manager-lounge Newsletter November 2010

 
 

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Poletto

local lounge Hamburg: Genuss pur!

Erstmalig präsentiert die manager-lounge in Kooperation mit Rindchen´s Weinkontor eine exklusive Wein-Edition. Die sechs Rotweine wurden vergangene Woche im Sternerestaurant Poletto vorgestellt, in Kombination mit einem von Cornelia Poletto eigens dafür kreiertem 5-Gänge-Menü. »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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Zwiegespräch: Mittelstand in Scheiches Hand?

Arabische Investoren entdecken den deutschen Mittelstand. Droht diesem nun der Verlust seiner Eigenständigkeit oder trägt das Interesse der Scheichs dazu bei, neue Märkte zu erschließen? manager magazin sprach mit dem in Abu Dhabi tätigen Finanzexperten Bernhard Solleder und dem Banker Michael Otto, der Mittelständler strategisch berät, beide Mitglieder der manager-lounge. »weiterlesen

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Glas

Stimmungsbild der Wirtschaft: „Das Glas ist halb ...“

Deutschlands Wirtschaft scheint vor Kraft kaum mehr Laufen zu können. Auch das aktuelle Herbstgutachten der fünf Weisen belegt - das Land steht im internationalen Vergleich glänzend da. Eine Warnung kommt ausgerechnet von der vielgeschmähten Börse. Und auch in der manager-lounge macht man sich Sorgen. »weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Wien: 15.11.2010, 19.30 Uhr

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Gast: Wolfgang Fellner
Wolfgang Fellner, Herausgeber Tageszeitung "Österreich"

local lounge Köln: 16.11.2010, 19 Uhr

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Thema: Twitter: Spaß oder ernsthaftes Werkzeug für Unternehmen?
Referent: Ilka Y. Hoepner, Geschäftsführerin indialogo

local lounge Hamburg: 17.11.2010, 19 Uhr

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Thema: Ideen auf Knopfdruck: Entfalten Sie Ihr Potenzial
Referent: Peter Kürsteiner, Coach, Moderator Autor

local lounge München: 17.11.2010, 19 Uhr

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Thema: Persönlichkeitsentwicklung für Führungskräfte
Referent: Dr. Gerhard Hofweber, Gründer und Inhaber des Dr. Hofweber-Instituts

local lounge Stuttgart: 18.11.2010, 19 Uhr

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Thema: Ideen auf Knopfdruck: Entfalten Sie Ihr Potenzial
Referent: Peter Kürsteiner, Coach, Moderator und Autor

local lounge Frankfurt: 18.11.2010, 19 Uhr

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Thema: Digitale Innovation vs. Mensch vs. Business Case
Referent: Klaus Flettner, Geschäftsführer Change Communication GmbH und KFP Gmbh

local lounge Nürnberg: 23.11.2010, 19 Uhr

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Thema: Ideen auf Knopfdruck: Entfalten Sie Ihr Potenzial
Referent: Peter Kürsteiner, Coach, Moderator und Autor

local lounge Berlin: 24.11.2010, 19 Uhr

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Thema: Ins Leben mit einem Loch im Herzen
Referent: Prof. Dr. Felix Berger, Direktor der Abteilung „Angeborene Herzfehler“ Deutsches Herzzentrum Berlin

business breakfast Hamburg: 01.12.2010, 10 Uhr

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Thema: Prävention - die Medizin des 21. Jahrhunderts?
Referent: Prof. Dr. med. Christoph M. Bamberger, Direktor des Medizinischen PräventionsCentrums Hamburg (MPCH) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

local lounge Hamburg: 01.12.2010, 19 Uhr

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Thema: 3-Gang Menü als Teamleistung: Kochen mit A. Freeman
Referent: Alfred Freeman, Kochbuchautor und SPIEGEL - Gastronomiechef

local lounge Köln: 02.12.2010, 19 Uhr

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Thema: Persönlichkeits- und Prozessoptimierung - MPPO
Referent: Dietmar Baum, Geschäftsführer mmh kommunikationsagentur und Gründer von MPPO

