manager-lounge Newsletter Dezember 2011

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Das große Gewinnspiel der manager-lounge in Kooperation mit der Lufthansa: Gewinnen Sie zwei Flüge in der Business Class der Lufthansa innerhalb Europas. Sie müssen nur diese Frage richtig beantworten und Ihre Antwort bis zum 31.12.2011 einsenden. »mehr

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entspannen

Entspannen, nicht verspannen

Weihnachten naht - und damit die Zeit des Weihnachtsstresses, aber auch die Chance, sich zu entspannen. Doch reichen ein paar Tage Ruhe, einen drohenden Burnout zu verhindern? »weiterlesen

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Forum: Die aktuellen Diskussionen

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Koch_Hubert

Warum der deutsche Mittelstand hinterher hinkt

Es fehlt den deutschen Mittelständlern an Selbstvertrauen, sagt Hubert Koch, Experte für Lobby-Arbeit. Und das ist ein Fehler - denn Politik betrifft alle. Umso wichtiger ist es, dass Feld nicht nur den Großunternehmen zu überlassen. »weiterlesen

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Allgeier_Burkhard

"Spielarten der Euro-Bonds"

2010 war Krise, 2011 war noch mehr Krise - und 2012? Hauck & Aufhäuser-Chefvolkswirt Burkhard Allgeier über die Zukunft in der Euro-Zone - und was sie für den Anleger bedeutet. »weiterlesen

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Terminvorschau

local lounge München, 13.12.2011, 19 Uhr

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Thema: Nicht die meisten treffen, sondern die Richtigen
Referentin: Barbara Liebermeister, Expertin für BRM und Lobbying für Unternehmer

local lounge Düsseldorf, 13.12.2011, 19 Uhr

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Thema: Das Jahr 2012 - Ende der Krise oder weiter wie bisher?
Referent: Burkhard Allgeier, Chief Economist und Teamleiter Portfolio
Management bei Hauck & Aufhäuser Privatbankiers

local lounge Stuttgart, 15.12.2011, 19 Uhr

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Thema: Public Affairs und Lobbying - wichtiges Instrument auch für den Mittelstand
Referent: Dr. Hubert Koch, Inhaber Public-Affairs-Agentur Dr. Koch Consulting e.K. Berlin, geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Koch Hauptstadtbüros GmbH & Co.KG

München, 12.01.2012, 15.30 Uhr

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Thema: Update Kapitalmarktrecht - Praxisseminar 2012
Referenten: Bernhard Orlik (HCE), Dr. Christian Dohm (SATELL),
Nico Baader (Baader Bank), u.a.

business breakfast Frankfurt, 17.01.2012, 09.30 Uhr

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Thema: Energien der Zukunft
Referentin: Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieexpertin des
Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und
Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der
Hertie School of Governance Berlin

Düsseldorf, 17.01.2012, 15.30 Uhr

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Thema: Update Kapitalmarktrecht - Praxisseminar 2012
Referenten: Bernhard Orlik (HCE), Dr. Christian Dohm (SATELL),
Nico Baader (Baader Bank), u.a.

local lounge Hannover, 18.01.2012, 18 Uhr

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Thema: Exklusive Kuratorenführung im Landesmuseum Hannover
- Ausstellung Marco Polo

local lounge Hamburg, 18.01.2012, 19 Uhr

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Thema: Wölfe als Personaltrainer für Human-Leadership
Referenten: Rainer K. Lessing, Gründer und Inhaber von Heart Leadership International
Institut für Strategische Führung, & Norbert Kammann, Strategieberater und Executive
Coach/ Heart Leadership International, Geschäftsführer von
Gesundheitsprojekte Gesellschaft mbH

local lounge München, 18.01.2012, 19 Uhr

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Thema: Führen im 21. Jahrhundert - wie Sie Ihre Mitarbeiter nachhaltig zur
Wertschöpfung führen
Referent: Prof. Günter H. Schust, Mitglied des wissenschaftlichen
SCOPARBeratergremiums

local lounge Berlin, 18.01.2012, 19 Uhr

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Thema: Afrika - die Wachstumschance
Referenten: Christian Römlein, Präsident des Fördervereins
"African Business Academy for Entrepreneurship" (A.B.A.F.E.) und
CEO bubbles & beyond GmbH, sowie Dr. Tanja Sieber, Koordinator A.B.A.F.E.
Deutschland und Inhaberin VINNOP GmbH

