefung Zeitungen und Zeitschriften.

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