local lounge Shanghai: 07.12.2010, 18.30 Uhr

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Thema: Networking in Shanghai

local lounge Berlin: 08.12.2010, 19 Uhr

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Thema: Networking zum Jahresabschluss

local lounge Düsseldorf: 08.12.2010, 19 Uhr

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Thema: Burn-Out Prävention für Führungskräfte
Referent: Prof. Dr. E. Edinger, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie

local lounge Frankfurt: 09.12.2010, 19 Uhr

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Thema: Burn-Out Prävention für Führungskräfte
Referent: Prof. Dr. E. Edinger, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie

local lounge Stuttgart: 09.12.2010, 19 Uhr

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Thema: Bye Management! - Warum Management verzichtbar ist
Referent: Niels Pfläging, Autor & BetaCodex Network Associate

Zu weiteren Veranstaltungen

local lounge Hamburg: Genuss pur!

„Anklänge an Waldboden und Leder, charakteristische Würze, ausnehmend weiche und seidige Tannine“ - solche Worte blieben für sechzehn Mitglieder der manager-lounge keine bloße Theorie. Denn Gerd Rindchen, seit über dreißig Jahren Weinimporteur, präsentierte die sechs Spitzenweine der manager-lounge Weinedition im Restaurant Poletto Hamburg. Zuhören, riechen und schmecken; für Weinkenner und Neugierige gleichermaßen eine besondere Erfahrung.

Passend dazu hatte die Köchin Cornelia Poletto exklusiv für Mitglieder der manager-lounge ein exquisites Menü kreiert. Gefüllte Rotbarbe mit Chianti-Schalotten oder ein gebackenes Ricottatörtchen mit Riesling Auslese-Eis waren die harmonische Ergänzung der Weine. Ein exzellenter Abend mit spannenden Menschen, sehr gutem Essen und noch besseren Weinen. Das Entdeckerpaket der manager-lounge Weinedition können Sie hier auch direkt bestellen!


Poletto-Nov-2010_18
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Zwiegespräch: Mittelstand in Scheiches Hand?

Das Emirat Katar hält Anteile an VW und Porsche, Abu Dhabi ist über den Staatsfonds Aabar an Daimler beteiligt - für die großen deutschen Automobilkonzerne sind arabische Investoren keine Neuigkeit mehr. Doch zunehmend interessieren sich die Scheichs auch für Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand. Kürzlich sagte Mohammed Bin Issa Al Khalifa, Chef der staatlichen Wirtschaftsentwicklungsbehörde des Königreichs Bahrain, einer deutschen Tageszeitung, dass bereits entsprechende Kontakte zu mehreren deutschen Unternehmen bestehen. Im Zwiegespräch der manager-lounge diskutieren zwei Experten über diese Entwicklung. Bernhard Solleder leitet bei der staatlichen Healthcare Holding (SEHA) von Abu Dhabi die Bereiche Corporate Finance und Business Development und gilt als Finanzexperte für den Mittleren Osten. Und Michael Otto ist als Direktor der Berenberg Bank strategischer Ansprechpartner für viele Unternehmer aus dem Mittelstand.

mm: Bislang haben arabische Investoren eher in deutsche Großkonzerne investiert, nun interessieren sie sich auch für den Mittelstand. Sehen Sie darin eine Gefahr?

Solleder: Ich würde das weniger als Gefahr, sondern vielmehr als interessante Möglichkeit für mittelständische Unternehmen sehen, bei Bedarf den Gesellschafter- beziehungsweise den Aktionärskreis zu erweitern. Genau wie bei der Aufnahme von anderen Investoren ist jedoch auch dort eine detaillierte Due Diligence geboten.

Otto: Grundsätzlich sehe ich das auch so, es handelt sich um normale Investoren, bei denen man natürlich genau hinsehen sollte. Beim Engagement in den Dax-Konzernen gab es bisher ja auch keine größeren Probleme. Genau prüfen sollten Mittelständler jedoch, ob die Investoren lediglich ein finanzielles Interesse haben oder ob auch strategische Absichten dahinter stehen.

mm: Im Engagement der Scheichs liegen also auch Chancen für die Unternehmen?