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Entspannen, nicht verspannen

Hamburg - Kekse backen, Weihnachtsbaum aussuchen, aber auch noch eine letzte Präsentation zum Jahresabschluss fertig stellen, die Tage vor Weihnachten sind Stress. Und doch förderten Wissenschaftler bereits 2007 Überraschendes zutage - denn mitnichten steigt die Zahl der Herzinfarkte in der Weihnachtszeit, sie sinkt. Der "Burnout", eine Medienkampagne; der lange Urlaub, albern und überflüssig? Im Gegenteil.

Denn die Arbeitsbelastung steigt und damit auch die Verbreitung des Gefühls, dem nicht mehr gewachsen zu sein. Das bestätigt auch eine Studie der Krankenkasse DAK. Ihr zufolge machten 2010 Depressionen und andere psychische Erkrankungen immerhin gut 12 Prozent des gesamten Krankenstandes aus. 1998 lag die Zahl nur knapp halb so hoch. So empfindet inzwischen etwa jeder Fünfte seinen Arbeitsalltag als sehr belastend und stressig, die Hälfte fühlt sich etwas belastet. "Heute sprechen wir von Beschleunigung, erhöhter Mobilität, Informationsflut und Individualisierung, von der Auflösung traditioneller sozialer Verbände, der Veränderung traditioneller Rollen, der Verlagerung von der Hand- zur Kopfarbeit in der Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft und erhöhter Lebensunsicherheit in einer globalisierten Welt", erklärt Norbert Hüge, Diplom-Burnout-Prophylaxe-Trainer, Psychotherapeut und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Bundesverbands für Burnout-Prophylaxe und Prävention. Daher ist es umso wichtiger abzuschalten.

Denn die Symptome sind tückisch - Burnout ist ein schleichender Prozess. Der Psychologe Matthias Burisch vergleicht es deswegen mit Übergewicht. Und Michael Sadre Chirazi-Stark sagte gegenüber der ZEIT: "Es gibt viele Menschen, die unter ersten Symptomen von Burnout leiden." Der Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Asklepios-Westklinikums Hamburg weiter: "Die Patienten kommen von Urlaubsreisen zurück und fühlen sich noch zerschlagener als vorher - weil der Partner ständig etwas unternehmen wollte und der Erschöpfte alles organisieren sollte." Die Professionalisierung des Freizeitverhaltens, der Zwang zum Hochglanz des Lebenslaufs; er fordert seine Opfer auch im Urlaub.

Umso wichtiger ist es, den Urlaub ernst zu nehmen. "Grundsätzlich muss man sagen, dass hier keine allgemeingültige Formel angewendet werden kann", sagt Hüge. "Wer seinen Akku entleert, sollte ihn auch aufladen. Ansonsten ist nach einer gewissen Zeit keine Leistung mehr zu erwarten." Wie soll das gehen? "Die Seele an einem freien Wochenende mal baumeln zu lassen - ohne Mails zu checken und das Smartphone ständig zu kontrollieren -, einfach mal nichts tun, den Laptop nicht mit in den Urlaub zu nehmen, auf ausreichend Schlaf zu achten und nach zehn Stunden effektiver Arbeit mit ausreichend Pausen das Büro zu verlassen und dann auch nicht mehr ans Büro zu denken, dass sind definitiv Dinge, die der Verhütung eines Burnouts zuträglich sind."

"Burnout" ist nicht das bloße Unwohlsein zartbesaiteter Menschen, als das es nassforsche Führungskräfte noch vor wenigen Jahren abtaten. Burisch mahnt: "Der Endzustand ist nicht mehr von einer Depression zu unterscheiden." Und er sei gekennzeichnet durch Verzweiflung und Selbstmordgedanken. Eine individuelle Tragödie - und eine volkswirtschaftliche. Hüge rechnet vor: "Fachleute beziffern den Produktivitätsverlust in Deutschland auf 3,3 Milliarden Euro. Ein Burnout verursacht nach Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Schnitt 30,4 Krankheitstage pro Jahr." Höchste Zeit also, sich zu entspannen. Punsch, Plätzchen und Plaudern mit der Familie könnten der erste Schritt sein.

