manager-lounge Newsletter September 2008

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Neue Seminarreihe: Best Practices für Krisenzeiten

manager-lounge-knowledge-Oktober-2008-Fuehren-in-unsicheren-Zeiten Auf dem ersten ganztägigen Führungskräfte-Seminar, der manager-lounge knowledge, diskutierten Referenten und Mitglieder, welche Maßnahmen in Änderungsprozessen entscheidend sind, wo Gefahren lauern und welche schmerzhaften Entscheidungen schnell getroffen werden müssen. >>weiterlesen

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Wissensnetzwerk: Die aktuellen Diskussionen

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Neue Standorte: Gelungene Eröffnungsveranstaltungen

local-lounge-Hannover-Nov-2008-Kind Mit großer Mitgliederresonanz eröffneten in den letzten Wochen die neuen local lounge Standorte in Bielefeld, Zürich und Hannover- mit abendlichen Vorträgen zu den Themen Private Equity, Change-
Management und Sportvermarktung. >>weiterlesen

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manager-lounge Umfrage: Einsam in der Chefetage

988381_excluded_from_group Die Luft an der Spitze eines Unternehmens ist dünn. Mitarbeiter begegnen ihren Vorgesetzten besonders im Topmanagement oft mit einer gewissen Distanz. Die Mitglieder der manager-lounge berichten von ihrem Umgang mit diesem Problem und geben Tipps, wie die gefürchtete Einsamkeit in der Vorstandsetage vermieden werden kann. >>weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge Stuttgart: 16.12.2008, 19 Uhr

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Thema: Erfolgsfaktor Stimme - Überzeugend auftreten
Referent: Petra Ziegler, Management-Trainerin und Coach für Stimme, Sprechen und Sprache

local lounge München: 17.12.2008, 19 Uhr

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Thema: Die technische Revolution des Kinofilms
Referent: Prof. Dr. Dejan Ilic, Vorstandsvorsitzender der ARRI AG

local lounge Düsseldorf: 18.12.2008, 19 Uhr

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Thema: Karriere in Familienunternehmen- Traum oder Alptraum
Referent: Karin Siegle-Kvarnström, Egon Zehnder International

local lounge Barcelona: 19.12.2008, 12 Uhr

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Thema: Kochen auf Weltniveau
Referent: D. Santiago Santamaria i Puig, Spitzenkoch

local lounge Hannover: 13.01.2009, 19 Uhr

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Thema: Jägermeister - vom Magenbitter zum Szenegetränk
Referent: Jack Blecker, Vorstandsmitglied der Mast-Jägermeister AG

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Erweitern Sie gemeinsam mit uns den exklusiven Businessclub für Führungskräfte. Empfehlen Sie jetzt die manager-lounge an Freunde, Bekannte und Geschäftspartner weiter, die Sie als eine Bereicherung für unser Netzwerk erachten. Sobald sich Ihr geworbener Kontakt für eine Jahresmitgliedschaft entschieden hat, erhalten Sie von uns als Dankeschön ein kostenfreies Jahresabonnement (14 Ausgaben) des manager magazins. Und so funktioniert die Prämienwerbung: Das geworbene Mitglied trägt im Zuge seiner/ihrer Erstregistrierung den Namen des Werbenden in die Informationszeile „Grund für die gewünschte Mitgliedschaft“ ein und wir informieren Sie, sobald die Werbeprämie fällig wird. Sie wollen die Aboprämie nicht für sich? Kein Problem, das Abonnement kann auch an Freunde, Bekannte und Geschäftspartner weiterverschenkt werden. Nutzen Sie dieses besondere Angebot und erhalten Sie zwölf Monate (14 Ausgaben) „Wirtschaft aus erster Hand“ frei Haus - empfehlen Sie jetzt die manager-lounge weiter!

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manager-lounge knowledge: Prediger und Propheten

Banken brechen zusammen, die Realwirtschaft leidet, die Krisenticker spucken eine bedrohliche Meldung nach der anderen heraus - da hat es einen besonderen Reiz, sich einfach für einen Tag auszuklinken und an einem ruhigen Ort über das Thema „Führen in unsicheren Zeiten“ nachzudenken. 50 Mitglieder der manager-lounge hatten sich zu diesem Anlass mit hochkarätigen Referenten in Bad Saarow, 70 Kilometer südöstlich von Berlin, versammelt.