Otto: Ohne Frage ist ein solcher Kapitalzufluss immer interessant. Doch spannend wird es, wie gesagt, wenn Investoren sich vor allem für das technische Know-How „made in germany“ oder Lizenzen interessieren und auch operativ mitreden wollen.

Solleder: Viele arabische Investoren sind auf der Suche nach langfristigen Anlagen in erfolgreichen deutschen Betrieben. Diesen Umstand können sich die Unternehmen zu Nutze machen, die auf der Suche nach einem stabilen Anker-Investor sind.

mm: Andererseits können sich deutsche Unternehmen aber auch neue Absatzmärkte in wachstumsstarken Regionen erschließen?

Solleder: Bei strategischen Investoren aus dem mittleren Osten ist oft neben der Renditeerwartung auch der Know-How-Transfer sehr wichtig. Daher werden im Rahmen des Erwerbs von Gesellschaftsanteilen in Deutschland häufig direkte Bedingungen an zukünftige Joint-Venture-Vereinbarungen in der Heimatregion geknüpft. Das eröffnet dem deutschen Mittelstand weitere Absatzmöglichkeiten - gemeinsam mit einem erfahrenen lokalen Partner.

mm: Herr Solleder, Sie haben Erfahrungen vor Ort gesammelt - für welche Branchen interessierten sich arabische Investoren am meisten?

Solleder: Viele deutsche mittelständische Unternehmen werden aufgrund ihrer hohen Qualität und ihrer technologischen Marktführerschaft sehr geschätzt. Speziell die Automobilindustrie und deren Zulieferunternehmen werden aktuell als potentielle Investitionsmöglichkeiten betrachtet.

mm: Die deutschen Banken wurden in der Vergangenheit kritisiert, da die Kreditvergabe an den Mittelstand oft nur schleppend lief. Welche Rolle spielen in dieser Geschichte die deutschen Finanzinstitute?

Otto: Als große Mittelstandsfinanzierer galten lange Zeit die Landesbanken. Dieser Bereich ist nun größtenteils weggefallen, da diese sich umstrukturieren und mittlerweile oft andere Geschäftsmodelle verfolgen. Die großen Privatbanken, und auch das sind ja nicht allzu viele, konnten dieses Geschäft nicht in vollem Umfang auffangen.

Solleder: Viele mittelständische Unternehmen fanden im Rahmen der Finanzkrise erschwerte Bedingungen bei ihren Hausbanken für Investitions- beziehungsweise Working-Capital-Finanzierungen vor. Daher wird nun oft nach alternativen Finanzierungsformen gesucht, die diese Abhängigkeit reduzieren. Dieser Umstand dient vielen Investoren aus dem Mittleren Osten als Türöffner für entsprechende Gespräche.

mm: Trotz der erschwerten Bedingungen gilt der Mittelstand weiter als gesund. Herr Otto, was haben Sie für Erfahrungen in Gesprächen mit Unternehmern gemacht - sind sie gut durch die Krise gekommen?

Otto: Der deutsche Mittelstand hat sich über viele Jahre und Jahrzehnte als enorm wettbewerbsfähig erwiesen. Besonders der hohe Trainingseffekt aus Zeiten der harten D-Mark hat sich in der Krise nun positiv bemerkbar gemacht. So sind die meisten hiesigen Unternehmen hervorragend aufgestellt und damit hoch attraktiv für Investoren - was sich auch an dem Interesse der Araber zeigt.

mm: Trotzdem noch einmal die Frage: Wird der Mittelstand langfristig von Investoren, aus welcher Region sie auch immer kommen mögen, ausgesaugt?

Solleder: Unabhängig davon, ob ein mittelständischer Betrieb ein angelsächsisch geprägtes Private-Equity-Unternehmen oder einen Investor aus dem Mittleren Osten wählt, ist aus diesem Grund eine gegenseitige detaillierte Due Diligence essentiell. Neben der klassischen Überprüfung der harten Fakten sollten hier vor allem zukünftige strategische Überlegungen in Einklang gebracht und rechtlich fixiert werden, um eine langfristige Win-Win-Situation zu generieren.