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Warum der deutsche Mittelstand hinterher hinkt

mm: Braucht der deutsche Mittelstand Lobbying?

Koch: Ja, Lobbying ist auch für Mittelständler sinnvoll, schließlich sind sie von Gesetzen und Verordnungen direkt betroffen und insofern gezwungen, ihre Interessen zu wahren. Meine Erfahrungen zeigen, dass gerade mittelständische Unternehmer viel bewegen können, da sie authentisch wirken. Sie sind deshalb für Politiker geschätzte Gesprächspartner. Diese sind auf den Sachverstand aus Unternehmen angewiesen, da ihnen das persönliche Fachwissen in vielen Themenbereichen fehlt. Viele Entscheidungen mit negativen Auswirkungen für Unternehmen entstehen ganz unbewusst, einfach, weil niemand aus der Praxis den Entscheidern die Auswirkungen aufgezeigt hat. So gesehen ist Public Affairs aktives Risikomanagement.

mm: Mein Eindruck ist es, dass die großen Unternehmen Lobbyarbeit ernst nehmen, die kleinen nicht. Was meinen Sie? Und woher kommt so eine Einstellung?

Koch: Erstens fehlt es vielen kleinen und mittleren Unternehmen an Selbstvertrauen. Sie glauben, dass ihre Meinung "in Berlin" nicht zählt. Zweitens ist in vielen Unternehmen das nötige Know-How nicht vorhanden. Angesichts oft unübersichtlicher Strukturen und Prozessen, in denen auch ganz andere Regeln gelten als in der Wirtschaft, ist die richtige Herangehensweise unklar. Drittens verlassen sich viele Unternehmen ausschließlich auf ihre Branchenverbände. Dabei wird verkannt, dass deren an sich gute Arbeit oft darunter leidet, dass sie branchenintern unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen müssen. Darunter leidet oft die Klarheit der Position und damit die Schlagkraft. Kleinen und mittleren Unternehmen, die unter einer geplanten Gesetzgebung zu leiden hätten, ist dringend zu empfehlen, sich selbst politisch zu artikulieren. Dabei kann es die Effizienz deutlich erhöhen und die Kosten senken, wenn sich die Unternehmenslenker professionell beraten lassen.

mm: Hinken Deutschlands Unternehmen im internationalen Vergleich hinterher?

Koch: Der Eindruck täuscht nicht, wenn man Vergleiche mit den USA, aber auch mit Ländern wie Frankreich oder Italien anstellt. Die Unternehmer in diesen Ländern sind oft politisch präsenter.

mm: Ändert sich die Einstellung derzeit - immerhin gewinnt die EU immer mehr an Gestaltungsgewicht?

Koch: Ja, das ist eindeutig so. Ich berate und vertrete zunehmend auch Unternehmen mit nur wenigen hundert Mitarbeitern. Auch steigt die Teilnahmequote von Mittelständlern an meinen Seminaren zum Thema Lobbying. Offenbar rückt die Bedeutung politischer Entscheidungen für das unternehmerische Handeln bei immer mehr Unternehmern ins Bewusstsein. Gleichzeitig führen die Internationalisierung der Wirtschaft und das zunehmende Gewicht Europas dazu, dass viele Firmen auch Brüssel ins Visier nehmen. Auf dieser Ebene sind Prozesse und Akteure jedoch für viele Unternehmenslenker noch fremder und unübersichtlicher als in Deutschland. Deshalb ist hier die Bereitschaft, professionelle Unterstützung von Lobbyisten und Public-Affairs-Agenturen in Anspruch zu nehmen, größer.

mm: Welche Branche in Deutschland bedarf der meisten Lobby-Arbeit?

Koch: Letztlich ist Lobbying für alle Branchen wichtig. Aber natürlich gibt es einige, deren Marktumfeld durch umfassende Regulierungen mehr von politischen Entscheidungen betroffen sind als andere. Ein Beispiel ist der Gesundheitsbereich.

mm: Wird Lobbying in Zeiten anstehender Verteilungskämpfe auf europäischer Ebene ("Wer zahlt die Krise") eigentlich wichtiger?