„Mit der neuen Seminarreihe 'manager-lounge knowledge' haben wir einen Rahmen geschaffen, der den Austausch unter unseren Mitgliedern weiter intensiviert“, so Robert von Klot-Heydenfeldt, Geschäftsführer der manager-lounge, zu Beginn der Veranstaltung. Und los ging es: Die Finanzkrise für einen Moment ausschalten, die frische Herbstluft Brandenburgs einatmen und sich im idyllisch am Scharmützelsee gelegenen Arosa-Hotel auf spannende Vorträge und Praxisbeispiele stürzen.

„Wenn ihr mich haben wollt, dann machen wir das so oder gar nicht“ - mit diesem Zitat des ehemaligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann aus einem Artikel des „Harvard Business Manger“ stärkte Unternehmensberaterin Dorothee Echter gleich das Selbstbewusstsein der Manager - sofern es in den vergangenen Wochen unter den Auswirkungen der Finanzkrise gelitten haben sollte. Für Manager sollte dieses Verhalten vorbildlich sein, egal ob beim Amtsantritt oder in einer Krise: „Ihre Werte, Ihre Wünsche und Ihre inneren Anliegen sind wichtig“, so Echter, „wer nach den Erwartungen der anderen fragt, hat schon verloren“.

„Bei allem authentisch bleiben“

Für Heinz Rzehak, ehemaliger Rütgers-Chef und dort verantwortlich für den Turnaround und den Verkauf dreier Unternehmen im Wert von 1,4 Milliarden Euro, ist eine gute Führungskraft eine Mischung aus Prediger und Prophet. „Ihr Führungsverhalten löst bei Mitarbeitern biochemische Reaktionen aus - das kann dann Motivation, aber auch in Aggression umschlagen“, so Rzehak zu den Managern.

Von den Erfahrungen eines starken Wachstums konnte Peter Clarner den Mitgliedern der manager-lounge berichten. Als ehemaliger Geschäftsführer der Cirrus Airlines, expandierte er mit seinem Unternehmen in kurzer Zeit stark. Doch das Wachstum entwickelte sich zu schnell - ein Fehler, aus dem der Manager gelernt hat: „Unkoordiniertes Wachstum sollte man verhindern, denn das führt nur zu Fluktuation, einem hohen Krankenstand und zu schlechtem Betriebsklima“. Wichtig sei es, die Leistungsfähigkeit des Unternehmens richtig einzuschätzen und rechtzeitig die notwendigen Personalressourcen aufzubauen. Wichtig sei es allerdings, bei allem authentisch bleiben, mahnte Clarner.

Auch die Bedeutung der Kommunikation wächst, vor allem in Krisenzeiten. „Interne Kommunikation ist genau wie externe Kommunikation ein Managementprozess, der im Unternehmen direkt beim CEO angesiedelt werden sollte“, berichtet Irmhild Plaetrich, Leiterin Corporate Communications IDS Scheer: „In der Kommunikation kann man sich auch mal ein paar blaue Flecken holen, dann weiß man, woher das kommt und warum - das stärkt für die Zukunft“.

„Wichtige Dinge selbst klären“

Als Krisenexperte gilt Klaus Zacharias, der derzeit den angeschlagenen Plüschtierhersteller Nici wieder auf Kurs bringen soll. Sein Rezept: „Wichtige Dinge selbst klären, Verbündete suchen, den Betriebsrat nicht als Feind, sondern als Ideengeber sehen.“ Zudem helfe es, externe Psychologen hinzuziehen: „Das ist nicht teuer, kann aber enorme Erkenntnisse bringen“, so Zacharias.

Das Schlusswort des offiziellen Teils der manager-lounge-Veranstaltung hatte dann Karin Siegele-Kvarnström, Partnerin der Personalberatung Egon Zehnder: „In umfangreichen Veränderungsprozessen sind Tempo und Entschlossenheit überlebenswichtig“, so die Beraterin: „Nicht jeder CEO kann eine Krise meistern. Derjenige, der im Wachstum brillant ist, scheitert in der Krise, aber auch ungekehrt.“ Jede entscheidende Unternehmenssituation brauche daher eigentlich einen eigenen Verantwortlichen, der genau darauf spezialisiert sei. Das Fazit der Personalberaterin: „Die Anforderungen an das Topmanagement haben sich enorm verändert - Vorstandschefs, die 20 Jahre lang ununterbrochen ein Unternehmen führen, wird es in Zukunft nicht mehr geben“.