Otto: Unternehmen, die mit falschen Produkten oder einem schwachen Management unterwegs sind, sind auch von Investoren nicht mehr zu retten. Diese fallen früher oder später der Marktbereinigung zum Opfer. Für ein gesundes Unternehmen geht es dagegen sicherlich auch mit einem arabischen Investor positiv weiter. Entscheidend ist hier immer die Prüfung im Einzelfall.

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Stimmungsbild der Wirtschaft: „Das Glas ist halb ...“

Wie wichtig ein Stimmungsbild für die Zukunft sein kann, musste auch Michael Offer erfahren. Offer war bis vor wenigen Tagen Sprecher des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble. War - denn am 5. November war Schäubles Stimmung offenbar so schlecht, dass er Offer für einen vermeintlichen Fehler vor versammelter Journaille so sehr brüskierte, dass der daraufhin den Betel hinwarf. Schlechte Stimmung, sie kann also erhebliche Verwerfungen nach sich ziehen. Ganz genau wie gute Stimmung. Und wie im Kleinen, so im Großen.

Beispiel Deutschland. Dort wird mit dem Ifo-Index regelmäßig die Stimmung in der deutschen Wirtschaft abgefragt, von immerhin 7000 Entscheidern. Und eben jene Stimmung steigt stetig. So kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex im Oktober von 106,8 auf 107,6 Punkte. Und damit so hoch wie zuletzt im Mai 2007 - also vor der Krise. „Der Konjunkturmotor läuft stabil und rund“, urteilte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn bei der Vorstellung der Zahlen. "Das ist eine super Zahl", sagte auch Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen von der Commerzbank. Sie zeige, „dass die Konjunktur weiter hochgeht. Ich würde nie gegen den Ifo wetten, der Ifo hat meistens recht gehabt.“

Ritterschlag von den fünf Weisen

Das gleiche Bild bei den Konjunkturschätzungen der fünf Weisen. Die deutsche Wirtschaft werde nach ihrer Ansicht - im aktuellen Herbstgutachten niedergeschrieben - um 3,7 Prozent wachsen und im nächsten um 2,2 Prozent. Dazu trage die Belebung der Binnennachfrage bei, aber auch die "weiterhin lebhaften Exportaktivitäten aufgrund einer hohen Wettbewerbsfähigkeit inländischer Produkte und eines günstigen wirtschaftlichen Umfelds vor allem in den Schwellenländern". Das liest sich schon fast wie Euphorie. Und auch jenseits der deutschen Staatsgrenzen gibt es etwas wie eine positive Stimmung mit Blick auf Berlin.

Noch vor wenigen Jahren wurde Deutschland als kranker Mann Europas belächelt. Ein sperriges Arbeitsrecht, hohe Arbeitslosenzahlen, geringes Wachstum - wie glänzte dazu im Vergleich „Cool Britannia“ mit seinen boomenden und stahlschimmernden Finanzindustrie. Heute strotzt Deutschland vor lauter Kraft und Großbritannien hat sich verkühlt. In Amerika gilt Deutschland seit Monaten als so etwas wie das neue „Wunderkind“. Weil es nicht so sehr auf Pump gelebt hat wie die USA, weil es eine drohende Entlassungswelle mit der Kurzarbeit zumindest in Teilen abgefedert hat, weil es sich nicht nur auf den heimischen Kunden konzentriert. Und aus Frankreich hieß es vor wenigen Monaten, Deutschland möge doch bitte seine Exportüberschüsse drosseln, damit andere nicht so schwach dastünden. Neid, Bewunderung, Euphorie, all diese Ausprägungen menschlicher Gefühle zeigen eines - man traut Deutschland einiges zu. Und Deutschland sich selbst auch.

Das schlägt traditionsgemäß auch auf die Börsen durch. Der Dax, Vorzeigeindex deutscher Großunternehmen, krabbelt von einem Jahreshoch zum nächsten. Das gleiche Bild beim MDax. Wirtschaft gut, Börse gut - fertig? Nein. Denn vor allem die Börse neigt zu Übertreibungen. Die Psychologen haben diese Erkenntnis unter dem Schlagwort des "Behaviorismus" zusammengefasst. Und erklären mit dem Begriff des "Herding", dass Anleger bei steigenden Kursen nur allzu gern glauben, quasi aus dem Bauch heraus, dass es stets so weitergeht. Doch das muss es nicht.