Koch: Ja, da die Regulierungsdichte in allen Bereichen immer weiter zunimmt. Auch die europäische Integration (Stichwort europaweite Ausschreibungen) und die Globalisierung spielen eine Rolle, da sie den Wettbewerb verschärfen und mehr Marktteilnehmer ins Spiel bringen. Neben der Normungsarbeit, die Marktbedingungen mitbestimmt und bei der viele Mittelständler sehr aktiv sind, wird auch Lobbyarbeit wichtiger. Damit lassen sich, richtig gemacht, Wettbewerbsbedingungen verbessern. Dabei haben für kleine Unternehmen Detailfragen oft große Auswirkungen. Die meist mühselige und langfristige Arbeit lohnt sich aber am Ende.

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"Spielarten der Euro-Bonds"

mm.de: Gibt es den Euro Ende 2012 noch?

Allgeier: Ja, die Frage ist nur, ob mit allen gegenwärtigen Mitgliedsländern der EWU. Das Risiko eines Austritts zum Beispiel von Griechenland besteht - allerdings mit einer sehr geringen Eintrittwahrscheinlichkeit.

mm.de: Welchen Weg der Krisenbekämpfung halten Sie für den wahrscheinlichsten?

Allgeier: Kurzfristig: Einsatz des Rettungsschirms zum Kauf von Staatsanleihen, gegebenenfalls nochmalige Ausdehnung der Finanzierungskapazitäten; in begrenztem Maße Käufe durch die EZB.

Mittelfristig: Echte Lösungen durch einen neuen Ordnungsrahmen für die Finanzpolitik in der Euro-Zone. Das sind eine strikte Einhaltung der Defizitregeln, Verankerung nationaler Schuldenbremsen nach deutschem Vorbild; automatische, regelgebundene Sanktionen statt politische Entscheidungen; gegebenenfalls Einführung von Euro-Bonds. Darunter sind jedoch viele Spielarten zu verstehen. Ein Vorschlag, der gemeinschaftliche Haftung mit einer strikten Stabilitätspolitik verbindet, ist der vom Sachverständigenrat vorgeschlagene "Schuldentilgungspakt". Euro-Bonds, die dagegen nur eine gesamtschuldnerische Haftung vorsehen, sind abzulehnen; sie sind eine Akzeptanz finanzpolitischer Disziplinlosigkeit.

mm.de: Was bedeutet eine De-facto-Transferunion durch Einführung von Euro-Bonds oder ständigen Anleihenkäufen der EZB für nordeuropäische Assets?

Allgeier: Die Renditen von Bundesanleihen steigen, da der Safe-Haven-Status verloren geht. Die Aktienmärkte profitieren vorübergehend - dank der Defaultvermeidung und der Beseitigung dadurch entstehender realwirtschaftlicher Risiken. Währungen, wie das britische Pfund, die norwegische oder die schwedische Krone, büßen gegen den Euro (etwas) an Wert ein, womit der Euro aufgewertet wird.

mm.de: Mit Blick auf die Assetallocation - was bedeutet so ein Szenario? Zum Beispiel ein Revival der Liquidität im Portfolio?

Allgeier: Das Euro-Bond-Szenario hängt sehr stark von der Ausgestaltung solcher Bonds ab.

mm.de: Wie wird sich der deutsche Mittelstand in so einem Umfeld finanzieren - weniger Bank, mehr Mittelstandsanleihen?

Allgeier: Eine bankbasierte Finanzierung wird an Bedeutung verlieren und die marktbasierte Finanzierung wird gewinnen; auch über Mittelstandsanleihen. Vor allem aber wird die Eigenmittelfinanzierung zunehmen.

mm.de: Wird das Schlingern der Währungsunion auch Auswirkungen auf die mögliche Schaffung anderer Unionen haben, zum Beispiel im asiatischen Raum?

Allgeier: Ja. Die Frage nach dem "optimalen Währungsraum" wird ernster genommen werden als früher. Nur dort, wo realwirtschaftliche Konvergenz herrscht (und entsprechende Kriterien erfüllt werden, was bei der Einführung der EWU im Übrigen nicht der Fall war) und wo im Vorfeld ein Mechanismus zu etwaigen Fiskaltransfers festgelegt ist, haben Währungsunionen eine Überlebenschance. Vor diesem Hintergrund sind angedachte Währungsunionen zu überdenken.

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