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Neue Standorte: Gelungene Eröffnungsveranstaltungen

local lounge Bielefeld: Finanzinvestoren- Heuschrecken oder Honigbienen?

Ende Oktober öffnete die local lounge Bielefeld den Mitgliedern Ihre Pforten. Anschaulich weihte der dortige Präsident Dr. Ralf Struthoff den kleinen Kreis der anwesenden Führungskräfte über seine Zeit als kaufmännischer Geschäftsführer bei Sulo (später Veolia), einem der großen deutschen Entsorgerunternehmen, ein.

Die grundlegende Neuausrichtung mittels Private Equity von u.a. Apax und Blackstone ließ Sulo 2004 zum nationalen Spieler werden. Zur Steigerung des Unternehmenswertes fokussierte man sich gemeinsam mit den Finanzinvestoren auf wenige Hebel, die geringfügige Risiken bedeuteten, und ließ dabei den leitenden Funktionen extrem hohe Freiheitsgrade. „Aber es gab natürlich auch negative Seiten: Die hohe Verschuldung stellte einen gewaltigen Druck zur steten Generierung von Cash Flow für die Zahlung von Zinsen und Tilgung dar und die häufig eingesetzten Beratertruppen, die für das Merger&Acquisition Geschäft, Kostensenkung, Steuern und weitere Bereiche eingeschaltet wurden, gestalteten den Alltag häufig sehr mühsam“, erläuterte Struthoff, der den Wandel bei Sulo als CFO damals stark mit gestaltete.

2007 wurde die Gruppe schließlich an den französischen Konzern Veolia Environnement verkauft, ein Unternehmen, das die gesamte Palette an Umweltdienstleistungen anbietet, vom Wasserkreislauf-, über Energie-, bis zu Abfallmanagement. Final schloss Struthoff im Kreis der manager-lounge Mitglieder ab: „Die Marktbearbeitung durch Sulo hat in den letzten Jahren unter den vielen Transaktionen gelitten und die Zusammenarbeit von den deutsch-französischen Integrationsteams ist in vielen Punkten anspruchsvoll, aber am Ende überwiegen die Chancen, die dort liegen. Dabei hat die Gruppe dank Private Equity eine sehr erfolgreiche Entwicklung nehmen können, die in anderen Gesellschafterstrukturen nahezu unmöglich gewesen wäre.“

local lounge Zürich: Change Management - Erfolgsfall Jürgen Klinsmann

Dass Fußball in Europa nicht nur ein beliebter Sport ist, sondern die dort zum Einsatz kommenden Methoden für Unternehmen durchaus wissenswert sind, verriet Dr. Wolfgang Jenewein, Leiter des Executive MBA Programms der Universität St. Gallen bei der Auftaktveranstaltung in Zürich.

Seine Kernaussage:„Ohne stete, immer wieder auch tief greifende Veränderung bleibt kein Unternehmen lange wettbewerbsfähig. Obwohl dies fast allen Managern und Mitarbeitern klar ist, gilt Change-Management als eine der schwierigsten Disziplinen der Unternehmensführung. Wirklich positive Beispiele für den radikalen Wandel einer Organisation gibt es wenige - die Arbeit von Jürgen Klinsmann mit der deutschen Fußballnationalmannschaft ist solch eine Ausnahme!“

Klinsmann analysierte gründlich die Stärken und Schwächen des deutschen Fußballs. Er konnte so die Dringlichkeit seiner Reformen gut begründen und ein schlüssiges Ziel entwickeln. Er scharte eine Gruppe fachlich und menschlich hervorragender Experten um sich, denen er Handlungsfreiheit ließ, und generierte schnell sichtbare Erfolge. Parallel zu den Veränderungen der Rahmenbedingungen versuchte Klinsmann auch die Spieler emotional für sich und seine Ziele zu gewinnen, sodass sie den Wandel mit vorantrieben. Er kümmerte sich intensiv um jedes einzelne Teammitglied, analysierte dessen Fähigkeiten und coachte die Spieler.