Auf Warnsignale achten

Denn auch die Gegenstimmung ist da. Und liefert damit eine Warnung auch für die Realwirtschaft. Denn wer nicht an eine stabile Konjunktur glaubt, wird mittelfristig auch nicht in sein Unternehmen investieren. Ablesbar ist die Gegenstimmung zum Beispiel an der steten Steigerung des Goldpreises. Das Metall ist ein Kriseninvestment - wer der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung nicht traut, kauft Gold. Und auch beim Dax mehren sich die Stimmen der Kritik. "Mein Ziel ist ein Dax unter 4000 Punkten, also ein Indexrückgang von über einem Drittel", sagt beispielsweise Conrad Mattern, unter anderem Vorstand von Conquest Investment Advisory. Die Börse sei eben sehr stark psychologisch getrieben. Mit anderen Worten - die Probleme bleiben, nur die Stimmung schwankt. Derzeit ist das Glas halb voll.

Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Roland Berger bringt es für den deutschen Mittelstand auf den Punkt. Zwar seien die Unternehmen recht gut durch die Krise gekommen. Doch die Autoren wiesen auch darauf hin, dass zum Beispiel 43 Prozent der befragten 300 Unternehmen bei Nachverhandlungen ihrer Kreditfinanzierung striktere Kreditvergabeklauseln spüren. „Die deutschen Mittelständler sollten jetzt ihren Finanzierungsbedarf kritisch überprüfen und bei überschaubaren Widerständen auch vor einer tief greifenden Umstrukturierung nicht zurückschrecken“, sagt daher Sascha Haghani von Roland Berger Strategy Consultants. Das sieht man auch in der Praxis so.

Nur „die Unternehmen, die mit einer gesunden Eigenkapitalquote ausgestattet sind und die frühzeitig Maßnahmen eingeleitet haben, um den herben Einbruch von Ende 2007 bis 2009 zu überstehen, sind nun zweifelsohne die Gewinner“, sagt Stefan Erberich vom Steria Mummert Consulting, Mitglied der manager-lounge. „Sie konnten weitgehend unbeschadet die Krise durchstehen und nun aus eigener Kraft wieder zu Hochtouren auflaufen. Schwieriger ist das für die Unternehmen, die eben keine komfortable Eigenkapitalquote vorzuweisen haben und hatten und sehr vom Goodwill ihrer Banker abhängig waren und vielleicht heute noch sind.“ Und was ist mit der niedrigen Arbeitslosigkeit?

Verzerrte Wirklichkeit

„Das 'Jobwunder' betrifft in erster Linie die Zeitarbeitsfirmen“, sagt manager-lounge-Mitglied Michael Lorenz von Hypostar. „Viele Unternehmen wollen und müssen flexibel bleiben und haben zu erheblichen Teilen ihre Belegschaft mit Leiharbeitern aufgefüllt. Konkret wird die Arbeitnehmerschaft sukzessive zu Leiharbeitern umgebildet. Das mag auf den ersten Blick für Industrielle und Unternehmer charmant erscheinen, führt aber zu nachhaltigem Kaufkraftverlusten. Die Binnennachfrage geht nicht erst seit der Bankenkrise zurück.“

Ein ähnliches Bild skizziert eine Studie aus London. Drei Fünftel der befragten deutschen Firmen gäben an, so das Unternehmen, dass sie nicht ausreichend Betriebskapital besäßen, um vom Wirtschaftsaufschwung profitieren zu können. Und 78 Prozent der Formen hätten Probleme, einen traditionellen Bankkredit zu bekommen. Das Glas ist halb leer? Auch nicht - vermutlich wäre „Das Glas ist halb …“ die treffendste Feststellung.

Doch solche philosophische Fingerübungen werden derzeit gern beiseite gewischt. Trotz der Warnsignale. Eine Frage der Stimmung eben.

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