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"Investieren in Kunst: Als Geldanlage tauglich oder vollkommener Unsinn?"

Veranstalter: manager lounge
 
Zeit: 13.11.2012
 
Veranstaltungsort:
SPIEGEL-Verlag, Konferenzraum 4
 
Teilnahmegebühr: 39.00€ / Person (inkl. MwSt.)
  Die oben ausgewiesene Teilnahmegebühr ziehen wir zwei Tage vor der Veranstaltung über den von Ihnen gewählten Zahlungsweg ein.
 
Referenten: Gerd Harry Lybke
Inhaber Galerie EIGEN + ART
führender Galerist für zeitgenössische Malerei in Deutschland
 
Beschreibung: Teilnahmebeitrag inkl. Snack und Getränken

Der Galerist Gerd Harry Lybke über den Irrtum der Spekulanten, die Langmut der Sammler und warum deutsche Malerei so teuer ist.

Ausschnitte eines Interviews:
Herr Lybke, Sammler reißen sich um junge Maler aus Deutschland. Freuen Sie sich über sechsstellige Preise?

Lybke: Als Galerist kann ich mich über die Preisexplosion gar nicht freuen. Die Leute reden immer über die Preise auf Auktionen - aber die sind ja nicht normal. Auf einer Auktion werden 300 Prozent mehr gezahlt als in meiner Galerie. Dort bleibt es dabei, daß ich die Preise nicht ausreize.

Wäre das nicht verlockend?

Lybke: Ich verabscheue das Geld nicht. Aber ich weiß: Versteigerungen sind Grenzsituationen.

Näheres zum Thema
Kunst taugt nicht als Geldanlage? Aus Sicht von Herrn Lybke ist Investieren in Kunst vollkommener Unsinn. Der Sammler geht nicht wirklich davon aus, daß er eine Anlage besitzt, die er später mit Gewinn verkaufen kann.
Wer das versucht, hätte bei ihm in der Galerie auch gar keine Chance, ein Bild zu bekommen.
Was ist angesagt in der Szene? Worauf müssen die Käufer achten? Gerd Harry Lybke, Top-Galerist aus Berlin-Mitte, über Chancen und Fallen für Sammler.

Näheres zum Referenten
Gerd Harry Lybke (* 8. März 1961 in Leipzig) ist ein deutscher Galerist. Er gehört mit seiner Galerie EIGEN + ART zu den führenden Händlern für zeitgenössische Malerei in Deutschland.

Seine Galerie EIGEN + ART zählt zu den "nearly 300 leading galleries from North America, Latin America, Europe, Asia and Africa".

Gerd Harry Lybke redet gern über seine Strategien. Vielleicht ist er auf sie genauso stolz wie auf die Künstler, die er vertritt - wenn nicht sogar ein klein bisschen mehr. Wie er aus dem Nichts seine Galerie aufgebaut hat - das ist sein eigenes Kunstwerk. Einer seiner Grundsätze lautet, ein Galerist solle nicht selbst Sammler sein: "Ich sammle Geld. Ich sammle keine Kunst", sagt Lybke mit unverkennbarem sächsischen Singsang-Akzent in seinem kleinen, von Glaswänden umgebenen Büro der Galerie in der Berliner Auguststraße. "Wenn ich sammelte, bekämen die Kunden nur noch die B-Ware und würden meine A-Sammlung finanzieren. Wenn dir ein Galerist erzählt, was für eine großartige Sammlung er hat, kannst du dich einfach umdrehen und gehen. Da musst du nicht mal tschüss sagen." Es gibt eben auch Loyalität eines Galeristen zu seinen Kunden.

Herr Lybke machte sein Abitur, begann eine Ausbildung zum Maschinenmonteur in den Kirow-Werken in Leipzig-Lindenau und landete 1983 mit 22 Jahren an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig - allerdings nicht als Student, sondern zum Erwerb des Lebensunterhalts als Aktmodell für Maler.
Im selben Jahr begann er, in seiner Hinterhof-Wohnung am Körnerplatz 8 Kunst von Freunden zu zeigen. Die erste Ausstellung hieß „Die neuen Unkonkreten“; sie markiert die Geburtsstunde der Galerie EIGEN + ART. Nach einem Umzug 1985 in die Fritz-Austel-Straße 31 fungierte EIGEN + ART als Werkstattgalerie, das machte sie etwas unverdächtiger. Stasi-Mitarbeiter zählten dennoch stets zum Publikum.
Nach dem Mauerfall begann die Aufbruchzeit. Das Interesse an der unbekannten ostdeutschen Kunst war schnell geweckt. Die Künstler, mit denen er damals in einem besetzten Haus in der Zentralstraße wohnte und arbeitete, stellte er auf internationalen Kunstmessen aus. 1992 eröffnete er in Berlin eine weitere Galerie. 1997 brachte er fünf EIGEN + ART Künstler auf die documenta X.
Mitte der 1980er Jahre entdeckte er Neo Rauch. Rauchs Werke hängen mittlerweile in Kunstsammlungen weltweit. Gerd Harry Lybke, meist in Anlehnung an einen rotblonden Wuschelkopf aus der amerikanischen TV-Serie Lieber Onkel Bill Judy genannt, vertritt unter anderen auch: Artists represented by the Gallery: Akos Birkas, Birgit Brenner, Martin Eder, Tim Eitel, Nina Fischer/Maroan el Sani, Stella Hamberg, Christine Hill, Joerg Herold, Uwe Kowski, Rémy Markowitsch, Maix Mayer, Ryan Mosley, Carsten Nicolai, Olaf Nicolai, Neo Rauch, Ricarda Roggan, Yehudit Sasportas, David Schnell, Annelies Strba, Matthias Weischer.

www. http://www.eigen-art.com/
 
Teilnahme:
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