Dr. Jenewein stellte in seinem Vortrag heraus, dass nichts schwieriger sei, als eine ehemals erfolgreiche, nun aber von der Krise gezeichnete Organisation zu verändern.

local lounge Hannover: Die wirtschaftliche Bedeutung des Fußballsports

In der Hannoveraner Innenstadt eröffnete vor kurzem eine weitere local lounge mit einem Thema, das sich sowohl um Finanzen als auch um Fußball dreht. „Die wirtschaftliche Bedeutung des Fußballsports“ wurde dort von Martin Kind, Geschäftsführer der gleichnamigen Unternehmensgruppe, erörtert.

Seit 1997 ist Martin Kind Vorsitzender des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e.V. und kennt die Höhen und Tiefen der höchsten deutschen Spielklasse bestens. Und er weiß: mit dem passenden Finanzrahmen werden Clubs in der Regel erst zu Spitzenclubs. Deshalb kämpft Kind momentan vor allem um eines: eine Auflösung der 50+1-Regelung der Deutschen Fußballliga (DFL). Diese besagt, dass ein Großinvestor, der bei einem Fußballclub einsteigt, weder Anteilsmehrheit, noch Entscheidungshoheit über Personalien haben darf.

Kind möchte, dass jeder Verein sich frei entscheidet, ob und wie stark er sich dem Kapitalmarkt öffnet und an welchen Investor er sich bindet. „Bei uns kommen die möglichen Investoren aus der Region. Sie wollen Entscheidungskompetenz im Hinblick auf die Berufung der Geschäftsführung, die Genehmigung des Haushalts und die Genehmigung von Investitionen sprich Transfers. Für diese Dinge wird schließlich ihr Geld verwendet.“, so Kind.

Neben dieser Grundsatzthematik brachte Kind den anwesenden Führungskräfte Hannover 96 näher. Sehr wesentlich für den Club ist die 2005 eröffnete AWD-Arena, die ein Fassungsvermögen 49.500 Zuschauer hat - mit einer einmaligen Lage mitten in der Stadt.

Dort kann natürlich auch ein gutes Leistungspaket für Sponsoren geboten werden: „Die große Basis für eine stabile Struktur des Clubs bilden regionale Wirtschaftspartner, und auch die größten Pakete sind an Unternehmen aus der Region vergeben!“ erklärte Kind. So ist TUI Hauptsponsor und AWD Naming Right Partner. U.a. ist E.ON Niedersachsen exklusiver Lieferant und VW Nutzfahrzeuge exklusiver Autopartner und Sponsor.

„Dabei liegen die vielen Vorteile für die Sponsoren auf der Hand- um nur einige zu nennen: breite Zielgruppenabdeckung, Business-to-Business Kontakte und vor allem ein emotionales und positives Umfeld!“ betonte Kind.

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manager-lounge Umfrage: Einsam in der Chefetage

Mit zunehmender Macht der Chefs in einem Unternehmen wächst oft auch das Misstrauen der Belegschaft gegen „die da oben“. Das Feierabendbier trinkt man dann lieber ohne seinen Vorgesetzten. Ist das die Kehrseite der Karriere, und wie gehen betroffene Topmanager am besten damit um? Die Antwort der Mitglieder der manager-lounge ist eindeutig: In einer Umfrage sagte die Mehrheit, dass Führungskräfte mögliche Einsamkeit am besten außerhalb des Jobs, im Freundes- und Familienkreis kompensieren können.
Knapp ein Viertel war zudem der Meinung, dass ein solcher Zustand eine Führungskraft nicht weiter stören sollte - eine Position im Topmanagement bringe eine solche Einsamkeit naturgemäß mit sich. 16 Prozent der manager-lounge-Mitglieder haben Einsamkeit auf der Chefetage bisher noch nicht beobachtet beziehungsweise selbst erlebt.

Für den Kommunikationsexperten Michael Kausch ist die beschriebene Einsamkeit nicht nur ein Problem, sondern zugleich eine Chance: „Nur wer sich weit genug zurücknehmen kann aus der Tagesdebatte, wird strategisch richtige Entscheidungen treffen. Freilich braucht man immer auch Rückkopplung - oder nennen Sie es Bodenhaftung“, so Kausch.

Für Stefan Erberich von Steria Mummert Consulting gibt es zwei Seiten der Medaille: "Die eine ist zweifellos, dass sich die Mitarbeiter gerne auch ohne die Obrigkeit austauschen möchten. Es gibt aber auch Führungskräfte, die überall Heckenschützen und Stuhlsäger vermuten. So werden zum Eigenschutz Distanzen und Hindernisse aufgebaut - dieses Phänomen ist vermutlich weitaus verbreiteter als das erste." Eine gute Führungskraft könne jedoch den Spagat meistern, der nötig sei, um den Mitarbeitern Vertrauen und Respekt entgegenzubringen, so Erberich. „Wichtig ist es, dass diese sich wohlfühlen und auch gerne mal zwischen der Tür mit dem Vorgesetzen reden, auf der anderen Seite aber Distanz wahren können, um nicht in die Ecke der Parteilichkeit und Befangenheit geschoben zu werden.“

Identifikationsfiguren in Krisenzeiten

„Wenn in einem Unternehmen ein zu großes Maß an Misstrauen in der Belegschaft herrscht, muss dringend Vertrauen aufgebaut werden“, so Werner Wagner von DuPont Performance Coatings. Vertrauen könne mit intensiver und strategischer Kommunikation bei unbedingter Einhaltung der Werte und Tugenden gefördert werden. Einsamkeit sei vermeidbar, das Gefühl in gewissen Fällen „allein zu sein“ gehöre zum Leben in der Chefetage allerdings dazu. „Und gerade weil der Manager auch mal allein ist, baut sich eine natürliche Distanz auf. Wichtig ist, dass die Führungskräfte nicht die Bodenhaftung verlieren und noch ein vernünftiges, offenes und ehrliches Verhältnis zu den Mitarbeitern halten“, sagt Wagner.

Das manager-lounge-Mitglied Eckehard Betz hat sich in seiner Karriere intensiv mit amerikanischen und asiatischen Firmen beschäftigt: „Manchmal wäre man dort über ein wenig mehr Einsamkeit erfreut gewesen.“ Die oftmals erforderlichen, gemeinsamen Abende und Wochenenden mit Chefs, Kollegen und Untergebenen können dort angenehm, aber auch sehr kräftezehrend sein, berichtet Betz. Er sieht daher die Herausforderung im Wahren der Balance zwischen persönlicher Nähe und einer unternehmerisch wichtigen Distanz.

Auch für Rektorin Andrea Herrmann-Weide hat das Thema zwei Seiten: rein fachlich, funktionsbedingt und persönlich. „Erstere bedingt eine scheinbare Vereinsamung, ein Sich-Abheben von der Masse. Wer Führungskraft ist, hat einen anderen Blickwinkel, eine andere Sichtweise auf die Dinge, besondere Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben, die dazu befähigen, diese Position einzunehmen.“ In der persönlichen Ebene müsse es diese Vereinsamung absolut nicht geben, wenn der Manager die Ebene der „offenen Tür“ pflege. „Zugehen auf andere und ihnen zuhören, in ihre Situation hineinfühlen und zum gegebenen Zeitpunkt als Partner zur Verfügung stehen - beide Seiten auszufüllen zeichnet für mich einen Leader aus“, so Herrmann-Weide.

Den Draht zu den Mitarbeiter nicht verlieren

Einsamkeit in der Chefetage ist auch für Ulrich Rohde von der Management Akademie München nicht automatisch eine Folge der Aufgabe, sondern eine Frage des Führungsstils. „Einsam sind diejenigen Führungskräfte, die kommunikativ unsicher sind und daher nicht die nötige natürliche Autorität besitzen“, sagt Rohde.

Er habe Führungskräfte von Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern erlebt, die jede Person im Betrieb persönlich kennen und als Identifikationsfiguren im Unternehmen wirken - auch in Krisenzeiten. „Es mag in unserer vom Shareholder Value geprägten Welt viele Manager geben, die tatsächlich den Draht zu den Mitarbeitern verloren haben, aber im Mittelstand ist dies in der Regel nicht so. Hier weiß man um die Bedeutung des Kontakts zwischen Führungsmannschaft und den anderen Mitarbeitern.“ Rhodes Fazit: „Einsamkeit in der Chefetage ist letztlich selbstverschuldet.“

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